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Diskutiere im Thema Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #51
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ich werd auf jeden Fall nochmal drüber schlafen - das Problem bei ADS ist ja, dass man seine eigene Wirkung gar nicht so gut einschätzen kann. Vielleicht empfindet er mein Verhalten ja gar nicht als so "seltsam"...

    Aber ich weiß wenigstens, dass ich mir zu viele Sorgen mache und habe dadurch insgeheim immer die Hoffnung, dass alles doch nur halb so schlimm ist wie ich mir ausmale
    Und ja, dazu kommt noch, dass ich mir über so Kleinigkeiten, über irgendwelche wahrgenommenen Stimmungen oder Worte viel mehr Gedanken mache als andere und vielleicht Negatives überbewerte. Aber wie soll man wissen, ob man das tut oder nicht - ich kann ja nur aus meiner Perspektive wahrnehmen?! Ich kann nicht wissen, ob ich über- oder unterbewerte, ob ich mit meiner Wahrnehmung nah an der "Realität" bin oder nicht...das ist echt Mist.

    Ich hab einfach das Gefühl, ich geh ihm auf die Nerven und dann trau ich mich natürlich nix mehr zu fragen und werd generell unsicher im Umgang mit der Arbeit.

    Trotzdem ist es natürlich, dass bei unserer Gesellschaft, in der so viele ein falsches, wenn nicht sogar schlechtes Bild von ADS vor Augen haben, man über das eigene ADS nicht mit allen so offen drüber redet und man überdenkt, ob man es einer gewissen Person sagen sollte oder nicht.
    Ja, wenn offener damit umgegangen würde und nicht so ein negatives Bild davon in Umlauf wäre, würde mir die Entscheidung, ob ich es ihm sage, wohl wesentlich leichter fallen. Auf der anderen Seite habe ich auch irgendwie keine Lust mehr, ständig mein ADS verstecken zu müssen, letzten Endes kann ich die Fassade dann doch nicht aufrecht erhalten und es kommt durch, dass was mit mir nicht stimmt. Aber fragen tut natürlich keiner, WAS denn mit mir nicht stimmt, sie halten die Klappe und denken sich weiter "na, die is aber komisch, lieber Abstand halten".

    Wenn ich es ihm sagen würde, dann müsste ich mir auch darüber klar sein, WOFÜR. Im Grunde genommen wäre es glaube ich dafür, dass ich mich nicht mehr verstellen muss - ich finde es echt anstrengend, so zu tun, als hätte ich kein ADS und ihm gleichzeitig zuzuhören und mit ihm zu diskutieren. Aber ist es Grund genug, mich nicht mehr verstellen zu müssen? Wer weiß, ob er die Arbeit dann nicht aus dem Blickwinkel "sie hat ADS, kann also nix" beurteilt und gar nicht mehr sieht, was ich gut gemacht habe?

    Fragen über Fragen, das ist aber auch kompliziert. Und ich glaube, mit genau dieser komplizierten Denkweise geh ich ihm auf den Keks. Ich lass erstmal sacken.

  2. #52
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Deswegen mein Gedanke, ob du ihm nicht einfach fern von jeglichem ADS-Bekenntnis einfach mal davon erzählst, dass du dir an ein paar Stellen schwer tust. Vllt. kommt ihm das dann lediglich so rüber, dass du halt ein etwas verpeiltert Typ bist, das man auch bei der Arbeit manchmal wiedererkennt, aber ansonsten nichts bedeuten muss, weil du ja trotzdem was auf dem Kasten hast. Du wirst in seiner Laufbahn bestimmt nicht die erste sein, die eine Arbeit nicht locker flockig von der Hand schreibt
    Und wenn ich bei Freunden das Thema Konzentration ansprech, dann kommt auch niemand auf den Gedanken, dass ich ADS haben könnte, sondern einfach nur recht verpeilt bin. Mach das einfach Gefühlsabhängig wenn du das nächste Mal bei ihm bist (habt ihr da eigntl. feste Termine oder kommst du nur bei Bedarf?), ob du das Thema überhaupt so dringend loswerden willst oder nicht (ich hab auch manchmal meine Phasen, wo ich ein Thema besonders schlimm finde und dann ist es mir auf einmal nicht mehr so wichtig) und wenn ja, dann erzähl nur ein bisschen was ohne konkret auf ADS zu kommen, dann kannst du danach immer noch entscheiden, ob das für dich schon reicht oder du dir weiterhin den Kopf zerbrichst und hast dadurch aber noch überhaupt nichts verloren. Weil ja, wir sind halt auch so ein bisschen Dramaqueens xD

