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Diskutiere im Thema Welchen Job/Studium als ADHSler? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    was ist denn ein volljurist?
    und dann ein halber ?

    natürlich muß man sich sein berufsfeld schaffen, das ist aber IMMER so und
    ein studium erschließt mehr möglichkeiten und hebt das selbstbewußtsein.


    lg
    chris

  2. #12
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    oracle.kid schreibt:

    Ich hab zuerst eine Ausbildung gemacht, was mir sicherlich den Start ins duale Studium jetzt erleichtert. Ich habe zwar noch viele neue Dinge, die auf mich einströmen, aber ich habe das grundlegende Handwerkszeug im Umgang mit den Klienten schon erlernt. Da ist es dann leichter, sich auf die anderen neuen Sachen zu konzentrieren.
    Zauberwort: Duale Studium und Berufserfahrung.
    Du stehst nach Ende deiner Studium nicht mit leeren Händen da.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    Apocal HAT eine ausbildung!!!!!!!!!!!!!

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 186

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    Felis nur die Wahrheit bitte, keine Märchen! Die Träumerei ist bei mir vorbei! Lange Zeit dachte ich auch, nur mit einem Studium kann man beruflich zufrieden sein, aber mittlerweile ist das nicht mehr mein größtes Ziel. Wenn es noch kommen sollte, dann müsste es bald passieren. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich leide jedoch an einer sehr schweren Form von ADHS plus Schlafkrankheit, ich kann mich nur sehr kurz konzentrieren und damit hat man weder im Studium noch in der Arbeitswelt wirkliche Chancen. Das Problem sind die Alternativen. Ich hätte mir gewünscht, Ritalin hätte mir geholfen, aber leider hat es nicht. Wenn ich alles auf eine Karte setze und jetzt studiere, müsste ich mich wirklich voll hineinhängen, aber ob ich nebenbei noch einen Job bewältigen kann, ist fraglich. Und nur Studieren, das geht sich finanziell nicht aus. Mir fehlen jetzt schon genügend Pensionszeiten. Und eine Frage lässt mich nicht los: Wenn ich es wirklich wage und dann nach ein paar Semestern merke, es geht einfach nicht mehr oder mir kommt die Erkenntnis, ich hab aufs falsche Studium gesetzt, dann hab ich viel an Lebenszeit und Geld verloren. Andererseits ohne Studium und spezielle Ausbildung werden es nur Hilfsjobs werden. Im Moment bin ich deswegen depressiv und eine Lösung hab ich noch nicht gefunden.

    @superman- nein leider hab ich nicht.

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    Ich will ehrlich sein: mir erscheint ein Studium bei deinen derzeitigen Voraussetzungen als wenig realistisch.

    wie wäre es mit beruflicher Reha?
    Oder mit einem integrativen Betrieb? Reich wirds du dort nicht, aber ein gewisse Tagesstruktur und ein Zubrot ist das für Anfang auf jeden Fall
    Geändert von Felis (31.01.2015 um 21:12 Uhr)

  6. #16
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    superman schreibt:
    hi,

    ich habe die Erfahurng gemacht,
    dass die besten Jobs eigentlich tatsächlich meist die akademischen sind,
    weil man da zwar schon natürlich eine Linie einhalten muß,
    aber viel mehr Freiraum hat, z.B. fällt in den meisten Fällen das Stempeln der Uhrzeit oder der Schichtdienst weg...
    also man hat schon Arbeit,
    aber man kann sie sich irgendwie freier einteilen,
    macht man mal zwei Stunden Mittagspause und geht dafür später, ist das auch okay.,,, zumindest,
    was ich so beobachte.

