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Diskutiere im Thema Arbeiten neben dem Studium im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Steintor schreibt:
    Ich gehe davon aus, dass man Arbeitet, weil man das Geld braucht. Ich musste meine Miete bezahlen. Dem Vermieter war es scheißegal, ob ich ADHS habe oder nicht, der wollte cash.
    Wenn man das Geld braucht, dann kann man ja eh nichts anderes machen (wobei ich auch Leute kenne, die einen Kredit genommen haben). In meinem Fall war es aber so, dass ich Extra-Geld nicht nötig hatte, weshalb ich auch gar nicht drüber nachgedacht hatte nebenbei arbeiten zu gehen.
    Aber ich hatte ja auch Praktika als Nebenbeschäftigung angefügt (die werden ja nicht immer bezahlt).
    Hauptsächlich bezieht sich meine Fragestellung also auf das Arbeiten um "Erfahrung zu sammeln" (Praktika) oder die mehr oder weniger vorhandene Freizeit sinnvoll zu füllen (Nebenjob). In Stellenausschreibungen steht ja meist, dass Praxiserfahrungen erwünscht sind, vor allem auch freiwillige Praktika oder dass der Arbeitgeber halt sehen will, dass man sich sonst neben dem Studium sinnvoll beschäftigt (Nebenjob, Sprachreisen, interkultureller Austausch).


    @mel: Bei mir lagen die Klausurphasen auch immer am Anfang und am Ende der "Ferienzeit" ^^



    Nachtrag 1: Ok, ich habe herausgelesen, dass es bei den meisten wohl doch geht. Vor allem, wenn man auf das Geld angewiesen ist.
    Das hilft mir schonmal weiter. Vielen Dank.

    Jetzt fällt mir aber auf, dass ich meine Frage etwas unpräzise gestellt habe. Ich wollte vor allem auf Praktika und studiennahe Hiwi-Jobs hinaus, sozusagen Arbeit, die einen auf den späteren Beruf vorbereitet. Bei den Praktika sei erwähnt, dass die ja nicht immer bezahlt werden (kommt halt auf die Firma an). Da frage ich mich halt, ob man sich auch zu einem unbezahlten Praktikum motivieren kann.

    Ich habe jetzt halt nach meinem Abschluss und bei der Arbeitssuche festgestellt, dass es wohl besser gewesen wäre, wenn ich nebenbei gearbeitet hätte...leider viel zu spät gemerkt.


    Worauf will ich eigentlich hinaus?
    1. Würdet/hättet ihr eine Nebenbeschäftigung/ein Praktikum aus der Freiwilligkeit heraus machen/gemacht? (Also nicht unter dem Aspekt des Geldverdienens)
    2. Ist es für euch ein Zeichen von Faulheit, wenn man neben dem Studium nicht arbeitet?
    3. Findet ihr man muss als Student bzw. zukünftiger Absolvent sich während des Studiums engagieren (Nebenjob, Mitarbeit im Studentenclub, Ausland,...) d.h. seine Freizeit "sinnvoll" gestalten (also sinnvoll für die Karriere)?



    Nachtrag 2: Ich habe die Frage an Studenten und Absolventen gerichtet, da mir aufgefallen ist, dass Nebentätigkeiten häufig von Absolventen erwartet werden. Deswegen ist diese Fragestellung für Azubis und Leute mit Berufsausbildung sinnlos, da die Ausbildungen ja meist zum Teil betrieblich sind. Die Azubis, die "nur" eine schulische Ausbildung machen/gemacht haben, könnten ihre Erfahrungen noch schildern.

