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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Mein Beruf und ich...

    Zumindest schonmal einen Therapieplatz suchen, der kommt zwar meist nicht sofort, aber jeder Tag, der ungenutzt verstreicht ist halt hintendran ein Tag den du warten musst. Therapie, gerade eine Verhaltenstherapie ist in dem Sinne ein Coaching, nur auf KK Kosten.

    Ansonsten kannst du z.B. deine Probleme genau benennen, dann kann man dir auch evt. Tips geben, die bei uns geholfen haben, oder die man sogar im Coaching/Therapie bekommen hat.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Mein Beruf und ich...

    Naja mein Hauptproblem ist, dass ich nicht leistungsfähig bin, weil ich mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren kann und dadurch Fehler mache. Mit jedem Fehler setzt mich meine Chefin mehr und mehr unter Druck, so dass ich im Endeffekt noch mehr Fehler mache und zur Zeit total kopflos bin. Ich arbeite im Büro und muss dieses allein organisieren. Das fällt mir leider sehr schwer, weil mir dafür vermutlich die Struktur fehlt. Unterstützung von meiner Chefin bekomme ich keine.

    Wenn das hier in die Hose geht, möchte ich mich beruflich neu orientieren. Dafür fehlen mir nur leider komplett die Anhaltspunkte, bzw. bin ich derzeit auch sehr mutlos.

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Mein Beruf und ich...

    Hast du schonmal mit deiner Chefin offen über deine Probleme gesprochen? Oder ist sie für sowas eher unzugänglich?


    Ansonsten kannst du dich ja auch in einem Seelsorge- oder psychiatrischen Stützpunkt in deiner Nähe beraten lassen. Vielleicht können die auch schneller einen Termin bei einem Arzt irgendwo ausmachen.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Mein Beruf und ich...

    Ich habe meiner Chefin das mal gesagt. In dem Moment war sie dann verständnisvoll. Aber im entscheidenden Moment interessiert sie das leider gar nicht. Ich glaube spätestens, wenn ich eine Diagnose habe, wird sie die Zusammenarbeit mit mir beenden, da ich nicht glaube, dass sie bereit ist, mich zu unterstützen.

    Ich war heute bei meiner Hausärztin. Da wird jetzt natürlich erstmal organisch alles abgeklärt. Dann muss ich zu nem Gedächtnistest, dann Neurologe und erst dann evtl. zum Psychologen. Langer Weg.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Mein Beruf und ich...

    Hey Simmi,

    bist du immer noch hier im Forum unterwegs? Würde gerne von dir hören, wie es dir im Moment geht und wie die Arbeit bei dir läuft. Hat sich etwas verändert? Oder hast du sogar einen neuen Job? Wie lief es beim Hausarzt und bei den folgenden Untersuchungen?

    Mir geht es nämlich haargenauso wie dir, und würd mich freuen wenn wir uns ein bisschen austauschen könnten. Habe von meiner Cheffin auch ständig eins "aufn Deckel" bekommen, aber sie gibt mir auch immer mal gute Tipps, wie ich mein Chaos in den Griff bekommen kann. Aber so ganz hat es mich noch nicht weitergebracht.

    Würd mich freuen von dir zu lesen. Liebe Grüße,
    Jane

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Mein Beruf und ich...

    Simmi79 schreibt:
    Naja mein Hauptproblem ist, dass ich nicht leistungsfähig bin, weil ich mich nicht auf meine Arbeit konzentrieren kann und dadurch Fehler mache. Mit jedem Fehler setzt mich meine Chefin mehr und mehr unter Druck, so dass ich im Endeffekt noch mehr Fehler mache und zur Zeit total kopflos bin.
    Hallo Simmi,

    das könnte ich auch genauso unterschreiben...

    Nach meinem stationären Aufenthalt vor 2 Jahren, habe ich nach ca. 4 Wochen wieder angefangen zu arbeiten (Wiedereingliederung nach 4,5 Monaten AU). Ich habe nur so schnell wieder angefangen zu arbeiten, weil ich von meiner Schwiegermama, die in der Personalabteilung arbeitet unter Druck gesetzt wurde. Sie meinte, dass mein Arbeitsplatz in der neuen Abteilung dann anderweitig besetzt wird . Das war leider viel zu früh. 3 Wochen vor meinem "Zusammenbruch", habe ich die Abteilung (in die Buchhaltung) gewechselt. In der Berufsschule war ich ganz gut im Rechnungswesen. Leider fehlten mir die Praxis Erfahrungen, da keiner der beiden Ausbildungsbetriebe, in denen ich gelernt habe eine interne Buchhaltung hatte.
    Vor meinem Wechsel in die andere Abteilung, habe ich es gerade so noch geschafft, mich über Wasser zu halten. Der Wechsel brachte das Fass leider zum Überlaufen, obwohl ich mich eigentlich auf die neue Abteilung gefreut hatte. In der alten habe ich es leider nicht mehr ausgehalten.

