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Diskutiere im Thema Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Chamaeleon schreibt:
    das Motzen musste aber trotzdem mal sein.
    Absolut!!!

  2. #32
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Chamaeleon schreibt:
    Die Situation akzeptieren, nicht normal sein wollen, ja genau. Ist halt ne verrückte Zeit. Sowieso, aber jetzt noch mehr.
    Eben, wir ADSler mit und ohne depressiven Phasen vergessen halt leider bei all den Dingen, die wir so vergessen, oft auch positiv zu denken.
    Ich find's voll toll, dass du schon so viele Seiten geschafft hast. Ich kämpfe ja schon mit mickrigen zehn Seiten-Hausarbeiten, weiß gar nich, wie ich mal die große Abschlussarbeit hinbekommen soll Dafür können wir verdammt stolz sein, wenn wir es dann mal passabel zu Ende gebracht haben und uns umso mehr freuen, dass wir es hinter uns haben Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen für den Rest, das packst du

    Chamaeleon schreibt:
    Und jetzt geh ich zum Chor.
    Richtig so

  3. #33
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Chamaeleon schreibt:
    So, nun muss ich erstmal wieder mein Selbstwertgefühl aufbauen, bevor ich an der BA weiterarbeite. Grad ne 3,3 wiederbekommen für eine Hausarbeit und in der Besprechung die Fehler besprochen. Die Fehler, die ich schon so lange mache und die ich scheinbar einfach immer mal wieder mache, egal, wie sehr ich mich darauf konzentriere, alles gut zu machen. Wortwiederholungen, zu viele Absätze, zu dogmatisch usw....und er sagt mir quasi, dass ich halt daraus lernen soll und sie dann einfach nicht mehr machen. Tja, wenn ein ADSler doch nur so einfach aus seinen Fehlern lernen könnte...diese Fehler (siehste, jetzt schreib ich andauernd "Fehler") mach ich immer wieder und jetzt hab ich Angst, sie in der BA auch zu machen bzw. weiß ich, dass ich sie da schon gemacht habe. Und ja....dass da kein roter Faden in der Arbeit wäre, meinte er...ich war bei der Arbeit wohl nicht zwanghaft genug. Na, da sieht man mal, was passiert, wenn ich NICHT zwanghaft bin. Tolle Aussichten. Er hat mich so dargestellt als wäre ich einer von den Leuten, die besser reden als schreiben können - total absurd für mich. Ich hab ein genau gegenteiliges Selbstbild. Das Problem dabei ist eben genau dieses schwankende Selbstbild, weil man einfach kein einheitliches Selbstbild zurückgespiegelt bekommt. Und wenn ich mich selbst korrigiere, dann scheinbar immer viel zu stark...zB hab ich früher immer sehr viel relativiert und als Kompensation schreib ich halt jetzt dogmatisch, also mit SEHR starken, festen Aussagen. Sind halt zwei Extreme, auch nicht gut. So und als Kompensation für die vielen Absätze gewöhn ich mir halt jetzt an, gar keine mehr zu machen.

    Immerhin gab´s Kaffee bei ihm. Übrigens einer der wenigen Menschen, denen ich von meinem ADS erzählt habe...anscheinend nicht genug, sonst hätte er meinen mangelnden roten Faden nicht so kritisiert als ob ich es ändern könnte und nicht eine Stelle kritisiert, an der ich kurz hintereinander dieselbe Formulierung gebraucht habe und dass das einem eigtl. auffallen müsste, weil es zeitlich so wenig auseinander wäre, dass es noch im Kurzzeitgedächtnis hätte sein müssen...war es auch sogar, aber ich fand keine coolere Formulierung.
    Ich muss aber sagen, dass ich die Kritik "zu viele Absätze" sehr eigenartig finde. Es ist nämlich durchaus gut, für jede Aussage, jeden neuen Gedanken einen neuen Absatz zu machen. Der Fehler ist meist zu wenig Absätze zu machen. Insofern bezweifle ich doch sehr, dass jemand wirklich zu viel Absätze machen kann. Mir scheint dies Kritik "zu viele Absätze" eher eine persönliche Geschmackssache deines Seminarleiters zu sein, als eine wiwrklich berechtige Kirtik.

