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Diskutiere im Thema Mein Beruf und ich... im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    Mein Beruf und ich...

    Hallo Forum,

    ich bin neu und habe mich auch bereits vorgestellt. Ich habe im Vorstellungsthread meine Probleme schon umrissen. Ich stehe wieder davor, im Job zu scheitern. Ich habe einen fachspezifischen Bürojob, wo es auf Detailgenauigkeit und Ordnung ankommt. Als ich mich vor 13 Jahren für den Beruf entschieden habe, kannte ich meine Probleme noch nicht bzw. wusste sie nicht zu deuten. Da waren sie natürlich schon. Aber man denkt sich, das gibt sich schon wenn man im Beruf erfahrener ist. Jetzt weiß ich, dem ist nicht so.
    Ich möchte mich in dem Job nicht mehr länger quälen und mich um orientieren, allerdings, ohne eine komplett neue Ausbildung zu beginnen.

    Ich finde nur leider gar keinen Ansatz, was für mich richtig wäre. Ich bin technisch sehr begabt und recherchiere gern. Dinge, wo ich mich eben drin "vertun" kann.

    Wie geht man denn sowas am besten an? Wie findet man raus, was für einen gut ist? Ohne Angst, am Ende wieder zu scheitern.

    Ich habe natürlich Angst, dass ich auf Arbeit vor die Tür gesetzt werde und arbeitslos bin. Denn dann habe ich den Druck, wieder schnell einen neuen Job anzunehmen, wo am Ende vll. das Gleiche passiert. Da man in meiner Branche eh schon schlecht verdient und grad über die Runden kommt, könnte ich von Arbeitslosengeld nie leben.

    Wie geht man denn sowas am besten an? Letztlich hat das für mich auch existenzielle Bedeutung.

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Mein Beruf und ich...

    Letztendlich wird es darum gehen, herauszufinden was dir wirklich liegt und wie dein Inneres System tickt. Aus eigener Erfahrung möchte ich dir daher ein professionelles Coaching empfehlen.

    In der Arbeit mit demCoach sollten deine Kompetenzen und Interessen ergründet und ein für dich passendes Arbeitsgebiet/ Jobprofil gefunden werden. Das Ergebnis muss dann noch dem

    Realitätscheck standhalten,nämlich hast du mit deiner Ausbildung bereits Zugang zum Wunschjob hast oder ist eine Umschulung oder Weiterbildung nötig ist,um dein Ziel zu erreichen. Egal wie der Weg

    auch aussehen mag, er lohnt sich zu gehen:

  3. #3
    pero

    Gast

    AW: Mein Beruf und ich...

    Cash hat recht, ein (gutes) Coaching ist sein Geld wert. Und ob es gut wird, das merkt man schnell daran ob die Chemie stimmt.
    ADHSler wird viel Empathie nachgesagt, zumindest für mich stimmt das offenbar.
    Ich sehe allerdings keinen Grund warum eine komplette Ausbildung so deutlich ausgeschlossen wird. Wäre es nicht vielleicht doch besser 2 Jahre für eine Umschulung zu investieren wenn danach der Stress mit der Arbeit viel leichter wird?



    Gesendet von meinem iPad mit Tapatalk

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Mein Beruf und ich...

    Ich vermute mal, dass so ein Coaching nicht von der Kasse getragen wird und die Kosten sicher im 4stelligen Bereich liegen oder? Das Thema Finanzen kann man ja leider nicht wegdiskutieren.

  5. #5
    pero

    Gast

    AW: Mein Beruf und ich...

    Also ich hatte ein "Abo" für 50 Euro im Monat für 1 Jahr.
    Ja, das ist immer noch eine Menge Geld, aber was ist das im Vergleich zu einem verlorenen Jahr in einem "falschen" Beruf?

    lg
    pero

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Mein Beruf und ich...

    Es kommt ganz darauf an wieviel man investieren will und kann. Es kann von 2-300 bis über 2000€ gehen für ein mehrtägiges Programm.

    Und nein, die KK zahlt das nicht, aber man kann es von der Steuer absetzen m.W. sofern man über dem Pauschbetrag liegt, so dass man es separat ausweisen kann.

    Dennoch... betrachte es als eine Investition in dich und deine Zukunft:-)

  7. #7
    aficionado

    Gast

    AW: Mein Beruf und ich...

    Cash schreibt:
    Es kommt ganz darauf an wieviel man investieren will und kann. Es kann von 2-300 bis über 2000€ gehen für ein mehrtägiges Programm. ...

    Dennoch... betrachte es als eine Investition in dich und deine Zukunft:-)

    Ich wurde früher häufig "gecoached". Aus verschiedenen Gründen wurde mir diese Chance mehrmals gegeben, ich selbst musste nichts bezahlen. Die Programme wurden immer von sehr professionellen, teuren Firmen organisiert. Ich habe auch an mehreren mehrtägigen Programmen teilgenommen.

    Es kann bestimmt so sein, wie es oben steht, dass ein Kurs super wirksam ist. Aber ich habe so was noch nie erlebt. Ich habe aber mehrmals erlebt, dass man uns Selbstverständliches beigebracht hat - Strategien, die jeder kennt und viele umsetzen - nur mit viel Enthusiasmus und diesem... Keine Ahnung wie ich das nennen soll, Offenbarung-Flair? Als ob diese Strategien jetzt etwas ganz Neues wäre: Wir offenbaren Ihnen jetzt die Strategien, durch die man Erfolg erzielt. Außerdem ist es oft auch so, dass die Trainer sich mit deinem Beruf/ Branche kaum auskennen. Sie können oft nur ein paar theoretische und allgemeine Ratschläge anbieten. Wenn es dir reicht...

