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Diskutiere im Thema ADHS im Bewerbeverfahren im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 30

    ADHS im Bewerbeverfahren

    Hallo ihr alle,
    Ich habe vor kurzem die Diagnose ADHS bekommen und dies war für mich erstmal eine Erleichterung. Nachdem ich bereits eine Ausbildung verloren hatte und auch in meiner 2. Ausbildung Probleme hatte, war es für mich super mit Hilfe der Medikamente genauso leistungsfähig wie meine Kollegen zu sein und ich freute mich über super Abteilungsbeurteilungen. Da ich im Krankenhaus gearbeitet habe musste ich allerdings offen damit umgehen das ich Medikamente nehme und das hat letztendlich dazu geführt, dass ich meine Ausbildung zum Ende der Probezeit verloren habe. Mal abgesehen davon dass mich das völligfertig macht und die Suche nach einer neuen Ausbildung für mich jetzt nicht leichter wird, treibt mich folgende Frage um. Wie soll ich mit derAdhs uumgehen bei künftigen Bewerbungen? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht? Offensiv und ehrlich, oder lieber verschweigen? Freue mich auf eure Antworten. ...

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 59

    AW: ADHS im Bewerbeverfahren

    Ich möchte Dir "nur" von meinen Erfahrungen erzählen: Ich habe mein ADHS lieber verschwiegen, weil ich erstens das Gefühl habe, dass immer noch zuviele (Vor)Urteile damit verbunden sind, insbesondere im Erwachsenenalter. Als nach meinen Schwächen gefragt wurde, habe ich ein paar ADHS-Eigenschaften umschrieben und diese erwähnt. Allerdings habe ich auch bei meinen Stärken ein paar meiner ADHS-Stärken erwähnt und diese umschrieben. Es gilt aber zu berücksichtigen, dass ich keinen medizinischen Beruf gelernt/ausgeübt habe/ausübe und mich nicht im medizinischen Bereich beworben habe/bewerbe. Der zweite Grund, warum ich ADHS in den Bewerbungsgesprächen lieber verschweige, ist dass man mir nicht "ansieht", dass ich ADHS habe. Darum sage ich lieber nichts um keine falschen Missverständnisse zu erzeugen.

    Ich bin mit dieser Strategie bis jetzt sehr gut gefahren. Ich hatte diesbezüglich nie Probleme gehabt oder gar jemand, der im Vorstellungsgespräch bei mir ADHS vermutete...
    Geändert von Enzian (13.09.2014 um 09:58 Uhr)

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: ADHS im Bewerbeverfahren

    ... Auf keinen Fall erzählen!

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 112

    AW: ADHS im Bewerbeverfahren

    Ich würde es ehrlich gesagt auch eher verschweigen

  5. #5
    ellipirelli

    Gast

    AW: ADHS im Bewerbeverfahren

    Nichts dazu sagen! Geht niemanden was an in Bezug auf deine Bewerbung

  6. #6
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: ADHS im Bewerbeverfahren

    Ich gehe damit um wie Enzian und fahre gut damit... Ich denke sogar, es ist viel klarer, wenn man von eigene Eigenschaften von sich redet wie wenn man von Schwächen und Stärken redet.
    Auch habe ich mal gehört, es ist auch gut zu erwähnen unten welche Bedingungen man gute Arbeit leistet. So in der Art: "In eine strukturierte, verhersehbar Umfeld und mit genügen Zeit arbeite ich zuverlässig, genau und bringe manchmal einige gute Ideen."

    Manchmal hatte ich ADS erwähnt, aber aus ganz gute Gründen...

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 432

    AW: ADHS im Bewerbeverfahren

    Oh man, das ist echt ärgerlich zu lesen, dass du durch deine Offenheit (was ich toll finde!) die Ausbildung verloren hast.
    Ich wünsche dir viel Erfolg für die Suche!

    Aus meinen persönlichen Erfahrungen kann ich dir sagen, dass es mir geschadet hat ADHS zu erwähnen.
    Eigentlich bin ich eine Person, die sehr gerne offen ist und die Karten klar auf den Tisch legt.
    Dies hatte ich auch in meinem Praxissemester in der Psychiatrie gemacht, weil ich dachte
    "die Leute die da arbeiten werden sicherlich mehr von ADHS wissen als der 0815 Bürger".
    Tja, leider habe ich mich geirrt.

