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Diskutiere im Thema Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
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  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 149

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    Hi, was hatte dein Sohn für eine Begründung bzgl. des Nachteilsausgleiches mündliche Prüfungen abzulegen anstelle von schriftlichen, denn ich bin gerade in der Situation das ganze dem Prüfungsausschuss der FH plausibel zu machen und im nun verschriftlichen, Argumente zu finden fehlen mir einfach die passenden Worte... obwohl ihc weiß, dass ist der richtige Weg...
    Warum ich eher mündlich als schriftlich eine Prüfung im Studium ablegen möchte, in diesem Falle ist es eine Rechtsklausur wo ich schon einmal durch gefallen bin. Ich dachte vielleicht wäre das ganze nun mündlich anzugehen besser, da ich dann nciht soviel schreiben muss. Hoffe du kannst mir folgen, es ist echt schwer zu erklären...
    anabell schreibt:
    hallo eamane,

    da du ja schon selbst festgestellt hast, dass du mehr zeit benötigt hättest, wäre eine verlängerung der schreibzeit doch offensichtlich hilfreich. wenn du aber schriftlich generell nicht so gut kannst, ist es auch möglich, als ersatzleistung eine mündliche prüfung zu beantragen.
    du musst ausprobieren, was dir am besten hilft.

    mein sohn hatte bis vor kurzem etwa 10 semesterarbeiten in der warteschleife und konnte einfach nicht anfangen. dann ist er erst zur behindertenbeauftragten und danach zu den profs gegangen und hat alles als mündliche prüfungen ablegen können. so kam er wenigstens vorwärts.

    gruß von anabell

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    verpeilt. schreibt:
    Ich bin der Meinung, dass es sinnvoller ist, die Nachteilsausgleiche erst zu beantragen, wenn ein starker Leidensdruck besteht oder die Weiterführung des Studiums gefährdet ist: Grund: Im Berufsleben gibt es keine Nachteilsausgleiche mehr. Man muss die Arbeitsaufgaben in der vorgegebenen Zeit ausführen.
    Bitte nicht erst dann einen Nachteilsausgleich beantragen, wenn der Leidensdruck sehr groß ist und der Karren schon im Dreck steckt!
    Warum?

    - Bis man dahin kommt, hat man eine Reihe von Misserfolgen durchmachen müssen und dementsprechend tief sind dann die Stimmung und das Selbstwertgefühl. Das kann es zusätzlich erschweren das Studium fortzusetzen. Wenn man Pech hat, dann hat sich dadurch zum ADHS noch eine handfeste Depression entwickelt.

    - Profs, Dozenten und Mitarbeiter im Prüfungsamt sehen es generell nicht so gerne, wenn man sich erst so spät meldet. Bei ihnen kann der Eindruck entstehen, dass man die Erkankung als Ausrede für das eigene "Versagen" benutzt. Man hat damit eine schlechtere Verhandlungsposition. Sinnvoller ist es daher, wenn man den Nachteilsausgleich früh beantragt.

    - Auch im Berufsleben gibt es Nachteilsausgleiche! Das heißt dann eben nicht mehr Nachteilsausgleich. Grundsätzlich hat man im Berufsleben einen größeren Spielraum um die eigenen Defizite ausgleichen zu können. Das machen alle Menschen so, nicht nur ADHSler. Man sucht sich den Beruf und die Stelle heraus, die am ehesten zu einem passt. Man lernt nach und nach im Job gewisse Defizite zu kompensieren.
    Prüfungen in der Uni sind immer eine Ausnahmesituation und sie sind sehr fremdbestimmt. Man kann also sehr wenig selber steuern. Das ist im Berufsleben anders. Im Berufsleben kann man durchaus um ein ruhiges Büro bitten. Oder die Türe zumachen. Oder man fängt früher an oder geht später, damit man die nötige Ruhe zum Arbeiten hat. Und genau diese Erleichterung kann man im Studium durch den Nachteilsausgleich bekommen.