  4. #34
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    @ Wintertag:

    Ehrlich gesagt, glaube ich, er hat Recht. Er ist nicht der Erste, der das kritisiert. Ich mache für jeden neuen Gedanken einen Absatz, auch, wenn dieser Gedanke nur graduell von dem vorherigen abweicht...oder so ähnlich. Auf jeden Fall mache ich Gedankensprünge und das sieht man auch im Schriftbild. Ich "denke" zu viele Pausen und zeige das auch. Würde ich keine Absätze machen, würde man die Gedankensprünge auch nicht sehen. Ich weiß nicht, ob ich tatsächlich zu viele Absätze mache oder ob ich einfach nur einen anderen "Geschmack" habe, was die Häufigkeit der Absätze betrifft, auf jeden Fall wurde ich schonmal dafür kritisiert. Ich weiß, dass das ein Ausdruck meiner sprunghaften Denkweise ist, aber das nützt mir ja nix, wenn ich dadurch die formellen Vorgaben nicht erfülle.
    Ich schreibe - für wissenschaftliche Verhältnisse - auch zu "dogmatisch", zu bestimmend. Ich relativiere zu wenig. Auch das ist Folge meiner Denkweise, genauer: Kompensationsstrategie. Mein ursprüngliches Denken ist sprunghaft und relativierend, im Grunde genommen sehr unsicher. Um da Festigkeit reinzubringen, schreibe ich konkret, entscheide mich für eine Aussage, ohne sie im nächsten Halbsatz wieder zu relativieren. Das kann ich nämlich eigentlich sehr gut. In der Wissenschaft gibt es jedoch das Credo, dass man weiß, dass man nichts weiß - und das soll man auch ausdrücken. So denke ich zumindest.

    Ich finde es interessant, wie sich ADS im Schriftlichen zeigt, oft auch auf subtile Weise...(es braucht dafür keine häufigen Rechtschreibfehler.)

    @ Liliana:

    Eine Abschlussarbeit kann man sich als mehrere Hausarbeiten hintereinander vorstellen und dementsprechend braucht man auch die Zeit, die man für mehrere Hausarbeiten bräuchte - plus ein bisschen Zeit zum Sortieren vielleicht. Die Abschlussarbeit ist glaube ich für niemanden einfach, jeder muss damit kämpfen und wir ADSler eben auch, nur ein bisschen mehr - aber wir haben ja auch mehr Übung im Kämpfen.

  5. #35
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Hm, okay. Ach, ich will schon wieder die ganze Zeit widersprechen und jammern, dass das nie was wird, egal wie lang oder kurz oder wieviele Hausarbeiten ich schreiben muss und "schon" geschrieben habe. Weiß schon gar nicht mehr, wie ich meine letzte fertig bekommen habe.

    Aber genug für heute Nacht. Ich schalte jetzt (irgendwie) mein Gehirn zum Schlafen aus und morgen zählt nur die jetzige Hausarbeit und die Zukunft soll Zukunft bleiben und sich nicht in die Gegenwart einmischen

    Gute Nacht

  6. #36
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Naja, ich denke, phaidon hat schon Recht: Schreiben, schreiben, schreiben ist das einzige, was hilft. Einfach anfangen und nachher gucken, was man da denn fabriziert hat.
    Die Tendenz zu wiedersprechen, kenne ich auch von mir, es gibt ja immer Gründe, warum etwas nicht klappen kann und ich finde sie auch. Manchmal muss man einfach zu sich selbst sagen "halt die Klappe", denn sonst geht das ewig weiter mit den Gegenargumenten. Einfach Augen zu und durch.

  7. #37
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ja - und Pausen machen, Distanz kriegen zu dem, was man schreibt. Dann sieht man auch die gesetzten Absätze, die den Text unklar werden lassen. Ich habe das Problem vor allem mit Kursivierungen. Ich verfolge bei allen Texten, die ich schreibe, so einen eigenen Sound, deswegen arbeite ich manchmal stundenlang an einzelnen Passagen. Nun will ich natürlich, dass jeder Lesende auch die Melodik meiner Gedanken aus der Lektüre heraushören kann. Deswegen kursiviere ich dann zuweilen einige Worte, um auf diese Weise Betonungen zu setzen. Das kann aber auch zu einem Missverstehen des Textes führen und meistens nehme ich mehr als die Hälfte gesetzter Kursivierungen am Ende wieder raus. Nämlich vor allem die, die ich dann aus der Distanz heraus selbst nicht mehr so richtig begreife. Bei Absätzen geht es mir ähnlich.
    Widersprechen ist immer gut, man muss die Arbeiten ja nur trotzdem machen. Also, Verzweiflung gehört dazu, man darf sich nur nicht ewig mit ihr aufhalten.

    Wenn ich jemanden bei irgendetwas konkret helfen kann, tue ich das gerne, schreibt mich einfach an. Ich kann über das Internet keine ganzen Arbeiten begleiten, das funktioniert nicht, so etwas geht nur im direkten Gespräch. Aber manche kleinere Fragen zu konkreten Stellen kann man auf diese Weise regeln, das tut man an der Uni ja auch.

