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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    Lernen-Motivation-Kapitulation

    Hallo ihr Lieben,

    ich hab mir sagen lassen, dass es unter euch auch den ein oder anderen Studenten gibt.
    Nun steh ich wieder einmal kurz vor den Prüfungen und weiß einfach nicht mehr weiter. Ich liebe mein Studium und ich will das unheimlich gern machen
    (studiere Humanmedizin im 3. Semester), habe im Sommer 1. Staatexamen und sitz dennoch da und finde 1000 Dinge, die ich machen möchte, bevor ich mich mit dem ollen Stoff rumquäle. Ich merke, dass mir das verstehen des stoffs unheimlich schwer fällt, aber wenn ich Zeit investiere lohnt es sich ja (merke es ja am Erfolg wenn ich zB Altprüfungen durchgehe).Besonders schlimm ist es aber, wenn ich mal ein paar Tage von einem Thema nix mehr höre, alles vergesse und dann bin ich mega frustriert weil ich denke es wäre alles vertane Zeit...
    habt ihr Tipps wie ihr damit fertig werdet? Wäre toll von euch zu hören


    LG Karo

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Lernen-Motivation-Kapitulation

    Hallo Karo!

    Nilorak schreibt:
    (studiere Humanmedizin im 3. Semester), habe im Sommer 1. Staatexamen und sitz dennoch da und finde 1000 Dinge, die ich machen möchte, bevor ich mich mit dem ollen Stoff rumquäle.
    Das ist normal. Ich habe vor meiner Prüfung alle Pflanzen umgetopft, das Badezimmer richtig geputzt, also auch den Schimmel aus den Fugen geholt, das Treppenhaus und den Keller komplett gewischt und den Rasen gemäht, wöchentlich, obwohl ich gem. Putzplan noch gar nicht dran war, vernachlässigte Freunde besucht, meiner Mutter eine neue Küche eingebaut, und, und, und.

    Trotzdem habe ich mir einen Lernplan gemacht. Ich habe mir aufgeschrieben, was ich an welchem Tag lernen sollte. Ich gab mir 8 Stunden Zeit und habe viele Belohnungen eingebaut (so kann man auch den Partner im Lernplan einfließen lassen und Verantwortung geben). Ich wusste, was ich lernen musste. Ich wusste auch, wie lange ich brauchen würde, um den Stoff zu lernen. Ich habe mich strikt an den Lernplan gehalten und habe gelernt, was auf dem Plan steht.

    Aber nicht mehr. Wenn ich gut in der Zeit war, konnte ich abends in die Disko gehen.

    Nilorak schreibt:
    alles vergesse und dann bin ich mega frustriert weil ich denke es wäre alles vertane Zeit...
    Auch das Gefühl, Alles vergessen zu haben, ist normal. Wenn Du das, was Du gelernt hast, wirklich verstanden hast, wirstcDu es nicht vergessen. Du bist jetzt im Stress und da flippen die Transmitterstoffe und Hormone schon mal aus. Dein Sympathikus ist aktiv und Du bist auf Angriff/Verteidigung gepolt. Nun stell Dir einen Steinzeitmensch vor, der mit einen Löwen kämpfen muss. Der denkt an Alles, nur nicht an den Lernstoff. Wichtig fände ich in Deiner Situation, dass Du ein Gleichgewicht aus Lernen und Relaxen schaffst. Ruhe zu finden ist genau so wichtig, wie das Lernen. Vor allem am Tag vor der Prüfung halte ich ein Lernverbot und eine Ablenkmaßnahme, z.B. Ringen, Karate, Boxen oder Kugelstoßen wichtiger, als unnütz in Büchern zu blättern. Lieber beruhigt und nervenstark in die Prüfung gehen, als sich noch nervöser zu machen.

    Du magst es mir nicht glauben: bei Prüfungen oder Vorträgen ist weniger mehr. Selbstvertrauen und ein gutes Gefühl, sich selbst betreffend, ist besser als viel gelernt zu haben. Und auch während der Prüfung kann man den Prüfer oft mit falschen Antworten aber Charme besser überzeugen als mit richtigen Antworten und großer Nervosität. Das habe ich in meiner Hauptprüfung gemerkt. So schrecklich viel hat mich der Prüfer nicht ausgefragt, aber wir hatten Spaß an den Fragen. Oft sucht sich der Prüfer seine künftigen Mitarbeiter während der Prüfungen aus. Die sollen später seinen Namen während Vorträgen auf Kongressen würdigen. Also, sei einfach nur du selbst.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Lernen-Motivation-Kapitulation

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Lernplan hab ich auch, aber nie mit ganz konkreten Themen, nur "überthemen" weil das problem ist, dass ich nie das schaffe was ich mir vornehme und das frustriert mich, deshalb strukturiere ich nur was ich im groben lerne also zB thema "herz" 4tage oder so. außerdem ist das große problem bei uns, dass wir eigentlich keine mündlichen prüfungen haben, außer dann das staatsexamen sondern alles nur kreuzelfragen sind, was für mich super schwer ist, denn hischreiben könnte ich es aber das was die da vorgeben als antworten habe ich alles schonmal "gehört"...ich finds unheimlich schwer und cih versuche halt ganz viel solche aufgaben zu üben um damit zurecht zu kommen.

    ich werde ersuchen mehr pausen einzubauen, aber trotzdem hab ich jedne tag das gefühl nicht genug getan zu haben oder mich zu wenig angestrengt zu haben bzw. mehr hätte schaffen zu können und das ärgert mich einfach.

