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Diskutiere im Thema Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    Ausrufezeichen Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    Hallo zusammen,

    klar kann mir keiner diese Entscheidung abnehmen -das erwarte ich auch nicht - ABER ich bin auf der Suche nach meinem beruflichen Schicksal... wenn man das so nennen kann... Ich möchte was "arbeiten", wofür ich brennen kann, was mich begeistert, motiviert, wo ich mein Herzblut und meine ganze Hingabe hineinstecken kann (und mich im besten Fall steinreich macht *lach*) und mich unterm Strich einfach glücklich macht und "ausfüllt"... Ich bin sicher, Ihr versteht was ich damit meine.

    Ich habe mal aus Neugier einen Berufsfindungstest gemacht, sowas was eigentlich Schüler kurz vorm Schulabschluss machen.
    Den Beruf, den ich gelernt habe (und damals schon nicht zu ende lernen wollte. Die habe ich dann jedoch auf Druck meiner Eltern fertig gemacht...) hatte gerade mal knapp 20% von dem, was ich eigentlich gerne machen würde ... Zwar übe ich diesen z:Z. auf 450.- Basis aus, aber das sagt glaube ich auch schon alles. Ich würde es nie mehr in Vollzeit machen wollen, weil diese Arbeit mich über kurz oder lang einfach nur an...

    Es geht hier bei meiner Frage nicht darum WAS ich machen soll (das wäre zwar auch noch ein Problem, da ich noch nicht 100% genau weiß WAS ich anderes machen könnte). Sondern vielmehr würde ich mich über Erfahrungsberichte freuen von Euch, die sowas eventuell schon mal hinter sich gebracht haben.

    Wie habt Ihr das durchgezogen? Wusstet Ihr was Ihr anderes machen wollt? Wie habt Ihr Eure Ziele umgesetzt? Welche Schritte waren dafür nötig? Wenn Ihr tatsächlich letztendlich Euren Traumberuf gefunden habt und ihn nun ausübt: Hat es den erwünschten Effekt gebracht (seit ihr glücklicher, ausgeglichener, ausgefüllter, zufriedener...).

    Ich werde in zwei Jahren vierzig und ich würde nichtmal vor einer neuen Ausbildung zurückschrecken, und mit den Kiddies nochmal die Schulbank drücken . Selbst mit meiner Dyskalkulie (ich will ja kein Matheprofessor oder Ingeniuer werden ). Klar sind mir Entferungstechnisch und zeitlich gewisse Grenzen gesetzt (wegen meiner vier Kinder), aber ich würde einiges in Kauf nehmen, nur um nicht mehr so "unausgeglichen und ungefordert" zu sein...

    Ich habe das Gefühl, dass ich so viel "zu geben" habe... aber durch mangel an der richtigen Ausbildung kann ich dieses Potential weder richtig nutzen geschweige denn für den richtigen Zweck einsetzen...

    Bin schon gespannt auf Eure Antworten.
    LG, Mami

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    Das ist jetzt ein ganz abgedroschener Spruch, ich wage kaum ihn zu schreiben......


    Such dir doch ein Hobby.


    Klingt totaaaaal blöd, aber so habe ich meinen "Traumberuf" gefunden. Man kann so testen ob es einem liegt um es auch beruflich (eventuell artverwandt) zu machen, und du fühlst dich derzeit nicht unterfordert.


    Ich habe für meinen letzten Beruf (Bühnenplastik) die Prüfung als "externer Prüfling" abgelegt. Das heisst ich musste nie die Schulbank drücken. Man meldet sich einfach bei der IHK oder der jeweiligen Prüfungsabnahmestelle zur Prüfung an. In einigen (nicht mal wenigen) Berufen geht sowas. Man muss allerdings nachweisen, das man das 1 1/2fache der Lehrzeit in dem Beruf oder artverwandt gearbeitet hat. Ich habe das über Praktika und Mentoren nachweisen können. Die Theorie der 3 Lehrjahre muss man natürlich selbstständig büffeln, Rahmenlehrpläne gibt es bei den Prüfungsstellen.