    ...

    bin nun Wissenschaftler (ohne Witz!), da kann man sich super reinsteigern in Sachen, die einen interessieren und man hat so keine Vorgesetzten oder Leute, die einem so echt rein pfuschen und der Umgang mit den Studenten ist auch keine große Belastung bzw. man kann im Unterricht auch kreativ sein bzw. einfach festlegen,
    wann man unterrichten will, also z.B. morgens um 8 oder abends um 22:00 Uhr....
    ich finde es toll, wird man allerdings nicht so leicht, gebe ich zu, wobei.... wenn man es drauf hat im Studium, wird man dann gerne vom Lehrstuhlinhaber gefragt, ob man weiter machen will und DANN ist das Alter vollkommen egal.
    Meine Erfahrung geht dazu komplett ins Gegenteil, zumindest was das Arbeiten an der Uni angeht. Mich hat das von Jahr zu Jahr wahnsinniger gemacht. Klar hat man was die Arbeitszeiten angeht ziemlich viel Freiraum und ja man sich u.a. in seine Interessen reinsteigern, aber das war's dann auch mit den Vorteilen für ADHSler. Ich weiß ja nicht in was für einer Richtung du unterwegs bist, aber das es keine Vorgesetzten gibt oder Leute die reinpfuschen wäre mir neu. Heutzutage hat man in fast allen Studienrichtungen verloren, wenn man es nicht schafft die richtigen Artikel zu publizieren, deren Inhalt oft von anderen bestimmt oder gelenkt wird. Das bedeutet lesen, forschen und schreiben bis der Arzt kommt und das unter sehr unstrukturierten Bedingungen, schließlich ist man sein eigener Herr über seine Arbeitszeiten. Das halte ich für eine Kombination, die vielen ADHSlern arge Probleme bereiten sollte. Mich hat das zeitweise in arge Depressionen geleitet. Der Druck 'Publish or Perish' war bei uns kaum auszuhalten. Dazu dann Betreuer und Kollegen, die schrecklich dogmatisch in Ihrem Denken waren, das ewige betteln um Forschungsgelder und die schlechten Berufsaussichten und Gehälter... Da ist mir mein jetziger 8 Stunden Tag mit geregelten Arbeitszeiten um einiges lieber.

    Ich denke was das angeht muss man eine Nische finden mit einer Tätigkeit die zu den eigenen Stärken und Schwächen passen, die u.a. von ADHS beeinflusst werden. Dann kann man auch einen 8 Stunden Job schaffen. Konnte ich mir nach meinem Akademikerleben auch erst schwer vorstellen, aber bis jetzt klappt es super. Ich kann mir meine 8 Stunden ziemlich frei gestallten. Hauptsache ich erledige meine Aufgaben. Auch ich habe lange überlegt in welchem Job mir meine ADHS-Stärken zu gute kommen würden und bin schließlich im Projekt Management gelandet. Die Projekte in meinem Bereich sind sehr vielfältig und vor allem kurzlebig, so kommt immer neuer, interessanter Schwung rein. Ich hab das Gefühl gerade durch ADHS ne ziemlich gute Intuition zu haben und eher einen globalen Blick auf die Dinge, welcher mir super bei schneller Entscheidungsfindung hilft. Auch kann ich gut planen, nur das ausführen bereitet mir Probleme... passt super in den Job, denn ich plane für andere. Da gibts sicher noch viele Beispiele, wie oracle.kid auch schreibt. Als "Wissensarbeiter/Manager" oder "Sozialarbeiter" hat man auch in der freien Wirtschaft unter geregelten Zeiten oft freie Hand, genießt aber nebenbei eine Grundstruktur und zumindest im erstgenannten Bereich verdient man angemessen. Mir erlaubt das jetzt einige Freiheiten, die mein Stress-level und ADHS positiv beeinflussen: Wir haben nun jemanden der uns im Haushalt hilft, Einkauf erledige ich zumeist online, und das Fitnessstudio ist zwar teurer, aber ich komm auf dem Nachhauseweg vorbei und kann beim Pilates entspannen.

