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Diskutiere im Thema Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
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  1. #21
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ja, versteh ich, ich liebe die Universität als Betrieb auch nicht, aber die wissenschaftliche Arbeit. Ich liebe es einfach, zu denken und zu schreiben. Das ist die Welt, an der ich teilnehmen kann.

  2. #22
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ja, da geht es mir ebenso! Das wissenschaftliche Denken und Empfinden ist Teil meiner Selbst ... wie ich jetzt weiß, war es das vor der Uni schon und ich werde es mir außerhalb der Uni auch nicht nehmen lassen ... aber das wird jetzt absolut off-topic *schiefgrins

  3. #23
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    So langsam kreise ich auch das "Problem" ein: Ich kann Dinge schlecht voneinander abgrenzen. "Meine" Gedanken, "deine" Gedanken...ich übernehme fremdes Gedankengut und integriere es in mein Weltbild und weiß dann manchmal nicht mehr, woher das kommt. Klar ist das irgendwo auch ein konstruiertes Problem, weil ich ja, wenn ich einen fremden Text vor mir liegen habe, eigtl. genau sehen kann, wo ich fremdes Gedankengut übernehme, steht da ja. Die Unsicherheit, wo ich die Grenze ziehen muss, kommt aus dem Alltagsleben und die nehme ich von da mit ins wissenschaftliche Denken, automatisch - wo es leider vollkommen fehl am Platze ist.

    Ich denke, ich bin da auch einfach viel zu pingelig und muss mir das einfach abgewöhnen. Anstattdessen muss ich mir angewöhnen, konkreter zu werden und weniger verwaschen, einfach Grenzen ziehen...auch, wenn dieses verwaschene und "Alles-mit-allem-verknüpfen" meine Art des Denkens ist. Aber auch das abgrenzen und damit auch ausgrenzen (man kann nicht immer die ganze Welt erklären) muss ich können. Einerseits ist dieses relationale Denken in der Wissenschaft ein Vorteil, andererseits fehlt mir aber die Fähigkeit, Dinge einzeln und abgegrenzt zu betrachten, was man dort wohl auch können muss.

    Ich finde es bemerkenswert, wie schnell Missverständnisse entstehen und wie schwer es ist, sich über die Individualitätsgrenze hinweg zu verständigen und bin wirklich, wirklich über jeden Konsens dankbar, so generell, nicht nur in der Wissenschaft. Ich denke, man muss einfach im Hinterkopf behalten, dass es sich meist um Missverständnisse handelt, wenn zwei sich nicht verstehen und um das Zusammenprallen verschiedener Welten...immerhin bietet zB die Wissenschaft in diesem Sinne eine Dialogmöglichkeit an, die auf (theoretisch) neutralem Boden stattfindet. Immerhin gibt es dort den Versuch, einander zu verstehen. Aber naja, auch dort gibt es unsachliche Diskussionen, das finde ich immer schade.

    Mein Betreuer und ich, wir sind uns sympathisch, das ist schon ein Vorteil, aber trotzdem reden wir leider zwei verschiedene Sprachen. Er meint, ich solle mich begrenzen und nicht alles mit allem verknüpfen, ich weiß aber nicht, wie das geht bzw. finde ich es schwierig. Ich möchte ihm schon entgegenkommen und auf seine Ansprüche eingehen, aber ich möchte mich in meiner Art auch nicht vollkommen verleugnen, sondern auf meine Art schreiben und arbeiten. Ob das bei einer Bachelorarbeit angemessen ist, könnte man durchaus anzweifeln...

    Ich finde es spannend, mit jemandem einen Versuch zu starten, auf eine gemeinsame Kommunikationsebene zu kommen, aber ich finde es auch bedenklich, dass mein Betreuer und ich bisher immer noch in zwei verschiedenen Welten leben und bisher noch nicht wirklich Konsens gefunden haben. Wenn er mich nicht versteht bzw. ich ihm nicht gerecht werden kann, dann könnte die Bewertung ein Problem werden. Und dass die Bewertung so von der Kompatibilität zweier Herangehensweisen abhängt, finde ich ein wenig problematisch. Meine Herangehensweise bringt ordentliche Ergebnisse hervor, seine auch, aber weil er der Bewertende ist, ist meine quasi "weniger wert". Ich zweifle inzwischen daran, ob ich nicht vielleicht doch eine blödsinnige Herangehensweise habe und komplett unwissenschaftlich bin...einfach, weil ich so sehr auf Gegenwind stoße. Alles mögliche wird kritisiert...ich solle doch nur eine Bachelorarbeit schreiben und weniger machen und mehr Pädagogik reinbringen, wobei ich scheinbar ein anderes Verständnis von Pädagogik habe als er usw...einfach nie mal ein Konsens in der Art "ja, das ist schon richtig so, wie du das machst". In meinem anderen Fach, der Philosophie, ist es genau umgekehrt, da ist immer alles richtig, was ich tue. Ist doch seltsam irgendwie. Ist doch schlimm, wie sehr es von anderen abhängt, ob das, was du tust, als "richtig" gilt.

