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Diskutiere im Thema Probleme im Studium im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Probleme im Studium

    Also bei mir gibt es in den Vorlesungen relativ wenig, dass mich ablenkt. Sodass ich es verkraften kann, wenn ich gelegentlich abschweife. Grundsätzlich bin ich an jeder Vorlesung in meinem Studiengang interessiert, sodass meine Aufmerksamkeit nach einiger Zeit wieder zum Dozenten findet. Wichtig ist nur, dass mich niemand ansprechen darf, das wissen meine Studienkollegen mittlerweile.

    Notizen mache ich mir keine oder wirklich nur das allernötigste, da ich einfach nichts mitbekomme, wenn ich schreibe

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Probleme im Studium

    Also bei mir im Studium läuft es wirklich megaschlecht.


    Während der Schulzeit hab ich schon das Lernen, Hausaufgaben machen, Hausaufgabenheft führen und immer alles einpacken für die Schule etc. richtig gehasst und nie befolgt.
    Führte dazu, dass ich in der Grundschule zum Abgang eine Hauptschulempfehlung bekommen habe.
    Meine Eltern zwingten mich jedoch auf die Realschule und von dort kam ich aufs Gymnasium. Ich hab nicht gelernt und nichts getan und trotzdem super Noten gehabt.
    Naja auf meiner Intelligenz konnte ich mich dann bis zum Abi ausruhen. Ich besuchte sporadisch die Schule, schrieb nie mit oder hörte nicht zu und bekam Verweis nach Verweis für
    meine exzessive Art ^^ Naja trotzdem hats mit Unterlagen von Freunden vor der Klausur kopieren und von 1-4 Uhr morgens lernen und ohne Schlaf zur Klausur gehen für ein gutes Abi gereicht.

    In der Uni wollte ich das alles ändern und endlich mal nicht so unordentlich, faul, lustlos und exzessiv sein.
    Im ersten Semester gings dann doch genauso weiter wie in der Schule. Ich besuchte nach einer Zeit gar keine Veranstaltungen mehr und bereitete mich selber 2 Wochen vor der Klausur vor. Obwohl mich das Fach sehr interessiert wollte ich es im 1. Semester 1000000000 mal abbrechen. Naja hab dann super Noten bekommen und hab gemerkt, dass ich es eig. drauf habe.

    Also fing ich an ordentlicher zu werden und in die Uni zu gehen und zu lernen, aber folgende Probleme blieben:

    - Verpasse ständig Fristen und Anforderungen der Uni (Waaassss wir müssen uns dafür anmelden? Äh wie noch ein Monat Praktikum? Wann ist die Vorlesung und woo?)
    - Beim Lernen kommen mir 1000000 Ideen und Einfälle und ''dringend'' nötige Sachen, die ich machen muss -> Sonst Tagträumerei.
    - Wenn ich in der Bib lerne, dann muss ich jeden angucken, der an mir vorbeiläuft oder alles was sich bewegt und jeder Ton bringt mich ausm Konzept
    - Plötzliche Stimmungsschwankungen, wo ich depri oder total aufgedreht werde, was aber auch nach kurzer Zeit wieder verfliegt
    - Wenn ich mit jemanden ins Gespräch komme, dann dauert es endlos lang
    - Ständig dieses Gefühl als ob alle viel schlauer und besser wären, obwohl ich eig. die Top Noten habe, wenn ich mal bisschen was tue
    - Perfektionsdrang
    - Weiß nicht wann ich aufhören soll und überplane alles
    - Aufschieberitis !!!! Es ist echt nicht mehr lustig


