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Diskutiere im Thema Das erstemal Vorlesung nachbearbeitet ohne Medis...Motivationslos...Lehr im Kopf im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 94

    Das erstemal Vorlesung nachbearbeitet ohne Medis...Motivationslos...Lehr im Kopf

    Hallo Leute ich habe heute zufällig vergessen meine Medis zu nehmen was in den Vorlesungen noch ganz gut ging, da wir nur Mathe hatten und da auch immer selbst viel rechnen dürfen . Allerdings wollte ich nun Wirtschaft nachbearbeiten und ich habe mich irgendwie die ganze Zeit total Motivationslos gefühlt und die aufgaben jetzt auch nur teilweise bearbeitet. Zudem habe ich irgendwie einen Lehren Kopf bzw. ich habe die Motivation zu überhaupt nichts ............
    ist das immer so?

  2. #2
    Nyx


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 231

    AW: Das erstemal Vorlesung nachbearbeitet ohne Medis...Motivationslos...Lehr im

    Du fragst ob das immer so ist. So ganz ehrlich kann dir das doch eigentlich niemand beantworten. Wir können doch alle nur schreiben wie es bei uns ist und du kannst eben erzählen wie es bei dir ist. Es handelt sich ja immer um individuelle Erfahrungen und die lassen sich immer nur beschränkt übertragen, wenn überhaupt.

    Auch normale, "gesunde" Menschen haben solche Probleme, keine Motivation, keinen Bock.

    Die Tagesform und Tagesstimmung sind wichtige Faktoren und dann natürlich auch das Thema. Bei manchen Themen muss man sich eben einfach durchbeißen.

    Fatal ist wenn sich folgender Gedanke verfestigt: "Ich kann nur lernen wenn ich Medikamente genommen habe."

    Wenn das passiert, dann hat man sich doch total abhängig von den Medikamenten und deren Wirkung gemacht.

    Was passiert, wenn die Medikamente mal nicht mehr so gut wirken oder vielleicht gar nicht mehr oder aus irgendwelchen Gründen für einen bestimmten Zeitraum nicht zur Verfügung stehen oder nicht genommen werden können?

    Wenn man die Medikamente über einen längeren Zeitraum regelmäßig genommen hat, dann kommt es zu zahlreichen Veränderungen im Gehirn. Man braucht dann die Medis um richtig zu funktionieren. Fehlen diese dann, dann muss sich das Gehirn erstmal auch wieder auf diesen Zustand einstellen. Eine besonders ausgeprägte Unlust, Motivationsmangel etc. wäre dann sicher normal und auch zu erwarten.

    Seh's doch mal so: immerhin hast du noch die Aufgaben bearbeitet, wenn auch nicht vollständig. So schlecht ist das doch gar nicht.

    Wenn ich meinen Sport durchziehe, also mindestens 2 mal pro Woche ins Studio gehe, dann habe ich die ganze Woche durch viel mehr Motivation und bin dann nicht so auf die Medikamentenwirkung angewiesen und komme mit weniger aus bzw. die Wirkung ist einfach deutlich besser.

    Ich kenne genug ADHSler, die ohne Diagnose und Medikamente durch die Schule und das Studium gekommen sind und dann erst im Arbeitsleben die Diagnose erhalten haben.

    Es geht schon auch ohne. Es ist dann eine Frage der allgemeinen Motivation und der Disziplin. Das ist jetzt nicht etwas, was unbedingt mit ADHS zu tun hat.

    Kommt ja häufig vor, dass so ADHSler stundenlang über Monate Computer spielen können (das ist jetzt nur ein Beispiel) ... warum soll es da nicht auch möglich sein über einen langen Zeitraum täglich viele Stunden für ein Studium zu lernen? Es ist eine Frage der Motivation. Wenn das Studium geil ist, das Umfeld an der Uni passt und die Eigenmotivation für das Studium hoch ist, dann geht lernen und arbeiten auch wunderbar ohne Medikamente. Ich finde man sollte möglichst diese Faktoren optimieren und sich möglichst passend einrichten, bevor man an der Medikamentenschraube dreht und dann fatalerweise denkt, dass man nur noch mit Medikamenten vernünftig arbeiten kann.