    - Man braucht um einen Job zu bekommen, einen möglichst guten Abschluss. Und einen guten Abschluss kann man nicht erreichen, wenn man sich die eigenen Defizite nicht eingesteht und schlechte Noten schreibt oder durchfällt, nur weil man keinen Nachteilsausgleich beantragen wollte. Dann war man zwar ein tapferer Indianer. Das interessiert aber keinen, wenn man sich um einen Job bewirbt. Da zählen nämlich dann die Noten.

    - Wenn man schon während des Studiums lernt, wie man mit seinen Defiziten am Besten umgeht, dann bleibt mehr Energie und Zeit, die man dazu verwenden kann, sich andere Fähigkeiten anzueignen. Und das kommt einem dann wiederum im Berufsleben zu Gute.

    Man muss nicht immer den schweren Weg gehen, nur weil alle anderen diesen Weg ohne Probleme gehen können. Man darf um HIlfe bitten und es sich damit etwas einfacher machen. Als ADHSler ist das Leben schon schwer genug.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 149

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    @Fliegenpilz, da gebe ich dir völlig recht u endlich sagt jemand genau meine innere Haltung dazu. Danke für diese wirklich hilfreichen Tipps
    Ich selbst habe von Beginn meines Studiums einen Nachteilsausgleich. . habe ihn nur immer wieder erweitert da man erst im Laufe des Studiums merkt u realisiert was man alles braucht. Auch bin ich verpflichtet aber vielleicht ist das die Regel, jedes Sem kurz eine mail zu schicken, dass ich den Nachteilsausgl weiter beantragte...jedenfalls habe ich nun einmal die Erweiterung auf eine mündliche Prüfung versucht

    Ich sehr es so wie Fliegenpilz... Man sollte offen zu seinem ADHS stehen.... Denn was bringt es mich davor zu verstecken es ist ein Teil von mir mit dem ich lernen muss umzugehen u es bleibt ein teil mein leben lang.. Später im Berufsleben... wo ich selbst schon vor meinem Studium mehr als zehn Jahre gewesen bin, ist es hilfreich zu wissen wo unsere grenzen sind. .. Ich musste sie jetzt mir durch mein Studium hart erkämpfen. Hätte ich früher gewusst was ich alles brauche wie sep Raum, Ohropax u einige mehr an technischen Hilfsmitteln hätte ich im Beruf nicht so viele Probleme gehabt

    Zum Schluss warum leiden aushalten bis zum bitteren Ende wenn es doch so viele Möglichkeiten gibt wichtig ist nur dass man glaubhaft authentisch bleibt u zu seinen Defiziten steht. Gerade Dozenten und Profs erwarten von vornherein Ehrlichkeit u das Studium ist dadurch speziell für uns Adhs- per hilfreich um zu sehen wo unsere Stärken aber auch Schwächen sind. Der Vorteil ist durch einen Nachteilsausgl kann man sich sehr hilfreiche Brücken oder gar Krücken bauen... Sozusagen .. um den Nachteil der nun mal häufig besteht auszugleichen.

    wichtig ist nur allgemein immer kämpfen u nie aufgeben bzw wenn gefallen wieder u wieder aufstehen.

  4. #14
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 62

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    Hi Leute,

    bin ganz neu hier und schreibe nun meinen ersten Beitrag.

    Bei mir wurde vor kurzem ADHS diagnostiziert und das im 6. Semester. Ich war wegen eines Antrages auf Nachteilsausgleich bei uns an der Uni im Prüfungsbüro. Ich musste einen Antrag stellen. Habe ich auch getan. Etwa zwei Wochen später kam eine Absage. Der Prof hat es damit begründet, dass ich nun im 6. Semester sehr fortgeschritten sei und die schwersten Hürden im Studium schon überwunden hätte. Dies zeige, dass ich das Studium ohne Nachteilsausgleich auch schaffe. Ich hätte es am Anfang des Studiums machen müssen.

  5. #15
    Ist interessiert

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    Forum-Beiträge: 32

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    Hi ,

    ich habe auch erst im 6. Semester ein Nachteilsausgleich bekommen. Ich studiere Jura und kann dir versichern , wenn du ein ärztliches Attest hast , dürfen die das nicht ablehnen. Alles andere ist rechtswidrig , denn chronisch Kranke und Behinderte haben vom Gesetz aus das Gleichstellungsrecht und das geht nun mal leider nur über ein Nachteilsausgleich.