    Ansonsten versuch ein bisschen Abstand davon zu gewinnen, dass er deine Arbeit beurteilt. Natürlich ist er derjenige, der kritisert, aber zuhause kannst du genau so gut tun, als ob du für uns Mitchaoten deine Arbeit schreiben würdest

  3. #53
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Wenn ich die Arbeit für euch schreibe, seid ihr nachher die einzigen, die sie verstehen. Ich mein, es ist schon erstaunlich (und auch voll cool), wie oft ich hier verstanden werde und wie oft ich woanders missverstanden werde...selbst, wenn ich in "meiner" Sprache schreibe, werde ich hier verstanden.

    Öhm ja, Dramaqueens - stimmt voll und ganz. Und das weiß ich eben auch, deshalb war ich mir unsicher, ob ich ihm überhaupt was sagen sollte, ich will ja nicht schon wieder aus einer Mücke einen Elefanten machen (umgekehrt kann ich das allerdings auch ganz gut). Ich weiß nicht, ob ich das so gut hinkrieg, ihm von meinen Problemen zu erzählen, so dass er versteht, aber ich glaube, da hab ich auch zu hohe Ansprüche - er muss ja nicht komplett verstehen, er muss nur verstehen, dass ich nur Hirnverknotungen habe und nicht oppositionell veranlagt bin und ihm absichtlich auf die Nerven gehen will oder so. Ich will ja kooperieren, aber es ist schwierig für mich, weil er Dinge von mir verlangt, mit denen ich Schwierigkeiten habe (mich auf wenige Dinge beschränken, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden).

    Ich komme nur bei Bedarf bei ihm vorbei, deshalb wäre das auch noch ne Frage, ob ich nur deshalb bei ihm vorbeikommen sollte...da bräuchte ich auch noch eine Sache, die konkret mit der Arbeit zu tun hat. Vielleicht schaff ich es ja, bis nächste Woche ne tollere Gliederung hinzukriegen, dann hab ich nen Grund.

    Das mit dem gefühlsabhängig entscheiden ist so ne Sache, ich muss auf jeden Fall mir vorher überlegen, wie ich das Ganze formuliere, sonst kommt wieder nur zusammenhangsloses Zeug dabei heraus. Ich muss sowas planen, ich muss eigtl fast alles planen. Spontan handeln ist sehr, sehr schwierig...

  4. #54
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ich weiß immer noch nicht, ob ich zu ihm hingehe - wenn ich so kurz vor dem Einschlafen darüber nachdenke, erscheint es mir total logisch, da hinzugehen, aber am Tage wiederum erscheint es mir übertrieben. Diese verschiedenen Wahrnehmungen derselben Situation abhängig von der Tageszeit hatte ich schon immer. Immer dieses ständige Perspektivenwechseln...

    Naja. Auch in der Arbeit habe ich Probleme mit dem Perspektivenwechsel. Ich wechsele zu oft die Perspektive. Mein Betreuer findet das glaub ich nicht so gut bzw. er kommt da nicht mehr mit bzw. kommt er intellektuell wohl mit, aber er sieht keine Notwendigkeit dahinter. Ich würde zu viele wissenschaftliche Disziplinen reinbringen. Witzig, ein Autor, der aus meiner Disziplin kommt und den ich zitiere, macht das genauso wie ich und zieht dafür fast die gleichen Disziplinen heran. Wenn der das darf, darf ich das auch.