    Hatte offen gestanden, dass ich ADHS habe und Medis nehme,
    bisschen Struktur brauche (war in einem CHAOTEN Team, wovon manche Mitarbeiter gekifft hatten und so auch Auto gefahren sind!!).
    Diese Struktur habe ich nicht bekommen aber dafür eine schlechte Beurteilung am Ende des Praktikums,
    obwohl die am Anfang sehr zufrieden von mir waren usw.

    Auf meiner zukünftigen Suche werde ich erstmal schauen wie offen und tolerant die Menschen sind,
    wenn ich merke das sind "gescheite" Leute, werde ich damit offen umgehen.
    Wenn ich ehrlich bin hat mich meine Erfahrung in soweit geprägt, dass ich das ungern erwähnen würde.

    Die Idee ADHS Stärken und Schwächen zu beschreiben, statt die Diagnose mitzuteilen, finde ich persönlich gut.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.933

    AW: ADHS im Bewerbeverfahren

    Ich bin auch immer gut damit gefahren, meine Stärken (entsprechend zu betonen) und Schwächen (in deutlich kleinerem Rahmen) zu offenbaren, ohne AD(H)S zu erwähnen. Früher wusste ich ja auch selbst nichts davon. Ich muss dazu aber auch sagen, dass mir mein Arbeitsfeld lag und ich das gerne gemacht hatte.

    Allerdings ist es in einem Bürojob gewesen. Ich habe immer gesagt, dass mir monotones vom Band schreiben nicht liegt, ich dafür aber gerne selbst Schreiben anfertige oder in anderen Bereichen sehr gute Leistungen erbringen kann. Klar, habe ich auch mal Bänder schreiben müssen, aber nie in dem Umfang, in dem es mich gestört hätte. Es geht eigentlich darum, dass du die Bereitschaft zeigst, dich auch in den "ungeliebten" Bereichen zu versuchen und das nicht konsequent abzulehnen und dafür aber gleichzeitig rausstellst, dass du in anderen Bereichen deutlich besser bist. Oft ist es dann so, dass sie dich auch entsprechend einsetzen, denn warum sollten sie Perlen vor die Säue werfen?

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: ADHS im Bewerbeverfahren

    Bloß kein ADHS im Bewerbungsgespräch erwähnen-man ist gleich in einer Schublade, und neue Chefs,Kollegen sind einem einfach nicht mehr neutral gegenüber.

    Geht mir übrigens leider auch oft in anderen Situationen so, allgemein mit Mitmenschen. Sie gucken dich plötzlich mit andern Augen an, haben die Schwächen im Fokus statt die Stärken, und das ist das Problem. Es ist viel schwerer dann im nachhinein zu überzeugen,dass man doch Stärken hat-man muss es dann quasi beweisen. Ist meine Erfahrung.

    Wenn man sich einmal gut etabliert hat im Job kann man es wohl erwähnen ohne Schaden zu nehmen, aber anfangs würde ich es nicht preisgeben. Eher wie die Vorschreiber sagen, auf Bedürfnisse hinweisen, die aus eigenen Schwächen resultieren,zB. ich brauche mal Ruhe zum schreiben oder ich muss mehr mitschreiben um was zu behalten o.ä.

    Lass dich nicht unterkriegen!

  10. #10
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: ADHS im Bewerbeverfahren

    Offenheit und Ehrlichkeit sind interessante Eigenschaften, schon sehr alte und ehrwürdige Tugenden. Ich würde sie auch zeigen, aber nur, wenn es Niemand sieht. Im Berufsleben sollte man es tunlichst verheimlichen, dass man offen und ehlich ist: was sollen die KollegInnen denken? Die wollen Spaß haben und keine Offenheit und Ehrlichkeit.Der Chef würde denken, wenn der oder die offen und ehrlich ist, würde er oder sie bestimmt auch Kunden fressen. Und die Kunden? Die wollen keine offenen und ehrlichen Dienstleister. Die wollen ihre Anforderungen erfüllt haben. In der Firma zählt Teamfähigkeit, also Team, Team, Team, Firma, Firma, Firma...für Offenheit und Ehrlichkeit ist da kein Platz.

    ADHS nach außen hin zu äußern sollte ein no go sein. An die ständige Ansage, dass es eine Modekrankheit sei, habe ich mich schon gewöhnt, aber man wird geschnitten. In der Firma bedeutet das am Ende die sichere Kündigung.
    Geändert von Steintor (13.09.2014 um 23:59 Uhr)

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