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Diskutiere im Thema Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 464

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    Quatsch, es geht nicht ums Auswendiglernen. Letzendlich steht alles in den jeweiligen Gesetzen, die man mit Üben anzuwenden lernt.

    Im Fernstudium gibt es dazu Mentoriate und oft auch ein online-Mentoriat indem man Fälle übt (Anwendung und nicht auswendiggelerntes Wissen).

    Sorry, dass ich da etwas emotional drauf reagiere, aber ich hatte mich nach dem Abi auch mal für Jura interessiert und genau dieser Punkt mit dem wortwörtlichen Auswendiglernen wurde damals auch irgendwie angebracht und hielt mich davon ab. Ich hätte es halt besser damals schon studiert...

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    ChaosQueeny schreibt:
    Ich glaube nicht, dass man (leicht) §§ lernt, wenn man nicht ein Faible dafür hat. Dazu kommen noch diverse Kommentare. Interessante Lektüre - allerdings nur, wenn man sich auch dafür interessiert. Bisher habe ich übrigens noch keinen Juristen getroffen, der einen Pauker zum §§ lernen eingestellt hatte, auch wenn es so was geben mag.

    Ich selbst hatte es mit einer Art Fern-Abi versucht und kann dir sagen, dass - wenn du keine Ansätze hast dich irgendwie selbst zu strukturieren - es unheimlich schwierig ist. Zumal dir in Notfall nicht unbedingt gleich ein Ansprechpartner zur Verfügung steht und man auf diesem Weg unheimlich viel selbst erarbeiten muss. Ich denke, dass es beim Fernstudium nicht unbedingt anders ist. Aber vielleicht hast du ja mit Lerngruppen oder so was in deiner Nähe mehr Glück. Ich wechselte dann auf eine Schule mit mehr Strukturen und unmittelbaren Ansprechpartner. - Aber mein Leben ist ja nicht deins und du nicht ich. Ich wollte dir dies nur zu Bedenken geben.
    Das mit dem Fernabi hab ich schon hinter mir. Hab versucht über das Telekolleg die Fachhochschulreife nachzuholen, damals konnte man als Berufserfahrener ohne Abi noch nicht studieren.
    Letztendlich bin ich daran gescheitert das die Präsenztage immer am Samstag waren, Beginn 7:15!!!!! Das ganze in nem uralten Schulhaus, 5 Stock, ohne Aufzug - ich habe Asthma und hatte trotz Spray jedes Mal Luftnot.

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    Hi,

    ich studiere an der Fernuni Hagen. Allerdings nicht Jura. Mittlerweile bin ich im 5. Semester. Und es läuft sehr gut. Ich habe den direkten Vergleich zu einem Präsenzstudium, da ich schonmal an einer Präsenzuni studiert habe und dort mein Studium auch abgeschlossen habe.

    Mir persönlich fällt das Studium an der Fernuni viel leichter. Für mich ist es die optimale Wahl gewesen. Gerade weil ich ADHSlerin bin.
    Ich kann nebenher noch arbeiten und habe so eine feste Tagesstruktur. Zum Lernen habe ich entweder Präsenzlerngruppen oder online Kontakt zu Kommilitonen. Das strukturieren habe ich durch das Fernstudium gelernt. Auch das Durchhalten und Dranbleiben gelingt mir immer besser. Ich habe Workshops der Studienberatung in meinem Regionalzentrum besucht. Wir haben da eine tolle Studienberaterin, die mir sehr geholfen hat. Außerdem ist es bei uns im Studiengang so, dass man sich zu Semesterbeginn über die Planung und Strukturierung des Stoffes austauschen kann. Von den Profs wird auch eine Struktur vorgegeben, die man aber nicht einhalten muss.

    Ich bin hyperaktiv und schnell reizüberflutet. Für mich war das lange Sitzen in einem überfüllten Hörsaal die Hölle. Da bin ich mehr als einmal nach einer halben Stunde wieder gegangen, weil ich das nicht ausgehalten habe. Im Fernstudium kann ich selber bestimmen, wann ich was lerne. Ich habe es in der Hand. Und ich kann auch bestimmen, wo ich lerne und kann mir ruhige Orte dazu suchen. Im Präsenzstudium bin ich oft in die Vorlesung gegangen und war sehr schnell gedanklich ganz woanders. Das geht im Fernstudium einfach nicht, weil man sich den Stoff selber erarbeiten muss. Das heißt, wenn ich lerne, dann lerne ich richtig und da bleibt dann meistens auch sehr viel hängen und das verschafft mir Erfolgserlebnisse. Und damit ich tatsächlich auch lerne, gehe ich regelmäßig in die Bibliothek und setze mich neben Jemanden, der sehr eifrig lernt. Dann lerne ich nämlich auch, weil ich sonst ein schlechtes Gewissen habe.

