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Diskutiere im Thema ADHS und Studium Vorbereitungskurse im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    Ok Habe auch Autismus.

  2. #12
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    web4health schreibt:
    Hier würde es um die Kenntnis der Selbstregulationsprobleme bei ADHS bzw. der Exekutivfunktionen bei ADHS im Alltag gehen. Da sieht es dann schon ziemlich mau aus.

    Wenn man dann die bestehenden "Therapiebücher" bzw. Manuale der Experten sich anschaut, merkt man schnell warum das nichts wird. Es geht ja um den "Point of performance" , d.h. um die Anwendung in der Praxis, wenn man es braucht. Nicht um die Theorie, wie man es nun machen sollte.

    Aber grundsätzlich DANKE !

    Also irgendetwas "Gutes" muss es aber geben, denn ich bin in einem Therapieinstitut (VT) und bin total zufrieden mit den Fortschritten die ich dort mache, ein weiteres Mitglied hier im Forum übrigens auch. Irgendwoher müssen die das ja haben wie man eben genau die Selbstregulationsprobleme im Alltag managt, denn das sind ja alles Theras in Ausbildung der Spezialisierung VT.

  3. #13
    Eti


    fliegFederflieg

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 848

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    RobAthlet schreibt:
    Stellt sich nur die Frage,warum gerade Studenten eine Sonderbehandlung bekommen sollten wenn sie ADS haben.

    Dann müsste es das allg. für jeden ADS Betroffenen geben.

    Bevor man bestimmte Gruppen unterstützt,sollte man eher gewährleisten,dass es flächendeckend genügend Ärzt/Kliniken/etc für ADS gibt.
    Sorri das verstehe ich jetzt nicht mit der Sonderbehandlung.
    Es gibt meiner Meinung nach sehr viel Unterstützung und Hilfsangebot in Form von Therapien und Selbsthilfegruppe für Menschen mit ADHS Allgemein.

    Der Tread geht doch speziell um das Thema ADHS und Studium/ Hochschule/ Ausbildung oder verstehe ich gerade etwas nicht?
    Geändert von Eti (11.06.2015 um 00:02 Uhr)

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    creatrice schreibt:
    Also irgendetwas "Gutes" muss es aber geben, denn ich bin in einem Therapieinstitut (VT) und bin total zufrieden mit den Fortschritten die ich dort mache, ein weiteres Mitglied hier im Forum übrigens auch. Irgendwoher müssen die das ja haben wie man eben genau die Selbstregulationsprobleme im Alltag managt, denn das sind ja alles Theras in Ausbildung der Spezialisierung VT.
    Sicher gibt es dort Gutes, sehr viel sogar. Aber es ist eben eine Therapie und kein Coaching. ADHS macht ja in verschiedenen Lebensbereichen und in verschiedenen Lebensabschnitten unterschiedliche Probleme.
    Studenten sind mittlerweile bei Studienbeginn gerade mal 20. ADHSler sind von der Entwicklung her etwas hinterher, also ist ein ADHSler bei Studienbeginn im Prinzip entwicklungstechnisch ca. auf dem Stand eines 14jährigen. Oft muss man zum Studium von zuhause ausziehen und ist dann erstmal auf sich alleine gestellt. Man muss also zum Studium noch den ganzen Alltagskram wie Wäsche waschen, einkaufen, kochen, putzen, Rechnungen zahlen (und vor allem das Geld dafür zur Seite legen...) etc. bewältigen. An den Unis wird ein hohes Maß an Selbstständigkeit verlangt. Man muss Fristen einhalten, in überfüllten Hörsälen klarkommen, muss sich selber organisieren und strukturieren. Das sind alles Dinge, die typischerweise nicht Bestandteil einer Psychotherapie sind und es auch nicht sein sollen.
    Junge studierende ADHSler brauchen daher bei diesen Problemen eher keine Therapie, sondern praxisnahe Unterstützung in Form eines Coachings o.ä. Sie brauchen Menschen, die ihnen nicht nur dabei helfen, einen Zeitplan zu erstellen, sondern diesen auch einzuhalten. So wie es bspw. in dem Buch Coaching College Students with AD/HD: Issues and Answers von Patricia Quinn, Nancy Ratey und Theresa Maitland beschrieben wird.

    Bei den bestehenden ADHS-Ambulanzen an den Unis sehe ich darüber hinaus das "Problem", dass diese meist eigene Forschungsprojekte zu ADHS laufen haben und daher wahrscheinlich eher weniger offen für andere Vorgehensweisen sind, weil sie dafür weder die Zeit noch die personellen und vor allem finanziellen Kapazitäten haben.

