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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    ADHS und Urlaubssemester

    Hi Leute,

    wahrscheinlich wird es zu diesem Thema schon viele Themen gegeben haben, allerdings habe ich noch nicht wirklich klare Antworten gesehen.

    Die Frage ist, ob ihr schon aufgrund eurer ADHS Erkrankung ein Urlaubssemester eingelegt habt? (z.B. während der Einstellungsphase)
    Ich denke darüber nach ein US für das nächste Semester zu beantragen.
    Problematisch hierbei ist eben, dass man eine schwere Krankheit haben muss, die einen für ein Semester studierunfähig macht. Im Attest steht, dass ein US
    gewährt werden sollte aufgrund der Medikamentösen Einstellung und dies eben für mehrere Monate zu einer verminderten Studierfähigkeit führt. Auf Langzeit aber
    eine Besserung erfolgt. Als Grund wird eine akute psychiatrische Störung angegeben.

    Nun ist die Frage, ob ein solches Attest reicht.
    Zudem ist ja ein US nicht unproblematisch, da man das dann in den Prüfungsakten stehen hat und eben eine spätere Verbeamtung wahrscheinlich wegfällt.
    Natürlich muss man dies für sich selbst abwägen, allerdings ist es echt nicht einfach da eine Entscheidung zu treffen.

    An die Juristen: Wie hat sich das auf euren Freischuss ausgewirkt bzw. wurde es vom JPA angenommen? Laut PrüfungsO muss ja Art und Dauer beschrieben sein, die einen studierunfähig macht.

    Wie sind da so eure Erfahrungen? Was denkt ihr generell über das Thema US aufgrund ADHS?

    Danke schonmal
    LG

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 159

    AW: ADHS und Urlaubssemester

    Hi,

    ich studiere auch, daher interessant. Habe mir auch schon überlegt ein Urlaubssemester einzulegen, aber eher ein spielerischer Gedanke als wirklich konkret.
    Wegen der Begründung würde ich mir persönlich da gar keinen Kopf machen, es sei denn es hat irgendeinen finanziellen Hintergrund oder eben sowas wie mit dem verbeamten.
    Das ist aber ein generelles DIng und hat nicht konkret was mit ADHS zu tun, von daher stellst du solche fragen lieber z.B. hier:

    Urlaubssemester – FAQ - Studis Online

    Ganz generell denke ich, ist doch völlig egal was jemand anderes denkt warum du ein US machst. Ob du jetzt wegen ADHS oder weil du eine Australienreise oder 6 Monate meditieren willst spielt doch keine Rolle. Wichtig ist nur dass die Entscheidung die richtige für dich ist. Mach es wenn du es brauchst, egal was jemand sagt. Denn wenn es im Moment das Beste für dich ist, kannst du dir später nicht vorwerfen das Falsche getan zu haben.

  3. #3
    Hakuna Matata

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 781

    AW: ADHS und Urlaubssemester

    Hallo zusammen!

    Also ich wurde auch während der Studienzeit diagnostiziert und auf die Medikamente eingestellt. Ich hab das ganze in den Semesterferien gemacht, wo keine Präzenszeit anstand, sondern lediglich lernen für Prüfungen oder das Schreiben von Hausarbeiten. Ich war zu dieser Zeit ja in der Regel zuhause und konnte mich gut damit befassen und an meinem Arbeitsverhalten auch direkt merken wie es mir mit der aktuellen Dosis ging.

    Die Zeit der Semesterferien hat dabei für mich und in meinem Fall vollkommen ausgereicht. Das waren immerhin auch fast 3 Monate.

    Vielleicht kannst du das mit deinem Arzt mal besprechen ob es nicht ausreicht, es in so eine Zeit zu legen. Dann brauchst du vllt. gar nicht erst das Urlaubssemester.