    Ich muss hinzufügen, dass mein jetziger Beruf kaum was mit meinem Studium zu tun hat, mir aber die Fähigkeiten aus dem Studium enorm helfen. Ein Studium ist an sich also nie verlorene Zeit wenn man sie richtig genutzt hat, Interesse hin oder her. Ich hab auch erst gedacht, dass ich die Kurve nach dem Studium nicht kriegen würde, jetzt geht's mir besser als zuvor.
    Geändert von Bruchpilotin (31.01.2015 um 21:11 Uhr)

  7. #17
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    Felis schreibt:
    Zauberwort: Duale Studium und Berufserfahrung.
    Du stehst nach Ende deiner Studium nicht mit leeren Händen da.
    Stimmt. Mir ging es aber darum, herauszustellen, dass manchmal kleinere Schritte den Weg bereiten können.

    @Apocal: Die Frage ist, ob es gerade Sinn macht, sich mit deinen Rentenansprüchen im Einzelnen zu befassen. Verstehe mich bitte nicht falsch, es ist natürlich richtig und wichtig, zu schauen, dass du später nicht am Hungertuch nagst.
    Allerdings wird sich unter deinen Voraussetzungen auch bei einem gut bezahlten 4h-Job da keine große Besserung einstellen. Deswegen wäre für mich eine Frage, ob du einen Berufswunsch hast bzw. einen bestimmten Interessensbereich - dann könntest du wenigstens das machen, was du gerne machst und müsstest keine Muttern auf Schrauben in einer WfbM drehen.

    Und kann man denn gegen deine Schlafkrankheit machen?

  8. #18
    Rettich

    Gast

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    apocal schreibt:
    Immer wieder liest man hier, dass viele mit ihrem Job nicht glücklich sind, aber welchen Job kann man als ADHSler wirklich 30-40 Jahre bis zur Pension ausüben? Natürlich könnte man jetzt sofort sagen, das was einem Freude bereitet, aber das ist nicht so leicht zu finden. Ich für meinen Teil habe auf Grund meiner Krankheit immer Gelegenheitsjobs gemacht. Mich hält es nirgends lange, schnell wird es mir zu langweilig, ich brauche ständig Abwechslung.
    Die Probleme, die du ansprichst sind meiner Meinung nach nicht typisch ADHS spezifisch. Ich kenne eigentlich niemanden aus meinem Umfeld, der heute noch das macht, was er mal studiert oder gelernt hat. Das Menschen aufgrund psychischer Belastungen in immer größerem Umfang aus dem Berufsleben ausscheiden oder ausscheiden wollen, ist ein Trend, der ja nun auch nicht mehr so neu ist. Die Zeiten in denen man in einem Betrieb anfing und bis zur Rente bleiben konnte - das war vielleicht noch die Generation der bis -1950 geborenen. So gesehen haben sich die Arbeitsbedingungen schon generell verschlechtert und mit ADHS hat man da noch schlechtere Karten, da das Leben insgesamt schneller geworden ist und immer mehr Flexibilität erfordert - und da scheint es mir fast egal zu sein, ob man einen akademischen Beruf hat oder nicht. Das Rad dreht sich immer schneller und gerade Menschen mit ADHS oder anderen Beeinträchtigungen fallen heutzutage schneller runter.

    Was die Alternativen sind hängt leider individuell von jedem selber ab. Ich denke auch, dass ADHSler in weit stärkerem Umfang - eben weil sie in gewissen Bereichen nur mit zusätzlicher Energieleistung die erforderlichen Sachen schaffen - schon fast gezwungen sind eher in eine Richtung zu gehen, die ihren Fähigkeiten und Talenten entspricht.

    Damit meine ich, dass es für einen ADHSler schwieriger ist, etwas zu studieren, dass seiner Meinung nach krisenfester und besser bezahlt ist aber nicht unbedingt etwas ist, für das er oder sie sich unter anderen Umständen wirklich begeistert hätte.