    Es war alles wesentlich schwerer für die Prüfung, als hätte ich die Ausbildung regulär gemacht, da ich aber meine Zeit zum Lernen und auch Arbeiten so meinen Bedürfnissen individuell anpassen konnte, habe ich überhaupt erst die Möglichkeit gehabt, diesen Abschluss zu machen.

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    Hallo Mami,

    deine hohe Motivation finde ich toll!
    Verrätst du uns, welches Ergebnis dein Berufsfindungstest ergab, findest du das Ergebnis mit deinen Interessen und Stärken übereinstimmend?


    Enigma

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    Träume soll man haben und man ist sicher nicht zu alt, um mit fast 40 nochmal neu durchzustarten. Doch du solltest dir Gedanken machen, ob du das WIRKLICH willst. Der Alltag mit 4 Kindern ist nicht leicht- es ist auch so schon oft schwer, sich Zeitinseln zu schaffen. Solche Tests im Internet halte ich auch für grenzwertig. Es ist eine Maschine, die was ausspuckt....Schaue auf deine persönlichen Interessen und was dem nahekommt. Mache doch mal ein Praktikum um mal wo reinzuschnuppern, oder wechsle den Arbeitgeber(nicht den Beruf an sich).

    Ich selbst bin auch Mehrfachmutter und werde bald wieder halbtags(aber mit unterschiedlichen Arbeitszeiten) arbeiten gehen und mir geht ziemlich die Düse-zumal ich mir die Stelle nicht ausgesucht habe, sondern vom Vorgesetzten "hinbeordert" wurde nach meiner mutterbedingten Auszeit.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    Meine Karriere

    • Mit Anfang 20 einen Berufsabschluß in der Tasche gehabt der mich nicht gerade interessiert hat (Krankenschwester) - dann kamen 3 Kinder in 5 Jahren -
    • Mit Anfang 30 den zweiten Beruf abgeschlossen, der eher praktisch für den schichtarbeitenden Mann und die Kinder war (Lehrerin)
    • Mit Ende 30 zurück in den ersten Beruf, diesmal allerdings in die Altenpflege.
    • Dann einige Qualifizierungen und Weiterbildungen gemacht (sowohl in Pflege wie auch in Pädagogik)
    • Mit Anfang 40 in Leitungsposition gearbeitet.
    • Mit Mitte 40 an die Berufsschule für Pflege gewechselt (cool, da kann ich beide Berufe verbinden)

    Mit Ende 40 – burn out.
    Wie ich das gemacht habe, immer einfach los, ohne viel zu überlegen – wird schon klappen und wenn nicht, gibt’s bestimmt einen anderen Weg
    Traumberuf – alles was ich gemacht habe, habe ich gern gemacht !

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 65

    AW: Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    Mein beruflicher Lebensweg ist auch noch nicht abgeschlossen und so richtig weiß ich auch nicht wo es hingehen soll. Aber mit knapp 40 ist es normal das man sein Leben in Frage stellt.

    Ausbildung zum Technischen Zeichner

    Als Technischer Illustrator gearbeitet

    Nebenbei das programmieren gelernt

    Als Projektmanager für Neue Medien gearbeitet

    Externen Prüfung zum Kaufmann Marektingkommunikation

    Abendschule besucht, Abschluss staatlich geprüfter Betriebswirt Marketing

    Und was mach ich, arbeite als Hausmeister :-)

    Tja das liegt daran, das ich ebenso nicht weiß, was ich eigentlich will... Irgendwann findet man seine Berufung, denke ich

    Gesendet von meinem C5303 mit Tapatalk

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    Hallo zusammen

    ...und vielen lieben Dank! Ich habe mich sehr über Eure Antworten gefreut. Hätte gar nicht damit gerechnet, dass es so viele werden ...

