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Diskutiere im Thema Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ich weiß, was direkte und indirektes Zitate sind. Ich neige nur dazu, die Aussagen der Autoren fast genau so zu übernehmen, wie diese es geschrieben haben und keine eigenen Umschreibungen dafür zu benutzen...wieso auch, wenn die Autoren das selbst schon so gut können. Im Grunde genommen schreibe ich nur ab und weiß nicht, ob ich jedesmal, wenn ich etwas zusammenfasse/paraphrasiere, das auch als indirektes Zitat kennzeichnen muss. Manchmal vermischt sich ja auch eigenes Gedankengut und fremdes. Ich habe schon andere Arbeiten gelesen, da steht dann sowas drin wie "In seiner Arbeit beschäftigt sich Herr Y mit Blubb. Er zeigt auf, dass Technik Bla ganz besonders gut für Tralala geeignet ist." Da setzt niemand ein indirektes Zitat...aber naja, ich find solche indirekten Stellen halt nicht immer so eindeutig. Direkte Zitate sind klar, total logisch. Aber ab wann eine selbst verfasster Text, der fremdes Gedankengut enthält, zitierungswürdig wird....find ich schwierig. Aber nur direkte Zitate geht ja auch nicht. Würd die aber am liebsten einfach alle aneinanderklatschen. Wozu soll ich denn noch selbst was dazu schreiben, ist doch alles aus den Zitaten ersichtlich? Natürlich weiß ich, dass das nicht geht, aber ich fänd´s manchmal logischer als die Worte anderer zu wiederholen als wäre der Leser ein Kleinkind.

    Ich benutze Zitate auch nicht als Seitenfüller, mit eigenen Worten ließen sich die Seiten wesentlich besser füllen - aber nur, wenn ich dafür auch Worte finde. Und das tu ich halt oft nicht. Wenn es ein Thema ist, zu dem ich wirklich persönlich was zu sagen habe, dann füllt sich eine Seite nach der anderen, das merkt man auch hier im Forum^^, aber wenn ich nur wiederholen soll, was der andere sagt....tu ich mir schwer mit.

    Ein Denken in Relationen ist etwas sehr gutes, einige Studierende können das nicht. Es bedeutet, die Dinge auf einer Metaebene miteinander verbinden zu können.
    Danke, aber ich hab schon manchmal das Gefühl, dass es eher was unpraktisches ist. Mein Betreuer zB will meine Bachelorarbeit viiieeel einfacher haben als ich mir gedacht habe...und ich habe mir das so gedacht, wie ich es mir gedacht habe, WEIL ich alles mögliche in Relation zueinander gesetzt habe. Dadurch lassen sich sehr viele Aspekte in meiner Arbeit finden, die alle nur kurz angerissen werden, weil sie jeder für sich im Grunde genommen alle dasselbe aussagen, nur aus einer anderen Perspektive. Von einer Metaebene aus macht das auch Sinn, finde ich. Mein Betreuer will aber eher, dass ich weniger Aspekte breiter trete. Ist ja nur ne Bachelorarbeit, sagt er. Stimmt ja auch. Ich tue mir nur so schwer, mich zu begrenzen, weil ich ja das gesamte Gedanken-"Geflecht" als Ganzes eben erlebe und es für mich auch nur als Ganzes Sinn macht. Mit dem Ausführen einzelner Aspekte tu ich mir eher schwer, weil ich finde, dass alles mögliche in 5 Sätzen abgehandelt sein kann. Ich weiß dann einfach nicht mehr, was ich dazu noch schreiben soll, ist doch alles gesagt. Ich habe wirklich keine Ahnung, wie ich es "einfacher" machen soll, das ist kein "Fishing for compliments", sondern ich kann es wirklich nicht. Wenn ich es einfacher machen will, muss ich mir einzelne Aspekte raussuchen und die breittreten...wie soll ich das machen, wenn ich das auch in 5 Sätzen abhandeln kann? Ich will doch nicht 10 mal das gleiche sagen, nur anders formuliert...

    Ich hab übrigens schon eine Diplomarbeit geschrieben, da hatte ich aber dieselben Probleme und die Arbeit finde ich auch nicht besonders gelungen. Da geht´s auch nur die ganze Zeit: Herr x sagt, dass "Zitat". Dies weist darauf hin, dass "Zitat". (Das ist eine übertriebene Darstellung.) Naja, ich glaube, da muss ich mich halt irgendwie überwinden und das ganze etwas ausschmücken, auch wenn es mir an den Haaren herbeigezogen vorkommt.

