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Diskutiere im Thema Ich würde am liebsten heute noch kündigen... im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    Unglücklich Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    Hallo zusammen
    Ich bin gerade total am Anschlag in meinem Leben. Sowohl privat (Trennung) wie auch beruflich bin ich sehr belastet. Da ich jetzt gerade, wo ich schreibe, noch sehr emotional bin und Herzklopfen habe, kann es sein, dass meine Sätze wirr und nicht wirklich durchdacht scheinen. Aber das kennen wir ja...

    Das Gröbste zur Info:
    Ich habe grosse Mühe mit meiner Chefin, vor allem wie sie mir begegnet...ihr Umgang, ihre Wortwahl. Sie kontrolliert mich sehr oft, auch wenn sie das abstreitet. Einige Vorgängerinnen von mir und auch andere Mitarbeitende haben sich bei mir schon über die Chefin ausgelassen und hauptsächlich wegen ihr gekündigt. Es kann also nicht (nur) an mir und meiner Verpeiltheit liegen, dass wir nicht warm werden.

    Ich hänge euch das Mail an, das ich vorhin meiner Therapeutin geschickt habe, dass ich nicht alles wiederholen muss. Was ich ihr noch vergass zu schreiben, ist dass ich innert 2,5 Wochen 3,5 Kilo abgenommen habe und keinen Bissen runterbringe, auch wenn ich Hunger habe.

    Meine Frage an euch sind eigentlich die Gleichen, wie an meine Therapeutin. Vielleicht habt ihr noch Einfälle/Inputs dazu, wart vielleicht selber auch schon in der Situation. Vielen Dank für eure Gedanken/Hilfe!

    Diandra
    ----------------------------------------------------
    Liebe Therapeutin

    Ich hatte vorhin gerade wiedermal ein "nettes" Gespräch mit meiner Chefin.


    Sie kritisierte mein Vorgehen bezüglich eines Falles bzw. dass ich kein geplantes Vorgehen habe. Es ist ein Fall, in den sie zufällig auch involviert ist (weil sie sich eingemischt hat) und jetzt natürlich genau kontrollieren will, was ich tue etc.
    Sie wollte dann von mir wissen, was mein geplantes Vorgehen ist. Ich hatte sofort Panik innerlich und fühlte mich extrem bedrängt.

    Sie sagte mir dann, dass sie das Gefühl habe, ich könne überhaupt nicht planen, hätte keinen Blick für die Zukunft, denke nicht Langfristig und vorausschauend. Ich sagte nichts, da ich mich nicht rechtfertigen wollte und ich wollte auch nicht ins "Kind-Ich" rutschen, was eine meiner grössten Schwächen ist. Wenigstens das zu verhindern (zumindest äusserlich) ist mir besser als auch schon gelungen...

    Im Nachhinein habe ich mir nochmals überlegt, was sie alles gesagt hat und kam zum rationalen Schluss, dass sie recht hat. Auch wenn es weh tut, das einzugestehen, sie hat völlig Recht. Im beruflichen Kontext kann ich nicht gut planen und Pläne einhalten/kontrollieren. Ich könnte es schon, aber ich bräuchte viel mehr Zeit und nicht 1000 Dinge die parallel laufen. Das ist so chaotisch und schwierig für mich, trotz Ritalin kriege ich das nicht auf die Reihe. Es überfordert mich.
    Privat gelingt mir Planen/Organisieren sehr gut. Da habe ich aber auch Zeit und am Ende eine gewisse Anerkennung. Zudem mache ich es privat sehr gerne.