    @greatrice
    Von wegen Hobbys (davon wollte ich jetzt eigentlich nicht großartig erzählen , aber dann muss ich ja wohl doch,hihi).
    Ich habe einen Kellerraum. Der ist nicht besonders groß (so ca 7-8 qm vielleicht) und es steht noch ein Tresen drin (war mal als Partykeller vom Vorbestizer gedacht).

    Dort male und zeichne ich (teilweise auf Keilrahmen im Format 1x1 Meter). Am liebsten Mixed Media, Collagen, Abstrakt, Aquarelle aber auch nach Vorlage (Portraits, oder Motive vom Foto). Teilweise verschenke ich meine Bilder an ein gemeinnütziges Kaufhaus, wenn ich keine Verwendung mehr dafür habe (alles hängt schon voll, lach). Privat verkaufen geht ja nur in Grenzen wegen der Finanzamtsgestapo .

    Außerdem schreibe ich schon seit der 6. Klasse leidenschaftlich gerne (von Fantasy, über Science-Fiction, Geschichten aus dem Leben...), aber bisherige Veröffentlichungsversuche blieben fruchtlos. Ich habe mal vor drei Jahren ein Exposé in einer großen Verlagsgruppe eingereicht -mein bisher größter Erfolg- denn es rief tatsächlich jemand vom Lektorat an und wollte das komplette Manuskript haben. Jedoch wurde es dann doch abgelehnt, weil deren Meinung nach noch etwas fehlte (war genauer beschrieben). Ich habe es dann sogar noch mal überarbeitet und nochmal eingeschickt. Jedoch kam dann sogar nur noch eine Pauschalabsage. Seitdem "dümpel" ich ein bisschen mit meinen Geschichten herum...

    Malen und Schreiben sind aber definitiv meine großen Leidenschaften ever.

    Darüber hinaus nähe ich momentan sehr viel und habe mir mittlerweile ein gutes Grundwissen angeeignet. Es reicht sogar schon zum T-Shirt nähen worauf ich dollich stolz bin.

    Vor zwei Jahren habe ich mal einen Wochenendkurs im Schmieden gemacht. DAS war echt der Hammer und irgendwie war das Wochenende damals viel zu kurz.
    Der Typ der die Kurse gibt, kommt jedes Jahr wieder hierher und macht neue Kurse, aber die Knete muss ich erstmal haben und dann noch das Glück haben einen freien Platz zu bekommen (und das mein Mann Zeit und Lust hat Kinder zu hüten).

    Ich töpfere auch gerne (hab ich jetzt aber längere Zeit nicht gemacht, obwohl ich Modelliermasse noch rumliegen habe).
    Häkeln tue ich auch noch hin und wieder, aber das "flammt" immer mal so zwischendurch auf (wenn das Bedürfnis zu nähen mal nachlässt)...

    So, wo war ich... Ach ja, Hobbys. Ehm, da wäre noch der Garten ... Aber DAS vertiefe ich jetzt nicht mehr (den versuche ich so zu bepflanzen, dass ich möglichst wenig Arbeit damit habe).

    Um aufs malen zurückzukommen. 2013 habe ich das Experiment gewagt mich an einer renomierten Kunsthochschule zu bewerben. Es ist ja möglich das auch ohne Abiturabschluss zu machen. Ich habe mir von Vornherein keine großen Hoffnungen gemacht und war eigentlich eher scharf auf den Kommentar des Auswahlgremiums (man bekommt zu seiner Absage dann ja auch immer eine schriftliche Begründung). Dort war man der Meinung, dass ich wohl zu Illustratorisch male, denen von daher vom "tatsächlich künstlerischen" was gefehlt hat (??? so meine Vermutung).
    Theoretisch darf ich mich dort noch 2x bewerben und dann ist schluss. Allerdings weiß ich mittlerweile ehrlich gesagt nicht, was ich machen sollte wenn ich tatsächlich bildende Künste lernen könnte. Was kommt dann?