    Du bist derjenige, der ein fiktives Symposium einberufen hat zu einem bestimmten Thema und erteilst dazu verschiedenen Personen das Wort.
    Ja, das ist eine gute Vorstellung und Hilfe für die Strukturierung der Arbeit. So ähnlich hab ich mir das auch vorgestellt.

  2. #12
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Also, ich weise in meinen Texten immer etwas nach, wenn ich mich, in welcher Form auch immer, mit dem, was ich schreibe, in deutlicher Beziehung zu einem anderen Text setze. Man muss das im Einzelnen sehen, man kann es nicht pauschal sagen.
    Für mich ist bei solchen Arbeiten wichtig, zu sehen, dass jemand das Prinzip wissenschaftlicher Reflexion verstanden hat. Nicht, ob da jedes Zitat korrekt nachgewiesen ist, oder nicht. Es geht nicht um eine Perfektion in Formalitäten, sondern um die Bereitschaft zur Auseinandersetzung, auch um die Befähigung eines kritischen Umgangs mit verwendeter Literatur. Ich hörte aber, dass es auch Dozenten geben soll, die lieber Studenten ohne Meinung haben, wenn nur formal alles stimmt...

  3. #13
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Noch mal kurz zu dem Denken in Relationen: Ich rede ständig über meine Texte, auch mit mir selbst. Ich diskutiere die Zusammenhänge aus, ich spreche vieles aus, bevor es Schrift wird und wenn es schriftlich fixiert ist, lese ich es mir vor, lese es anderen vor. Wissenschaft ist für mich immer ein dialogisches Geschehen. Ich würde versuchen, diesen Relationen Stimmen zu geben. Führe eine Debatte mit dir selbst, stelle die Relation infrage, verteidige sie dann wieder, dann - so war es oft meine Erfahrung - zeigt sich auf einmal die Erkenntnis, die sich dann wieder in Text fassen lässt.

  4. #14
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ja, für mich geht es auch nicht um Formalitäten, aber ich bin mit mangelnd erfüllten Formalitäten schon öfter auf die Nase gefallen, weshalb ich jetzt zwanghaft darauf achte, um blooooß keinen Fehler zu machen. Ich empfinde das auch als nicht hilfreich, sondern eher blockierend, es ist nur so, dass ich es nicht von jetzt auf gleich abstellen kann. Das kommt eben aus der Reaktion der anderen auf meine ADS-bedingte hohe Fehlerquote im Formellen. Man wird ja schon verbessert, wenn man "Bus" anstatt "Zug" sagt (beides ähnliche Transportmittel, aber egal).

    Danke, das mit dem inneren Dialog werde ich versuchen. In Dialog mit anderen bin ich schon ein bisschen getreten, hab ein paar Kapitel jmd. zum lesen gegeben. Ich kann aber eher mit anderen darüber sprechen denn mit mir selbst, das hat was mit der "external prothesis" zu tun, die Russell Barkley beschreibt - inneres wird erst durch Repräsentation im Außen erfassbar. Was aber im Inneren ganz gut klappen könnte, wäre ein imaginierter Monolog, eine Rede, in der ich meine verschiedenen Positionen verteidige (aus der Erfahrung mit mir selbst würde ich das als mir angemessene Methode einschätzen).

  5. #15
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Ja, das ist gut, mach das so. Schreib mich an, wenn die Arbeit stockt. Von wissenschaftlicher Arbeit versteh ich ein bisschen was.

  6. #16
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Cool, danke.

  7. #17
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Chamaeleon schreibt:
    Ich weiß, was direkte und indirektes Zitate sind. Ich neige nur dazu, die Aussagen der Autoren fast genau so zu übernehmen
    ähhhhhhhhh .....:
    Dann muss ich sagen, dass ich ein Problem mit indirekten Zitaten habe...ab wann wird ein direktes Zitat zum indirekten?


    na dann ...

  8. #18
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 828

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Es gibt einen Unterschied zwischen wissen und anwenden, bzw. im konkreten Fall unterscheiden können. Ich kann theoretisch wissen, welche Kriterien nötig sind, um entweder ein direktes oder ein indirektes Zitat zu klassifizieren, aber trotzdem noch über gewisse Abgrenzungen unsicher sein. Es gibt einen bestimmten Punkt, ab dem es schwierig wird, zu unterscheiden, ob man noch eigene Beschreibungen nutzt oder schon Quellenangaben machen muss. Trotzdem ist mir die geläufige Definition von "direktem" und "indirektem" Zitat bekannt.