    Ich muss dieses Semester ein Modul in Gruppenarbeit absolvieren. Jeder von uns muss eine Woche lang die Leitung der Gruppe übernehmen und die Wochenplanung machen und umsetzen. Davor hatte ich richtig Horror. Ich und Planung ist echt keine gute Kombi. Aber es ist dann echt gut gelaufen. Die Kommilitonen haben sich sogar bei mir bedankt für die gut strukturierte Woche und die tolle Leitung.
    Mir tut das Fernstudium richtig gut, weil ich langsam merke, dass sich die harte Arbeit an mir selber, die ich seit meiner Diagnose geleistet habe, gelohnt hat. Ich kann mir jetzt meinen Traumstudium erfüllen. Aber ich muss schon immer weiter an mir selber arbeiten, damit dieser Traum auch wahr wird.

  4. #24
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    Fliegenpilz schreibt:
    Hi,

    ich studiere an der Fernuni Hagen. Allerdings nicht Jura. Mittlerweile bin ich im 5. Semester. Und es läuft sehr gut. Ich habe den direkten Vergleich zu einem Präsenzstudium, da ich schonmal an einer Präsenzuni studiert habe und dort mein Studium auch abgeschlossen habe.

    Mir persönlich fällt das Studium an der Fernuni viel leichter. Für mich ist es die optimale Wahl gewesen. Gerade weil ich ADHSlerin bin.
    Ich kann nebenher noch arbeiten und habe so eine feste Tagesstruktur. Zum Lernen habe ich entweder Präsenzlerngruppen oder online Kontakt zu Kommilitonen. Das strukturieren habe ich durch das Fernstudium gelernt. Auch das Durchhalten und Dranbleiben gelingt mir immer besser. Ich habe Workshops der Studienberatung in meinem Regionalzentrum besucht. Wir haben da eine tolle Studienberaterin, die mir sehr geholfen hat. Außerdem ist es bei uns im Studiengang so, dass man sich zu Semesterbeginn über die Planung und Strukturierung des Stoffes austauschen kann. Von den Profs wird auch eine Struktur vorgegeben, die man aber nicht einhalten muss.

    Ich bin hyperaktiv und schnell reizüberflutet. Für mich war das lange Sitzen in einem überfüllten Hörsaal die Hölle. Da bin ich mehr als einmal nach einer halben Stunde wieder gegangen, weil ich das nicht ausgehalten habe. Im Fernstudium kann ich selber bestimmen, wann ich was lerne. Ich habe es in der Hand. Und ich kann auch bestimmen, wo ich lerne und kann mir ruhige Orte dazu suchen. Im Präsenzstudium bin ich oft in die Vorlesung gegangen und war sehr schnell gedanklich ganz woanders. Das geht im Fernstudium einfach nicht, weil man sich den Stoff selber erarbeiten muss. Das heißt, wenn ich lerne, dann lerne ich richtig und da bleibt dann meistens auch sehr viel hängen und das verschafft mir Erfolgserlebnisse. Und damit ich tatsächlich auch lerne, gehe ich regelmäßig in die Bibliothek und setze mich neben Jemanden, der sehr eifrig lernt. Dann lerne ich nämlich auch, weil ich sonst ein schlechtes Gewissen habe.

    Ich muss dieses Semester ein Modul in Gruppenarbeit absolvieren. Jeder von uns muss eine Woche lang die Leitung der Gruppe übernehmen und die Wochenplanung machen und umsetzen. Davor hatte ich richtig Horror. Ich und Planung ist echt keine gute Kombi. Aber es ist dann echt gut gelaufen. Die Kommilitonen haben sich sogar bei mir bedankt für die gut strukturierte Woche und die tolle Leitung.
    Mir tut das Fernstudium richtig gut, weil ich langsam merke, dass sich die harte Arbeit an mir selber, die ich seit meiner Diagnose geleistet habe, gelohnt hat. Ich kann mir jetzt meinen Traumstudium erfüllen. Aber ich muss schon immer weiter an mir selber arbeiten, damit dieser Traum auch wahr wird.

    Vielen Dank für Deine Antwort :-) Das mit der Reizüberflutung ist mir die letzen Tage auch durch den Kopf gegangen. Ich war früher in der Schule auf so viele Sachen focusiert, nur nicht an mich und auch leicht ablenkbar durch Mitschüler.

    Was mich interesieren würde, der Zeitaufwand für jedes Modul wird ja mit Credits angegeben und umgerechnet. Kommst Du (mit/trotz ADHS) auf die empfohlene Zeit? Wenn nein
    wie weit liegst du darunter/darüber?

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    Lerngruppe sind wirklich wichtig, gerade für uns ADSler, aber eine solche wird man eventuell bei einem Fernstudium in der eigenen Stadt kaum finden, da die Teilnehmer einer Fernstudienseminargruppe sic ja auf die ganze Bundesrepublik verteilen

  6. #26
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    Gibt es hier jemanden der wirklich schon mal erfolgreich mit einer Lerngruppe gelernt hat?