    Das sind ja eigentlich Binsenweisheiten aber ich finde, es ist heute noch schwieriger geworden, da überhaupt einen Job zu finden, der einen seine Leben lang interessiert. Hinzu kommt, dass von den Arbeitgebern ja gnadenlos alle abgestraft werden, die den berühmten roten Faden in ihrem Lebenslauf vermissen lassen. Während sie selber größtmögliche Flexibilität einfordern gestehen sie aber umgekehrt Arbeitnehmern nicht zu, erst mal verschiedene Dinge auszuprobieren - so als ob jedem schon mit mit 15 Jahren klar wäre, was er oder sie machen will.

    Mir selber würde ich den Rat geben (und habe es tatsächlich auch schon) erst mal zu schauen, wo meine Fähigkeiten liegen, eine Selbsteinschätzung, in wie weit ich Interesse habe, diese auch wirklich zukünftig weiter zu entwickeln und es zu versuchen, darauf eine selbständige Existenz aufzubauen. Da fange ich mir fast 50 noch einmal bei Null an aber (wie in meinem Fall) noch mal zurück in den IT Bereich zu gehen ist eigentlich keine Option mehr für mich. Mehr von dem selben ist keine gute Wahl für mich und nur weil es gut bezahlt wurde, ist es mir das nicht mehr wert.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    @apocal

    ich dachte,
    Du hättest eine Ausbildung.

    Insgesamt präsentiert sich mir Dein gegenwärtiges Problem eigentlich weniger ADS-spezifisch...
    bzw. ich denke,
    das war mal der Auslöser, aber ich mir nicht sicher, wie aktiv Du da entegegen steuerst bzw. nur auf das MPH als Krücke setzt.
    Du hast ja anscheinend Abitur,
    also müßte Dein Kopf viel überwinden können. Das ist ja das Geheimnis, warum eben NICHT automatisch alle ADSler ihre berufliche Karriere an die Wand fahren.
    Mit der Selbsterkenntnis kommt meist die Verhaltensmodifikation....
    lg
    chris

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 279

    AW: Welchen Job/Studium als ADHSler?

    @superman, danke, das denke ich auch. Nicht jeder Mensch mit ADHS fährt seine berufliche Laufbahn gegen die Wand. Ich hatte immer das Ziel zu studieren, meinen gewünschten Beruf auszuüben und bitte so viel Geld zu verdienen, dass ich niemals von einem Mann oder dem Amt abhängig bin. Dieser Gedanke etablierte sich bei mir mit 15 Jahren und das Ziel habe ich erreicht.

    Manchmal denke ich, dass es gut ist, dass ich gar nicht wusste, dass ich ADHS habe. Das stellte sich bei mir nämlich erst vor einem halben Jahr gesichert heraus. Ich verfolgte einfach mein Ziel. Ich suchte mir intuitiv einen Bereich aus, der zu meiner Persönlichkeit passte und mir Spaß machte. Das halte ich mit ADHS für sehr wichtig, dass man "seine Lücke" findet, in der man seine Stärken leben kann. Hätte ich z.B. in einem Büro arbeiten müssen, wo ich täglich pünktlich um 8 h hätte sein müssen, wo mir ständig jemand auf die Finger geguckt hätte, wäre meine Laufbahn anders gewesen. Ich brauche Flexibilität und eine gewisse Unabhängigkeit. Auch bin ich organisatorisch stark.

    Vielleicht sollte der Themensteller für sich heraus finden, wo seine Stärken und Gaben liegen und danach seinen beruflichen Schwerpunkt wählen. Wir ADHS'ler sind ja nun nicht blöde oder alle psychisch gestört, sondern häufig in Bereichen sogar schon fast "genial". Ich weigere mich einfach, mich als psychisches Wrack zu sehen, auch will ich mich nicht ausschließlich defizitär betrachten. Das Bild würde auch nicht stimmen, denn dafür habe ich zu viel erreicht in meinem Leben.

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