    Meine Gedanken gehen aber auch konfuse Wege (Kunstpädagogik etc)... Echt, ich hab keinen Plan und das ist das schlimmste an der Sache.
    Wenn ich wenigstens wirklich ein ZIEL hätte, dann hätte ich wenigstens einen WEG. Wenn Ihr versteht was ich meine.

    @Enigma
    1. Platz mit 90,91% wären Design, Fotografie und bildende Kunst
    2. Platz mit 90,09% wäre Pferdewirtin (wozu ich sagen muss, dass ich früher eher riesen Respekt vor Pferden hatte und das letzte mal als Kind auf einem gesessen habe)
    3. Platz mit 89,77% wären Textilverarbeitung (Schneider, Modedesigner)

    Es kommen noch Berufe wie Schauspielerin,Tierpflegerin, Keramikbearbeitung auf den vorderen Plätzen vor und mein Beruf ist am Ende der Liste irgendwo mit 22,58% (Gebäudereinigerin).
    Daher kommt auch ein Wechsel des AG momentan nicht in Frage. Ich bin auf 450 Euro im alten Kiga meiner Zwerge als Reinigungskraft eingestellt. Es ist der (zumindest vom Arbeitsweg und der Auswahl meiner Arbeitszeiten) optimale Nebenjob. Ich hab da meistens meine Ruhe, weil wenn ich anfange ist meistens niemand mehr da , andersrum kenne ich aber alle da und wenn es besondere Termine gibt lässt sich alles gegenseitig gut absprechen.

    Meine eigentliche Arbeit ist Küchenhilfe bei dem hier um die Ecke ansässigen Flugzeughersteller. Zwar habe ich nur einen Werkvertrag, aber der ist unbefristet mit festen Arbeitszeiten (ohne Schicht), Weihnachtsgeld, JSZ und da häng' ich echt dran , auch wenn ich da total unterfordert bin (so rein Kopftechnisch), aber die Menschen mit denen ich da arbeite sind einfach der Hammer. Viele sind in den Jahren wo ich da vor der Elternzeit gearbeitet habe meine Freunde geworden, und in den fast fünf Jahren wo ich da jetzt "raus" bin, ist der Kontak auch immer erhalten geblieben.

    ABER es sind da sooooooo viele Veränderungen (personaltechnisch als auch arbeitstechnisch) in den letzten Jahren über die Bühne gegangen, dass meine Chefin nicht weiß, ob ich tatsächlich im Juli wieder anfangen kann , und sie hat sich bis heute noch nicht wieder gemeldet. DAS ist eigentlich der ausschlaggebende Punkt gewesen, warum der Gedanke an einen beruflichen Neuanfang so konkret geworden ist. Ich habe das Gefühl ich muss irgendwas tun, so als ob es kein Zurück mehr geben wird... Versteht ihr? Damit ich etwas in der Hinterhand habe. Ich habe auch schon an eine Beratung im Arbeitsamt nachgedacht (habe ich aber in der Vergangenheit nur schlechte Erfahrungen mit gemacht).

    Ich habe sogar schon mit dem Gedanken gespielt mich Selbstständig zu machen. Mein Plan war dabei Auftragsmalerei zu betreiben. Und zwar wollte ich mich darauf spezialisieren Wände (im Innenbereich vorw.) zu bemalen. Also nach Kundenwunsch. Für Privatleute (die die Kinderzimmer ihrer Kinder z.B. individuell gestalten möchten), oder für Schulen und Kitas. Da gibt es aber soviel rechtliches vor dem ich mich fürchte und ich wäre ja auch absoluter Freelancer, also ALLEINE ohne Angestellte. Mein Mann würde auch nicht hinter mir stehen fürchte ich. Ich müsste so viel riskieren (hab auch noch eine Privatinsolvenz am laufen, die jedoch "fast" beendet ist.).

    AHHHHH es ist zum durchdrehen ...

    @Gerhild
    Ich hoffe, Dir geht es jetzt wieder besser?
    Bist Du denn jetzt wieder auf einem Weg, der Dir eher zusagt?