    Wenn ich an meine Gruppenarbeiten - sei es beruflich oder an der Volkshochschule zurückdenke lief es meist so ab:

    - In der Gruppe hatte überhaupt keiner einen Plan, Material war nicht verständlich, die Gruppe hatte keinen Bock
    - Einer hat gleich die Gruppenführung übernommen und die Dinge im Alleingang gelöst

  7. #27
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    also bei mir ist das ganz anders - Lerngruppen haben mich oft gerettet, sei es, weil ich merkte, was die anderen schon können und was ich noch machen muss ( wobei ich einen Teil dessen dann schon jeweils in der Lerngruppe mitbekam) und so dran blieb am Stoff, was mir allein nicht gelungen wäre oder ob wir gemeinsam erfolgreiche Vorträge machten, wo jeder sein Teil zu bearbeiten hatte, aber in der Lerngruppe dann jeweils weitere gute Ideen, Ergänzungen e.c. kamen - also ich kann deine Erfahrung chaos-kerri so gar nicht teilen (Gott sei Dank)

  8. #28
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    chaos-kerri schreibt:
    Was mich interesieren würde, der Zeitaufwand für jedes Modul wird ja mit Credits angegeben und umgerechnet. Kommst Du (mit/trotz ADHS) auf die empfohlene Zeit? Wenn nein
    wie weit liegst du darunter/darüber?
    Das kann ich so pauschal gar nicht sagen. Es gibt Kurse bzw. Studienbriefe, die mir sehr leicht fallen und dann gibt es wieder welche, die mir sehr schwer fallen. Ich benötige aber zum Durcharbeiten der Studienbriefe ungefähr doppelt so lange wie meine Kommilitonen. Ich kann mir allerdings den Stoff besser merken. D.h. ich bearbeite ihn sehr gründlich und konzentriert, brauche daher dann länger, aber es bleibt mehr hängen. Dadurch brauche ich dann weniger Lerndurchgänge. So gleicht sich das wieder aus. Dass das mit ADHS zusammenhängt, glaube ich nicht. Denn ich habe festgestellt, dass ich eher visuell-räumlich denke und lerne. Der Unistoff ist allerdings nicht so aufbereitet. Daher verarbeite ich mir den Stoff zuerst in Mind-Maps, Steckbriefe, Bilder, Grafiken, etc. Und das dauert.
    Ich mache es aber mittlerweile so, dass ich mich nicht zum Lernen quäle und zwinge. Wenn ich einen schlechten Tag habe (mich schlecht konzentrieren), dann lerne ich nur wenig oder eben gar nichts und mache dann was anders, für das ich meinen Kopf nicht brauche.
    So wie es momentan aussieht, werde ich mein Studium in der Regelstudienzeit abschließen.


    Wintertag schreibt:
    Lerngruppe sind wirklich wichtig, gerade für uns ADSler, aber eine solche wird man eventuell bei einem Fernstudium in der eigenen Stadt kaum finden, da die Teilnehmer einer Fernstudienseminargruppe sic ja auf die ganze Bundesrepublik verteilen
    Die Fernuni Hagen hat über 80.000 Studierende. Wenn man nicht in der Pampa wohnt, dann ist es gar nichtmal so schwer eine Lerngruppe zu finden. In meinem Studiengang wird die Gründung von Lerngruppen vom jeweils zuständigen Modulbetreuer unterstützt. Zusätzlich kann man sich noch an das jeweilige Regionalzentrum wenden und dort nachfragen, welche bestehenden Lerngruppen es schon gibt. Bzw. man kann dort auch nach Kontaktdaten von "älteren" Kommilitonen fragen. In den Regionalzentren kann man auch einen Raum für eine Lerngruppe buchen und sich dann dort treffen.
    In einigen Studiengängen gibt es regelmäige Mentoriate, das sind quasi von einer Fachperson geleitete Lerngruppen. Diese finden meinst abends oder am Wochenende statt, so dass Berufstätige und weiter entfernt wohnende auch daran teilnehmen können.
    Lerngruppen müssen darüber hinaus nicht zwingend vor Ort stattfinden. Viele meiner Kommilitonen nutzen Skype, E-Mail oder telefonieren. Mit meiner Gruppe in der Gruppenarbeit kommuniziere ich fast ausschließlich per Mail. Und das klappt erstaunlich gut.
    Für die Projekt- bzw. Gruppenarbeit stellt die Fernuni sogenannte "Virtuelle Klassenzimmer" zur Verfügung. Dort kann man sich dann auch mit seiner Gruppe treffen, kann die Webcam und das Mikro anmachen und kann dann so mit seiner Gruppe reden.