    "Ab wann wird ein direktes Zitat zum indirekten" - da hab ich mich missverständlich ausgedrückt. Klar ist ein direktes Zitat immer der wortwörtlich übernommene Text. Aber ab wievielen direkt übernommenen Worten in anderer Reihenfolge zB muss ich eine Formulierung kennzeichnen? Ich meine, es gibt auch Standardphrasen, die ich als Zitat kennzeichnen könnte, ich könnte theoretisch jedes "und" als Zitat kennzeichnen, weil es im Text auch ein "und" gibt. Mag sich vielleicht übertrieben anhören, aber über sowas denke ich wirklich nach.

    Ich hoffe, ich habe nicht noch wirreres Zeug geschrieben, ich bin nämlich krank. Es war auch nicht meine Absicht, dich zurechzuweisen oder sowas, aber ich weiß es eben, was direkt und indirekt bedeutet und will das auch aussprechen dürfen.
    Geändert von Chamaeleon ( 5.04.2015 um 01:30 Uhr)

  9. #19
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

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    Forum-Beiträge: 22

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Hört mal auf, euch wegen so etwas zu streiten, das ist unakademisch. Es war ja auch einfach nett gemeint, deine sehr konkret wirkende Frage nach Zitaten, sehr konkret zu beantworten. Das ist sehr höflich gewesen, ich habe es aus Bequemlichkeit nicht getan. Dein Gedanke, dass wir immer schon zitieren, in dem Moment unseres Sprechens, ist richtig. Wir zitieren nicht nur Worte, sondern auch ihre Bedeutung und Funktionsweisen. Wir bewegen uns immer auch in der Sprache der Anderen, sonst könnten wir uns nicht verstehen. Und doch - das zeigt schon dieses Gespräch - missverstehen wir uns auch immer wieder, geben den Worten eine Bedeutung vor dem Hintergrund der ganz eigenen Lebenswelt, der ganz individuellen Erfahrung.
    Beim universitären Zitieren geht es um die Frage der Nachweispflicht. Weise bitte immer etwas nach, wenn du dich auf den konkreten Text eines anderen beziehst. Es geht darum, dass du einen Gedanken, den ein anderer hatte, nicht als deinen eigenen ausgibst. Es geht also um einen Sinnzusammenhang. Das können wenige Worte sein, wenn sie zentral für einen bestimmten Gedanken sind. Es geht also nicht um Quantität, sondern um die Spezifik der Stelle, auf die man sich bezieht. Wenn du einen Text zusammenfasst über mehrere Zeilen, leitest du diese Zusammenfassung ja mit dem Hinweis auf den Text ein. Es genügt dann die Fußnote am Ende des Absatzes. Es muss klar sein, wo die Zusammenfassung beendet ist.
    Das ist alles, was man da beachten muss. Ich habe eine Magisterarbeit, eine Masterarbeit und eine Dissertation geschrieben und ein paar Texte publiziert. Du darfst es mir einfach glauben. Du hast da ja selbst einen sehr pragmatischen Ansatz. Einfach die Uniregeln beachten. So unsinnig sind sie ja gar nicht. Sie machen das Spiel auch durchschaubar, das ist gut.
    Geändert von phaidon ( 5.04.2015 um 08:33 Uhr)

  10. #20
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Gesammelte Werke - Erfahrungen mit der Abschlussarbeit

    Keine Bange, @phaidon, ich sehe hier keinen Streit - @Chameleon dir erst mal gute Besserung! Du hast ja meine kurze Reaktion schon richtig interpretiert ... ich war schlicht irritiert! Dein Post klang nach einem Hilferuf, ich gab einen Teil der vermeintlich gesuchten Hilfe und dann hieß es später sinngemäß "ich weiß es selber" ...

    Alles eine Frage der Aussprache, und du hast ja dann erklärt, wie das Missverständnis zustande kam.

    Also von meiner Seite aus ist alles ok so!

    Was ich noch sagen wollte: ich find' es gut, dass du hier deine Gedanken- und Erfahrensammlung während des Schreibens an deiner Arbeit notierst - du zeigst damit in meinen Augen, dass man der ADHS nicht haltlos ausgeliefert ist, sondern dass man irgendwie seine eigenen Strategien entwickeln kann, um dem ein Schnippchen zu schlagen ... unter anderem dadurch, dass man sich Hilfe sucht

    alles Gute dir weiterhin!!




    @phaidon: davon abgesehen habe ich noch nie so viel Unsportlichkeit, Verlogenheit und Kesselflickerei erlebt, wie in den rund 12 Jahren, die ich mich im Universitätszirkus aufgehalten habe - traurig, iss aber leider so

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