    Ich versuche grad, ein paar Kapitel zusammenzukleben, um zu schauen, wo der rote Faden ist. Hab auch schon die Hauptschlagader gefunden. Mir fehlen nur hier und da Verbindungsstücke, aber die kann ich ja noch dazwischenquetschen. Ich bete nur dafür, dass das am Ende auch alles plausibel ist. Oft finde ich an einem Tag andere Begründungen für das nächste Kapitel als am Tag davor...ach wat, eigentlich liegen da oft nur Minuten zwischen. Diese Perspektivenwechslerei ist echt nervig. Und die Kompensation ist auch nicht besser: Redundanz. Ich merke, dass ich nicht bei der Sache bleiben kann und greife aus lauter Panik, den roten Faden zu verlieren, dieselbe Sache wieder und wieder auf. Das nervt mich selbst, immer wieder dasselbe zu schreiben und ich gehe auch nachher hin und korrigiere, aber dass das zuerst einmal so ist, bevor ich es korrigiert habe, nervt schon ein bisschen.

    Und überhaupt immer diese Redundanz...wie oft ich schon dieselben 5 Musikstücke heute hintereinander gehört habe...wie oft ich dieselben Gedanken wieder und wieder denke und dann diese permanenten Ohrwürmer...alles wiederholt sich. Braucht mein Gehirn scheinbar, um sich selbst Stabilität und Gleichförmigkeit zu geben, wo es doch vom Chaos umgeben ist. Ich meine, es ist auch wichtig für die Arbeit, wie ich denke - logisch - weil sich mein Denken in der Arbeit abbildet. Und wenn ich immer wieder dasselbe denke, ohne es weiter auszuführen, dann spiegelt sich das in der Arbeit als stumpfe Wiederholung wieder. Ist irgendwie manchmal so als würde ich "hängen", wie ein PC. Ich komme dann nicht weiter und tue so, als würde ich weiterkommen, indem ich das wiederhole, was ich zuvor getan habe...damit ich in Bewegung bleibe. Nur müsste ich dieses "In-Bewegung-bleiben" im Kopf machen und nicht aufschreiben...bzw. kann ich das eigtl. schon machen, aber muss es dann nachher löschen.

    So far. Achja...manchmal habe ich das Bedürfnis, mich auf englisch auszudrücken, auch in der Arbeit. Schade, kann ich natürlich nicht machen. So mittendrin halt mal ein englischer Satz, weil es auf englisch leichter auszudrücken war...

  5. #55
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ist bei mir zwar nicht Tageszeitabhängig, aber auch Tagesabhägig. Dann denk ich an einem Tag, ich sollte mir unbedingt Hilfe holen, hab aber Angst, dass es doch übertrieben ist und warte noch, und am nächste Tag find ich es unnötig. Am Tag drauf beschäftigt es mich dann aber doch wieder. Extremer ist es beim Schreiben (hier im Forum z.B.), dann schreib ich über ein Problem, über eine Lösung dazu, und kaum dass ich fertig bin, denk ich mir: Ach so ein Unsinn, ist doch alles halb so wild. - Anderseits kann es nicht halb so wild sein, wenn es mich früher oder später doch wieder so extrem beschäftigt Aber Entscheidungsfindung ist bei uns ja auch nich so einfach :'D

    Chamaeleon schreibt:
    Ich versuche grad, ein paar Kapitel zusammenzukleben, um zu schauen, wo der rote Faden ist. Hab auch schon die Hauptschlagader gefunden. Mir fehlen nur hier und da Verbindungsstücke, aber die kann ich ja noch dazwischenquetschen. Ich bete nur dafür, dass das am Ende auch alles plausibel ist. Oft finde ich an einem Tag andere Begründungen für das nächste Kapitel als am Tag davor...ach wat, eigentlich liegen da oft nur Minuten zwischen. Diese Perspektivenwechslerei ist echt nervig. Und die Kompensation ist auch nicht besser: Redundanz. Ich merke, dass ich nicht bei der Sache bleiben kann und greife aus lauter Panik, den roten Faden zu verlieren, dieselbe Sache wieder und wieder auf. Das nervt mich selbst, immer wieder dasselbe zu schreiben und ich gehe auch nachher hin und korrigiere, aber dass das zuerst einmal so ist, bevor ich es korrigiert habe, nervt schon ein bisschen.

