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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    ADS als Kündigungsgrund

    Hallo zusammen
    Ich bin heute etwas erschrocken. Eine Arbeitskollegin hat mir heute erzählt, dass sie gestern aus gesundheitlichen Gründen die Kündigung bekommen hat. Sie hatte im Frühling eine Operation am Rücken und ist deshalb längere Zeit ausgefallen. Zur Zeit geht es ihr aber gut, sie hat keine Schmerzen und arbeitet seit einem Monat auch wieder. Die Begründung von unserer Vorgesetzten habe geheissen: Wir können nicht sicher sein, dass Sie nicht wieder Rückenprobleme bekommen können.
    Dazu muss man sagen, wir arbeiten in einem Alters- und Pflegeheim in der Pflege. Diese Arbeit ist körperlich und psychisch sehr anstrengend.
    Diese Kündigung war schon die zweite, die ein Teammitglied aus gesundheitlichen Gründen erhielt. Und dies innerhalb der letzten 2 Monate.
    Ich frage mich schon den ganzen Tag über, ob die mich auch kündigen können, weil ich ADS habe und deshalb vielleicht eine Depression, Zwangserkrankung, Suchterkrankung, etc. bekommen könnte. Hat da jemand schon Erfahrungen damit gemacht oder weiß sonst Bescheid darüber?
    Leider habe ich vor längerer Zeit meinem Arbeitgeber gesagt, dass ich ADS habe. Dies bereue ich heute, kann es natürlich rückgängig machen.
    Es geht mir hier auch nicht um eine Kündigung wegen unzureichender Arbeitsleistung oder so. Meine letzte Mitarbeiterbeurteilung im Dezember war gut bis sehr gut. Ich möchte nur wissen,ob die mir kündigen können, weil ich diese Störung habe.
    Ich muss dazu ev. auch noch sagen, dass ich "nur" ADS habe und keine Komorbidität oder andere Erkrankung. Ich habe auch noch nie auf Grund des ADS gefehlt.

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 6.171

    AW: ADS als Kündigungsgrund

    Eine Kündigung darf nur ausgesprochen werden, wenn die gesundheitlichen Probleme die Arbeit beeinträchtigen.

    Und um das zu entscheiden, braucht es Atteste.
    Eigentlich sollte deine Kollegin sich erkundigen, ob das überhaupt so rechtens ist.

    Ein Kollege von mir leitet ein Altersheim.
    Er hat mal erzählt, dass er zuerst schaut ob es nicht eine andere Einsatzmöglichkeit gibt, wenn die Arbeit sonst immer korrekt gemacht wurde.

    Allein für ADHS kann niemand gekündigt werden, so lange eben die Arbeit nicht drunter leidet.

    Wie zum Beispiel das Richten von Medikamenten. Ich kenne jemand der von selber gekündigt hat, weil er gemerkt hat, dass gerade dieses Gebiet zu viel für ihn war. Er hatte immer Angst dort etwas falsch zu machen. Dabei war er ein super Betreuer und die alten Leute hatte ihn gern.

    Aber so wie du schreibst, kommst du ja gut klar.

    Du weisst ja, mit dem neuen Lastenausgleich und den Sparmassnahmen, werden an vielen Orten Gründe gesucht, um Personal einzusparen, bzw. günsterer Arbeitskräfte einsetzen zu könnem.

    Liebe Grüsse
    Pucki

  3. #3
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    AW: ADS als Kündigungsgrund

    Liebe Pucki
    Danke für deine Rückmeldung. Ich habe heute mit meiner Kollegin darüber geredet, ob sie ev. gegen die Kündigung rechtlich vorgehen könnte. Sie möchte das nicht, was ich auch verstehen kann, das ist auch immer Stress.
    Dass man für eine solche Kündigung Atteste haben muss, beruhigt mich etwas. Ich habe nicht das Gefühl, dass meine Arbeitsleistung seit der letzten Mitarbeiterbeurteilung schlechter geworden ist. Habe da auch keine negativen Rückmeldungen erhalten. Auch das mit dem Medirichten funktioniert in der Regel recht gut ( Fehler macht auch da jeder mal, deshalb werden die Medikamente danach auch noch mindesten 2 Mal kontrolliert, egal wer gerichtet hat).

  4. #4
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: ADS als Kündigungsgrund

    Hallo Trübeli,

    Ich denke, so lange dass du gut arbeitest, hast du wenig zu füchten... Wenn du jetzt deine Diagnose hast und behandlung bekommen kann, kann auch sein dass es deine Leistungen noch verbessert, dann hätte dein Vorgesetzt noch weniger Gründen dich los zu werden...

    Sonst stimme ich auch Pucki zu mit der Spardruck...

    lg

  5. #5
    Huiuiui

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 1.761

    AW: ADS als Kündigungsgrund

    Ich habe meine Diagnose schon seit einigen Jahren und bin seither auch in Behandlung. Ich habe das Gefühl, dass meine Leistungen schon seit längerem konstant sind. Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler und ich habe das Gefühl, dass ich da nicht negativ aus der Reihe tanze. Meine ADS-Symptome sind seit längerem ziemlich stabil.
    Ich habe beschlossen, nicht bei meiner Vorgesetzten nachzufragen, ob mir eine Kündigung drohen könnte.
    Mir geht es momentan gut, ich habe keine Komorbiditäten, es sieht nicht so aus, als ob ich in nächster Zeit bei der Arbeit ausfallen würde. Ich habe Freude an meiner Arbeit und gehe gerne hin.
    Ich denke, dass die mit mir das Gespräch suchen würden, wenn meine Leistungen sich verschlechtern. So einfach können sie einem nach bestandener Probezeit doch auch nicht kündigen.
    Vielen Dank für eure Antworten.

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