    Ich kenne eine Menge Personen, die von diesen Kursen nicht profitiert haben und die davon nicht so viel halten. Ich kann ehrlich sagen, ich habe durch Lektüre und Selbstreflexion mehr gelernt als durch diese Kurse und persönliche Gespräche mit Coaches.

    Wie gesagt, ich schließe absolut nicht aus, dass es auch sehr gute Trainer gibt, die helfen. Aber nach so vielen Erfahrungen mit den besten in der Branche kann ich sagen, ich bin skeptisch. Es ist nicht so, dass Coaching unbedingt hilft selbst wenn man einen guten Anbieter auswählt. Ich würde jetzt keine 200 € auf diese Art und Weise "in meine Zukunft" investieren, wie Du es so schön ausgedrückt hast.

    Ich halte schon viel mehr von der Verhaltenstherapie, von der Psychoanalyse natürlich auch.
    Geändert von aficionado ( 2.04.2014 um 12:01 Uhr)

  8. #8
    pero

    Gast

    AW: Mein Beruf und ich...

    Zum einen ist das was Firmen wollen oft nicht das richtige für einen selbst ist. Firmen versuchen oft die Leistungsfähigkeit einseitig und pauschal zu verbessern, dabei geht es selten um individuelle Bestandsaufnahmen. Dann ist der Preis kein echtes Kriterium, teuer muss nicht gut sein. Ein Berufscoach ist auch keine Alternative zu einer VT, es ist vielmehr eine Ergänzung dazu.
    Ein Therapeut kümmert sich um Gefühle und Verhalten, ein Berufscoach sucht Fähigkeiten und Stärken und erstellt daraus ein Profil für mögliche Berufe. Das kann kein Therapeut, die haben keinen Bezug zur aktuellen Berufswelt.
    Das kann man auch selbst nur sehr schwer weil man oft durch eine einseitige Brille schaut, die eigenen Fähigkeiten oft nicht realistisch einschätzen kann.
    Und ein guter Berufscoach sagt auch nicht was man machen soll, auch er gibt nur Anregungen.
    Ich hatte fast nur Einzelgespräche und Workshops mit max. 4 Teilnehmern, das war sehr intensiv und absolut individuell, nix mit 0815

    LG
    pero.

  9. #9
    aficionado

    Gast

    AW: Mein Beruf und ich...

    pero schreibt:
    Zum einen ist das was Firmen wollen oft nicht das richtige für einen selbst ist. Firmen versuchen oft die Leistungsfähigkeit einseitig und pauschal zu verbessern, dabei geht es selten um individuelle Bestandsaufnahmen.
    Die mehrtägigen Veranstaltungen, an denen ich teilgenommen habe, wurden nicht von meinen Arbeitgebern organisiert. Oder habe ich Dich falsch verstanden?

    pero schreibt:
    Dann ist der Preis kein echtes Kriterium, teuer muss nicht gut sein.
    In meiner Aussage bezog ich mich auf den Preis und Ruf. Wenn das keine guten Kriterien sind, um einen Coach auszuwählen, welches Kriterium würdest Du denn vorschlagen?

    pero schreibt:
    Das kann kein Therapeut, die haben keinen Bezug zur aktuellen Berufswelt.
    Das kann man auch selbst nur sehr schwer weil man oft durch eine einseitige Brille schaut, die eigenen Fähigkeiten oft nicht realistisch einschätzen kann.
    Und ein guter Berufscoach sagt auch nicht was man machen soll, auch er gibt nur Anregungen.
    Genau, nur Anregungen, und die sind manchmal total wertlos. Es war mir zum Beispiel immer klar, dass Bewerbungsunterlagen bei einer Bewerbung extrem wichtig sind. Die Coaches, die ich kennen gelernt habe, wiederholten das auch ständig. Einer wollte meinen Lebenslauf sehen um mir Feedback zu geben. Er hat mir dann ein paar Tipps gegeben, wie ich den Lebenslauf verbessern könnte. Das Problem? In meiner Branche macht man es total anders. Ich bin ganz sicher, dass die von ihm vorgeschlagenen Korrekturen meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt gesenkt hätten. Er hatte keine Ahnung wovon er redete.

    pero schreibt:
    Ich hatte fast nur Einzelgespräche und Workshops mit max. 4 Teilnehmern, das war sehr intensiv und absolut individuell, nix mit 0815
    Ich auch. Noch mal, es geht mir nicht darum, zu beweisen, dass Coaching sinnlos sei. Es gibt bestimmt gute Firmen. Aber ich glaube nicht, ihre Hilfe ist unbedingt nötig um sich auf dem Arbeitsmarkt neu zu definieren.
    lG.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Mein Beruf und ich...

    Bei mir "knallts" zur Zeit ziemlich auf Arbeit. Nächste Woche gibts ein Gespräch, wie es weiter geht. Eigentlich möchte ich auch gar nicht, dass es weitergeht. Die Frage ist eben, was dann. So ein Coaching mag sinnvoll sein, wenn man das Geld für soetwas hat. Das habe ich leider nicht. Sollte ich meinen Job verlieren, erst recht nicht.

    Sicher wird es danach weiter gehen. Ich bin nur grad ziemlich orientierungslos. Vielleicht hat jemand einen spontanen Rat für den Alltag in solchen Situationen oder vielleicht auch nen kleinen Trost.

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