    Schlagartig verlor ich dann ab dem 3. Semester trotz super Noten und guten Aussichten das Interesse nicht am Fach, aber am Studieren, anstrengen, lernen dies das.
    Seitdem versuche ich jeden Tag was zu tun, allerdings sieht es eher so aus, dass ich früh morgens aufstehe (wenn es mal klappt), dann mich dusche, gut frühstücke und meine Medis nehme (seit 3 Monaten auf ADS/ADHS diagnostiziert und MPH-Behandlung).
    Dann setz ich mich in meinem Home Office mit Tageslichtlampe und besten Bedingungen hin um zu lernen und irgendwann merke ich es ist nachts und ich hab fast nichts geschafft.
    Es scheitert am Aufschieben, Tagträumerei, Unlust, Konzentrationsprobleme, Ablenkbarkeit und fehlende Impulskontrolle.
    Hat aber auch damit zu tun, dass wir im Studium über lange Zeit eigenständig vorbereiten auf Klausuren, die in weiter Ferne liegen und dabei haben null Zwischenschritte, Erfolgserlebnisse oder dergleichen. Die Noten zählen nichtmal ins Endzeugnis, da nur vereinzelt Noten reinzählen.
    Das macht das ganze Unterfangen so unglaublich ADHS-Feindlich. Selbstorganisation in allen Belangen, unendliche Freiheiten und kein Schwein, dass nach dir pfeift.... Ich bin in der ADHS Hölle gelandet


    Der hier klingt wie die Kopie von mir:

    http://fudder.de/artikel/2010/07/14/...fnung-ritalin/


    Naja ich versuche es weiter....
    Geändert von Guerillero ( 5.12.2014 um 19:26 Uhr)

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Probleme im Studium

    hallo,
    ich bin UniversitätsDOZENT, seit einigen Wochen nun endlich diagnostiziert und ich schiebe auch die Seminarvorbereitung, bis es nicht mehr geht. Oft ist es auch so, dass ich das Thema vorbereite, weil ich HASSE Referate und lasse so gut wie nie welche halten, es sei denn, als Strafe... naja, auf jeden Fall bereite ich den passenden Text auf und wenn ich dann vor den Studenten stehe, kann ich meine eigene Schrift nicht mehr lesen und muß improvisieren. Ich meine, sie merken es nicht, aber ich könnte es besser machen.
    Was ich damit sagen will ..... ich MUSS vorbereitet sein für das Seminar, weil mich mind. 30 ansehen... vielleicht kann man sich als Student in eine ähnliche Situation bringen, dass man sich z.B. vornimmt, sich ein paar Mal zu melden oder die und die Frage zu stellen, dann MUSS man was machen...so klappt es bei mir zumindest ganz gut.

    ?????

    lg
    kal
    Geändert von superman ( 6.12.2014 um 00:54 Uhr)

  4. #14
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    AW: Probleme im Studium

    Ja das kommt mir alles sehr sehr sehr bekannt vor.
    Mein Studium ist auch nicht das gelbe vom Ei und rosig lief es nie, also wirklich niiiieeee!
    Und nach und nach wird mir klar, dass mein aktuelles Studium nicht so wirklich das richtige ist. Ich hab gemerkt, dass mein Herzblut wo anders drin steckt aber dafür ist es nun zu spät und ich mach das draus, was daraus zu machen ist. Es ist ja nicht alles schlecht daran aber meine Ideen kommen alle immer aus'n anderen Bereich

    Wenn ich zurück schaue, was ich geschafft habe, dann nicht wirklich viel, vllt. viel für ein ADS'ler aber bisher konnte ich mich damit anfreunden, dass ich eben anders bin und Probleme habe und haben werde.
    Dazu noch diesen Perfektionsdrang, Selbstzweifel(die mich noch in den Wahnsinn treiben) , Vergleich mit anderen, sich immer selbst unterschätzten und sich auch wirklich jeden unterlegen fühlen.

