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Diskutiere im Thema Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    NorthLight

    Gast

    Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Hallo allerseits!

    Mir geht es um die Frage, ob man mit einer offiziellen Diagnose einen sozialen Beruf ausüben darf. ADHS sieht man einem zum Glück nicht an, man hat aber natürlich Einschränkungen in verschiedenen Bereichen. Nach meinem Studium habe ich überlegt, nun doch in einen eher sozialen Beruf zu wechseln, etwas Therapeutisches wäre schön. Also in Richtung Physiotherapie, Ergotherapie, Kunsttherapie etc.

    Nun habe ich keine aktenkundige ADHS-Diagnose, dafür aber eine Borderline - Störung, die ja auch klassisch als "nicht heilbar" gilt.
    Deswegen weiß ich sowieso nicht, wie das in therapeutischen Berufen aussieht. Dass ich für mich sorge und mich als belastbar genug für so einen Beruf erachte, ist natürlich selbstverständlich.

    Mir gehts als wirklich um die rechtliche Situation.
    Bekommt man mit ADHS eine Ausbildungsstelle? Bekommt man später einen Job? Darf ich das überhaupt machen oder sind dem von vornherein Grenzen gesetzt?

    Danke schon mal!

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Ich habe mit ADHS alles machen können, was ich wollte.

    Es gibt in keinem Bewerbungsschreiben die Spalte Diagnosen.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.054

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    NorthLight, kommt auf dein Klientel an. Mit offizieller ADS-Diagnose darfst du ev. keine Schußwaffe tragen.

    Grundsätzlich bist du als ADSler prädestiniert für therapeutische Tätigkeit wegen erhöhter Empathie.

    Du mußt aber mehr als andere darauf achten, dich selbst zu schützen und die notwendige Sachliche Distanz zu wahren.
    Das sollte ja Teil der Ausbildung sein.

  4. #4
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Liebe Northligth

    Grundsätzlich musst du deinen Arbeitgeber nicht über deine Diagnose informieren. Das ist nämlich Privatsache und geht den Arbeitgeber nichts an.
    Ich kenne einige ADHSler, die im sozialen Bereich arbeiten und ihre Arbeit richtig gut und gerne machen. Ich selbst arbeite auch in diesem Bereich.
    Ich finde auch, dass wir wegen unserer Neugier, Empathie und dem Gerechtigkeitssinn für den sozialen Bereich geeignet sind.
    Das mit dem Abgrenzen, der professionellen Beziehung zum Klienten und dem sich selber schützen (Psychohygiene), das müssen die allermeisten anderen auch lernen. Ich habe sogar eher das Gefühl, dass wir auch da einen gewissen Bonus haben, weil wir wahrscheinlich schon die eine oder andere Krise mehr hinter uns haben, als die gleichaltrigen "Normalos". Wir sind uns dessen schon eher bewusst, als andere.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Rein rechtlich darfst du soziale Berufe durchaus ausüben.

  6. #6
    ellipirelli

    Gast

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Ich bin aus einem der von dir genannten Berufe.
    Bei uns musste damals im Vorwege ein Arzt die "Eignung" feststellen und damit war es gut.
    (Ganz am Rande: es gab etliche Mitschüler, die ich - ohne das sie "eine Diagnose hatten"- ungeeignet für den Beruf fand..)

    Mit Borderline würde ich in meiner Wahl vorsichtiger sein: kannst du mit"schwingen", bist du in der Lage, "Grauzonen" wahrzunehmen, kannst du mit Ablehnung (durch Klienten) umgehen?
    Da solltest du ehrlich zu dir selbst sein, wobei ich weiß, das BL nicht gleich BL ist... (Genauso, wie jeder ADHSler individuell ist)

    Wo Tiefseele absolut recht hat:
    pass auf dich auf.
    Das Risiko, in einem der angestrebten Berufe einen "Burnout" zu kriegen, ist- wie ich leider selbst weiß- enorm hoch.
    Die hohe Empathie, die viele von uns haben, das "sich reinknien", die Affinität zu Menschen ist nicht nur ein Plus, sondern auch ein Risiko.
    Da verbrennt man schnell bei lebendigem Leib
    Geändert von ellipirelli (10.08.2014 um 10:47 Uhr) Grund: Formulierungsverbesserung

  7. #7
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Mal zu deiner eigentlichen Frage: welches Gesetz sollte es denn sein, was ADSler das Arbeiten im sozialen Bereich verbietet? Nein ein gesetzt gibt es da nicht, ich weiß aber, dass es Schulen gibt z.B. für Erzieher, die im Bewerbungsbogen fragen, ob man psychisch gesund ist , naja und das ist man mit BL vielleicht nicht wirklich.