    Ich habe schon mit 14 meine Diagnose bekommen und bekam dann auch gleich Medikamente. Die Wirkung war fantastisch und ich entwickelte dann sehr schnell die Überzeugung, dass ich diese Medikamente dann einfach brauche. Irgendwann haben sie einfach nicht mehr gewirkt, sie machten mich depressiv aber ich wollte das nicht erkennen und zugeben und habe sie aus dieser falschen Überzeugung heraus immer weiter genommen.

    Das Abitur schaffte ich dann erstmal nicht und machte das dann später aufwendig über eine Privatschule und ein Nichtschülerabitur nach und siehe ... da ging es dann auch ohne Medikamente und ich war im Abitur Klassenbester. Meine dysfunktionale Denke zu erkennen war schwierig.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: Das erstemal Vorlesung nachbearbeitet ohne Medis...Motivationslos...Lehr im

    Nyx schreibt:
    Ich kenne genug ADHSler, die ohne Diagnose und Medikamente durch die Schule und das Studium gekommen sind
    Nach meiner eigenen Erfahrung: Erstes Universitätsstudium gescheitert. Danach das mehr schulstrukturierte Fachhochschulstudium grad so geschafft.
    Nachbearbeitung? Habe ich irgendwie nie richtig können und von daher auch eigentlich nie irgendwie gemacht...
    Aber: Ich konnte immer prima lesen und wenn die Skripte oder Lehrbücher gut waren, dann ging das über die Schiene.

    Nyx schreibt:
    Es ist dann eine Frage der allgemeinen Motivation und der Disziplin. Das ist jetzt nicht etwas, was unbedingt mit ADHS zu tun hat.
    Bei mir persönlich und ohne jetzt als eine Art zweiter Einstein wirken zu wollen: Primär IQ.

    Nyx schreibt:
    Kommt ja häufig vor, dass so ADHSler stundenlang über Monate Computer spielen können (das ist jetzt nur ein Beispiel) ...
    Oh ja, das kenne ich auch...

    Nyx schreibt:
    Wenn das Studium geil ist, das Umfeld an der Uni passt und die Eigenmotivation für das Studium hoch ist, dann geht lernen und arbeiten auch wunderbar ohne Medikamente.
    Das kenne ich auch von mir. Jedoch waren das FH-Studium und das spätere berufbegleitende Uni-Aufbaustudium mitunter eher lauwarm. Habe mir im zweiten Fall morgens auf der Zugfahrt von Bern nach Basel immer kurz die Skripte reingezogen. Das wars dann. Aber in beiden Fällen habe ich bei den Diplomarbeiten mich sehr ansprechende Themen erhalten. Das hat gezogen!

    Eines halte ich jedoch für wichtig: Lass Dir nie von den Psychofritzen oder -tanten einreden "Wenn Sie Schwierigkeiten haben, dieses Fachbuch zu lesen, dann ist dieses Studium vielleicht doch nicht Ihr Ding und Sie sollten etwas anderes studieren."

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 94

    AW: Das erstemal Vorlesung nachbearbeitet ohne Medis...Motivationslos...Lehr im

    Hm ich habe bis vor ~4 Monaten nie Medikamente genommen außerdem setze ich sie regelmäßig an wochenenden ab. Eventuell lag es gar nicht an den Medis ....
    Nyx schreibt: Wenn das Studium geil ist, das Umfeld an der Uni passt und die Eigenmotivation für das Studium hoch ist, dann geht lernen und arbeiten auch wunderbar ohne Medikamente.
    Genau diese Situation hatte ich in der Oberstufe, wahrscheinlich wahr ich deshalb viel besser als in der Mittelstufe .....möglicherweise. Medis nehme ich nur weil ich keinen anderen Weg mehr gesehen habe bzw. weil ich einfach alles aus schwachsinnigen gründen vorzeitig abgebrochen habe .................. Wie auch immer danke für eure Kommentare MfG Puppet

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