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Diskutiere im Thema Heilpraktikerausbildung - geistige und psychische Befähigung bei AD(H)S? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 65

    Heilpraktikerausbildung - geistige und psychische Befähigung bei AD(H)S?

    Hey Ihr Lieben,

    ich habe bisher nichts Direktes hier zu dem Thema finden können und auch sonst ist es leider sehr schwammig alles und das blöde Gesetz uralt.
    Wenn es das Thema doch schon mal gab, bitte verschieben oder so bisher habe ich nur den sozialen Bereich gefunden, aber hier geht es ja um eine Prüfung bzw. die Befähigung.

    Vielleicht hat ja jemand von Euch da Erfahrung oder Ahnung?

    Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, eine Ausbildung zur Heilpraktikerin zu machen – schon bevor ich wusste, dass ich ADS habe. Nun ist es ja so, dass man für die amtsärtzliche Überprüfung und somit die Berufsbefähigung die körperliche, geistige und psychische Befähigung/Eignung vorweisen muss.
    Nun bin ich erneut arbeitslos und möchte nicht mehr in den alten Bereich zurück und bin ADStypisch auf der Suche nach einem beruflichen Sinn, für den es sich lohnt durchzuhalten. Da die Ausbildung aber viel Geld kostet(und natürlich viiiiel Selbstorga usw. abfordern würde! Was ich gerne in Angriff nehmen möchte, weil ich einen Sinn darin sehe!), möchte ich dieses natürlich nicht investierten, wenn dann nach 1-3 Jahren zur Prüfung eben diese Befähigung nicht gegeben wird. Dafür habe ich schon zu viel Geld in Bildung gesteckt…

    Bekommt man die mit ADS? Oder könnte es Probleme geben? Hat da wer Erfahrungen?

    Ich mein, ADSler sind einfühlsamer als andere uswusf… Ihr kennt das ja alles selbst und seit ich die Medis nehme und mich mehr mit mir selbst auseinandersetze, klappt auch alles besser! Ich habe aber eben auch rausgefunden, dass ich in dem alten Bereich niemals glücklich werden werde und meine Stärken anders einsetzen MUSS, um sie entfalten zu können.

    Ich kenne einige Fälle, in denen Menschen zum HP umgesattelt haben, weil sie eben eine Krankheit haben(und die körperliche Befähigung bekamen), dadurch ihren Körper besser kennenlernen wollten, vor allem aber, weil sie der Schulmedizin und dem Gesundheitssystem nicht (mehr) vertrauen und anderen mit Ihrem Wissen und der eigenen Erfahrung helfen möchten.

    So sieht es bei mir auch aus!
    Ich habe KEINERLEI medizinische Vorkenntnisse, möchte meinen Körper besser verstehen und kenenlernen und anderen gerne helfen.
    Es gibt einige Bereiche, die für mich in Frage kämen. Allergien, Asthma, Ernährung und jetzt natürlich auch und vor allem ADS. Ich habe hier eine kleine Leidenschaft gefunden, es ist wie eine Selbstfindung sozusagen und dies mit dem Job verbinden zu können, wäre soooo schön!


    Ich habe vergessen, meinen Arzt zu fragen und den nächsten Termin erst in vier Wochen und das Thema Geduld kennt Ihr ja

    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
    Tollpatschi

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Heilpraktikerausbildung - geistige und psychische Befähigung bei AD(H)S?

    Sicherlich bekommst du die Berufsbefähigung. Solange du dich selbst dazu in der Lage siehst und es keine beweisbaren Gründe gibt, z.B. aus der Vergangenheit, dann gibt es doch auch keine Einschränkungen von Gesetzeswegen.

    Die Amtsärzte entscheiden nach Krankheitsbild UND deinen eigenen Aussagen/ Befinden. Eine ADHS ist nicht gleich eine Einschränkung oder Behinderung, bei jedem ist sie anders ausgeprägt und betrifft teils unterschiedlichste Bereiche.


    es kommt halt drauf an warum du deinen bisherigen Beruf nicht ausüben kannst oder willst und ob diese Einschränkungen denen des neuen Berufes gleich sind.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 796

    AW: Heilpraktikerausbildung - geistige und psychische Befähigung bei AD(H)S?

    Huhu,

    ich habe meine Ausbildung abgebrochen, wegen schwerer Depression. Das war 2012.