    In den ersten Semestern war alles noch easy, zwei Wochen vorher Paucken hat immer locker gereicht aber dennoch war die Unzufriedenheit da und heute auch immer noch so, da man fast nie eine Vorlesung besucht bzw. besucht hat.
    Man fühlt sich dann richtig schlecht. Ich fühle mich immer schlecht, Tag für Tag, wenn ich nichts gemacht habe. Dann kommen sofort die Gedanken, dass ich es nicht schaffen werde und dann bin ich auch schon in der Spirale der Selbstzweifel gelandet.
    Und wenn ich mal was geschafft habe, dann bin ich vllt. für ein Tag oder einer Woche zufrieden mit mir aber dann geht das ganze wieder von vorne los.
    Selbst wenn ich zufrieden bin und nix zu tun habe, werde ich depressiv.
    Mein Kopf muss ständig denken. DENKEN, DENKEN, DENKEN. Sei es Mathemazik, Philosophie. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht beim Ursprung des Universums lande.

    Ein Gefühl für meine eigene Leistungsfähigkeit habe ich nicht. Alle Altklausuren, alle Aufgaben müssen 10 mal durchgerechnet werden und dass nur um ein gutes Gefühl zu haben es zu können und nicht die hälfte wieder vergessen zu haben.

    Wenn ich mir vornehme, dass ich mal nur 5 Punkte schreiben will, dann funktioniert das sowieso nicht, es sein denn das Fach ist mir total egal aber ich muss es mir am Ende immer wieder selbst beweisen weil ich überhaupt nicht zufrieden bin. Dazu kommt noch, dass ich alles verstehen will und das auch tun werde aber ich hab schon gemerkt, dass dafür nur wenig Platz ist. Eigentlich besteht ein Semester nur aus Fressen und wieder ausspucken.

    Mir ist schon aufgefallen, dass meine Probleme im Kopf und auch Körperlicher Natur(wohl eher Psychosomatisch) meist geordneter ablaufen als mein ganzes Studium und wenn es mir grad gur geht und ich keine Probleme habe, dann hol ich sie mir automatisch.


    Im diesen Jahr kam dann auch mal ein Knall, seitdem plagen mich täglich Angstzustände, meine Studium läuft nur noch Kreise in meinem Kopf. In diesem Semester bin ich nur noch zu 30% Leistungsfähig und selbst dann will ich noch nicht so recht einsehen, dass es so ist und man aussetzen muss, zwecks der Gesundheit. In diesem Fall blieb mir nix anderes übrig das nächste Semester auszusetzen und mich für 6 Monate krankschreiben zu lassen um in eine stationäre Behandlung zu gehen. Das wird mich in meinem Studium noch weiter nach hinten katapultieren aber was solls.

    Und dann fragen die Leute ständig wie weit man denn ist und so und alles gut läuft aber die kennen natürlich nicht meine Problematik und sind meist auch noch Besserwisser. Leute die nicht über den Tellerrand schauen und sich fragen was könnte dahinter stecken. Ich muss natürlich inne halten. da fehlen mir schon die Ausreden. Ist halt so, ich habs nicht so eilig .

    Ich erzähle meist nichts über mein Studium, ist sowieso völlig ausn ruder gelaufen und wie willman das jemanden erklären!? Daher gehen ich da immer mit bedacht bei, wer weiß was diese Leute dann draus machen. Schon auf Grund ihrer Unkenntniss meiner Problematik alles falsch interpretieren und das ins lächerliche ziehen weil sie es selbst nicht besser wissen oder Ahnung haben wollen aber keine haben.
    Aber selbst bei Unwissen würde ich nie voreilige Schlüsse ziehen und immer eine Variable X im Hinterkopf haben, die alles erklären kann


    Jaja meine Studium und ich. In einem Sumpf voller Verzweiflung habe ich oft schon drüber nachgedacht alles hinzuschmeißen oder mir die Frage zu stellen ob nicht den falschen Weg gegangen bin. Aber für mich ist das ein "POINT OF NO RETURN"
    Und in meiner jetztigen Verfassung sind solche Gedanken, es schlechter zu machen als es schon ist, eine logische Konsequenz. Daher warte ich lieber ab wie ich nach meinem Aufenthalt in der Klinik darüber denke und hoffe doch, dass ich ein anderen Blickwinkel haben werde als jetzt.



