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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 32

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    Ich bin keine Psyochologin aber immerhin Heilpraktikerin Psychotherapie mit zusätzlichem Studium in Wahrnehmungspsychologie. Zurzeit arbeite ich noch in der IT (benutzerfreundliche und barrierefreie Softwarelösungen) mit einem befristeten Vertrag. Will danach jedoch Richtung Coaching respektive Alternativmedizin und nutze die Zeit bis dahin noch mit entsprechender Weiterbildung. Nebenbei bemerkt ich bin Asperger-Autistin und bin sehr wohl der Meinung, dass gerade mein Handycap dafür sorgt, meine zukünftigen Klienten vertrauensvoll zu behandeln.

    Mein Therapeut ist dipl. Psychologe und hat AD(H)S mit leichten autistischen Zügen. Er war es der überhaupt erst erkannt hat, was mit mir los ist. Ich könnt ihn knutschen! Für mich der beste Thearpeut. Er versteht mich selbst dann, wenn ich verzweifelt versuche meine inneren Bilder in Worte zu fassen. Ich muss mich bei ihm nicht verbiegen.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    Hey,
    studiere auch Psychologie jetzt im 7. Semester Bachelor. Ich hatte auch immer wieder Probleme mit meinem Zeitmanagement und habe immer mal wieder Prüfungen geschoben...
    Aber mittlerweile habe ich mich ganz gut reingefuchst und bin relativ zufrieden und erfolgreich. Ich hatte im 5. Semester mein Pflichtpraktikum, was ich in der Psychosomatik der Charite gemacht habe. Ich hatte am Anfang nen ziemlichen Praxisschock muss ich sagen. Überall nur kranke Menschen usw., aber nach und nach gings und ich hab gelernt mich zu distanzieren. Hab auch Gruppen geleitet irgendwann. Am Anfang war es natürlich etwas strange, aber hab dann mehr und mehr an Selbstbewusstsein dazu gewonnen und dann lief es ziemlich gut. Die Routine kommt denke ich auch mit der Zeit, aber ob ich später wirklich in einer Klinik tätig sein will ist die frage. War mit der Arbeitsatmosphäre in der Klinik gar nicht zufrieden. Man hatte gar nicht die Zeit sich intensiv mit einem Patienten zu beschäftigen und es hatte mehr was von Massenabfertigung... Ich denke man muss lernen sich zu distanzieren und darf nie die professionelle Perspektive verlieren... Ich hab die Erfahrung gemacht, dass die Therapeuten mit Problemen die besten Therapeuten sind. Weil sie sich viel besser in die Patienten hineinversetzen können und dadurch wesentlich authentischer wirken.
    Jo ich gucke mal weiter Basketball.
    LG

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    Ich studiere psycho im 3.sem und habe nicht nur ads. Denke aber nicht, das es ein Problem darstellt. Arbeiten ist für mich generell anstrengender als für andere da werde ich es auch als therapeutin nicht leicht haben. Aber ich möchte es gern, das ist die Hauptsache. Ich arbeite auch schon seit vier Jahren mit Autisten und jetzt mit psychisch Kranken im betreuten wohnen. Das geht und macht Riesen spaß. Wie Adsler haben ja eh eine soziale Ader das passt dann :-)

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    hi,
    mal eine andere Frage... ich habe Soziologie und u.a. Psychologie studiert und bin in der Forschung tätig.
    Ich wollte langfristig in den Schuldienst. Vor ein paar MOnaten wurde bei mir das ADS endlich diagnostiziert (und Dyskalkulie) und ich dachte: Gott sei dank, endlich Hilfe... aber der Therapeut riet dringend von vor allem medikamentöser Therapie ab, WEIL wenn die Krankenkasse das mit dem ADS erfährt, das überalll stehen würde und man nicht nur stigmatisiert, sondern für zukünftige Arbeitgeber, z.b. eben Schulen,
    erledigt wäre.
    Was sagt ihr dazu?
    Das scheint ja bei Euch kein Problem zu sein...
    ich würde wirklich gerne MPH haben, da ich bei meinem Asperger-ADS-sohn sehe, was das ausmachen kann.
    lg
    kal, handy
    Geändert von superman ( 6.12.2014 um 11:32 Uhr)

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 119

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    Also erstmal vorab meine Meinung: Die Medis, wie du es ja schon selber erwähnst, geben einem eine unglaubliche Lebensqualität und ermöglichen (nicht ganz aber fast) ein Leben ähnlich wie ein Normalo. Mein Tipp: Beginne mit einer medikamentösen Therapie unabhängig davon was du denkst, du hast das Recht auf dieses Medikament genau so wie ein Diabetiker auf sein Insulin.