    Und überhaupt immer diese Redundanz...wie oft ich schon dieselben 5 Musikstücke heute hintereinander gehört habe...wie oft ich dieselben Gedanken wieder und wieder denke und dann diese permanenten Ohrwürmer...alles wiederholt sich. Braucht mein Gehirn scheinbar, um sich selbst Stabilität und Gleichförmigkeit zu geben, wo es doch vom Chaos umgeben ist. Ich meine, es ist auch wichtig für die Arbeit, wie ich denke - logisch - weil sich mein Denken in der Arbeit abbildet. Und wenn ich immer wieder dasselbe denke, ohne es weiter auszuführen, dann spiegelt sich das in der Arbeit als stumpfe Wiederholung wieder. Ist irgendwie manchmal so als würde ich "hängen", wie ein PC. Ich komme dann nicht weiter und tue so, als würde ich weiterkommen, indem ich das wiederhole, was ich zuvor getan habe...damit ich in Bewegung bleibe. Nur müsste ich dieses "In-Bewegung-bleiben" im Kopf machen und nicht aufschreiben...bzw. kann ich das eigtl. schon machen, aber muss es dann nachher löschen.

    Ja, ich sammle dann erstmal alle Gedanken, die schon etwas über das eigentliche Thema hinausgehen, aber eben doch noch damit zu tun haben und irgendwie wichtig sein könnten oder zumindest interessant sind. Dann merk ich, dass ich zu sehr abschweife, denke mir, dass das alles unnötig und total unwichtig ist, verwerf alles und versuch mich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren. Dann les ich Sekundärliteratur und stoße auf einmal wieder auf anknüpfende Themenbereiche, greife die wieder auf und komm dann doch wieder von dem Wesentlichen ab. Aber was ist überhaupt wichtig und was nicht? Und wo verbinde ich die unterschiedlichen Bereiche? Es gibt soooo viele Möglichkeiten. Allein schon wie ich einen Satz formuliere. So? Oder so? Oder doch lieber so? Und dann vielleicht noch das eine Wort durch ein anderes ersetzen? Aaah, da wird man doch wahnsinnig xD Im Prinzip müsste ich mir vermutlich mal alle Abschnitte als Mind-Map aufschreiben oder sogar gleich ganz getrennt aufschreiben und dann puzzeln, mit Berücksichtigung der Randstücke (=max. Seitenzahl/ zu große Abweichung vom eigentl. Thema) Und gerade wie beim Sudoku ein paar Gliederungen aufschreiben und einfach ganz konkret vergleichen, wo ich mehrere Möglichkeiten hab und welche dann am geschicktesten ist. Aber allein dafür dürfte bei mir mind. nen Tag drauf gehen und ob ich am Ende zu einer befriedigenden Lösung komm, ist die andre Frage :/

    Musik ist auch so eine Sache. Bei mir sinds immer max. 5 Stücke gleichzeitig, die ich rauf und runter höre. Immer und immer wieder, Stunde für Stunde, Tag für Tag, Woche für Woche - und auf einmal kann ich sie partout nicht mehr hören und dann kommen die nächsten Stücke dran. In der Arbeit verändern sich die Sätze ja immer ein kleines Stück, aber ich kreise dann auch immer und immer wieder um den selben Satz oder kleinen Abschnitt, bis ich die Nase voll hab. Am Ende hab ich von der ganzen Arbeit genug, obwohl ich dann Abstand gewinnen sollte und nochmal drüber lesen sollte. Aber ich kann keinen Abstand gewinnen, ich bräuchte mind. nen Monat dafür. Aber die Zeit hab ich natürlich nicht.

    Warum einfach, wenns auch kompliziert geht?

  6. #56
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Liliana schreibt:
    Aber was ist überhaupt wichtig und was nicht? Und wo verbinde ich die unterschiedlichen Bereiche? Es gibt soooo viele Möglichkeiten. Allein schon wie ich einen Satz formuliere. So? Oder so? Oder doch lieber so? Und dann vielleicht noch das eine Wort durch ein anderes ersetzen? Aaah, da wird man doch wahnsinnig xD
    Jaaa genau...und die Arbeit verändert sich auch, wenn man die ganzen Möglichkeiten anders zusammenwürfelt. Ist plötzlich ne andere Arbeit.
    Da frag ich mich immer: wo ist die wahre und einzig richtige Arbeit versteckt? Ich muss sie finden! Aber vielleicht, ja ganz eventuell gibt es diese EINE Arbeit gar nicht und letzten Endes bin ich es, die entscheidet, in welche Richtung es gehen soll. Nur muss ich mich auch entscheiden.