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Lernen-Motivation-Kapitulation

    Nilorak schreibt:
    trotzdem hab ich jedne tag das gefühl nicht genug getan zu haben oder mich zu wenig angestrengt zu haben bzw. mehr hätte schaffen zu können und das ärgert mich einfach.
    Nicht dass Du zu wenig gelernt hast, sondern dass Du das Gefühl hast, zu wenig gelernt zu haben, ist das Problem.

    Du kannst nicht Alles lernen. Daher solltest Du geschickt den Lernplan strukturieren. Das könntest Du auch in Absprache mit Assistenten oder Professoren machen. Gibt es einen Fachschaftsrat? Den könnte man auch fragen.

    Also: Punkt 1: Intelligenter Lernplan.

    Dann solltest Du Dir die Zeit nehmen, die Du brauchst. Und wenn Du den Lernstoff innerhalb der vorgegeben Zeit durchgearbeitet hast, würde ich zufrieden sein. Du hast deinen Plan erfüllt. Du hast das gelernt, was Du für wichtig erachtest hast, beim Erstellen des Lernplans. Also ist alles gut. Nun brauchst Du keine Gewissensbisse zu haben, dass Du zu wenig gelernt hast, denn die sind kontraproduktiv und stören am Ende die Prüfung. Du solltest mit einer gewissen Zufriedenheit, dass Du alles ausreichend gelernt hast, in die Prüfung gehen. Ich wiederhole: der Prüfungserfolg hängt nicht primär vom gelernten Stoff ab, sondern vom Deinem Gefühl für Dich. Ich sehe daher die Belohnungen als äußerst wichtig an. Ich habe z.B. jeden Tag um 11:00 Uhr ein Brötchen mit Partysalat von Nadler gegessen. Darauf habe ich mich gefreut. Um 10:45 Uhr zu Tengelmann gehen, mit der Brötchenfrau flirten, zur Kasse gehen, mit der Kassiererin flirten, zu Hause das TV anschalten und genüsslich das Brötchen bei einer Tasse Kaffee aufessen. Diese Pausen habe ich in meinem Lernplan mit eingetragen und ich habe die nur dann tätigen können, wenn ich auch alles, was ich mir vor der Pause an Lernstoff notierte, gelernt hatte. Am Ende der Prüfungsvorbereitungen war ich mir sicher, genug gelernt zu haben.

    Punkt 2: Lernplan abarbeiten, Belohnungen einfließen lassen.

    Eine Regel ist: man wird niemals genug lernen, daher ist es wichtig, wie man lernt.

    Fazit: Keine Bestrafung, wenn Du zu wenig gelernt hast, sondern Belohnung, wenn Du viel gelernt hast.

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Lernen-Motivation-Kapitulation

    Ach ja, die Lernerei… Habe angefangen für die Facharztprüfung im Herbst zu lernen. Das erste Buch ist fast durch. Kommt mir aber wie ein Tropfen auf'm heißen Stein vor.

    Ich versuche mich damit zu motivieren und mir Mut zu machen, dass ich da ja nichts wirklich neues lese, sondern bereits vorhandenes Wissen vertiefe. Das scheint bisher ganz gut zu funktionieren mit der Motivation. Schwer isses aber nach einem Arbeitstag trotzdem, weil man sowieso schon maximal alle ist. Und der große Vorteil eben, dass man Zeug lernt, dass mit dem selbst gewählten Fachgebiet zu tun hat.

    Im Studium habe ich mich auch maximal schwer getan und auch ewig studiert.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Lernen-Motivation-Kapitulation

    Du hast ja wenigstens das Studium weg!!!wo hast du studiert?!?

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  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

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    Forum-Beiträge: 499

    AW: Lernen-Motivation-Kapitulation

    Frankfurt/Main. Würde ich nicht mehr hingehen.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 44

    AW: Lernen-Motivation-Kapitulation

    Ist das eine Grosse Uni?

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  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Lernen-Motivation-Kapitulation

    Ja, ich wäre sicherlich besser an einer kleineren Fakultät aufgehoben gewesen.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 44

    AW: Lernen-Motivation-Kapitulation

    Unsere ist ja relativ klein, alles ist einigermaßen persönlich, unsere Profs. sind eigentlich sehr nett, aber ich will nciht unbedingt hausieren gehen mit der diagnose, hab angt vor vorurteilen. Im Moment weiß ich nciht so recht wo mir der kopf steht. Studium, Tochter, Haushalt, Freund. Allem versucht man gerecht zu werden. Und Studium und Tochter stehen eigentlich ganz oben auf der Liste, aber dann krieg ich wieder "Feuer" von meinem Liebsten... oh man. ich hatte mir das alles so viel einfacher vorgestellt...

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