    Mein Fazit ist, dass ich gerade den dringenden Impuls verspüre zu kündigen. Und zwar heute oder morgen (letzte Möglichkeit diesen Monat). Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr kann. Ich bin schwach und verletzlich, auch wegen meiner privaten Situation. Ich glaube ich schaffe es nicht, mich da noch 3 Monate durchzubeissen, um am Ende ein mieses Zeugnis zu erhalten. Dann kündige ich lieber jetzt und bin ab dem 19. Dezember arbeitslos. Ich merke einfach, wie ich sehr leide und keine Kraft mehr habe mit dem ganzen Druck, der auf mir lastet. In irgendeinem Lebensbereich muss ich mich entlasten. Geld ist nicht das Problem, ich kann notfalls bei meinen Eltern oder Bruder leihen. Einen neuen Job finde ich sicher auch schnell wieder, da bin ich zuversichtlich.

    Was meinen Sie dazu? Ist das alles zu impulsiv? Zu voreilig? Mache ich mir mit der Kündigung nur noch mehr Probleme als ich schon habe? ich wäre froh um Ihre Einschätzung!

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    Nicht kündigen!!!

    Der Schritt, die Situation mit der Therapeutin zu besprechen, ist sicher sinnvoll. Aber ich würde nicht vorschnell kündigen, auch wenn ich den Impuls zu gut verstehen kann.

    Macht deine Chefin konkrete Verbesserungsvorschläge?
    Wenn nicht, wäre eine Möglichkeit ja, auf sie zuzugehen. Ihr zu sagen, dass du über den Fall nachgedacht hast und ähnliche Fälle künftig besser meistern willst. Du könntest sie bitten, dir konkrete Vorschläge zu machen, an welchem Punkt du hättest anders vorgehen können.

    Ich glaube, dass jeder Vorgesetzte kontrolliert. Ich finde es auch notwendig. Die Frage ist nur, wie man das tut. Das kann man auch auf eine nette Art machen.

    So wie das bei dir läuft, blockiert es dich und führt zu Fehlern und Unmut auf beiden Seiten fürchte ich.

    Eine Möglichkeit wäre sonst auch, dass ihr bei den nächsten Projekten bewusst Termine zur Zwischenbesprechung ausmacht. Dann könnt ihr gemeinsam die Schritte planen und deine Chefin kann nicht hinterher an allem Rumnörgeln.

    Die Aufgabe eines Chefs ist in meinen Augen nämlich auch, seine Mitarbeiter anzuleiten.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    Hallo Diandra,

    das kann ich gut verstehen, mir geht es genauso. Deswegen suche ich händeringend etwas Neues.
    Selber zu kündigen, wirft leider immer negative Fragen auf. Besser ist es wenn möglich, aus einem bestehenden Arbeitsverhältnis zu wechseln.
    Wenn du akut Raum brauchst zum durchatmen: Wie wäre es denn mit 3 Tage krankmelden, um den Kopf freizukriegen?

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    Ohne erst einmal gross darauf einzugehen, wie es dir geht, einige Fragen zum besseren Verständnis.

    Du schreibst, dass deine Chefin nicht ganz unrecht hat. Meinst du nicht, dass sich das dann in einem neuen Job fortsetzt? Oder denkst du über einen Job anderer Art nach, wo dieses Problem nicht oder nicht so gravierend auftritt? Hast du ggf. die Möglichkeit an diesem Problem - ggf. per Coaching - zu arbeiten?

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 130

    AW: Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    Hallo Diandra,

    ich kann dich so gut verstehen. Ich selbst war auch schon in so einer Situation. Darf man fragen was du beruflich machst? (Büro? Verwaltung?)..

    Ich selbst bin gelernter Bankkaufmann und fand mich irgendwann auch in einer Tretmühle, in der ich absolut keine Leistung mehr bringen konnte/wollte, weil ich permanent für meine Leistungen kritisiert wurde und dann immer strenger dafür kontrolliert wurde... Durchhalteparolen bekam ich von allen (Freunden/Familie) zu hören, bis mich ein BurnOut dann geerdet hat.

    Damals habe ich noch nicht mal im Entferntesten daran gedacht, dass ich ADHS haben könnte. Die "Erleuchtung" kam erst vor zwei Monaten.

