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Diskutiere im Thema Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    NorthLight

    Gast

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Wintertag:
    Die Aussage bezog sich jetzt rein auf die rechtliche Gesetzeslage. Was einzelne Schulen verlangen, ist nochmal was anderes. Und dass ich mein Leben lang nicht psychisch gesund sein werde, ist mit Borderline und ADHS eben auch klar. Eine Heilung gibts für beides nicht, höchstens eine Besserung der Symptome.

    Dompteur:
    Rechtlich und diagnostisch betrachtet ist ADHS eine Krankheit. Ob du das privat als eine Abweichung der Norm betrachtest, bleibt ja dir überlassen. Aber solange das als Diagnose im ICD drinsteht, ist es nun mal eine Krankheit.
    Dass kaum jemand weiß, was ADHS eigentlich ist, kommt noch erschwerend dazu. Man kann vorher wohl nicht wissen, ob ein Arbeitgeber nun damit umgehen kann oder nicht, grundsätzlich würde ich es aber nur angeben, wenn ich wirklich gesetzlich gezwungen wäre. Sonst sehe ich da keinen Sinn, außer dass man mich damit diskriminieren würde.

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    NorthLight schreibt:
    Wintertag:
    Die Aussage bezog sich jetzt rein auf die rechtliche Gesetzeslage. Was einzelne Schulen verlangen, ist nochmal was anderes. .
    Jo und es gibt kein Gesetz was da irgendwas zu sagt, was vermietet oder vorschreibt - wie sollte das auch gehen, ein Gesetz was sagt, wer die und die Krankheit hat, darf das und das nicht machen - mal ganz davon abgesehen dass Kranke ja nicht diskriminiert werde dürfen. Es gibt Berufe, da sind Gesundheitsprüfungen vorgeschrieben - der Betriebsarzt beurteilt da z.B. ob der Gerüstbauer ausreichend gut sieht oder zu hohen Blutdruck hat, so dass es auf dem Gerüst zu gefährlich werden könnte für ihn - für soziale Berufe gibt es eine solche Gesundheitsprüfung durch einen Betriebsarzt nicht, um nun deine Frage ganz exakt zu beantworten.

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Ich habe meine ADS - Diagnose seit 2000 und das war beruflich noch nie Thema , obwohl ich seitdem zig -mal den Job gewechselt habe
    - oh ha - lag das vielleicht am ADS

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Gerhild schreibt:
    Ich habe meine ADS - Diagnose seit 2000 und das war beruflich noch nie Thema , obwohl ich seitdem zig -mal den Job gewechselt habe
    - oh ha - lag das vielleicht am ADS
    na das mit dem häufigen Wechseln des Job sicher

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    @NorthLight: Also es ist immer noch der Arzt, der entscheidet, ob jemand krank ist und nicht ein Diagnosemanual. Nur weil ich Kriterien einer Diagnose erfülle, bin ich nicht krank! Das ist ja nicht, wie bei körperlichen Krankheiten. Auch in Deutschland, ja dort sogar noch mehr, gilt, dass der Arbeitgeber kein Recht hat, nach Krankheiten zu fragen, wenn sie nicht in unmittelbarem Zusammenhang zur Ausübung der Tätigkeit stehen und diese beeinträchtigen. Er hat schon gar kein Recht darauf, die Diagnose zu erfahren. Bei ADHS liegt ja nicht zwingend eine Arbeitsunfähigkeit oder Einschränkung vor, sie ist möglich, Insofern besteht m.E. keine Pflicht, diese anzugeben und schon gar nicht die Diagnose. Ich denke, problematischer können da schon die Folgeerkrankungen, wie Sucht, Angststörungen, Depressionen oder körperliche Erkrankungen sein.

    ein paar Links nach kurzer Internetrecherche:
    Bewerbung: Darf der Bewerber nach Krankheiten gefragt werden? | ZEIT ONLINE
    http://www.internetratgeber-recht.de/Arbeitsrecht/Bewerbung/bwa1.htm]Arbeitsrecht Arbeitszeugnis Kündigung Arbeitsvertrag Abfindung Urlaub Zeugnis[/url]
    HENSCHE Arbeitsrecht: Auskunftspflicht des Stellenbewerbers

    lg
    dompteur
    Geändert von Dompteur (11.08.2014 um 00:03 Uhr)

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    genau und der Betriebsarzt darf seine Informationen nicht an den Arbeitgeber weitergeben!!! Schweigepflicht
    Wer da denkt, dass Betriebsärzte das nicht ernst nehmen, irrt in der Regel. Die meisten Menschen, die ich kenne, nehmen nämlich ihre Aufgaben und Pflichten ernst und wären ob solcher Vorverurteilung verärgert.

