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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 50

    Wie gehe ich mit Schwierigkeiten im Berufsalltag um?

    Hallo allerseits.
    Ich habe hier schon mal geschrieben.Das ich ein SFJ absolviert habe mit den verbunden Schwierigkeiten.Ich habe gerade wenn es um Arbeit geht ziemliche Probleme da ich sehr passiv bin,also glaube ich nicht schnell genug und mich sehr anstrengen muss um nicht weg zur träumen.

    Ich habe jetzt im September eine Neurofeedback Therapie angefangen.
    Ich fühle mich dort sehr aufgehoben und hoffe das es anschlägt.Weil die Leiterin der Praxis hat selber ads und ist sehr einfühlsam.

    Auf jeden Fall bin ich moment ratlos.Mein Ads belastet mich sehr.Ich habe ja 2012 mein Abi geschafft.Auch mit viel Lernaufwand,dann hat sich mein Studium nicht als das richtige rausgestellt.

    Dann habe ich ein FSJ gemacht.Hat mir zwar auch Spaß gemacht.Aber immer ecke ich mit meinem Konzentrationsproblemen an.Ich habe mich dann kurzfristig für eine Ausbildung als Erzieherin angefangen weil ich gerne mit Kindern arbeite.

    Nur mein erstes Praktikum ging gleich in die Hose weil ich wieder Konzentrationsmangel hatte und vielleicht
    nicht schnell genug war.Ich hatte mir vor dem Praktikum vorgenommen mich anzustrengen und alles richtig zu machen aber es ging nicht.Das blöde ist das ich in der Berufsschule total gut bin,was mir auch die Lehrer bestätigt haben.Also an mangelnden Intellekt liegt es nicht.

    Aber Ich musste mir unschöne Sachen von meiner Anliegerin und Praxislehrerin anhören.Ich habe mich nach der Praxisprüfung so in die Ecke gedrängt gefühlt das ich meiner Praxislehrerin gesagt habe das ich Adhs habe um mich zu retten.

    Sie hat ir jetzt zwar nochmals ne Chance gegeben,da ich im April nochmals ein Praktikum habe.Sie meinte ich soll sie da nochmals überzeugen.Aber so richtig verstanden hat sie mich nicht.Es kommen nur so Allgemeinplätze wie,,tun sie sich selber nicht leid'', ,,das Leben ist hart'', ,,jeder hat sein Päckchen zu tragen,der eine mehr oder weniger'' ,,sie sind jetzt 23 da erwarte ich was von ihnen,sie können sich nicht ewig zeit lassen'' , ,,sie wollen doch jetzt kein Mitleid von mir''. Solcherlei Dinge habe ich schon oft zu hören bekommen.


    Meine Ergotherapeutin meinte ich soll in Zukunft nichts mehr sagen weil die Leute nicht mit Adhs umgehen können,dich in eine Schublade stecken und dann immer auf deinem Adhs rumreiten.Ich mein ich streng mich ja an und will Adhs nicht als Ausrede benutzen aber ich bin doch kein Arbeitsroboter.Ich bin deswegen oft traurig.Ich will doch alles gut machen ,habe aber dennoch das Gefühl ich scheitere an den Anforderungen der Leistungsgesellschaft.Ich will doch nicht arbeitslos werden.Einer meiner besten Freundinnen,die studiert und auch adhs hat sagt zu mir immer,,lass dich von den anderen nicht unter Druck setzten,du wirst nicht arbeitslos,du brauchst halt einfach länger als andere um das zu finden was zu dir passt.''


    Dabei möchte ich ungern die Ausbildung abrechen weil ich damit möglicherweise bessere Chancen habe in ein Sozialpädagogik Studium rein zu kommen.Außerdem will ich keinen schrägen Lebenslauf haben sonst nimmt mich doch keiner mehr.Ich bin froh das mich meine Eltern unterstützen und halt geben.Aber im moment denke ich,dass ich für alles zu blöd bin.

    Meine Freunde,mein Bruder, studieren alle erfolgreich und ich habe wieder mal Probleme was die Berufswelt angeht.Wohne noch daheim und verdiene noch kein eigenes Geld.Das nagt sehr an meinen Selbstbewusstsein .Und wenn alle Leute um einen so erfolgreich sind fühlt man sich wie der total loser.Ich gebe zwar nicht auf und will auf die Zähne beißen.Aber ich denke das es in jedem Beruf was gibt wo ich was falsch mache und dann wieder kritisiert werde.Weil adhs halt nicht anerkannt ist in der Berufswelt und keiner Rücksicht darauf nimmt.

    Versteht das einer von euch? Und was sind eure Tricks und Tipps um im Berufsalltag und unserer Gesellschaft zurecht zu kommen. Und nochmals entschuldig für den langen Text,aber ich musste mir meinen Kummer mal von der Seele schreiben. Danke und Liebe Grüße, lol20
    Geändert von Butterblume (14.12.2014 um 09:40 Uhr) Grund: Absätze gemacht,damit man es besser lesen kann

  2. #2
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.444

    AW: Wie gehe ich mit Schwierigkeiten im Berufsalltag um?

    Hallo Lol,

    Solche Problemen kommen mich auch sehr bekannt vor... Egal wie ich mich anstrenge, ich kriege einiges nie so gut gebacken wie anderen... Es ist nun mal so und macht mich auch keine Spass...

    Wenn dein Beruf dich wirklich interessiert, würde ich da wirklich damit weitergehen und die Ausbildung probieren zu fertig machen. Eine Diplom in der Tasche ist immer mal etwas...

    Ich hatte und habe immer wieder Problemen wegen meine Langsamkeit... Besser ist geworden wenn ich mich entschieden hatte, einfach mal voll dazu zu stehen. Ich bin langsam, na und? Ich habe andere Stärken.

    Wenn ich in meine Tempo arbeiten kann, arbeite ich gut.

    Geeignet Job zu finden ist sehr schwierig, aber so geht es mich besser...

    Mich scheint dass du auch eine Beruf gewählt hattest, wo schnell sein nicht umbedingt immer da sein muss und wo viele unsere Stärken gefragt werden können...

    Wenn du denkst, mit eine Studium klarer zu kommen, wieso nicht? Vielleicht kannst du auch noch eine Praktikumsplatz finden, wo schnell sein nicht so wichtig ist... Was besser ist, muss du dich entscheiden, aber da du langsam bist, wirst du es bleiben und es ist besser, du richtet dich danach und suchst dich gezielt ein Job wo es nicht so viel stört... Vielleicht auch bei Bewerbung darauf achten und nachfragen... Dann sind einiges so schneller erledigt.

    Wegen Konzentrationmangel: Wenn du nicht unten Stress bist, wird es sicher besser werden... So was kannst du auch lernen zu kompensieren, aber Kompensation braucht... Zeit!

    Ich finde auch, direkt über ADS reden bringt nicht umbedingt etwas... Aber konkret, wenn es darauf ankommt, deine Bedürfnissen äussern bleibt sehr wichtig!

    Ja, es kann wirklich auch länger gehen, eine Job zu finden wo es gut geht...

    Du bist auch keine Loser wenn du mit der Job mühe hast! Mit ADS sind wir genau so gut, fähig, wert und haben genau so viele Talenten, Stärken, als nicht-ADSler, aber es ist anders verlagert und es macht einiges nicht einfacher... Wie es im Arbeitswelt heute ist, ist oft nicht zu unsere Gunsten, aber Schuld sind wir daran nicht.

    Loser ist sicher niemand der sich anstrengt, probiert, trotzt seine Schwierigkeiten und ein Weg sucht dadurch...

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