    Ich habe meinen Realschulabschluß damals an einer Berufsfachschule für Gesundheitspflege gemacht , jedoch hätt' ich mir das schenken können, denn für den ollen Gebäudereinigerberuf hätte Hauptschule völlig gereicht . Aber einen Pflegeberuf hätte ich nie machen können und ich ziehe heute noch den Hut vor JEDEM, der diesen Berufsweg eingeschlagen hat!


    @Hibbelchen
    Ja, Praktikum... Aber ich weiß ja nicht genau als was überhaupt... Mir stehen hier echt die Haare zu Berge.
    Dir wünsche ich viel Glück! Ist nicht gerade nett, was Dein Vorgesetzter gemacht hat (Dich einfach so mal eben woanders hinzuschicken).

    @quirks
    Solche Lebensläufe sind "unter uns" ja nichts ungewöhnliches. Ich find das cool, solange Du selbst zufrieden und ausgefüllt mit deinem Job bist und Dich nicht unterfordert fühlst.
    Hausmeister ist ja Heutzutage sehr anspruchsvoll und sie müssen oft zu jeder Zeit erreichbar sein. Mein Mann hat mal vor langer Zeit gesagt, dass (wenn er nicht in seinem jetzigen Job so glücklich wäre), dass er am liebsten Hausmeister in einer Grundschule geworden wäre.

    Ich bin schon Jahrelang echt eifersüchtig auf ihn. Er ist soooo glücklich mit seinem Job (er soll den Laden auch mal irgendwann übernehmen ) und ich komme mir jedesmal minderwertig vor. Versteht mich nicht falsch; Er ist kein Angeber (sicher nicht!!), aber alleine die TATSACHE dass er glücklich und zufrieden mit seiner Arbeit ist ... . Selbst wenn es mal Probleme dort gibt sind die so schnell aus der Welt geschafft, dass da schnell kein Hahn mehr nach kräht.

    Das tut so weh und nagt fürchterlich an meinem Selbstbewusstsein. Ehrlich.

    Gefrustete Grüße sendet das Mamilein...
    (PS: Sorry für den MEGATEXT *schäm*)

  8. #8
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    @mami

    wenn ich keine Kinder in die Welt gesetzt hätte, säße ich immer noch in der Firma, in der ich nach der
    Ausbildung angefangen habe. Export, das war meine Welt.

    Später habe ich als Sekretärin gearbeitet.
    Dann war ich einige Zeit Hausfrau.
    Seit zwei Jahren helfe ich in einem Theater aus,
    Büro, Abendkasse, Café. Das Büro würde ich gerne regelmäßig
    machen, aber ich werde nur gefragt, wenn die eigentliche Mitarbeiterin
    nicht da ist. Das Arbeiten mit den Künstlern gefällt mir sehr gut, da ich auch
    ein bisschen ver-rückt bin und mich gut einfühlen kann. Und das Publikum ist
    meistens super.

    Und dann bereue ich wirklich sehr, dass ich keine Qualitfikation als "Demenzhelferin od. ähnlich habe".

    Ich betreue stundenweise Demenzkranke und wundere mich, wie kreativ ich dabei bin.

    Heute haben wir Kräuter im Garten geschnitten und gerochen und probiert.

    Auch singen kommt sehr gut.
    Und ich schneide aus der Tageszeitung schöne Bilder aus,
    klebe sie in ein Heft und schreibe eigene Texte dazu. Warum sollen die alten Menschen
    ständig die schrecklichen Nachrichten lesen?

    Alles Gute wünscht dir
    Gretchen

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    Hi Gretchen,

    das hört sich sehr schön an. Ich finde es toll, wenn man sich so entspannt mit älteren Menschen auseinandersetzen kann.
    Dein Lebenslauf hat ja dann auch eine kreative Richtung eingeschlagen.