    Im Prinzip müsste ich mir vermutlich mal alle Abschnitte als Mind-Map aufschreiben oder sogar gleich ganz getrennt aufschreiben und dann puzzeln, mit Berücksichtigung der Randstücke (=max. Seitenzahl/ zu große Abweichung vom eigentl. Thema) Und gerade wie beim Sudoku ein paar Gliederungen aufschreiben und einfach ganz konkret vergleichen, wo ich mehrere Möglichkeiten hab und welche dann am geschicktesten ist. Aber allein dafür dürfte bei mir mind. nen Tag drauf gehen und ob ich am Ende zu einer befriedigenden Lösung komm, ist die andre Frage :/
    Ja, ich dachte auch schon, ob ich mir die Kapitel/Stücke nicht einfach ausdrucke und dann verschieden aufm Tisch anordne, aber dann war mir das doch zuviel Aufwand und ich hab einfach mal mit Copy und Paste gearbeitet und verschiedene Versionen ausprobiert, welche Textstücke gut hintereinander passen. Das Problem ist: Sie passen sowohl als auch gut hintereinander...ABER: wenn man eine gewisse Zielsetzung hat, auf die die Arbeit abzielt, dann macht eine Version mehr Sinn als eine andere. Hoffe ich zumindest.
    Puzzeln nenn ich das. Hab ich heut gemacht und auch 4 Std gebraucht, um das einigermaßen hinzubekommen, aber auch noch Zwischenstücke geschrieben, um die einzelnen Kapitel zu verbinden. Ist aber noch nicht fertig. Ist auch noch nicht befriedigend, aber ich hoffe einfach, dass am Ende doch alles zusammenpasst.

    Ich bräuchte eigtl. auch viel mehr Zeit, um Abstand zu gewinnen, aber hab ich natürlich auch nicht.

    Ich weiß nicht, im Moment empfinde ich es eher als schlechte Idee, zu meinem Betreuer zu gehen. Immer, wenn ich bei ihm war, hab ich nachher das Gefühl, dass überhaupt nichts mehr Sinn macht. Er verunsichert mich. Ich bräuchte eigtl. mal Bestätigung, dass ich auch was richtig mache....klar, Kritik ist auch wichtig, aber von ihm kommt immer nur so ein Schwall Skepsis rüber. Ich bin mir nicht sicher, aber er erscheint mir irgendwie so auf seine Vorstellung von einer "richtigen" Bachelorarbeit fixiert, wie sie zu sein habe. Klar, gibt schon so Formalien und Gliederungsformen, die man einhalten sollte, aber irgendwie...er kommt mir nicht besonders open minded vor. So gegenüber Menschen schon, aber bezüglich Leistungserbringung eher nicht. Na mal schauen, ich schick ihm mal ein paar Kapitel, ob er das dann immer noch so kritisch sieht oder endlich erkennt, was ich mit meiner Arbeit bezwecke.

  7. #57
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 283

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Chamaeleon schreibt:

    Ich weiß nicht, im Moment empfinde ich es eher als schlechte Idee, zu meinem Betreuer zu gehen. Immer, wenn ich bei ihm war, hab ich nachher das Gefühl, dass überhaupt nichts mehr Sinn macht. Er verunsichert mich. Ich bräuchte eigtl. mal Bestätigung, dass ich auch was richtig mache....klar, Kritik ist auch wichtig, aber von ihm kommt immer nur so ein Schwall Skepsis rüber. Ich bin mir nicht sicher, aber er erscheint mir irgendwie so auf seine Vorstellung von einer "richtigen" Bachelorarbeit fixiert, wie sie zu sein habe. Klar, gibt schon so Formalien und Gliederungsformen, die man einhalten sollte, aber irgendwie...er kommt mir nicht besonders open minded vor.
    Genau das selbe Problem hatte ich auch. Ich wusste einfach nicht, was von mir erwartet wurde.

