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Diskutiere im Thema Eingeschränkte Möglichkeiten bei der Berufswahl durch ADHS ?? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Eingeschränkte Möglichkeiten bei der Berufswahl durch ADHS ??

    Ich glaube die Entscheidung zur EM-Rente ist auch immer eine aktive Entscheidung von einem selbst. Und die sollte man nicht treffen, weil man sich von der Gesellschaft intolerant behandelt fühlt, sondern weil man selbst nicht (mehr) kann. Ich bin mir (fast) sicher, Fliegerlein hat diesen Einschnitt (wie auch ich) auch aktiv gemacht. Zum Selbsterhalt...... nicht aus mangelndem Glauben an das Selbst. Etliche gescheiterte, verschlimmernde Versuche gingen mit Sicherheit auch bei ihm voraus.



    Eine (fast) endgültige Entscheidung zum Ausstieg aus dem Arbeitsleben ist ein Einschnitt, der mit argen finanziellen und oft auch sozialen Eingeständnissen, (auch für die Altersrente) zu tun hat, und der (meist) in wirklich unüberwindbaren Anforderungen begründet ist.



    Chubasco solange du Potenzial und Kraft hast, lohnt sich jegliches Kämpfen und wieder Aufstehen. Nutze es und halte dich an deinen Leitspruch. Finde ich toll!

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Eingeschränkte Möglichkeiten bei der Berufswahl durch ADHS ??

    creatrice schreibt:
    Ich glaube die Entscheidung zur EM-Rente ist auch immer eine aktive Entscheidung von einem selbst. Und die sollte man nicht treffen, weil man sich von der Gesellschaft intolerant behandelt fühlt, sondern weil man selbst nicht (mehr) kann. Ich bin mir (fast) sicher, Fliegerlein hat diesen Einschnitt (wie auch ich) auch aktiv gemacht.
    Ich muss zugeben ... eigentlich eher nicht.

    Ich habe mich lange vehement dagegen gewehrt und anfangs war das auch unberechtigt.
    Jetzt, nach alldem was zusätzlich passiert ist, habe ich den Status akzeptiert.

    Eine EM-Rente bekomme ich übrigens nicht ... unserem "Sozialsystem" ist es egal, ob ein Versicherter schon ein Vierteljahrhundert gearbeitet hat, wenn die Versicherer einen Schlupfwinkel zur Kostenabwehr auch nur riechen können, dann nutzen sie ihn auch gnadenlos aus, egal wie es dem Menschen dabei geht und was sie möglicherweise damit anrichten.
    Da lassen die es eiskalt auch auf eine Klage ankommen.
    Das ist bei mir aktuell noch der Fall ...


    Aber ungeachtet dessen, kann ich erkennen, dass ich in diesem Zustand schlicht den beruflichen Belastungen nicht stand halten kann ... teilweise ja nicht mal mehr den privaten.


    ---------------


    Chubasco schreibt:
    Liebes Fliegerlein

    Danke für deine offene und ehrliche Antwort.
    Ich kenne vieles was du beschreibst...

    Es ist schwierig auf zu stehen und weiter zu machen.
    Der Glaube an sich und seine Fähigkeiten nicht zu verlieren.
    Sich als wichtiger Bestandteil der Gesellschaft zu sehen.

    Durch die Intoleranz unseren heutigen Gesellschaft wird dies leider nicht unbedingt gefördert. Obwohl unsere Krankheit mehr an gesellschaftlicher Akzeptanz gewinnt, ändert sich trotzdem wenig bei unseren Mitmenschen. Es wird auch von uns erwartet, dass wir funktionieren, uns einordnen, die gleiche Leistung erbringen, und so sind wie die "Anderen".

    Das macht es uns leider auch nicht einfacher...

    Ich versuche an der Aussage in meiner Signatur fest zu halten und daran zu glauben, dass ich es schaffen kann.

    Trotz deiner Schwierigkeiten glaube ich auch, dass du noch viel erreichen kannst.

    Wir können noch über uns hinauswachsen... davon bin ich überzeugt.
    Danke .

    Ich habe Deine Vorstellung gelesen und gestehe, davon sehr bewegt und auch beeindruckt zu sein.
    Das nur nebenbei bemerkt.

    Ach ja ... mit Dissoziationen bin ich leider auch vertraut ...

    Aber was Du schon erlebt und erreicht und geschafft hast, beweist auch, dass man es totzdem schaffen kann und das ist auch ein besonderes Vorbild.