    Wenn diese Unsicherheit nicht wäre, und die Tatsache dass ich leider nicht genau weiß WAS ich eigentlich genau will, wäre ich schon ein
    großes Stück weiter.

    Echt, das macht mich kirre...


    LG, Mami

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Alles auf Anfang? Alles auf Null?? Ja/Nein?

    Hey zusammen,

    ...ich muss unbedingt was los werden...
    Wie ihr wisst, spiele ich ja mit dem Gedanken vom beruflicher Neuanfang, aber das ich nicht wirklich wusste was ich genau machen möchte...

    Da ich schon wochenlang die die Stellenangebote durchforste (eher ohne bestimmte Erwartungen, aber so nach dem Motto: Es könnte ja doch was dabei sein...), bin ich vorgestern (also Mittwoch) über folgendes Stellenangebot gestolpert:

    Wir suchen ab sofort eine/n Pferdepflegerhelfer/In in Festanstellung
    Ihre Aufgaben:
    - Boxen ausmisten (13 Pferdeboxen sind vorhanden)
    - Pferde putzen und zur Weide führen
    - ggf. Hofarbeiten
    - ggf. kleinere Reparaturarbeiten

    Arbeitszeiten Mo.-Fr. (Teilzeit) von 9.00 -13.30 Uhr)
    Kontakt unter....


    ...Ich muss dazu erwähnen, dass ich in meinem Leben vielleicht 4x auf einem Pferd gesessen habe , und dass ich von Pferdepflege nur theoretische Ahnung habe.
    ABER (jetzt kommts...) ich habe mir schon seit meiner Kindheit immer insgeheim eine engere Beziehung zu Pferden gewünscht, nur hatte ich grundsätzlich aus Unerfahrung zu viel Respekt (meistens vor der Größe einiger Pferde-Arten), später keine Zeit und kein Geld für Reitstunden... Doch ich habe mir die Internetseite des Hofs mit dem Stellenangebot angesehen und die haben eigentlich nur kleinere Pferde, bzw. Ponys (u.a. Islandpferde). Überwiegend werden dort Kinder unterrichtet.

    Haltet mich für vollkommen bekloppt, aber folgendes ist ein paar Tage vorher passiert:
    Da ich ja auch auf einen Therapieplatz warte für mein ADHS und die dazugehörige Boderlinestörung, und die Wartelisten überall mit mindestens 8 Monaten zu Buche schlagen, habe ich mich über alternative Therapiemöglichkeiten schlau gemacht.

    Dienstag hatte ich daher einen Termin auf einem Pferdehof (nicht so weit weg von hier und ist auch ganz woanders als der mit dem Stellenangebot), der tiergestützte Therapie anbietet und auch speziell bei ADHS und allgem. Wahrnehmungsstörungen. Zwar werden dort überwiegend Kinder und Jugendliche behandelt, aber es kommt auch vor, dass Erwachsene dort therapiert werden. Ich hatte ein Einführungsgespräch, habe auch erklärt wie schwer es ist in Therapie zu kommen, und ab Juli soll es also dort losgehen. Eine Stunde kostet rund 40.- Euro und ich findes das absolut in Ordnung (wenn man mal daran denkt, was eine privat gezahlte Therpaiestunde bei einem Psychotherapeuten kostet...).

    Während des Gesprächs (es wird unter anderem mit speziell trainierten Ponys, Pferden und Hunden gearbeitet) wurde mir plötzlich von Sekunde zu Sekunde klarer: DAS IST ES, das ist das richtige für meine kranke Seele, die sich insgeheim auch immer nach Pferden gesehnt hat...
    Und am nächsten Morgen fand ich die Stellenanzeige... Nennt es Zufall oder Fügung; Ich weiß es nicht was es war, aber ich schaue schon seit Wochen nach Stellenangeboten (im Netz als auch in den Zeitungen) und es war vorher nie eine vergleichbare Stelle angeboten worden- keine die mich SO SEHR angesprochen hat. Es haben regelrecht sämtliche Alarmglocken geschrillt und seitdem erfüllt mich ein unbeschreiblich starkes Gefühl unerschütterlichen Enthusiasmusses (schreibt man das so?)...
    Ich kann mich NICHT daran erinnern, mir jemals bei einem Jobangebot so sicher gewesen zu sein...

