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Diskutiere im Thema Studium ohne Medikamente im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    Studium ohne Medikamente

    Hey Leute,

    mich würde es mal interessieren, wie viele hier ein Studium abgeschlossen haben und während dem Studium keine Medikamente nahmen.
    Was hattet ihr für Noten? Wart ihr gut oder eher schlecht?

    Ich kann über mich sagen, dass ich nun im 6. Semester bin und noch nie Medikamene genommen habe. Ich habe sogar den schwersten Teil des Studiums geschafft. Allerdings mit mäßigen Noten und werde definitiv (ohne Medikamente) noch 3-5 Semester brauchen.
    Bin wirklich schwer am Überlegen, ob ich Medikamente nehmen sollte oder nicht. Denn mit Medikamenten wäre ich nächstes Jahr, aslo in zwei Semestern schon fertig.

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 212

    AW: Studium ohne Medikamente

    Hmmm, also ich hab jetzt noch kein Studium abgeschlossen, aber denk ich kann mal meinen Senf dazugeben xD,
    Ich bin jetzt shcon im 13. Semester :-/ und Notenmässig bin quer gesträut^^, also eigentlich mittelmässig (sorry, für den Zwanger der Rechtfertigung) Meist weil bei den Prüfungen nur einzelne Abtastpunkte von einem mit ihrer Version vergleichen.

    Naja egal Ich denk es kommt ganz drauf an, ob du so glücklich bist, oder nicht. Ich bin so eigentlich glücklich, das einzige, ist dieser Irrsinn mit den potentiellen Ansichten von anderen, wie schlecht man sei, solange für ein Studium zu brauchen. Aber ich studiere ja nicht um eine Ausbildung hinter mich zu bringen, sondern weil ich viel verstehen wollte von der Welt. Speziell natürlich auch Sachen, die meinen persönlichen Aktionsradius erweitern. Für meine Pläne ;-) Ich seh's mal so, darum werd ich mal demnächst nicht für den Schritt über die Diagnose zur Medikation entscheiden. Und lerne halt mitunter Chemie statt, Elektrotechnik xD oder auch manchmal garnichts und bin nur verwirrt^^ usw.

    Aber wenn dich der Zustand direkt stört, dich fertig macht, fast daran ran kommst die Dinge gar nicht mehr zu packen, dann wäre eine Medikation vielleicht schon hilfreicht.

    Ahja was sicher auch noch mitspielt dein soziales Umfeld, leidet das darunter im moment?
    Je nach Medikation, könnte die sich auf Laune und Gereiztheit und damit auf das soziale Umfeld auswirken.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Studium ohne Medikamente

    Ich studiere nun auch schon 4jahre und hänge seit eineinhalb Jahren an den selben Modulen. Ich muss dazu sagen, ich studiere berufsbegleitend und war am Anfang mit Feuereifer dabei. Notentechnisch immer zwischen 3 und 4... Ich erhoffe mir schon eine Verbesserung nach der Diagnose in Form von Therapie (medikamentös oder durch Sitzungen) ich denke aber nicht, dass Medikamente ein Allheilmittel sind. Ich kann es zwar nicht wirklich beurteilen, aber ich denke mit Medikamenten könnte man sich auch "einbilden" besser zu lernen.

    Wie geht's euch da? Habt ihr Strategien? Ich ändere beispielsweise regelmäßig meine Lernmethoden... Ist aber eben sehhhhhhr langsam.

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Studium ohne Medikamente

    Hallo Savas,

    ich habe meine Diagnose erst nach meinem Studium bekommen, bzw. hab mich in den letzten Zügen meines Studiums selber als ADHSler erkannt. Letztes Jahr habe ich erfolgreich meine Promotion eingereicht.

    Über alle Studienabschnitte hinweg hatte ich auch seeehr gemischte Noten, von mittelmäßig bis sehr gut. Es kam immer darauf an wie sehr mich ein Thema interessiert hat, wie oft ich in der Vorlesung war und dann in der Vorlesung nicht mit meinen Kommilitonen gequatscht habe (Ich kann mir gehörtes/gesehenes sehr gut merken, das hilft wenn man dann nicht in der Lage ist noch aus dem Buch zu lernen) und wie viele Stunden ich sonst zur not noch zum Lernen hatte vor der Klausur. Wie schon in der Schule habe ich kaum 'lernen' müssen, bzw. ich war nicht in der Lage zu lernen und hab doch ganz gute Noten bekommen am Ende. Und sogar alles in Regelstudienzeit.