    Sorry, dass das etwas off topic ist, aber das wollte ich nur mal kurz anerkennend anmerken

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 385

    AW: Eingeschränkte Möglichkeiten bei der Berufswahl durch ADHS ??

    creatrice schreibt:
    Eine (fast) endgültige Entscheidung zum Ausstieg aus dem Arbeitsleben ist ein Einschnitt, der mit argen finanziellen und oft auch sozialen Eingeständnissen, (auch für die Altersrente) zu tun hat, und der (meist) in wirklich unüberwindbaren Anforderungen begründet ist.
    Dies ist ganz klar.
    Wenn sich jemand zu diesem Schritt entscheidet, dann zeugt dies für mich auch von ganz viel Mut und Kraft.
    Ich glaube, niemand möchte dies freiwillig tun und gerade deswegen gilt diesen Leuten eine spezielle Bewunderung.

    Chubasco solange du Potenzial und Kraft hast, lohnt sich jegliches Kämpfen und wieder Aufstehen. Nutze es und halte dich an deinen Leitspruch. Finde ich toll!
    Das Potential möge sicherlich momentan noch vorhanden sein. Die Kraft zu kämpfen schwindet momentan... Und trotzdem Aufgeben kommt nicht in Frage!

    Fliegerlein schreibt:

    Aber ungeachtet dessen, kann ich erkennen, dass ich in diesem Zustand schlicht den beruflichen Belastungen nicht stand halten kann ... teilweise ja nicht mal mehr den privaten.
    Jeder Mensch hat meiner Ansicht nach ein schönes und erfülltes Leben zu gute. Ob man dies alleine durch den beruflichen Erfolg erreichen kann, da frage ich mich!
    Deswegen finde ich dich deinen Schritt Mutig und Stark. Ich wünsche mir sehr für dich, dass du bald trotz allem die schönen Seiten des Lebens wieder sehen kannst und dich deiner Erfolgen freuen kannst.

    Ich ziehe den Hut vor dir.

    Auch wenn dir mein nachfolgender Text warscheinlich nicht viel bringt, schreibe ich es trotzdem!

    Mein Papa hat auch Adhs und ist Asperger...(das Asperger blieb leider sehr lange unerkannt bei ihm) und hat nach vielen Jahren der Misère mit 56 Jahren dann endlich eine Stelle gefunden, bei der er sich einigermassen wohl fühlt. Jetzt ist er 62 Jahre und wird bis zu seiner Pensionierung dort arbeiten. Er ist ist Elektroingenieur. Von der Fliegerei übrigens auch so begeistert wie du. Er ist in seinen jungen Jahren Segelflugzeuge und kleine Motorflieger geflogen...
    Danke .

    Ich habe Deine Vorstellung gelesen und gestehe, davon sehr bewegt und auch beeindruckt zu sein.
    Das nur nebenbei bemerkt.

    Ach ja ... mit Dissoziationen bin ich leider auch vertraut ...

    Aber was Du schon erlebt und erreicht und geschafft hast, beweist auch, dass man es totzdem schaffen kann und das ist auch ein besonderes Vorbild.

    Sorry, dass das etwas off topic ist, aber das wollte ich nur mal kurz anerkennend anmerken
    Danke
    Naja, ich habe viel geschafft und bin stolz darüber.
    Und trotzdem, dann sehe ich Kolleginnen (keine Adsler), die mit mir auf der gleichen Therapie - Station in der Klinik waren und sehe, was die alles bisher erreicht haben und dann werde ich wütend... wütend darauf, dass Ads keine rein psychische Erkrankung ist sond. durch den Stoffwechsel beeinflusst wird und dass man da leider nicht viel daran rütteln kann...
    Momentan mache ich ein Praktikum im Sozialen. Dieses werde ich im Januar leider frühzeitig beenden, da ich oft sehr impulsiv handle und Situationen nicht richtig einschätzen kann..
    Es ist nicht das erste Mal, dass ich gnadenlos in der Berufswelt versagte! Da ist eine abgebrochene erst Ausbildung und ein Job der mir warscheinlich aufgrund des Ads gekündigt worden ist.
    Aber ich darf nicht jammern, im Gegensatz zu dir, meinem Papa und vielen anderen ist das ein Nichts...

    Ganz liebe Grüsse, viel Kraft und Energie
    Chubasco

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