    Zu den Lerngruppen:
    Wie gesagt, die Regionalzentren unterstützen einen dabei, wenn man das möchte. Dort kann man sich auch Tipps zur Arbeit und Organisation in der Lerngruppe geben lassen. Ich persönlich habe die beste Erfahrung mit kleinen Lerngruppen (maximal 3 Leute) gemacht. Alles andere überfordert mich, weil ich dann zu abgelenkt bin. Verbindlichkeit ist für mich sehr wichtig. Daher achte ich darauf, dass ich nur mit Leuten in einer Lerngruppe bin, die das genauso sehen.
    Ich habe auch schon schlechte Erfahrung mit Lerngruppen gemacht. Wie gut die Lerngruppe ist hängt von den einzelnen Personen ab, die in der Gruppe sind. Ich handhabe das daher mittlerweile so, dass ich, wenn ich den Eindruck habe, dass mir die Lerngruppe nichts bringt, diese eben wieder verlasse. Oder aber versuche das Problem anzusprechen und zu lösen.

  9. #29
    Eidotter

    Gast

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    Ich habe ein richtiges Jura-Studium durchgezogen und bin jetzt in der Examensvorbereitung.

    Mit ADS glaube ich bei Dir nicht an ein erfolgreiches Selbststudium. Das Problem ist, dass Du ja alles selbst erarbeiten musst und Dich dafür selbst täglich motivieren musst. Im anfänglichen Flow geht das sicher, aber dann?

    Es gibt kein härteres Studium als Jura und ohne hervorragender Noten bist Du ein Nichts, ein Niemand.
    Keiner stellt einen Bachelor oder Master ein, wenn er Volljuristen haben kann und davon gibt es Unzählige.
    Nämlich all die armen Schweine, die nicht das berühmte "Prädikat" erreicht haben.

    Könntest Du nicht dein Abi nachmachen und dann an eine richtige Uni gehen? Ist das in Bayern schon möglich?
    An einer guten, richtigen Uni hast Du Struktur und kannst neben der großen Vorlesungen an kleinen Arbeitsgemeinschaften teilnehmen, die den Stoff an Fällen vertiefen.

    Mit einem Bachelor wirst Du, bezogen auf Deinen Kindheitswunsch Anwältin zu werden, nie eine Anwältin, weil Du keine Volljuristin bist.
    Sollte es jemals möglich sein, nach einem Fernstudium in die Examensvorbereitung zu gehen, was ich nicht glaube, weil die Voraussetzungen (Schwerpunktbereichsprüfung z.B.) so nicht an einer Fernuni umsetzbar sind, dann wirst Du spätestens dann enorme Probleme haben, da ein Jura Studium kein "Nebenbei" Studium ist.

    Die Anforderungen sind im Examen unmenschlich, der Zeitaufwand kaum machbar und das dann mit Nachhilfe (Repetitorien) aufzufangen höllisch teuer.
    Ich zahle derzeit 170 Euro im Monat! um dreimal die Woche für je drei Stunden den Stoff aufgearbeitet zu bekommen.
    Komme ich nicht, oder kann mich nicht konzentrieren- mein Pech. Es sitzen ja noch 24 Andere (ja das ist bereits die Kleingruppe!) da und wollen vorwärts kommen.

    Der Aussage man müsse keine Paragraphen auswenidg lernen, kann ich nur widersprechen. Du hast schlicht keine Zeit alles nachzuschlagen, solltest also die §§ aus den wichtigesten Bereichen sehr wohl können inklusive des meist hochkomplexen weil mit zahlreichen Ausnahmen gespickten Prüfungsschemas.

    Wenn Du kein ADS hast, oder reich bist, oder Lebenskünstlerin die nicht viel Geld braucht, dazu masochistisch veranlagt bist und es Dir nichts ausmacht, dass Dein Leben nur noch aus Studium besteht und Dich nach dem Studium eh keine haben will, ja wenn Du eine extreme Leidenschaft für Recht hast (nicht Gerechtigkeit), dann hast Du an einer guten, normalen Uni eine Chance.
    Geändert von Eidotter (27.06.2014 um 15:20 Uhr) Grund: Rechtschreibfehler

  10. #30
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Fernstudium mit Anfang 30 UND ADHS | Fernuni Hagen

    Auch mit Fachabi kann man leider nur eingeschränkt Jura studieren. Das mal noch dazu.

    Die §§ können und auswendig lernen, da sehe ich aber schon einen Unterschied. Es geht ja eben um die Anwendung und nicht um das reine Rezitieren. Für letzteres würde auswendig lernen reichen. Damit schafft man aber nicht mal die Prüfung zur Rechtsanwaltsfachangestellen oder wie das heute heisst.

    Und in einem kann ich dir uneingeschränkt recht geben Recht und Gerechtigkeit gehören nicht unbedingt zusammen.

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