    Geändert von LebenAufZeit (28.12.2013 um 01:17 Uhr) Grund: Fragen über Fragen

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Also ich arbeite seit dem ich ausgezogen bin ich muss schließlich meine Wohnung bezahlen und regelmäßig Semesterbeitrag und und und nur mit BAföG ist das nicht machbar.
    Vorallem da das BAföG-Amt mir auch mal Stress macht (wegen Erkrankung) und ich ohne mein Gehalt meine Fixkosten nicht tragen könnte.
    Die Mieten hier sind eine Unverschämtheit - für das was ich hier für eine Einzimmerwohnung bezahlen könnte ich mir in 'nem Dorf eine Doppelhaushälfte mit Garten leisten xD
    Und WGs sind teilweise noch teurer als meine Wohnung lol

    LebenAufZeit schreibt:
    Würdet/hättet ihr eine Nebenbeschäftigung/ein Praktikum aus der Freiwilligkeit heraus machen/gemacht?(Also nicht unter dem Aspekt des Geldverdienens)
    Ich habe ein paar Monate als HiWi gearbeitet und eigentlich recht gut verdient, aber es war mir dann doch zu stressig neben dem vollen Stundenplan zwei mal die Woche
    1h hin und 1h zurück zum Institut zu fahren. Mein Stundenplan hat das irgendwann nicht mehr hergegeben, in der Woche, jeweils 5 Stunden - am Stück - zum Arbeiten
    zu haben inclusive anfahrt -also 6-7h, ich habe schon so teilweise Vorlesungen für meinen Job geschwänzt, es ging nicht anders.

    Wenn ich es mir leisten könnte (finanziell und Zeitlich) ein unentgeltlich Praktikum zu machen, dann würde ich es tun. In meinem Studiengang hat man
    in den Semesterferien kaum Zeit die sind schon mit Klausuren und Unipraktikas voll. Es heißt dann, von den Profs (um uns zu ärgern) es seien ja nicht
    "Semesterferien" sondern "Vorlesungsfreie Zeit". Wobei ich einige Freunde haben die andere Sachen studieren und tatsächlich Ferien haben. -.-
    Uns werden z.B. ständig Bücher empfohlen "guckt euch das an" "lest jenes" "bla bla", aber für alles was nicht Klausurrelevant ist,
    ist einfach kein Platz neben vollen Studenplan und Nebenjob - Freizeit dürfte man gar nicht haben und dann wundern sich alle, dass immer mehr Studenten Depressionen haben.

    LebenAufZeit schreibt:
    Ist es für euch ein Zeichen von Faulheit, wenn man neben dem Studium nicht arbeitet?
    Allg. finde ich es beneidenswert und ja, ich beneide meine Kommilitonen deren Eltern sie so gut versorgen, dass
    sie nicht Arbeiten müssen und sich voll auf ihr Studium konzentrieren können und keinen Stress bekommen,
    wenn sie nicht Funktionieren und Krank werden. Ich komme aus einer Arbeiterfamilie, das ist für mich nicht drin,
    ich muss mich verschulden und dann noch dankbar sein, weil ich so unverschämt war in einer ärmeren Familie
    geboren worden zu sein. Ja das BAföG-Amt und ich stehen seit Erkrankung auf Kriegsfuß xD

    Besonders wenn ich starke Depressive Episode habe ist Arbeiten ein Kampf für mich, mehr als sonst -
    an Studieren ist dann gar nicht mehr zu denken, es fehlen einfach die Tage zum Luft holen, zum ausruhen, um aus dem Tief zu kommen.

    Findet ihr man muss als Student bzw. zukünftiger Absolvent sich während des Studiums engagieren (Nebenjob, Mitarbeit im Studentenclub, Ausland,...) d.h. seine Freizeit "sinnvoll" gestalten (also sinnvoll für die Karriere)?
    Ich persönlich finde NE, muss nicht sein. Man muss auch an sich denken, was einem Spaß macht, das hält den Geist gesund!
    man braucht auch einen Ausgeleich im Leben nicht immer nur Arbeiten!
    Ich kann mir vielleicht im Master ein Praktikum im Ausland vorstellen, aber das ist kein "muss" - wie finde ich.
    Dann hängt das natürlich auch vom Studienfach ab und worauf die "zukünftigen Arbeitgeber" Wert legen.
    Da gibt es die "hardcore Elite" (ich hasse das Wort Elite) die von ihren Hardcore-Elite-Eltern vom Abi über Auslandspraktika
    und Wohltätigskeitsgedöns und xy gepusht werden, um den Lebenslauf zu optimieren.
    Ich finde das total krank, es regelrecht pervers, dass man nicht mehr Mensch sein darf! Vielleicht beschwere ich mich auch nur,
    weil ich "kaputt" bin (Depression, ADS, Migräne usw) - manchmal (oft) fühle ich mich wie ein Mensch zweiter Klasse.
    Geändert von Strandgut (28.12.2013 um 05:40 Uhr)