    LG MoC

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Probleme im Studium

    Was studierst du denn (Wenn ich fragen darf, musst es nicht sagen)

  6. #16
    MoC


    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 365

    AW: Probleme im Studium

    @Guerillero
    Elektro -und Informationstechnik

    Ist auch eigentlich ein schönes Fach aber irgendwie würde ich lieber den ganzen Tag Mathematik betreiben. Ich studiere an einer FH und das ist mir wie ich feststellen durfte, zu praktisch aber naja.
    Meine Lieblingsfächer sind meistens, man glaubt es kaum, sehr Mathelastig



    LG MoC

  7. #17
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: Probleme im Studium

    Moc, es ist nie zu spät, seinem Traum zu folgen! Ich hab nach Studium und 5 Jahren Arbeit alles hingeschmissen und bin noch mal an die Uni. Beste Entscheidung ever! Auch wenn mich das jetzige Studium fast in die Verzweiflung getrieben hat und ich kurz vor dem Rauswurf stand. Alle Probleme, die hier beschrieben wurden, hatte ich auch. Bei mir hat am Ende erst die richtige Einstellung bei den medis auf amphetaminsaft den Durchbruch gebracht.

  8. #18
    aux


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Probleme im Studium

    Es ist faszinierend, wie mir so viele von der Seele sprechen. Ich studiere auch im viel-ten Semester und habe dieses ewige Problem einfach nichts zeitgerecht einzuteilen.
    Die Motivation ist stark, das Interesse ebenso. Wenns dann aber dazu kommt, sich hinzusetzen und etwas zu tun, landet man plätzlich im Internet und wird Stunden später wach.

  9. #19
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Probleme im Studium

    So geht es mir im Moment , dabei hab ich bald Prüfungen, die über mein weiterkommen entscheiden. Es ist wie eine Blockade , ich möchte lernen , kann mich abet nicht dazu aufraffen. Sitze den ganzen tag am Schreibtisch , doch mache im endeffekr nichts. hat jemand tipps , wie man diese innere blockade wegbekommt ??

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Probleme im Studium

    Habe ich selber noch nicht ausprobiert, aber das wird generell von vielen empfohlen:
    Eine Eieruhr auf Max. 25 min stellen und solange an einem Thema arbeiten. Wenn einem eine "gute Idee" kommt, notieren und auf später verschieben.
    Was ich gelesen habe und jetzt zuweilen mache: Damit abfinden dass man unmotiviert ist bestimmte Dinge zu tun, "einfach" machen

    Ansonsten ist mein Handy mein zweites Gehirn. Alle Termine, Fristen, etc schreibe ich SOFORT wenn ich mitbekomme dass es sie gibt in mein Handy. Wenn ich den Termin nicht weiß, sondern nur weiß es gibt einen Termin (oder es vermute), dann mache ich eine Notiz "Termin für XY erfragen/nachlesen". Den setze ich auf einen Zeitpunkt wo ich weiß da bin ich am richtigen Ort (z.b. Hochschule) um das rauszufinden. Den Terminkalender überprüfe ich "regelmäßig", schon alleine deswegen weil ich ständig was reinschreibe oder er Alarm von sich gibt.