  8. #38
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Das mit den Kursivierungen mache ich auch so...und auch meine Texte folgen einer gewissen Melodik. Schwierig finde ich es, im Nachhinein die Texte so zu lesen, als ob sie jemand läse, der nichts von dieser Melodik weiß und zu schauen, ob auch dieser imaginäre Jemand diesen Text verstehen würde. Ich kann schwer sagen, ob ich zu "eigen" schreibe oder nicht. Ich hab allerdings auch jemanden, der über meine Texte einmal drüberliest und bisher fiel nichts unverständliches auf. Nur wurde wie immer angemerkt, dass ich auf den roten Faden aufpassen solle, ist so ne Sache mit ADS, den Überblick zu behalten. Generell muss ich aufpassen, dass ich mich nicht in Details verbeiße...zB geht es vollkommen gegen mein Gefühl, nicht GENAU das Wort zu schreiben, was ich an einer bestimmten Stelle haben will...und manchmal fällt mir dann aber nicht genau dieses Wort ein und ich suche dann danach und bringe es nicht über´s Herz, ein anderes zu verwenden. Verschiedene Worte setzen nunmal verschiedene Schwerpunkte in der Bedeutung, auch, wenn sie "grob" dasselbe meinen.

    Ich schreibe übrigens schon weiter an der Arbeit, weil ich so darauf fixiert bin und ein schlechtes Gewissen hätte, etwas anderes zu tun - es würde nichts bringen, mich mit leichter Unterhaltung zu "entspannen", das würde mich nämlich nicht entspannen, im Gegenteil. Ich mache Pausen und setze mich in die Sonne, aber ich arbeite auch das ab, was sich relativ leicht abarbeiten lässt. Ganz entspanntes Arbeiten - zu viel Pause bringt mich raus. Es muss einigermaßen Regelmäßigkeit im Alltag sein - schreiben, Kaffee trinken, was essen, hier im Forum schreiben...sowas. Mehr will ich für die Zeit der BA nicht, hab bisher alle sozialen Events erfolgreich abwehren können, bis auf Ostern. Es geht einfach nicht und meistens ist es eh sinnfrei, sich mit Leuten zu treffen, bis auf ein paar Ausnahmen (ich habe meine Gründe). Ich muss meine Kräfte gut einteilen und Zwischenmenschliches (zumindest reeller Kontakt) ist der Energieräuber Nr.1 für mich, also lass ich das, so gut es geht. Bin sehr pragmatisch in dieser Hinsicht. Am Schreibtisch muss ich längst nicht so viel an ADS kompensieren als wenn ich mich mit jmd. unterhalte...

    Das mit der Distanz kriegen...funktioniert ganz gut, wenn man die einzelnen Kapitel liegen lässt und an neuen schreibt und später dann die älteren nochmal durchliest. Vielen Dank für dein Angebot, vielleicht komm ich darauf zurück, wenn ich die geschriebenen Texte nochmal durchgehe und mir Stellen auffallen, die mir irgendwie problematisch erscheinen.

  9. #39
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ich schreibe übrigens schon weiter an der Arbeit, weil ich so darauf fixiert bin und ein schlechtes Gewissen hätte, etwas anderes zu tun - es würde nichts bringen, mich mit leichter Unterhaltung zu "entspannen", das würde mich nämlich nicht entspannen, im Gegenteil. Ich mache Pausen und setze mich in die Sonne, aber ich arbeite auch das ab, was sich relativ leicht abarbeiten lässt. Ganz entspanntes Arbeiten - zu viel Pause bringt mich raus.
    Jepp!

    So geht´s mir auch.

    Ich bin so froh, dass es mir (auch mithilfe der Medikation) inzwischen gelungen ist herauszufinden, wie mein Arbeitsstil eigentlich aussieht. Und dass ich eben einen EIGENEN Stil habe und es wenig hilfreich ist, wenn man versucht, den Arbeitsstil von anderen Menschen zu übernehmen.

    Das hatte ich nämlich vor der Diagnose und adäquaten Behandlung immer wieder versucht, weil ich einfach nie die Gelegenheit (bekommen) hatte, meinen eigenen Stil zu entwickeln.

    Weiterhin alles Gute für dein Schaffen!!

    Luzie

  10. #40
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Unterschreib ich sofort.
    Bin auch stolz darauf, die Dinge so anzupacken, wie sie mir entsprechen und nicht mehr zu versuchen, so zu arbeiten (und zu sein) wie die "anderen". Soll doch jeder so machen, wie er es am besten kann, wenn er denn weiß, wie er es am besten kann.
    Ich hab meinem Betreuer auch gesagt, dass ich ihm jetzt noch keine Gliederung anbieten kann, weil ich vom großen Ganzen zum Detail arbeite und nicht umgekehrt, wie es wohl üblich wäre. Hab gesagt, ich sei ein anderer Lerntyp (er ist Pädagoge, er sollte das verstehen) und innerlich gedacht "ja genau, ADS ist einfach nur ein anderer Lerntyp, so kann man das auch sehen"...ich mein, man muss sich ja nicht immer schlecht fühlen, nur weil man anders vorgeht als andere.

    Danke, dir auch frohes Schaffen, wenn du denn was schaffen musst.

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