  3. #23
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Hallo LebenAufZeit,

    Zuerst mal was andere gut finden: In unsere Leistungsgessellschaft wird immer gut gesehen dass man sehr viel leistet... Aber es gibt viele Menschen, nicht nur ADSler mit eine Burnout und so was ist auch nicht gerade nett.

    Wenn jemand Geld zu leben braucht in seine Studium und deswegen arbeiten muss ist wirklich etwas anders, als der Wahl zu haben. Ich finde, wenn man der Wahl hast, darf man es auch geniessen und so machen wie es für einem stimmt. übrigens: Für denen die keine Wahl haben, kann es auch zeimlich hart sein...

    Was du nebenbei gemacht hattest, finde ich schon wertvoll in sich. Andere Praktika sind sicher nach der Studium noch möglich, nehme ich an. Irgendwann macht Sinn dich Beruferfahrung anzueignen, aber ob es während der Studium oder nachher spielt aus meine Sicht keine grosse Rolle. Es ist klar dass Arbeitgeber lieber jemand anstellen mit Berufserfahrung, aber irgendwann muss jeden sich irgendwo aneignen.

    Früher hatte ich auch rasch eine schlechte Gewissen, wenn ich nicht so wie anderen gemacht habe oder sogar geschafft hatte, aber mit der zeit nehme ich davon abstand. Menschen sind halt unterschiedlich und richtig ist mich, was für mich stimmt.

    lg

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    natürlich macht sich das im lebenslauf besser.
    aber es bringt ncihts, einen hübschen lebenslauf zu haben und dafür erschöpft in der ecke zu liegen.

  5. #25
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    @ mel: auf der punkt gebracht!

  6. #26
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    LebenAufZeit schreibt:
    Hauptsächlich bezieht sich meine Fragestellung also auf das Arbeiten um "Erfahrung zu sammeln" (Praktika) oder die mehr oder weniger vorhandene Freizeit sinnvoll zu füllen (Nebenjob). In Stellenausschreibungen steht ja meist, dass Praxiserfahrungen erwünscht sind, vor allem auch freiwillige Praktika oder dass der Arbeitgeber halt sehen will, dass man sich sonst neben dem Studium sinnvoll beschäftigt (Nebenjob, Sprachreisen, interkultureller Austausch).


    Ich habe jetzt halt nach meinem Abschluss und bei der Arbeitssuche festgestellt, dass es wohl besser gewesen wäre, wenn ich nebenbei gearbeitet hätte...leider viel zu spät gemerkt.
    Mir war das gleich zu Anfang an bewußt... und ich hasse mich regelrecht dafür, dass ich es trotzdem nicht gemacht habe Aber es war als festen Bestandplan eingeplant..und scheiterte nur an meinen Unzulänglichkeiten

    Dabei wollte ich aus privaten als auch beruflichen Interesse machen. Privat wäre dann sowas, dass ich die Theorie des Studiums gleich in die Praxis umsetze. Dass ich weiß, wie es am freien Arbeitsmarkt aussieht. Dass ich auch alle Aspekte einer Tägigkeit kennenlerne. Deshalb habe ich auch zuerst eine betriebliche Ausbildung gemacht - damit ich die Sichtweise der 'Arbeiter', die Werkstätten/Produktionsbetrieb kennenlerne ehe ich nach meinen Studium nur noch mehr die Planungsebene und Büroarbeit kennenlerne. Alle an einer Tätigkeit beteiligten Prozesse zu kennen und mal selber gemacht zu haben, wäre eigentlich ein integraler Bestandteil für mich, eine Tätigkeit voll zu verstehen... leider liege ich immer weit mit der Umsetzung dessen zurück