    Was ich mir selber überlegt, aber gerade erst installiert habe, ist mein "Masterplan" (so nenne ich ihn in Gedanken).
    Mir ist die große "Erleuchtung" gekommen, dass ich bestimmte Ziele habe und dafür das entsprechende Wissen bzw die Fähigkeiten haben muss. Diese decken sich zum Teil mit meinen Studieninhalten. Mein "Masterplan" besteht aus 3 Teilen:
    1. Ein riesiger Kalender in den ich die wichtigsten Fristen eintrage damit ich schnell einen Überblick habe
    2. Ein Whiteboard (DIN A 2 oder so groß?) auf dass ich alle EINMALIG zu erledigende Dinge schreibe (z.B.: Kopie von Diagnose bei Hausarzt einwerfen), egal ob Studium oder nicht. Das benutze ich auch als Einkaufszettel, Bücherbestellliste, usw.
    3. Eine große Korkwand (180x60) an die ich Ziele nach Priorität und Lebensbereichen ordne (verschiedene Farben von Tonpapier). Dazu gehört ein kleines "Board" mit Pinns, Schere, Stiften und verschiedenfarbigem Tonpapier.
    Zum Beispiel habe ich das Ziel "Deutschlands bester Redner werden", daraus leiteten sich Unterziele ab wie "Sprechen verbessern", aus diesem wiederum "Artikulation", "Atmung", "Emotionalisierung", usw. Aus diesen wiederum ergeben sich Dinge die ich üben bzw lernen muss, also ganz konkret, wie etwa "Text ins Mikro einsprechen und anhören". Diese sind wieder farblich markiert damit ich weiß wie häufig ich das machen will (z.B. täglich/wöchentlich/etc).
    Im Grunde nichts anderes als eine Art riesiges Organigramm dass mir immer zeigt was ich tun muss (will) und warum (mein Ziel).

    Darauf bin ich gekommen als ich wusste was ich für Ziele habe und auch wusste wie ich sie erreichen kann. Nur sass ich dann oft da und wollte an solchen Sachen arbeiten, mir fiel aber partout nicht ein was ich JETZT machen könnte und musste erstmal wieder ewig überlegen ... ihr wisst wie das ist, man denkt über etwas nach, ein anderer Gedanke kommt, dann noch einer ...
    Oder man sucht den Zettel den man sich geschrieben hat und findet ihn nicht oder fängt an was anderes zu machen. Oder manchmal weiß ich sogar was ich jetzt tun könnte, überlege dann aber ob das überhaupt sinnvoll ist und wo der Zusammenhang ist.

    Jetzt habe ich alles da, auf einen Blick, meine Zukunft ist überschaubar und organisiert. Mir spart das viel Zeit die ich direkt in eines der ablesbaren "übungen"investieren kann.

    Ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber das ist "mein" System, auf meine Bedürfnisse zurechtgeschnitten. Hat allerdings fast einen Monat gedauert und mich gut 100 Euro gekostet bis es vom Kopf an die Wand gewandert ist. Aber immerhin habe ich es gemacht, vorher hatte ich immer nur den Gedanken daran. An dieser Stelle, ein hoch auf Methylphenidat



    Nachtrag: Diese Ziele decken sich mit dem was ich machen will, also zumindest das auf der Korktafel. Ich bin also entsprechend motiviert. Bei dem Zeug was ich für die HS machen MUSS, aber keine Lust drauf habe, habe ich mir die Philosophie zu eigen gemacht: 4 gewinnt. Wie mein Zeugnis aussieht ist mir egal, ich hätte aber diesmal gerne eines
    Dann gibt es noch einen anderen "Trick": Ich verbinde das was ich machen muss mit dem was ich will. Z.B. muss ich als Prüfungsleistungen in einem Fach eine Präsentation machen. Das Fach ist stinklangweilig und interessiert mich nicht, obwohl die Inhalte für meinen späteren Beruf durchaus wissenswert sind. Nach dem Prinzip, ich mache es einfach, auch wenn ich keine Motivation habe, habe ich mich damit befasst. Dabei habe ich gemerkt dass manche Inhalte zum Teil interessant sind und mir ist gekommen: "Hey, Du willst in 5 Jahren Deutschlands bester Redner sein, das ist DIE Übung. Halte eine Präsentation die deine Mitstudenten begeistert und unterhält." Jetzt ist das Thema für mich eine Herausforderung und mein Interesse am Stoff hat sich rapide gesteigert.
    Nicht jeder will "Deutschlands bester Redner" werden (wird auch schwer, kann schließlich nur einen geben ), aber ich denke das zeigt auf inwiefern "innerliche" Strategien welche die eigene Einstellung betreffen, aus einem uninteressanten ein interessantes Thema machen können
    Geändert von Parabel (15.01.2015 um 07:26 Uhr)

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