    Wintertag schreibt:
    Jo und es gibt kein Gesetz was da irgendwas zu sagt, was vermietet oder vorschreibt - wie sollte das auch gehen, ein Gesetz was sagt, wer die und die Krankheit hat, darf das und das nicht machen - mal ganz davon abgesehen dass Kranke ja nicht diskriminiert werde dürfen. Es gibt Berufe, da sind Gesundheitsprüfungen vorgeschrieben - der Betriebsarzt beurteilt da z.B. ob der Gerüstbauer ausreichend gut sieht oder zu hohen Blutdruck hat, so dass es auf dem Gerüst zu gefährlich werden könnte für ihn - für soziale Berufe gibt es eine solche Gesundheitsprüfung durch einen Betriebsarzt nicht, um nun deine Frage ganz exakt zu beantworten.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.054

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Aus oben verlinktem ZEIT ONLINE Artikel:
    Als Behinderung gilt jede Einschränkung, die auf physische, geistige oder psychische Beeinträchtigung zurückzuführen ist und länger als sechs Monate andauert.
    Danach wären wir alle behindert, denn eine Beeinträchtigung ist ADS allemal.

    Was arbeitsrechtlich den Vorteil hätte, es nicht angeben zu müssen und deswegen nicht benachteiligt werden zu dürfen.

    Ich könnte mir aber vorstellen, daß der Begriff Behinderung irgendwo im Arbeits- oder Sozialrecht noch genauer definiert ist.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    ADHS ist eine Störung gemäss icd10, damit ist es eine psychiatrische / klinische Diagnose, die bei entsprechender Ausprägung der Symptome Krankheitswert hat und zu Leistungen der Krankenkasse berechtigt. Ob ADHS eine Behinderung ist hängt tatsächlich davon an, ob die Beeinträchtigung durch ADHS dauerhaft an einer "normalen" Lebensführung hindert. Die Behinderung ist also Folge des ADHS und damit eine andere Ebene. Eine Behinderung muss in Form von Einschränkungen beschrieben werden und berechtigt zu Leistungen der Invalidenversicherung zT auch der Krankenkassen.

    Es geht also bei diesen Begriffen um rechtlichen Aspekt, wenn wir in dem einen Kontext davon reden und um wissenschaftliche, persönliche, ... Aspekte in anderen Kontexten. Der Kontext ist also immer sehr wichtig, weil entsprechend die Verwendung des Begriffes zulässig ist oder nicht. ADHS Symptome bedeutet nicht, dass ich krank bin oder behindert, das Ausmass und die Art der Symptome, sowie die Folgen auf Lebensqualität, Arbeitsfähigkeit und Gesundheit entscheiden das.
    LG
    Dompteur

  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Dem Betriebsarzt würde ich es gar nicht sagen. Und machen darfst du in der Regel, das was du möchtest. Du solltest allerdings offen und aufrichtig zu dir selber sein und die eigene Motivation dafür hinterfragen (gerade in sozialen Berufen).

    Abgesehen davon, dass du sicherlich im sozialen Bereich arbeiten kannst, ist es halt relevanter, ob es dur gut tut, deiner Klientel gut tun wird, das ist halt je nach Ausprägung und Persönlichkeitsentwicklung sehr individuell.

    Einem "Borderliner" (auch wenn das ja u.U. auch eine Fehldiagnose gewesen sein könnte) würde ich generell immer von einem sozialen Beruf abraten. Auch wenn die Ausprägungen hier sicher erheblich variieren,liegt, sofern die Diagnose korrekt ist, eine massive Beziehungsstörung vor. Beziehungsarbeit ist in sozialen Berufen jedoch fundamental. Da wäre das Scheitern vorprogrammiert.

    Im eher praktischen, wie physio- oder anderen Bereichen ist es vermutlich nicht ganz so prekär, sicherlich aber nicht unerheblich.

    Überleg' es dir dreimal, versuche dies am besten im Rahmen z.B. einer Therapie zu bearbeiten, um sicher zu sein, dass du möglichst viele Sichtweisen berücksichtigst.

    viel erfolg :-) (selber im sozialbereich)

    ah, ach ja, noch vergessen :-)

    Spannend finde ich auch die Frage, wie es z.B. mit dem Führen von Fahrzeugen unter Einfluss von Stimulanzien ist, jedoch eher für alle Berufe generell interessant. Ich muss es zum Glück nicht, das könnte bei der aktuell (meines Wissens) noch unsicheren Gesetzeslage auch schon mal etwas Ärger einbringen ;-)

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Rechtliche Situation - ADHS und soziale Berufe

    Vielleicht noch ein ganz interessanter Link aus dem amerikanischen Raum zu diesem Thema:

    Work Accommodations for Adults with ADD | ADDitude - Adults & Children with ADHD and LD

    LG
    dompteur

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