    Ich habe auch schon mal von der These gehört, dass man als Lehrer "frei" von psychischen Störungen sein muss. Ich selbst habe da leider noch nicht genau genug für recherchiert, kann dir aber aus Erfahrungen einiges sagen. Bei uns in der Klinik wo ich momentan bin haben wir zum Beispiel eine Gymnasiallehrerin die eine schwere chronische Depression hat und trotzdem weiterhin danach arbeiten darf. Ich glaube auch im Forum hier haben wir Leute die den Lehrerberuf ausüben und da gibt es bestimmt welche die das auch mit den Medikamenten machen.
    Ich kann es mir nicht vorstellen, dass irgendwer eine so tiefe Einsicht bei der Krankenkasse haben darf, dass er darüber in Kentniss gesetzt wird dass du ADS hast bzw. du deshalb einen Beruf nicht ausüben darfst, das würde gegen das Grundgesetzt stoßen.

    Zitat:
    "Artikel 2

    (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.
    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.
    Artikel 3

    (1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
    (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.
    (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden."









    Es gibt viele Psychologen die ADSler sind und so wird es auch Lehrer geben, das sollte kein Problem sein. Sollte tatsächlich da eine unstimmigkeit sein, würde ich vor das Gericht gehen und klagen, denn das würde gegen die Grundpfeiler unseres Grundgesetzes stoßen

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    ....danke für die Antwort.
    Mir reicht es nämlich ehrlich gesagt mit Schul- und Uniwechseln oder dem blöden Gefühl, ein bestimmtest Ziel am Schluss wegen zwei Bewertungspunkten etc.. nicht erreicht zu haben....
    Bis jetzt konnte ich das Ruder immer nohc rumreißen,
    aber ich würde mich echt gerne mal selbst ernähren können bzw. meiner Familie auch mal Geld zuführen (macht mein Ehepartner bis jetzt) ... und habe nun die Chance für ein (geldgebendes) Forschungsvorhaben... was echt ein Berg ist... und ich würde das WIRKLICH gerne erfolgreich ohne irgendwelche Steine im Weg durch ziehen.

    lg
    kal

  7. #17
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 119

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    Dann pack es an, es ist dein Leben

  8. #18
    Rettich

    Gast

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    Ich bin kein Psychologe. Das Thema erinnert mich so ein bisschen an: "Ich gehe, wenn mich keiner sieht, und es die Verkehrssituation meiner Meinung zulässt, auch mal über eine rote Ampel. Darf ich trotzdem Polizist werden"?

    Ich kann mir vorstellen, dass ein ADHS-Betroffener, der Psychologie studiert, die Therapie mit anderen Menschen schon eher an die eigenen Grenzen führen kann, falls da Komorbiditäten mit rein spielen aber ansonsten sehe ich da keine Gründe, den Berufswunsch oder die Arbeit in diesem Berufsfeld für sich selbst in Frage zu stellen.

    Jeder kennt, glaube ich, den Satz: "Ich studiere Psychologie, weil ich selber einen an der Klatsche habe". Und meiner Meinung nach dürfte das auch zutreffen - nur eben in dem Umfang, in dem es auch in allen anderen Studienrichtungen zutrifft, dort aber nicht thematisiert wird.