    Immerhin denke ich nicht, dass ich mit irgendeinem anderen Betreuer besser ausgekommen wäre...insofern kein Bedauern. Ich weiß nicht, irgendwas mache ich generell anders als andere...

    Ja, man ist ADS nicht hilflos ausgeliefert, das glaube ich inzwischen auch. Man muss nur mehr und andere Strategien entwickeln. Deswegen finde ich es so enorm wichtig, selber ganz viel über ADS zu wissen und auch sein eigenes ADS zu kennen, da kommen die passenden Strategien schon fast von alleine. Man muss zwar alles anders machen und ständig Umwege gehen, aber dafür ist man auch fast dauerkreativ, muss man ja sein.

    So, ich bin irgendwie nicht richtig krank, gestern Abend schon, aber heute ist es nur irgendwie so halb krank. Trotzdem hoffe ich, nicht zu viel Unverständliches geschrieben zu haben. Ostereier und Süßigkeiten hab ich schon gesucht, aber auf die hab ich überhaupt keinen Appetit...

  4. #24
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

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    Forum-Beiträge: 22

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ja, auf Begrenzungen bestehe ich auch, bzw. darauf, dass man bei der Fragestellung bleibt, das ist wichtig. Es hängt irgendwie alles mit allem zusammen, aber dieser große Zusammenhang ist nicht immer für die Fragestellung relevant. Ich rate immer: schreiben, schreiben, schreiben. Lesen, darüber reden, Dinge wieder streichen, umstellen. Sich möglichst an den formalen Vorgaben orientieren, damit man darüber nicht stolpert. Den Zeitfaktor nicht unterschätzen. Auch ich schreibe an einer Seite manchmal 5 Stunden oder länger. So etwas kann gar nicht viel schneller gehen. Dann die Arbeit auch mal einen Tag liegen lassen, etwas Distanz kriegen.
    Schreiben. Das ist das einzige, das hilft.

  5. #25
    Kennt sich hier aus

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    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Da bin ich aber froh, dass ich nicht die Einzige bin, die mindestens 5 Std an einer Seite schreibt...vor kurzem habe ich einmal 6 Seiten in 2 Tagen geschafft, da war ich schon mächtig stolz auf mich, aber leider war das die absolute Ausnahme. Ich denke, das mit den Begrenzungen wird sich so nach und nach ergeben bzw. werden sich die wirklich relevanten Aspekte herauskristallisieren. Ich denke auch, dass man erstmal schreiben muss und dann das Überflüssige rauswerfen. Schreiben hilft auch, klarer zu werden, Denken allein kann eher noch mehr verwirren, da verirrt man sich leichter als beim Schreiben.

  6. #26
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

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    Forum-Beiträge: 22

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ja. Kürzen ist gar nicht so einfach. Deswegen finde ich es auch wichtig, dass die vorgegebene Seitenzahl nicht gravierend überschritten wird. Das ist genau die Kunst: auf wenig Raum das zu sagen, was gesagt werden muss. Das ist auch später nicht anders. Ich habe vor kurzem ein kleines kulturwissenschaftliches Buch geschrieben, da hat der Verlag mir die Zeichenanzahl (!) vorgegeben. Es gab einen Über- oder Unterschreitungsspielraum von, ich glaube, höchstens 20 Prozent, ca 4 Seiten. Das war gar nicht so einfach, aber es ist sinnvoll. Es zwingt zur Fokussierung.

  7. #27
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    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ich glaub, nun nach der Krankheit bin ich depressiv. Also ich mein, ich BIN depressiv, aber ich glaub, das kommt von der Krankheit. Nun mache ich mir Sorgen, es zeitlich nicht zu schaffen mit der BA, was nicht unbedingt förderlich dafür ist, aus diesem Loch wieder rauszukommen. Und je länger die depressive Phase anhält, desto mehr Sorgen mache ich mir und je mehr Sorgen ich mir mache, desto länger dauert die depressive Phase. Vielleicht bin ich auch depressiv, weil ich über die Krankheitstage meine Antidepressiva nicht genommen habe, um meinen Körper zu schonen. Die ADs sind gar nicht gegen eine Depression, sondern gegen ADS, aber kann ja sein, dass ein Absetzen eine Art "Rebound" auslöst. Ich hab auch keine Depression, sondern nur hin und wieder depressive Phasen. Jetzt hab ich eine solche Phase.