    Wenn in der Zeit Prüfungen anstehen, und du sie dann nicht machen kannst/willst, kann man vielleicht lieber ein Studiensemester dran hängen um diese nachzuholen statt ein Urlaubssemester einzulegen. So ein Semester Verzögerung kann man dann evtl auch gegenüber potentiellen Arbeitgebern, etc. besser erklären. Und du hast vllt die Chance vielleicht den ein oder anderen Kurs dennoch zu belegen oder Prüfungen zu machen soweit es dir möglich ist. In einem Urlaubssemester hast du ja gar nichts dann. Und so ein halbes Jahr kann ganz schön lang werden - das muss man sich auch klar machen.

    Ich würde jederzeit lieber dazu tendieren alles ein wenig zu reduzieren und hinten dran zu hängen statt mich komplett rauszuziehen. Es wird danach nur umso schwerer wieder rein zu kommen.

    Aber das ist auch nur meine Persönliche Auffassung und das was ich tun würde. Ich weiß, dass da jeder anders ist und das anders handhabt. daher nur vielleicht als Denkanstoß gedacht, was neben Urlaubssemestern auch möglich ist

    Kommt natürlich auf die Uni an. Bei mir war es gar kein Problem einfach weniger Kurse zu belegen im Semester - Ich hatte sogar mal eins, wo ich nur einen Kurs abgeschlossen habe. Das hat bei mir keinen so wirklich interessiert - außer meine Kommilitoninnen, die mich vermisst haben
    Geändert von l1nch3n (17.09.2014 um 11:05 Uhr) Grund: Gedankengang hinzugefügt

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: ADHS und Urlaubssemester

    Die Semesterferien sind leider vorbei ^^ Ich hab die Medikamente genau zum Start des neuen Semesters bekommen, außerdem habe ich keine wirkliche Klausur, sondern tägliche, stundenlange Examensvorbereitung. Die ganzen vorherigen Semester hab ich mich durchgezerrt wie es nur ging und da nur Klausuren / Hausarbeiten anstanden, war alles halbwegs möglich. Nun aber mit der Medikation, d.h. Erstverschlechterungen, Steigerungen, Umstellungen etc. will ich das nicht im Semester austragen und noch mehr Zeit verlieren bzw. Fachsemester sammeln. Außerdem würde es mal den Druck rausnehmen und man könnte nach der frischen Diagnose sich auch mal um sich selbst kümmern und das Innenleben ordnen.
    Ich will ja im US lernen, jedoch nur soweit wie möglich und wenn es nicht geht dann hat man ja dafür ein US.

    Hab heute bei der Fam.kasse angerufen und die meinten, die würden bei einem Attest, das nur verminderte Studierfähigkeit ausstellt nicht zahlen während des US. Es müsste Studierunfähigkeit herrschen und mehrere Monate wäre zu undefiniert, sondern eine Angabe von mind. einem Semester nötig.
    Jetzt frage ich mich, ob ich den Arzt nochmal anrufen soll und ihn fragen soll, ob er das ändern kann. Vllt. hat er ja gar nicht so penibel auf die Wortwahl geachtet wie die verlangen.

    Aber das ist mir natürlich megapeinlich ihn deswegen zu fragen. Wieder mal meinem tollen Glück geschuldet, darf ich auch noch bis nächste Woche warten, da er im Urlaub ist. ^^

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: ADHS und Urlaubssemester

    Ich würde mir das sehr gut überlegen. Der Wegfall der Tagesstruktur kann auch genau nach hinten los gehen....

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: ADHS und Urlaubssemester

    Wieso Wegfall der Tagesstruktur? Ich darf immer noch in Vorlesungen, Übungen und dergleichen gehen. Klausuren hab ich auch nicht wirklich das nächste Semester. Somit würde ich auch wenig verpassen. Außerdem sehe ich es ja nicht als Freifahrtsschein rumzugammeln, sondern langsam ins Studium wieder zu kommen (vllt. auch endlich ''richtig'' anzukommen), diesen lähmenden Druck abzubauen und mit mir klar zu kommen bzw. mich erfolgreich um die Medikation kümmern.

    Hat denn niemand ein Urlaubssemester bis jetzt eingelegt?