    Ob einem Psychologen oder Psychiater oder Arzt dieses nun zum Vorteil gereicht - ich denke, dass ist völlig individuell. Generell habe ich schon mehr Vertrauen zu Menschen, die ihre eigenen Schwächen haben und auch dazu stehen.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    .....da muß ich kurz widersprechen.
    es gibt genug studien, in denn psychologie-studenten persönlichkeitsinventare ausgefüllt haben und es gab KEINE nennenswerten abweichungen zu der kontrollgruppe.

    lg
    kal

  10. #20
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Gibt es hier noch mehr Psychologen? :)

    Hallo ihr,

    ich habe auch Psychologie studiert *mal in die Runde wink*, einen Master in klinisch/kognitiver Neuropsychologie gemacht um mich dann zum promovieren in einen sehr theoretischen Bereich zu verziehen. Ich ziehe meinen Hut vor den Schreiberlingen im Thread, die sich in der klinischen Psychologie wohlfühlen und sich dort eine Zukunft vorstellen können. Ich bin auch der Meinung, dass man als AD(H)Sler dort super Arbeit ablegen kann, soweit es denn einem liegt und es mit der eigenen ADS vereinbar ist. Ein Auschlusskriterium sollte es - wie für jeden anderen Beruf aus - nicht sein.

    Rettich schreibt:
    Ich kann mir vorstellen, dass ein ADHS-Betroffener, der Psychologie studiert, die Therapie mit anderen Menschen schon eher an die eigenen Grenzen führen kann, falls da Komorbiditäten mit rein spielen aber ansonsten sehe ich da keine Gründe, den Berufswunsch oder die Arbeit in diesem Berufsfeld für sich selbst in Frage zu stellen.

    Jeder kennt, glaube ich, den Satz: "Ich studiere Psychologie, weil ich selber einen an der Klatsche habe". Und meiner Meinung nach dürfte das auch zutreffen - nur eben in dem Umfang, in dem es auch in allen anderen Studienrichtungen zutrifft, dort aber nicht thematisiert wird.
    Rettich ich stimme dir halb, halb zu .

    Zur ersten Aussage: Stimmt wie oben gesagt definitiv! Bei mir wurde erst nach meiner Promotion ADHS diagnostiziert, meine gesamte Psychologie-Laufbahn habe ich 'unwissend' beschritten (Finde ich immer noch ein Paradebeispiel für die Informationsarmut über ADHS... ich bin letztens noch mal meine Studienunterlagen über ADHS durchgegangen, ein wahres Trauerspiel!). Die Arbeit in der Psychiatrie während meines Pflichtpraktikums hat mir ganz schnell gezeigt, dass die klinische Psychologie so gar nichts für mich ist. Nach außen hin habe ich immer gute Arbeit geleistet, die Patienten, sowie mein Betreuer und die Kollegen waren immer zufrieden mit mir und von allen Seiten sollte ich ja dort weitermachen. Innerlich bin ich mit jedem weiteren Tag nur noch wahnsinniger geworden. Durch meine eigene innere Unruhe und meine damalige nicht vorhandene Geduld war die Arbeit mit manchen Patienten der blanke Horror. Diese schrecklichen Gespräche und Testungen... Menschen die nicht zum Punkt kommen... Schreckliiiiiich! Meine eigene Grenze war ziemlich schnell abgesteckt.

    Ich weiß nicht was aus mir geworden wäre wenn ich zu dem Zeitpunkt schon von meiner ADHS gewusst hätte und MPH genommen hätte. Letzteres hat bei mir im Bezug auf andere Menschen seeehr viel bewirkt. Diese Gelassenheit... ein Traum!

    Ich glaube allerdings nicht, dass der Satz mit der Klatsche so zu trifft, zumindest nicht auf die, die nachher wirklich einen Abschluss schaffen und was damit machen. In meinem Jahrgang waren sicher einige, die es studiert haben, weil sie nicht so ganz alle Tassen im Schrank hatten. Die 'Selbstheiler' unter denen waren ziemlich schnell verschwunden. Zurück blieben eher Leute, die vielleicht um einiges sensibler sind für andere und für sich selbst. Ich glaube ich habe damals Psychologie studiert, weil ich u.a. durch ADHS so breit interessiert bin und Psychologie ein wunderbar tolles breites Feld ist. Da musste ich nicht gleich eine starre Entscheidung treffen, sondern konnte Management, Neurobiologie, Statistik, Computer-Modelle, Psychotherapeutische Ansätze, Sprachwissenschaften und Soziologie gleichzeitig abdecken .

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