    Ich wollte eigtl. konsequent durcharbeiten für die BA, aber anscheinend geht das einfach nicht bei mir, noch nicht mal für ein paar Wochen. Wenn ich mir Mühe gebe und schön brav regelmäßig arbeite, wenn ich etwas durch Leistung erreichen will, kommt irgendwann - und nein, nicht nach ein paar Jahren harter Arbeit, sondern eher nach ein paar Tagen-Wochen mittelmäßiger Arbeit - der Zusammenbruch. Verdammter Mist, ich WILL was leisten und ich finde nicht, dass ich mich überfordere! Was soll dann diese "Notbremse" vom Körper, was soll sie mir sagen? Dass ich NIX tun soll? Dass ich es gar nicht zu versuchen brauche, etwas zu erreichen? Das war schon immer so....ich bin motiviert, etwas zu leisten und fange an und nach gewisser Zeit werde ich ausgebremst durch diverse Symptome. Ich weiß nicht, was das soll.

    Das musste ich mal loswerden.

    Und jetzt was positives: Wenn ich noch 2 Seiten schreibe, hab ich 20 Seiten voll, dann fehlen mir noch 10. Ist doch gut.
    Man sollte doch - sogar mit seltsamen Mini-Burn-Outs - 10 Seiten schaffen innerhalb von einem Monat. Hoffe ich. Ich kann mich selbst ja so schlecht einschätzen in meiner Leistungsfähigkeit, wie denn auch, wenn es da immer Ausreißer nach oben oder unten gibt...es gibt einfach keinen Maßstab für mich. Mann, ich bin grad echt sauer auf "mich" (auf ein anderes "Ich", auf mein Unterbewusstsein oder was auch immer mich da sabotiert). Naja, vielleicht ist das mit der Krankheit ja auch nur Zufall gewesen? Was weiß ich.

  8. #28
    OMMM-Beauftragte

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    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    huiii - also erst mal würde ich sagen: tieeeeeef einatmen und OMMMMMMM

    Und dann:
    weil ich über die Krankheitstage meine Antidepressiva nicht genommen habe, um meinen Körper zu schonen.
    Gar keine gute Idee!! Das kann allerdings jetzt Teil der Ursache sein, dass du jetzt schräger drauf bist.

    Und je näher man sich in Abschlussnähe befindet, um so mehr kann man sich am Rand des Wahnsinns sozusagen bewegen. Das ist ein Ausnahmezustand und kann diverse andere Ursachen verwischen.

    In jedem Fall würde ich jetzt dringend raten, mit deinem Doc Rücksprache zu halten, damit du medikamentös wieder "auf die Spur" kommst!

    Für den Rest der Schreibphase ist es wichtig, dass du versuchst, diese temporäre verstärkte Verdrehtheit deines Gehirns zu akzeptieren, weil sie einfach normal in diesem Zusammenhang ist. Es ist zweckfrei zu versuchen, jetzt "normal" zu ticken.

    Auch Krankheitsursachen usw zu hinterfragen, bringt jetzt nicht viel weiter - Abschluss-Stress bringt auch dein Immunsystem durcheinander und macht anfälliger für Infekte. Blöd, iss aber leider auch so ...

    Versuche, dir über den Tag mit Kleinigkeiten gut zu tun - einen leckeren Vitamitsaft, Tee mit frischer Zitrone, Erdnüsse oder Feigen als Knabberei usw.

    Prima ist es, dass du deine Fortschritte erkennst! Versuche, auf dieser guten Stimmung weiter aufzubauen ... zwei Drittel hast du schon

    Liebe Grüße,
    habit

  9. #29
    Kennt sich hier aus

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    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Danke für´s Kopfwaschen, habitbreaker
    Die Situation akzeptieren, nicht normal sein wollen, ja genau. Ist halt ne verrückte Zeit. Sowieso, aber jetzt noch mehr.

    Geht auch schon wieder besser grad, das Motzen musste aber trotzdem mal sein.

    Und jetzt geh ich zum Chor.

  10. #30
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    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ich denke auch: Nerven behalten, 2/3 sind fertig, Du bist gut in der Zeit, die Arbeit wird also auf jeden Fall rechtzeitig fertig, das sagt mir die Erfahrung mit solchen Arbeiten. Lass sie ruhig bis zum Wochenende liegen, komm zur Ruhe, sprich mit dem Arzt wegen der Medikamente und dann kannst du völlig gemütlich den Endspurt beginnen...

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