    Worauf will ich eigentlich hinaus?
    1. Würdet/hättet ihr eine Nebenbeschäftigung/ein Praktikum aus der Freiwilligkeit heraus machen/gemacht? (Also nicht unter dem Aspekt des Geldverdienens)
    2. Ist es für euch ein Zeichen von Faulheit, wenn man neben dem Studium nicht arbeitet?
    3. Findet ihr man muss als Student bzw. zukünftiger Absolvent sich während des Studiums engagieren (Nebenjob, Mitarbeit im Studentenclub, Ausland,...) d.h. seine Freizeit "sinnvoll" gestalten (also sinnvoll für die Karriere)?
    Dabei geht mein Verstand und Bauch weit auseinander, bzw. meine innereren Stimmen. Ich denke einfach, man muss dabei auch unterschiedliche Aspekte betrachten.

    a) Karrierechancen
    Dafür ist man ohne aufpolierter Lebenslauf mit vielen praktischen Erfahrungen und 'sinnvollen Nebentätigkeiten' je nach Studienfach chancenlos. Z.B. alles in Bereich Wirtschaftswissenschaften, Jura etc. unbedingt von Nöten. Ich denke, dass es damit zusammenhängt, dass eben viele Leute gerade dort studieren, nur um hinterher möglichst viel Geld zu scheffeln und Karriere zu machen und nicht aus Leidenschaft studieren. Deshalb dort sehr hoher Konkurrenzdruck. Aber es gibt Studienfächer, die lassen sich nicht studieren, wenn man dafür irgendein Interesse haben z.b. alle Studienfächer mit hohen Anteilen an Mathematik, Physik, Technik oder Chemie. Dort herrscht dann bedeutend weniger Konkurrenzdruck und ein gerade so eben geschafftes Studium und besondere Nebentätigkeiten muss sich nicht negativ auf Karriechancen auswirken...

    b) Aus der Sicht der Arbeitgeber
    Ich denke, je größer das Unternehmen ist, umso wichtiger werden gute Noten und sinnvolle Nebentätigkeiten. Je kleiner der Betrieb ist, je familiärer, umso wichtiger wird es, dass der Bewerber in das Unternehmen hereinpaßt. Für ein kleines Unternehmen könnte wiederrum ein super-guter Lebenslauf und Studienleistungen abschreckend sein, weil es weiß, dass ihre Stelle nicht so aktraktiv wie bei einem großen Unternehmen sein wird (Gehalt, Aufstiegsmöglichkeiten,...) und es davon ausgehen muss, dass so ein Bewerber schnell wieder weg ist, wenn er etwas besseres findet.

    Ansonsten ist das immer stark abhängig, von der Person, die entscheidet, wer zum Vorstellunggespräch eingeladen und eingestellt wird.

    Als Alternative steht da noch die Selbstständigkeit.. aber auch dort muss man dann Kenntnisse vorzeigen können und da denke ich, ist es vielleicht einfacher, einen Arbeitgeber einmal von seinen Fähigkeiten zu erzeugen als wenn man ständig Kunden neu von sich überzeugen muss...

    c) Eigene Interessen / Lebensplannung / Selbstverwirklichung / Lebensziel
    Da ist die Frage, was willst Du in Leben erreichen - reicht es Dir zu studieren und dann hinterher aber nie eine entsprechende Arbeit zu bekommen? Ich denke, bei dem heutigen Leistungsdruck zählt nur eine möglichst gutbezahlte, aktraktive Stelle als Erfolg. Aber es gibt natürlich immer Alternativen... wenn Du Dich vielleicht für Philosophie interessierst oder Schriftsteller oder Künstler werden willst, dann wirst Du dort kaum Stellen finden, wovon Du Leben kannst... allerdings wird gerade bei den letzten beiden Sachen ein lückenhafter Lebenslauf das geringste Problem verursachen.