    Die Kernfrage die ich mir in deiner Situation immer gestellt habe war folgende: "Will ich das bis zu meiner Rente wirklich machen?"

    Ich will dir auf keinen Fall dazu raten, deinen Job voreilig zu kündigen, aber vielleicht gibt es ja Dinge, die mehr deinen Talenten entsprechen. Ich habe damals den Weg in ein "neues" Berufsleben angetreten und kann sagen es hat sich ausgezahlt.

    Leider kann ich dir aber nicht sagen, "mach das oder das, dann wirds wieder". Aber ich kann sehr gut nachempfinden wie es dir geht und ich hoffe du findest einen Ansatz, das Problem zu lösen.

    Man sollte arbeiten zum leben und nicht leben um zu arbeiten.

    VG

    BurtWard

    Nachtrag:

    Und kündige keinesfalls überstürzt, nur weil Stichtag ist. Das hab ich auch schonmal gemacht... keine gute Idee. Der Stichtag kommt wieder. Schneller als man glaubt. Aber ich denke du solltest dir in RUHE darüber im klaren werden, was du von deinem Beruf erwartest.
    Geändert von Butterblume (30.10.2014 um 21:11 Uhr) Grund: rote Farbe ist betreiber vorbehalten! Und zum moderieren benutzt wird

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    ChaosQueeny schreibt:
    Ohne erst einmal gross darauf einzugehen, wie es dir geht, einige Fragen zum besseren Verständnis.

    Du schreibst, dass deine Chefin nicht ganz unrecht hat. Meinst du nicht, dass sich das dann in einem neuen Job fortsetzt? Oder denkst du über einen Job anderer Art nach, wo dieses Problem nicht oder nicht so gravierend auftritt? Hast du ggf. die Möglichkeit an diesem Problem - ggf. per Coaching - zu arbeiten?
    Doch, ich denke, dass sich das in einem neuen Job fortsetzen würde. Aber ja, es kommt auf den Job drauf an. Ich brauche so wie es aussieht einen Job, an dem ich nicht gross vorausplanen/vorausdenken sondern hauptsächlich situativ und spontan intervenieren kann (Krisenintervention kommt mir da spontan in den Sinn, ich bin gut, im anbahnende Probleme entschärfen oder bereits eskalierte Situationen entschärfen).

    Ich könnte wohl zu einem gewissen Grad schon an dem Problem arbeiten, aber ich fühle mich gar nicht wohl, wenn ich Zeug Planen, Umsetzen, Überprüfen muss. Das ist mir alles viel zu schwerfällig, langatmig und überfordert mich. Ja, ich MÖCHTE es auch gar nicht. Mir ist klar, dass Planen zu einem gewissen Grad dazugehört. Doch ich möchte keinen Job, wo das so dermassen wichtig ist.
    Am Anfang bin ich zwar immer ganz euphorisch und denke, cool, neuer "Fall" (ich bin Sozialarbeiterin), bin dann voller Tatendrang. Es fällt mir dann aber nach den ersten zwei drei Gesprächen schon schwer, dran zu bleiben, den Überblick zu behalten über die vielen Fälle, mir selber Struktur zu geben. Ich hatte mir den Job zu meiner Verteidigung aber auch anders vorgestellt und dachte eben, ich wäre dann hauptsächlich eine Art Feuerwehr, die bei Krisen schlichtet, dass es sehr spannend und abwechslungsreich, dauernd neue Situationen geben würde. Dass es so viel Planerei und Vorausschauen braucht, dazu noch so viel Bürokram (Akten führen, Gesprächsnotizen, Handlungspläne, Evaluationen etc...) kommt, damit habe ich nicht gerechnet. Ehrlichgesagt wäre das Ganze aber halb so schlimm für mich, wenn die Chefin nicht wäre. Mit allen anderen Personen an der Schule komme ich sehr gut klar, also auch mit der Schulleitung, von Lehrpersonen und Eltern erhalte ich auch immer wieder gute Feedbacks, dass ich mich so toll einsetze und sie sehr unterstütze, nicht zu vergessen von den Kindern. Ihre Art zu sprechen ist sehr schroff, sie stellt Fragen, wo sie einem sofort etwas unterstellt, so à la "Du hast also nichts mehr unternommen bei diesem Fall....?". Sie mischt sich in Fälle ein, wo sie gar nicht zuständig wäre und rechtfertigt ihr Einmischen dann mit irgendwelchen schrägen Begründungen. Dabei merkt man, dass sie einfach die Kontrolle nicht verlieren will und über alles informiert sein will. Sie misstraut chronisch. Man merkt, dass sie überzeugt davon ist, dass sie eh alles besser kann oder anders machen würde. Und all dies höre ich von einigen Mitarbeitenden ebenfalls, sogar von der Schulleitung. Sie wundert sich seit Neustem, warum sie so oft zitiert wird...sie merkt selber nicht, dass sie eine grosse Macht hat und die Leute Angst haben, selber etwas in die Hand zu nehmen...denn die Chefin hat sicher etwas daran auszusetzen. Ich schweife ab. Was ich eigentlich sagen möchte: es ist nicht nur meine Unfähigkeit (und mangelnde Motivation) zu Planen, sondern auch zu einem sehr grossen Teil das Verhalten und die Persönlichkeit der Chefin, das mich bewegt zu kündigen.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    Swidi schreibt:
    Nicht kündigen!!!