    Das kann sein dass du z.B nur 15 Min mehr Zeit bekommst damit die Medikamente wirken oder so wie in meinem Fall sogar 1 Stunde längere Schreibzeit.

    Die Begründung mit den Hürden zählt nicht. Es kann ja sein , dass du am Anfang alles besser geschafft hast , doch 1. hast du ein Defizit und dadurch vll dein Potential nicht voll ausgeschöpft und 2. kann es ja sein , dass deine Krankheit sich verschlechtert hat...

  6. #16
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 149

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    @Zerstreuter... Die Aussage bringt es auf dem Punkt. Eine Dozentin, selbst Juristen, sagte mir auch im dritten Semester, man muss doch erst eine gewisse Zeit studieren um heraus zu finden was man für einen Nachteilsausgleich benötigt...u das geht in der Regel nicht gleich zu Beginn des Studiums... Außerdem kann sich der Antrag immer wieder ändern da es erst einem mit der Zeit bewusst wird was man benötigt u somit eine Erweiterung des ersten oder gar zweiten oder dritte Nachteilsausgleiches mit der Zeit des studierens beantragt.. Also nicht entmutigen lassen manche stellen sogar erst kurz vor Ende des Studiums einen.

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 62

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    Ok. Ich werde mal nachfragen. Die Klausur ist schon vorbei. Ein Nachteilsausgleich bringt mir da leider nichts mehr.
    Ich muss demnächst eine Seminararbeit abgeben. Bin leider noch nicht fertig geworden und könnte dafür noch einen Antrag auf Nachteilsausgleich stellen. Glaube nicht, dass die ja sagen. Aber ich versuchs nochmal. Diesmal wäre ein anderer Fachbereich zuständig. Hoffentlich sind die gnädiger.

    @Zerstreuter: Lassen die den Antrag bei dir an der Uni auch dann durchgehen, wenn du Medikamente nimmst? Denn mit Medikamenten hast du ja eigentlich keinen Nachteil mehr. Die Medikamente könntest du ja rein theoretisch eine halbe Stunde oder so vor der Klausur einnehmen. Dann würden die Medikamente während der Klausur wirken.

    Noch eine Frage: Was kann man den außer einer längeren Bearbeitungszeit noch als Nachteilsausgleich bekommen?

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 149

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    Habt ihr @Savas einen beauftragten für chronisch kranke u behinderte an der Uni.
    Die Medis machen nicht bei jedem den Nachteil welchen du als ADHS ler hast einfach weg... Aber jeder ist anders stark durch sein ADHS beeinträchtigt der eine mehr der andere weniger u natürlich ist es auch toll wenn man es soweit ohne schaffen konnte.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 149

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    Nachteilausgleich ist genauso individuell verschieden... Der eine benötigt technische Hilfsmittel, mehr Zeit ob für die Prüfung oder auch einen reizarmen Raum...
    Wie ich schon schrieb es ist ein ausprobieren was wer für sich benötigt man muss sich einfach immer wieder reflektieren u fragen was brauche ich an Unterstützung

  10. #20
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.907

    AW: Hat jemand Erfahrungen mit Nachteilsausgleich für Prüfungen?

    Grünspecht schreibt:
    Habt ihr @Savas einen beauftragten für chronisch kranke u behinderte an der Uni.
    Die Medis machen nicht bei jedem den Nachteil welchen du als ADHS ler hast einfach weg... Aber jeder ist anders stark durch sein ADHS beeinträchtigt der eine mehr der andere weniger u natürlich ist es auch toll wenn man es soweit ohne schaffen konnte.
    Ja genau, du solltest dich unbedingt an den Beauftragten für chronisch Kranke und Behinderte an deiner Uni wenden, den gibt es eigentlich an jeder Uni und der unterstützt dich dann und dann trauen sie sich nicht so einfach deinen Antrag abzulehnen.

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