  8. #8
    NorthLight

    Gast

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Danke für eure Antworten!

    Die Borderline-Diagnose ist einige Jahre her, auch wenn das nicht immer was heißt. Im Grunde ist das einschränkend für alle Berufe, nicht nur für soziale, weil ich immer damit leben muss. Es ist nun mal da, ob ich dieses oder jenes mache. Aber ihr habt natürlich Recht, dass ich da sehr vorsichtig sein muss. In erster Linie wegen der Patienten, sollte ich mal welche behandeln.

    Ich weiß nicht, ob man jetzt mit ADHS besser oder schlechter für solche Berufe geeignet ist, das wird wohl alles individuell sein. Schließlich ist jeder Mensch anders und hat andere Fähigkeiten. Es ist eben so, dass mich selbst in meinem Studium (was nichts Soziales ist, sondern reine Geisteswissenschaft) immer die Menschen interessiert haben, nicht Gegenstände, die vielleicht Thema waren. Das und die Tatsache, dass ich gern was "Sinnvolles" tun will, haben mich dann auf die Idee gebracht.

    Unter Wissenschaftlern fühle ich mich nicht wohl, ich werde wohl auch nie den Doktor machen, den man in meinem Bereich für einen ordentlichen Beruf bräuchte, denn das ist wirklich nicht meine Welt. Ich würde lieber was tun, was wirklich greifbar etwas bringt und hilft.

    Beruhigend jedenfalls, dass mir so eine Diagnose nicht im Weg stünde.

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    NorthLight schreibt:
    Beruhigend jedenfalls, dass mir so eine Diagnose nicht im Weg stünde.
    naja ganz so ist es leider eben nicht, denn wie schon geschrieben, es kommt darauf an, was du machen willst und an welcher Schule du die Ausbildung absolvieren willst

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Hallo

    Grundsätzlich muss eine Diagnose dann angegeben werden, zumindest in der Schweiz, wenn sie Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit mit sich bringt. Das lässt sich weder bei ADHS noch bei BPS grundsätzlich behaupten, denn die Einschränkungen werden in der Regel kompensiert und müssen nicht zwangsläufig direkt zu Arbeitsunfähigkeit oder Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit führen. ADHS per se ist zunächst keine Krankheit, sondern eine Eigenart, eine Abweichung von einer Norm. Ein Mensch mit ADHS kann in bestimmten Bereichen besser arbeiten als Menschen ohne ADHS. Wie schon gesagt wurde, eignen sich Menschen mit ADHS sehr gut für Berufe im sozialen Bereich. Es ist also eher eine Frage, welche Probleme aktuell gerade belasten, ob man in Behandlung ist, wie schwerwiegend die Probleme sind, welche sekundären psychischen Störungen vorhanden sind....

    Um einen Arbeitsplatz oder Ausbildungsplatz zu verweigern muss schon nachweislich ADHS an einer korrekten Ausführung oder dem Erwerb des Wissens und Könnens hindern und einen solchen Nachweis gibt es so pauschal nicht.

    Das Hauptproblem bei unserer Diagnose ist sowieso, das kaum ein Arbeitgeber weiss, was das ist, es gar für eine psychische Störung hält und deshalb Diskriminierungen leicht möglich sind. Also ich würde es angeben, wenn ich weiss, dass der Arbeitgeber damit umgehen kann oder wenn ich tatsächlich Einschränkungen hätte, die für den Arbeitgeber relevant sind, auch zu meinem eigenen Schutz. Sonst wäre ich eher vorsichtig.

    LG, dompteur

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