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 186

    AW: ADHS und Urlaubssemester

    Ich wollte mal, war aber finanziell nicht drin. Eigenlich auch eine gute Enscheidung, stattdessen das Fach zu wechseln. Das mit der fehlenden Tagesstruktur finde ich auch gefährlich. Natürlich KANN man in Übungen und Vorlesungen gehen. Die Frage ist, ob man es dann auch tut... ich wäre bei mir nicht so sicher. Aber jeder ist ja anders.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: ADHS und Urlaubssemester

    Ja gut das sei mal dahin gestellt, ob man dann auch wirklich was macht oder nicht.
    Ich meine zur Zeit geht bei mir auch fast gar nichts. Ich versuche es wirklich jeden Tag. Ich setz mich hin, klapp alles andere zu und versuche zu lernen aber Pustekuchen!
    Seit der Diagnose mach ich mir nicht mehr soviel Druck und geb mich den Deprigedanken nicht so krass hin, da ich eine ''Erklärung'' habe (klappt nicht immer), aber ich möchte
    nicht nächstes Semester wieder versauen, deswegen vllt. ein US.

    Aber viel wichtiger als diese Fragen ist eher welche Auswirkungen ein solches US aufgrund einer psych. Erkrankung für einen hat. Kann es der Arbeitgeber sehen? Was ist wenn er fragt wieso man ein US hatte? Wie siehts im Lebenslauf aus, wenn man da eine ''Lücke'' hat? Steht es in der Prüfungsakte, sodass die Examensprüfer und Ausbilder zum 2. Examen es sehen und und und

    Wie schätzt ihr die Auswirkungen eines solchen US bzgl. des weiteren Werdegangs?

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 186

    AW: ADHS und Urlaubssemester

    Viele machen ein Urlaubssemester. Kannst allen, die Fragen einfach sagen, du hättest mal eine Auszeit vom Lernen gebraucht. Stimmt ja auch. Und du wirst bei einem Urlaubssemester ja nicht exmatrikuliert. Niemand sieht das, wenn du nicht willst, außer deine Uni und eventuell das Bafögamt. Hast halt ein halbes Jahr länger studiert.

    Was mich allerdings wundert: Wenn dir das zur Zeit zu viel ist, warum machst du nicht langsamer? Ich meine, du kannst doch nur ein oder zwei Vorlesungen im nächsten Semester machen. Für die lässt du dir viel Zeit, bearbeitest sie gründlich und ohne Stress, schreibst dann am Ende gute Noten in der Prüfung und das ist wiederrum gut fürs Selbstvertrauen.

  10. #10
    gut


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 20

    AW: ADHS und Urlaubssemester

    Ich meine:

    - Es wird kein Problem sein, mit der Uni ein Urlaubssemester zu vereinbaren. Auch ohne schwere Krankheit. Es gibt so viele Gründe für ein Urlaubssemester und meistens sind die Verantwortlichen gesprächsbereit und verständnisvoll. Du wirst auch nicht "ADHS" oder irgendeine Diagnose nennen oder belegen müssen. (Das BaFög-Amt interessiert sich mehr dafür.)
    - Es wird auch Deinen weiteren Berufsweg nicht negativ beeinflussen.

    Aber:

    - Wie @Swidi schon sagt: Wer ADS hat, muss so eine Auszeit leider verdammt gut vorbereiten und planen :-(
    - Wer ADS hat, für den ist es schwer, wieder reinzukommen, wenn er irgendwo mal "raus" ist.
    - ADS heißt leider nicht: Wenn das Medikament wirkt, funktioniert alles wieder von selbst :-(
    - Medikamentöse Einstellung: Kürzlich in einem Vortrag gehört, dass 25-30% der Betroffenen gar nicht auf Medikamente reagieren (unter anderem auch ich.) Und was, wenn das bei Dir so wäre?

    "Ich darf immer noch in Vorlesungen, Übungen und dergleichen gehen. Klausuren hab ich auch nicht wirklich das nächste Semester. Somit würde ich auch wenig verpassen."
    Und der Vorteil eines Urlaubssemesters ist dann nochmal welcher??

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