    Während der Promotion war das schon alles ein tick schwieriger. Zwar hatte meine Arbeit auch einen hohen praktischen Anteil, aber trotzdem muss man vor und nach den Versuchen auch viel Theoriearbeit leisten, viel lesen etc. und das ohne das jemand einen Plan für einen hat (wie im Bachelor/Master Studium). Das gepaart mit einem seeehr zerstreuten und dennoch erbsenzählerischen Doktorvater hat mich streckenweise in die Depression verbannt, und eben dann auch dazu geführt, dass ich einsehen musste, dass bei mir etwas einfach nicht stimmt. Ich habe es trotzdem mit toller Unterstützung von denen um mich herum geschafft die Arbeit erfolgreich und auch nur ein halbes Jahr später als geplant (und bin damit als Promotion schon fast überdurchschnittlich schnell fertig gewesen). Ich hatte riesige Zweifel, dass sie schlecht bewertet wird, denn am Ende hab ich mich nur noch gehen lassen weil ich nicht mehr viel Kraft hatte. Aber: Die Bewertungen waren sehr positiv, ich musste nicht einmal Veränderungen vornehmen.

    Jetzt nehme ich Medikamente und manchmal denke ich schon darüber nach wie es gewesen wäre, wenn ich diese damals gehabt hätte. Einfacher auf jeden Fall... . Auf der anderen Seite bin ich so einfach stolz auf mich es auch ohne geschafft zu haben. Das gibt mir auch Hoffnung für das was noch kommen mag.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Studium ohne Medikamente

    Leider, leider musste ich mein Studium ohne Medikamente bestreiten (ist ja nun auch schon eine Zeit lang her...), ich habe von Vorlesungen so gut wie gar nichts mitbekommen (und mich immer gewundert, dass meine Mitstudis wirklich einen großen Teil der Informationen der Vorlesung behalten hatten..). Meine schriftlichen Prüfungsnoten waren nicht gut, ich habe mehrere Prüfungen wiederholen müssen, weil ich riesige Konzentrationsschwierigkeiten beim Lernen hatte - obwohl ich wirklich teilweise mehr Zeit für Lernen verwendet habe als alle anderen. In mündlichen Prüfungen war ich dagegen immer sehr gut, weil diese viel kürzer waren und ich so die Konzentration auch während der Prüfung aufrecht erhalten konnte und weil ich immer schon verbal sehr überzeugend war... Ich dachte meine ganze Studiumszeit über, dass ich einfach viel dümmer als meine Mitstudis sei...was nicht unbedingt förderlich für Selbstwertgefühle jeder Art ist. Erst 15 Jahre später habe ich dann durch die ADHS-Diagnose verstanden, warum ich solche Schwierigkeiten im Studium hatte. Wenn ich ganz persönlich die Möglichkeit gehabt hätte, mir all die für mich leider zusätzlich nötige Kraft, Nerven, Selbstzweifel etc. ersparen zu können, wäre ich heilfroh gewesen. Natürlich habe ich auch 3 Semester länger gebraucht als der Rest der Leute, mit denen ich mal im ersten Semester begonnen hatte...Seit ich Medikamente nehme, habe ich einfach das Gefühl, mein (vor allem berufliches) Leben ist nicht mehr so unendlich anstrengend und kraftraubend wie das im Studium war.. Andererseits kann ich das Gefühl sehr gut verstehen, dass man diese riesige Herausforderung tatsächlich trotz ADHS "alleine" ohne medikamentöse Hilfe geschafft hat. Ich bin auch immer noch stolz darauf...Wie bei so vielen Dingen in unserem "anderen" Leben hat auch dieses Thema wieder zwei Seiten...

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Studium ohne Medikamente

    amygdala

    Das mit den Vorlesungen kann ich so unterschreiben. In meinem Studiengang werden wöchentliche Tutorials in München angeboten (knapp eine Stunde einfache Fahrt für mich). So weit so gut. Am Anfang bin ich da immer hingefahren, habe mich den ganzen Samstag bis 16 Uhr durchgequält, um am Ende vor der Frage zu stehen, was habe ich eigentlich behalten? Nicht selten kam es vor, dass ich dachte, ich habe ein BWL-Seminar, musste dann aber feststellen, dass Informatik an der Reihe war...

    Irgendwann kam der Punkt, an dem ich während der Fahrt nach München so frustriert wurde, dass ich, in München angekommen umgedreht bin und nach Hause gefahren (warum? Keine Ahnung!).

    Da diese Veranstaltungen zum Glück keine Pflicht sind, habe ich für mich entschlossen, sie zu meiden und mein Lerntempo beizubehalten. YouTube und Wikipedia sei Dank.

    Aber ich hoffe, dass eine etwaige Therapie hier Abhilfe schaffen kann.

    Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 41

    AW: Studium ohne Medikamente

    Hallo,

    das Studium war extrem belastend für mich, auch weil ich alleinerziehend war und so sehr wenig Unterstützung hatte. Dazu ein Kind was auch noch mit allem beschert war: Neurodermitis, Asthma, später ADHS.
    Ich habe sehr lange Antiderpressivum genommen, Valdoxan (schlaffördernd).

    Um es abzukürzen: Durch mehr Nebenwirkung anstatt Wirkung neben ich z. Zt. weder
    - Antidepressivum
    -Medikinet Adult

    Da belastende Faktoren wie "sich stets auf einer Stelle beweisen", enorme Verantwortung für die Familie und weniger sind, bin ich auf ein Leben ohne Medikamente gespannt!!
    Ohne Medikamente mein tägliches Soll zu erfüllen, macht mich sehr stolz und glücklich. Bin gespannt, ob es diesmal klappt.

