Liebe Elwirrwarr,

ich kann Dich gut verstehen.
In meine Firma zurück, wo ich mich drei Jahre lang sehr gut gefühlt habe (obwohl es auch kollegiale Ar*chl*cher dort gab), war in der fast 5 Jährigen Elternzeit etwas, worauf ich mich sehr gefreut habe.

Aber nach und nach ließ es von dort "durchblicken", dass sich so viel dort verändert hat und es einfach nicht mehr auf mich "passt". Mir blutet das Herz wirklich, wenn ich an die 4/5 Kollegen/Innen denke, die ich dort quasi sitzen lasse. Aber wenn ich Ihnen den Grund erkläre, verstehen die es sicher. Sie sind mehr oder weniger meine Freunde (einige von ihnen waren sogar bei meiner Hochzeit), von daher denke ich dass sie zwar traurig sein werden, es mir aber nicht nachtragen.

Und wer weiß; Vielleicht werde ich ja eines Tages wieder dort arbeiten wollen und können? Wer ahnt schon im vorraus, was die Zukunft bringt?
Ich weiß nur; So wie es JETZT dort aussieht, ist mein Platz dort nicht mehr vorhanden...

Und ich möchte einen Arbeitsplatz haben, wo ich mich morgens darauf freue wenn der Wecker endlich klingelt .
Das ist in meiner alten Firma nicht oft der Fall gewesen, obwohl ich dort so tolle Kollegen hatte und meine Sozialphobie erkannt habe, und sie losgeworden bin.
Dafür, und für die Erfahrungen (auf menschlicher Ebene) bin ich sehr, sehr dankbar. Und die hätte ich auch an keinem Ort machen können glaube ich.
Dort gearbeitet zu haben, hat mich ein stück weit auf den Weg zu meiner seelischen Heilung gebracht. Ich wäre heute nicht so weit, wenn ich dort nicht hätte arbeiten können.

Ich habe auch schon vieles gemacht.
Nach meiner Ausbildung als Gebäudereinigerin (was ÜBERHAUPT nicht mein Ding ist), habe ich Wagenpflegerin gemacht, als Kommissioniererin gearbeitet in einer Teefirma, danach wieder Wagenpflegerin in einer anderen Firma, dann als Hauswirtschaftshilfe für einen ambulanten Pflegedienst und von da bin ich in die Kantine gewechselt.
Und auch, wenn einige Erfahurngen echt abscheulich waren, so habe ich trotzdem überall meine Lebenserfahrungen gemacht und vieles gelernt. Auch in der ambulanten Pflege, wo ich echt viel über Menschen gelernt habe...

Übrigens arbeitet die Dame, die mich damals in der Kantine eingestellt hat jetzt in DEM Kindergarten, wo unsere zwei Zwerge hingehen . Als ich sie dort sah dachte ich, mich tritt ein Pferd! "...Du hier?" "Jepp" ich wusste, sie hatte ende 2010 in der Kantine aufgehört, aber ich wusste nicht, dass sie ursprünglich Sozialpädagoging gewesen ist.
Sie ist in den Beruf zurückgekehrt, den sie ursprünglich mal gelernt hat und von dem sie erst "Abstand" gewinnen musste um irgendwann festzustellen, dass es das richtige für sie ist...

Es gibt Dinge und Zufälle im Leben, die gibts nicht *lach*...


Liebe Grüße, Mami