    Meine ganz persönliche Meinung ist, dass realitätsnahe und praxisorientierte Hilfen für ADHSler eher nicht von universitären ADHS Ambulanzen direkt zu erwarten sind, da die Forschung dort sehr theoretisch ausgerichtet ist und man irgendwie den einzelnen Menschen etwas aus dem Blick verloren hat.

  5. #15
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    Fliegenpilz schreibt:
    Junge studierende ADHSler brauchen daher bei diesen Problemen eher keine Therapie, sondern praxisnahe Unterstützung in Form eines Coachings
    Der Ansicht bin ich auch. Eine Therapie hieße, dass ich Etwas an meinem Verhalten ändere. Bezogen auf das Studium würde das bedeuten, dass man das Studium dann doch innerhalb der Regelstudienzeit hin bekommt. Das würde nur bedingt Zufriedenheit schaffen.

    Ab dem 14. Semester habe ich mich dann doch geschämt.

    Sinnvoll fände ich ein Coaching, um mit seinem ADHS leben zu können. Denn das große Problem kommt nach dem Studium: Teamfahigkeit, Ehrfurcht vor den Vorgesetzten, gutes Zeitmanagement, Pünktlichkeit, Freundlichkeit, standesgemäße Kleidung, und, und, und. Während des Studiums brauchte ich das alles nicht. Ich war selten bei einer Vorlesung (nur in Statistik), trotzdem hätte ich fast das Studium in der vorgegebenen Frist von 10 Semestern geschafft, wenn ich mich nicht verliebt hätte und mehr in Berlin war als an der Uni.

    Was ich damit sagen will: wichtig ist ein Coaching für die Zeit nach dem Studium.

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    Tokol wird beispielsweise im Herbst eine Art "Vorbereitungs-Workshop" für Jugendliche mit ADHS für den Alltag probieren. Das finde ich sehr sinnvoll.
    Ich habe mich erstmal speziell an Studenten gewandt, weil ich auch das Problem der immer jüngeren Studenten und die Verdichtung der Bachelor-Studiengänge erlebe. Und dann immer wieder lese, wie kurz vor Abgabe der Bachelor-Arbeit nach Nachteilsausgleich gerufen wird.

    Das greift doch zu kurz. Genauso wenig wird dann Mph helfen.

    Hier brauchen wir einen "Kulturwandel", der möglichst schon in der Schule bzw. in der Übergangszeit (Transitition) entsprechende Selbstregulationskurse anbietet. NIcht nur für Studenten. Aber auch. Und natürlich reicht da eben nicht der Kurs, sondern wir brauchen das Coaching vor Ort zu bezahlbaren Konditionen bzw. ggf. als integraler Bestandteil des Studiums selber.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    Ich weiss nicht was ihr für Vorstellungen von Verhaltenstherapie habt

    VT ist in meinem Fall praxisnahe Problembewältigung. In den Bereichen Alltagsorganisation, Zeitmanagement, Verteilung der Ressourcen, etc..... Bestandteile einer Verhaltenstherapie sind die Probleme, die von dem Patienten bearbeitet werden wollen. Coaching ist in meinem Fall der VT einfach das englische Wort. Auch da ändert man etwas an seinem Verhalten, denn Ziel des Coachings ist ja irgendwann eine alleinige oder zumindest bessere Bewältigung bestimmter Problemfelder.

    In Sachen ADHS und Ambulanz wurde ich immer noch nicht verstanden: Ich meinte NICHT das die Ambulanzen das übernehmen sollen, sondern das die dort befindlichen Ärzte ja schonmal intern der Uni sind, und somit das ein oder andere fachlich gute/richtige Wort für solch ein Projekt und die Wichtigkeit bei den Verantwortlichen vor Ort einlegen könnten.

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    Na ja. Coaching und Verhaltenstherapie sind schon zwei total unterschiedliche Dinge.

    Es ist aber prima, wenn ein VTler dann Coaching anbietet.

    Coaching findet in der Regel VOR ORT beim Klienten statt. Es geht also um die ganz konkrete Umsetzung im Alltag. Weniger um die "Gründe" bzw. die Entwicklung und Aufrechterhaltung der Symptomatik. Natürlich wird beim Coaching auch behavioral mit Verstärkern und Listen / Plänen gearbeitet. Man erwartet aber als Coach nicht, dass sich dadurch die Symptomatik beseitigen lässt (wie dies beispielsweise bei einer Angststörung durch Expositionstherapie möglich wäre). Vielmehr ist es eine Art "Krücke", die dann über die Reifung des Gehirns (Maturation) bzw. eben auch durch die Anpassung der Umgebungsbedingungen zu einer erhöhten Funktionalität und damit Lebensqualität führt.