    Nochmal zu der Situation in der neuen Abteilung:
    Meine Kollegin war anfangs total nett und hat mir erstmal nur leichte Tätigkeiten aufgegeben, also die Aufgaben die Azubis auch erledigen. Das hat eigentlich auch ganz gut geklappt. Ich hatte aber immer Anleitungen (Bildschirm Ausdrucke) von den einzelnen Schritten im SAP vorliegen, damit ich nichts falsch mache.
    Während meiner Wiedereingliederung, habe ich auch erstmal mit den Aufgaben begonnen. Meine Kollegin war zu der Zeit sehr überarbeitet und privat lief es auch nicht so gut bei ihr. Sie musste ja auch fast für zwei arbeiten. Ich hatte das Gefühl, das sie bald "durchbrennt". Ich habe mir die ganze Zeit gesagt, dass ich sie unterstützen muss und keine Fehler machen darf, damit sie nicht noch mehr Arbeit hat. Ich habe also versucht ihr Arbeit abzunehmen, leider ohne Erfolg. Sie hat mir die Dinge kurz erklärt und ich habe es nicht verstanden und falsch gebucht. Nachdem ich zweimal etwas falsch gemacht habe, hat sie mir an den Kopf geknallt, dass ich mich immer tiefe in die schei..... reite. Als ob das nicht schon schlimm genug war, haben die Kolleginnen auch noch angefangen über mich zu reden und das in meinem Beisein. Sie haben zwar leise gesprochen, aber ich konnte trotzdem einige Sachen verstehen: ..." Wie soll es denn werden, wenn du Urlaub hast und sie hier alleine ist?" ... " Das geht doch total schief..." ... "Wie kann man denn so blöd sein?"
    Eine andere Kollegin meinte noch, das sie es nicht in Ordnung findet und ich es mir nicht zu Herzen nehmen soll, aber das kann ich leider nicht.

    Damit konnte ich überhaupt nicht umgehen und hatte sofort wieder sehr negative Gedanken und bin in ein tiefes schwarzes Loch gefallen. Am nächsten Tag bin ich wieder zum Arzt gegangen und wurde wieder krank geschrieben. Zum Glück hatte ich zu dem Zeitpunkt schon eine Therapeutin, aber leider hat sie mein ADHS nicht erkannt.

    Schon während meines Klinikaufenthaltes, habe ich mir Gedanken über eine andere Tätigkeit gemacht. Ich war auch beim Arbeitsamt und habe mich beraten lassen, wenn man es nennen kann. Da ich schon eine abgeschlossene Ausbildung und einen Job habe, bekomme ich keine Weiterbildung oder Umschulung.

    Ich habe ein paar Monate später angefangen, einer bekannten und mir die Fingernägel zu machen. Eine andere bekannte, hatte außerhalb ein Nagelstudio und hat mir eine Schulung gegeben. Obwohl ich anfangs noch Stunden für eine Modellage brauchte, verging die Zeit viel schneller als auf der Arbeit und es machte spaß! Ich habe danach noch weitere Schulungen besucht und hatte dann auch ein paar Modelle.
    Die Arbeit machte zwar Spaß, aber ich war auch immer total kaputt vom langen sitzen.

    Ich hatte meistens 4-5 Stammkundinnen, die auch wirklich zufrieden waren. Denen machte es auch nicht so viel aus, dass ich immer noch langsam war/bin. Nach und nach gingen auch die Stammkundinnen. Die letzte habe ich selber abgewimmelt, da es sich nicht lohnt, für eine Kundin einen Steuerberater zu bezahlen. Vielleicht habe ich es auch getan, weil ich Angst davor hatte, dass sie auch irgendwann nicht mehr wieder kommt. Ich leide sehr darunter, dass ich so langsam arbeite. Ich versuche mich immer zu beeilen (trotzdem achte ich natürlich auf die Sorgfalt), aber es klappt nie.
    Ich hoffe, dass es besser wird wenn ich die Medikamente bekomme.

    Sorry für den langen Text, aber das musste einfach alles mal raus...

    Vielleicht wird er ja trotzdem von ein paar Leuten gelesen...


    LG redcopper

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