    Ich war in der Klinik, ein halbes Jahr. Als ich raus kam wollte ich unbedingt meine Ausbildung wieder aufnehmen, musste dafür diese Bescheinigung von meiner Ärztin haben.
    Sie hat sie mir sofort ausgefüllt, obwohl ich nicht nicht hundertprozentig stabil war (und immernoch nicht bin) was die Depression anging und das ADHS oben drauf kam.

    Das spielte in dem Fall keine Rolle. Sie wusste ich WILL das und ließ es mich versuchen. Bis jetzt klappt es halbwegs

    Da sollte das denke ich kein Problem sein, zumindest meiner Erfahrung nach.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Heilpraktikerausbildung - geistige und psychische Befähigung bei AD(H)S?

    Ihr macht mir Hoffnung
    ist halt auch schön, von Erfahrungen zu hören, statt nur in §§ zu wälzen.

    Muss mir halt jetzt mal ein genaues Konzept erstellen. Werde das jetzt in Angriff nehmen

    Ich werde mal meinem Arzt eine Email schreiben und vielleicht doch zwischendurch noch mal zu ihm hin.

    Ayapap22, ich wünsche Dir alles Gute für den weiteren Verlauf der Ausbildung
    Vielleicht können wir uns da ja auf dem Laufenden halten?

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 796

    AW: Heilpraktikerausbildung - geistige und psychische Befähigung bei AD(H)S?

    Klar gern, meld dich einfach. Ich vergess es wahrscheinlich

  6. #6
    ellipirelli

    Gast

    AW: Heilpraktikerausbildung - geistige und psychische Befähigung bei AD(H)S?

    Du sprichst über den sog. "großen" Voll-HP, oder über den HP -psych??
    Jetzt kommt leider was nicht so hoffnungsvolles, auch, wenn eine ADHS nicht per Se gegen den HP spricht:


    Ich habe bis vor ~ 2 Jahren mit dem Gedanken an den ("großen") HP gespielt, weil mir der beruflich einiges erleichtert hätte.

    Nachdem ich zwei Abende in einem Kurs Gasthörerin sein durfte, habe ich das Thema seufzend beiseite gelegt
    Mir wurde einheitlich gesagt, das von täglich mind. 2-3 Stunden lernen auszugehen ist- in Hochphasen mehr. Der Stoff ist ENORM umfangreich und theoretisch (und ich habe einige medizinische Vorkenntnisse)
    War für mich neben meiner Selbständigkeit nicht denkbar..

    Das Ganze natürlich eigeninitiativ und -strukturiert, und tooootal selbstdiszipliniert--- da kenn ich mich inzwischen zu gut, schaff ich nicht "allein".
    Lerngruppen gibts häufig, bedeutet aber auch immer wieder Treffen, Vereinbarungen, fahren(die Schule wär für mich 60km vom Wohnort gewesen, am gleichen Ort einfacher zu händeln) etcpp.
    Zusätzlich zu Job auch nicht mal eben machbar.

    "Anderen helfen wollen" ist für mich inzwischen übrigens eine äußerst fragwürdige Motivation, um in sozial-medizinische Bereiche zu gehen und selbst wenn du als HP aus dem (besch..n) Gesundheitssystem teilweise aussteigen kannst- glaub doch nicht,das du damit unabhängig bist.

    Du behandelst dann nur noch die, die es sich leisten können, gesund zu werden oder zu bleiben (widerstrebt mir zb ganz enorm, nur den "Reichen" zu "helfen")
    Musst dir die sog. Selbstzahler "bei Laune" halten, egal,wie sch...e die sind, weil du existentiell von ihnen abhängig bist.

    HP sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen, der Kampf ist enorm, der Markt m.E. übersättigt.
    Wenn du da irgendwas bereissen willst, musst du dir ein echtes Alleinstellungsmerkmal suchen.
    Und es gibt genug Regionen, in denen man auf Selbstzahler einfach nicht setzen kann, weil die Struktur es nicht hergibt--- heißt dann wieder, das sich in den "reicheren" Regionen die Praxen nur so stapeln..

    Versuch mal, ein paar "Mithörabende" zu machen- evtl bringt dich das weiter
    Geändert von ellipirelli (26.10.2014 um 16:41 Uhr)

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