    Der Schritt, die Situation mit der Therapeutin zu besprechen, ist sicher sinnvoll. Aber ich würde nicht vorschnell kündigen, auch wenn ich den Impuls zu gut verstehen kann.

    Macht deine Chefin konkrete Verbesserungsvorschläge?
    Wenn nicht, wäre eine Möglichkeit ja, auf sie zuzugehen. Ihr zu sagen, dass du über den Fall nachgedacht hast und ähnliche Fälle künftig besser meistern willst. Du könntest sie bitten, dir konkrete Vorschläge zu machen, an welchem Punkt du hättest anders vorgehen können.

    Ich glaube, dass jeder Vorgesetzte kontrolliert. Ich finde es auch notwendig. Die Frage ist nur, wie man das tut. Das kann man auch auf eine nette Art machen.

    So wie das bei dir läuft, blockiert es dich und führt zu Fehlern und Unmut auf beiden Seiten fürchte ich.

    Eine Möglichkeit wäre sonst auch, dass ihr bei den nächsten Projekten bewusst Termine zur Zwischenbesprechung ausmacht. Dann könnt ihr gemeinsam die Schritte planen und deine Chefin kann nicht hinterher an allem Rumnörgeln.

    Die Aufgabe eines Chefs ist in meinen Augen nämlich auch, seine Mitarbeiter anzuleiten.
    Sie macht nicht Vorschläge sondern sagt mir, was ich zu tun habe...so und so und so und so müsste man es machen! Da jeder Fall natürlich anders ist (Fall = Mensch!!), gibt es keine allgemeingültige Regel, wie man vorgehen müsste. Sie geht einfach mal davon aus, wie etwas abzulaufen hat und zwar so, wie sie es für richtig hält.
    Ja, das sehe ich genauso mit der Kontrolle, sie kann sehr hilfreich sein und auch förderlich, wenn sie konstruktiv getätigt wird und nicht mit dem sinnbildlichen Rohrstock. Ich bin auch die, die sie darum gebeten hat, mir doch ab und zu mal ein Feedback zu geben, doch das wollte sie nicht. Sie könne uns nicht dauernd Feedback geben, dafür sehe sie auch viel zu wenig, was wir überhaupt machen... --> Das erklärt auch irgendwie, warum sie sich überall einmischt...eigentlich würde sie am liebsten den ganzen laden alleine schmeissen.