    Trotzdem habe ich die Anzeige erstmal nur ausgeschnitten und zur Seite gelegt. Und habe eine Nacht darüber geschlafen.
    Was, wenn das wieder nur so eine fixe Idee von mir ist? Was ist mit den ganzen Nachteilendes Job´s??
    Also, schlechte Bezahlung, Verletzungsgefahr, arbeiten bei jedem Wetter ob Sommer ob Winter, Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit von so vielen "Rössern & Reitern"

    ... Ich bin am nächsten Tag aufgewacht und hab nur gedacht: "Wenn Du da nicht anrufst, wirst Du Dich irgendwann darüber ärgern..." und ich dachte, wenn ich denen am Telefon davon erzähle, dass ich nicht viel Erfahrung im Umgang mit Pferden habe (da bin ich ja ne ehrliche Haut...) wimmeln die mich eh ab, oder wahrscheinlich ist die Stelle ist eh längst weg... (ihr kennt solche Situationen sicher auch)... Aber dieser unerschütterliche Enthusiasmus muss wohl auf die Dame am Telefon irgendwie "eingewirkt" haben (keine Ahnung... sie vermittelte eigentlich den Eindruck, als würde sie über gute Menschenkenntnis verfügen und wirkte auf mich sogar etwas streng...), jedenfalls soll ich am 1. Juli ein Praktikum machen und seitdem durchforste ich das Internet nach Anleitungen für Pferdepflege für Anfänger (you Tube ist dabei mein bester Helfer...).

    Ich weiß, wir ADHSler gehen ja allgemein an solche Sachen ja eigentlich mit sehr hohen Erwartung heran, aber ich bremse mich selber aus und mache mir nicht allzugroße Hoffnungen (Videoanleitungen und das reale Leben ist ja dann doch ein klitzekleiner Unterschied, öhömmm). Gut, der Arbeitsplatz wäre in 20 Min. mit dem Auto zu erreichen und die Arbeitszeiten sind echt ein Traum für mich. Aber ich habe ja (noch) meinen alten Küchenjob, wo ich EIGENTLICH im Juli wieder anfangen wollte. Meine Chefin hat sich jedoch bis heute (anm. der Redaktion, kommenden Dienstag ist schon der 1.Juli!!) noch nicht bei mir gemeldet aber wir sind dringend auf das Geld angewiesen (so viel weniger würde ich auf dem Hof auch nicht verdienen...). Ich schmeiß den alten Job sofort hin, sobald ich eine Zusage vom Hof erhalten sollte. Nach mir die Sinntflut.

    Ich sehe mich schon im Dauerregen Pferde durch die Gegend führen (eine Erkältung nach der anderen auskurieren), 13 Pferdeboxen täglich ausmisten und dreckverkrustetes Fell striegeln... Aber ich dürfte bei diesen tollen Wesen sein, sie spüren, sie "riechen" (es hat etwas schönes für mich diese Tiere und den Stall zu riechen, haltet mich für Mischugge, aber es ist so...), und alleine sich dieses "um Pferde kümmern" lässt mein Herz in die Höhe schnellen. Vermutlich werden meine Schlafstörungen dann bald der Vergangenheit angehören...
    Da es Schulpferde für Kinder sind (und Islandpferde eh ein eher sanftes Gemüt haben) mache ich mir über evtl. schlecht gelaunte Tiere die vielleicht bösartig zutreten und beißen könnten keine großartigen Gedanken...

    So, Ihr seit die ersten, denen ich davon erzählt habe . Mein Mann und die Kinder sind noch ahnungslos. Denn falls es in die Hose geht, muss ich nichts großartig erklären.

    LG, und schönes WE wünscht die Mami

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