  8. #58
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ja und ich versteh auch nicht, wieso die Dozenten da nicht konkreter werden...naja, wahrscheinlich ist es "unsere" Aufgabe, zwischen wichtig und unwichtig zu unterscheiden, das ist ja schon ein Teil vom wissenschaftlichen Arbeiten, Prioritäten zu setzen und Forschungsfragen systematisch zu beantworten. Aber ich könnte da schon Hilfe von ihm gebrauchen.

    Interessant ist auch, dass diese Arbeit ganz anders ist als die Diplomarbeit, die ich vorher geschrieben habe. Da durfte ich mir irgendwie mehr Freiheiten rausnehmen und interdisziplinärer arbeiten, mehr Aspekte reinbringen, die nicht wirklich was mit meiner Ursprungsdisziplin zu tun hatten. Klar hat die Betreuerin auch ständig gesagt, ich solle mich im Thema beschränken, aber sie schien mir wesentlich offener und auch neugierig auf neue Perspektiven zu sein, die war froh, was neues zu lernen.

    Irgendwie ist das nicht nur mit den Dozenten so, dass die manchmal so total um den heißen Brei herumreden...passiert mir oft, dass ich mich mit jemandem unterhalte und die ganze Zeit nur das Wesentliche aus dem Gesagten rausfiltern muss, das suchen muss, was der Andere "eigentlich" sagen will. Das ist voll anstrengend! Wieso sagen die nicht einfach konkret, was sie denken? Auch mein Betreuer...redet drumherum und herum, bis ich dann endlich ausspreche, was er eigentlich sagen will: Dass ich mir manche Dinge "zurechtbiege". Ich weiß nicht, ob man immer abstrakter wird, je länger man an mit wissenschaftlichem Arbeiten zu tun hat...? Je höher die Uni-Stelle, desto verschwurbelter wird´s. Man muss ja keine Alltagssprache gebrauchen, aber man kann´s auch in die andere Richtung übertreiben.

  9. #59
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Das ärgert mich ja auch immer, wenn ich mich durch die Literatur lese: Voll viele schwafeln um den heißen Brei herum und ich sitz nur so da und denk mir "da steht so viel unnötiges Zeugs, das interessiert kein Mensch". Klar geht es bei einer wissenschaftlichen Arbeit darum, nicht nur irgendwelche Thesen auf zu stellen, sondern sie auch genau zu begründen, da reicht dann halt nicht immer ein einfacher Satz. Und ich liebe ja selber unglaublich lange Sätze. Aber muss es denn immer sooo kompliziert sein? Und dann wird jedes einfache deutsche Wort mit einem chinesischen Fachausdruck ausgetauscht, damit die ganzen Wissenschaftler unter sich bleiben können? Die meisten werden doch sicher auch mal studiert haben und gelernt haben, sich auf ein paar Seiten zu beschränken und somit Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden, oder nich? xD

  10. #60
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Echt mal.
    Ich mein, es ist schon schön und ein ästhetisches Erlebnis, einen richtig ausformulierten Sachverhalt lesen zu dürfen, der sich des für Wissenschaft angemessenen Vokabulars bedient. Aber man muss ja nicht JEDES Wort durch ein Fremdwort ersetzen. Da fehlt so manch einem Hochgebildeten dann das Gespür für Ästhetik und der Mut, sich einfacherer Sprache zu bedienen, weil diese im Sprachfluss einfach besser passt als Geschwurbel.

    Ich habe einen sehr hohen Anspruch an die Ästhetik meiner Arbeit, vielleicht sollte ich aufpassen, dass ich nicht nur toll formuliere, sondern auch eine sinnvolle "Beweisführung" durchführe...

    Ich hab meinem Betreuer übrigens ca 20 Seiten der BA geschickt, mal sehen, was er diesmal wieder daran auszusetzen hat. Ich hab mich erst nicht getraut, die Dokumente loszuschicken, weil es ja noch so unfertig ist und ich mir dann vorstellte, wie er einzelne Details kritisiert, obwohl die Details ja noch gar nicht ausgearbeitet sind. Gott, ich hab aber auch ein Problem mit diesem Typen, ist glaub ich ein wenig übertrieben, wie ich auf ihn reagiere, aber naja, wie man das so kennt als ADSler, bringt ein kleiner Stein ne ganze Lawine ins Rollen...

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