    Sehr sinnvoll bei der VT sind eben auch die Verhaltensanalysen im Sinne von Situationanalysen, wenn die Vorfeldbedingungen richtig mit einbezogen werden. Das ist aber leider eher noch nicht Standard in der normalen VT (abgesehen von der sog. Organismusvariabel).

    So, Besserwissermodus aus.

    Aber toll, wenn man solche Verhaltenstherapeuten hat.

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    Ich hatte eine Studienhilfe, d.h. eine Studentin für.. mhm glaube 6h die Woche, die mir helfen konnte z.B. bei Organisation etc. Viel gebracht hat es mir nicht, weil ich damals noch nicht richtig meine Problembereiche ausmachen konnte.

    So brauche ich niemanden der mir beim Organisieren hilft, sondern mehr jemand für die Motivation/Dranbleiben. Aber damit war meine Studienhilfe überfordert, bzw. überstieg das auch einfach die Möglichkeit einer Studienhilfe.

    Anfangs, wo ich die hatte durfte noch jeder eine Studienhilfe machen könne.. also hätte mir auch einen Fachmann nehmen können, später haben sie es dann auf akademische Personen eingegrenzt.. also war sicherlich so gedacht, so Studenten eine Verdienstmöglichkeit zu geben.. aber jeder mit akademischen Abschluss wie Professor etc. hätte es auch machen können und vielleicht ein erfahrerener Coach, der nicht studiert und keinen akademischen Abschluss hat, dann nicht... (aber das liegt jetzt schon wieder ein paar Jahre zurück..vielleicht haben sie das wieder geändert oder man hätte doch noch jemand anders nehmen können und hätte das nur begründen müssen)

    Ich weiß von einer anderen die die Studienhilfe in Anspruch nahm, hatte sich dann ihre bewilligten Stunden in Haushalthilfe und Mitschreibhilfe aufgeteilt und profitierte sehr davon. Meine bewilligten Stunden für eine Haushaltshilfe zu verwenden hätte mir vermutlich auch geholfen.. aber da war natürlich das Problem, dass ich jemand Fremden in meine Wohnung hätte herein lassen müssen..

    Generell habe ich das Problem bei den ganzen Hilfsangeboten, mich darum kümmern zu müssen, jemand zu finden... also z.B. für VTs brauche ich immer Jahre Vorlauf bis ich den ersten Therapeuten mal anrufe und habe immer nur den erst besten genommen, der Zeit hatte..


    Rückwirkend denke ich mir, hätte ich für mein Studium mehr sowas wie eine feste Lerngruppe gebraucht.. selber zu suchen scheiterte an meinen sozialen Ängsten.


    Vielleicht würde es auch anderen ADSler weiterhelfen, dass man solche Gruppen fördert... dass man in der Gruppe einerseits lernt bzw. Fachthemen besprechen kann, aber anderseits auch so organisatorische Sachen wie z.B. Lernpläne erstellen macht. Oder soziale Skills trainiert wie z.B. Diskussionen.

    Sowas gibts sicherlich teilweise schon, nur dass diese Gruppen dann stärker auf die typischen ADS-Problembereichen eingeht und toleranter bei den typische ADS Problemen ist wie z.B. verspätet und unvorbereitet zum Treffen erscheint.. das Nichtvorbereiten können, war übrigens einer der Hauptgründe, weshalb ich mich nicht getraut habe, nach Lerngruppen zu suchen

    Also vielleicht sowas in der Richtung wie Übungs-SHG speziell für jeden Studiengang.

    Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten ADSler, die es bis zum Studium geschafft haben, ihr ADS einigermaßen in Griff haben und nur mit den viel höheren Anforderungen an Selbstorganisation und - motivation überfordert sind. Und vielleicht so eine Gruppe, die mehr auf Selbsthilfebasis (ausser vielleicht einen fachlichen Moderator/Gruppenleiter) funktioniert, schon ausreichend sein könne..

  10. #20
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: ADHS und Studium Vorbereitungskurse

    An der Uni Mainz gab es was von der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle speziell zu ADHS. Ob es das noch gibt, weiß ich nicht.Habs nur mal gesehen. Du könntest auf der Homepage mal schauen.


    Das Programm der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungstelle machte einen recht umfangreich Eindruck; auch sowas wie Prokrastination war da glaub enthalten.

    An meiner Uni gab es schon einige Unstützung , auch von den Dozenten, für die Erstis.
    Geändert von Ehem. Mitglied (11.06.2015 um 12:09 Uhr)

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