    Ich finde die Idee mit den Terminen zur Zwischenbesprechung wirklich sehr gut. Doch ich merke einfach, wie sich alles in mir sträubt noch länger mit dieser Person zusammen (falsches Wort...fällt mir aber nix besseres ein) zu arbeiten. Im Prinzip ist es so, dass ich seit bald 2 Jahren zusammenreisse und versuche mit ihren Angriffen umzugehen und sie an jeder Therapiesitzung Dauerthema ist. Das ist so ermüdend und frustrierend, denn sie ändert nichts an sich (wir hatten auch schon mehrere Gespräche). D.h. ich müsste meine Einstellung oder Denkweise ändern oder zumindest die Rahmenbedingungen. Ich habe echt schon sehr vieles probiert. Ich bin an dem Punkt, wo ich mir sage, meine Bedürfnisse bzw. meine Gesundheit steht auf dem Spiel und ich bin keinesfalls eine, die schnell aufgibt. Auch in Paarbeziehungen (aktuelle bald 8 Jahre) bin ich sehr geduldig und ausdauernd, reflektiere viel und bin sehr selbstkritisch.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    Ich habe schon ein, zwei Male gekündigt, ohne etwas Neues zu haben. Bisher hatte ich immer Glück und habe rasch etwas Neues gefunden. Wenn Fragen kamen, konnte ich es immer erklären (könnte ich hier auch). Natürlich ist es besser, aus der bestehenden Anstellung heraus zu wechseln. Doch ich denke in meinem Fall, dass ich meine Gesundheit einfach zu sehr aufs Spiel setze gerade. Ich denke, ich hätte mehr Kraft und Motivation schnell eine neue Stelle zu finden, wenn ich wüsste, dass ich am 19. Dezember dort weg bin.

    Bezüglich krank melden --> das überlege ich mir ernsthaft. Danke!

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.935

    AW: Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    Da dein Magen dir schon eine Rückmeldung gibt, würde ich sagen, schau dich nach was Neuem um. Allerdings hat wohl auch die Kriesenintervention Bürokram.

    Ich kenne natürlich nur deine Version, aber aus dieser Sicht scheint es nicht so, als ob du generell im falschen Beruf bist, sondern momentan im falschen Job. Wenn sich das weiter mit deiner Cheffin zuspitzt und sie nicht entwicklungsfähig ist, würde ich wenig Chancen sehen, dass du auf Dauer dort dein (Berufs)Leben fristen möchtest.

    Die Magenprobleme werden sich - nach meiner Erfahrung - fortsetzen und auf Dauer gefährdest du damit dann wirklich deine Gesundheit. Mein Job war damals zwar endlich, weshalb ich gebliebten bin, aber der Schaden dafür bis heute angerichtet. Der Magen hat sich zwar beruhigt, aber die Psyche ist noch ein anderer Fall.

    Menschen machen Fehler, das ist so, sonst wären sie keine Menschen. ABER - und das scheint deine Cheffin nicht zu sehen - Menschen gehen auch unterschiedliche Wege - die alle durchaus zum Ziel führen können.

    Wenn du es schaffst, dann versuche aus dem Angestelltenverhältnis heraus zu wechseln, wenn es nicht geht, dann geht es eben nicht. Für welchen Weg du dich auch entscheidest, ich wünsche dir alles Gute und gute Besserung für deinen Magen.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Ich würde am liebsten heute noch kündigen...

    So wie du das beschreibst, würde ich dort auch nicht länger arbeiten wollen. Aber ich würde nicht kündigen bevor du einen neuen Job hast. Das bringt sonst nur neue zusätzliche Probleme mit sich.

    In deinem Berufsbild gibt es doch durchaus verschiedenartigste Stellen.

    Mach dir mal Gedanken, welche Einsatzfelder dich interessieren, ohne dass sie einen Rattenschwanz an Dokumentation nach sich ziehen...

    Aber endlos an dieser Arbeitsstelle quälen würde ich mich nicht, so wie du das beschreibst.

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