    Mein Fazit ist mit fast 38 Jahren: Gesellschaftlicher Druck und familiäre ungünstige Faktoren begünstigen unser Kranksein. Ich glaube, die meisten von uns sind gesund und könnten unter anderen Bedingungen sehr wohl ohne Medikamenete leben.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 173

    AW: Studium ohne Medikamente

    Also ich kann nur sagen, dass ich mein 1.Studium ohne Medis in den Sand gesetzt hab, sowie 2 Ausbildungen trotz überdurchschnittlicher Intelligenz.
    Nun hab ich Medis, da ich seit einem Jahr wieder studiere und nix hinkriege. Also Medis hab ich erst seit diesem Semester! Weil ich hab Diagnose im Juni gemacht, da ich halt nix hingekriegt hab in der Uni und mir dachte, es kann doch nicht sein! Ich dachte, ich bin total leistungsunfähig und kann niemals einen Berufsabschluss erlangen. Den einzigen Abschluss den ich hab, ist Versicherungsfachfrau, weil man den in 3 Monaten machen konnte. Das ging. Alles längerfristige schaffte ich nicht/nie.

    Unterschied:
    Ich bekomme in Vorlesungen was mit ! Ich schaffe sogar 3-4 Veransaltungen hintereinander und kann dann immer noch etwas lernen. Hätte ich frühe nie nie geschafft. DA war ich nach ein oder zwei Veranstaltungen schon voll fertig für den Tag.

    Also weniger Müdigkeit, mehr Konzentration, mehr Kontakte, mehr Spaß am Studium.... ich könnte es mir ohne Medikemante nicht (mehr) vorstellen.
    FÜr mich ist es ein enormer Unterschied. Ich habe jetzt das Gefühl, ich kann auch endlich mein Potential nutzen und vorher konnte ich es nicht. Meine Noten waren nicht so schlecht 1,7 und 2,0, aber ich hab in einem Jahr nur eine Klausur und ein Seminar geschsafft. Während eigentlich insgesamer mt 5 Klausuren und 2 Seminare geplant sind..... also... soviel dazu.... ich würde halt länger brauchen und ich finde, ich könnte noch bessere Noten erreichen. Zumindest immer 1,7.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.091

    AW: Studium ohne Medikamente

    Hallo

    ich habe mein Studium ohne Medikamente abgeschlossen, ich hatte damals auch noch keine Diagnose. Ich habe es in der Regelstudienzeit abgeschlossen und hatte eine 1.5 als Gesamtnote

    Ich hatte aber auch das große Glück, dass ich damals noch ein sehr selbstbestimmtes Studium machen konnte und ich ganz eng mit jemanden zusammen mein Studium durchgeführt habe. Das war wie ein Dauercoating über die gesamte Studienzeit.

    Ich kenne noch mehr Leute, die ihr Studium ohne Mph in kurzer Zeit abgeschlossen haben. Das waren/sind aber alles Leute, extrem den Fokus halten können, da sie eigentlich an allem interessiert sind, selbst an der langsweiligsten Statistikübung.

    bis dann Elwirrwarr

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 281

    AW: Studium ohne Medikamente

    Hey du!
    Ich studiere auch ohne Medis und ich bemerke meine Defizite vor allem, wenn es darum geht längere wissenschaftliche arbeiten zu schreiben - z.B. Referate oder Hausarbeiten. Einen Plan zu erstellen funktioniert sehr gut, aber sobald es darum geht, diesen auch umzusetzen, bekomme ich gar nichts mehr hin ich schiebe die Sachen dann so lange auf, bis ich es eigentlich gar nicht mehr schaffen kann, oder trödel einfach rum oder lenke mich ständig ab... Sonst läuft es echt gut! Wir haben viele mündliche Prüfungen und die habe ich ziemlich gut bestanden, ansonsten gibt es eine neue Prüfungsform, das Portfolio, in dem wir zu jedem Fach eines Moduls Essays schreiben sollen und diese dann durch Zwischentexte verknüpfen. Das ist echt prima! Nur leider wurde das ganze geändert und jetzt kommt auf jedes Portfolio noch eine Hausarbeit dazu... Ob ich damit klar komme, weiß ich noch nicht...

    Unterschied: Ich bekomme in Vorlesungen was mit ! Ich schaffe sogar 3-4 Veransaltungen hintereinander und kann dann immer noch etwas lernen. Hätte ich frühe nie nie geschafft. DA war ich nach ein oder zwei Veranstaltungen schon voll fertig für den Tag.Also weniger Müdigkeit, mehr Konzentration, mehr Kontakte, mehr Spaß am Studium...
    Das klingt echt gut... ich frag mich nur auch, was für Möglichkeiten es ohne Medis geben könnte... Weil irgendwie machen die mir auch Angst^^

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