    d) Studieren aus Leidenschaft oder zum Geldverdienen?
    Meine Erwartung ist immer, dass man aus Leidenschaft studieren sollte und da dann überhaupt keine Probleme haben sollte, ausserhalb der Studienveranstaltungen noch etwas für das Studium zu machen. Leider liege ich da weit hinter meinen eigenene Erwartungen zurück
    Natürlich studiert man zwar vielleicht ein Fach, dass auch eine Leidenschaft für einem darstellt, aber natürlich sollte es auch dazu dienen, seine Brötchen zu verdienen. Und da gibt es eben halt Angebot und Nachfrage und das, was Leute am meisten interessieren würde zu studieren muss sich nicht mit dem decken, was am meisten gebraucht wird.



    Zusammenfassend

    In unserer heutigen Leistungsorientierten Gesellschaft zählen heute natürlich in erser Linie die Punkte, wie gut die Karrierechancen sind und ob man damit überhaupt einen Job findet.Und das erhöht den Druck, sein Leben sinnvoll zu planen, keine Auszeiten zu haben, wo man 'nichts' macht.

    Und somit fürchte ich (d.h. mein innerer Kritiker hält es mir ständig vor ), dass keine 'sinnvolle' Tätigkeit neben dem Studium als Faulheit ausgelegt werden könnte. Aber von dieser inneren negativen Stimme abgesehen regt es mich auf, es als Fauhlheit zu betrachten.

    Natürlich ist da erstmal - gerade hier im ADS Bereich - schafft man es vielleicht wirklich nicht mehr. Natürlich kann man das schlecht einen Arbeitgeber bei der Bewerbung erzählen und muss das als Selbstfindungsphase verkaufen oder dass man sich erstmal die Welt noch anschauen wollte usw.. Ich denke mir, da ist es durchaus möglich, auch einfach zusagen, man hat sich Zeit gelassen, wollte sich nicht zu sehr stressen, solange man sich jetzt nicht bei irgendeinen Unternehmen bewirbt, was nur überdurchschnittliche Kandidaten sucht. Denn wenn die, die das Bewerbungsgespräch führen, selber studiert haben, werden wissen, wie sowas abläuft und es auch einfach als Ehrlichkeit auffassen, wenn man dazu steht, dass man gebummelt hat und nicht versucht, diese Zeit als irgendwas tollen zu verkaufen.


    Die Frage ist viel mehr, wie stark will man sich von diesen Leistungsdruck unterordnen? Wenn man mal seinen eigenen Lebensunterhalt verdienen möchte, dann kommt man halt nicht komplett drum herum, sich damit auseinander zu setzen.

    Deshalb würde ich als Fazit sagen : keine Faulheit, aber etwas in Abhängigkeit vom Studienfach wäre es schon gut, über 'sinnvolle' Nebentätigkeiten zu verfügen.

  7. #27
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    In der Hoffnung, dass es sich nicht zu sehr mit Rina Oka überschneidet...

    LebenAufZeit schreibt:
    1. Würdet/hättet ihr eine Nebenbeschäftigung/ein Praktikum aus der Freiwilligkeit heraus machen/gemacht? (Also nicht unter dem Aspekt des Geldverdienens)
    Ja, zum einen - der für mich wichtigere Punkt!-, damit man weiß was einen erwartet und in welche Richtung man nach dem Studium gehen möchte, also gewissermaßen zur Selbstentwicklung, zum anderen weil es nunmal gerne gesehen wird und der Großteil später ungerne vom Amt abhängig sein möchte, also sollte man schon schauen, dass man gewisse Chancen vergrößert.

    2. Ist es für euch ein Zeichen von Faulheit, wenn man neben dem Studium nicht arbeitet?
    Ich stehe mit dem Begriff "Faulheit" auf dem Kriegsfuß da ich tatsächlich noch NIE einen Menschen erlebt habe, der wirklich faul ist. Die "faulen" Menschen die ich kenne sind ALLE psychisch krank, traumatisiert, desillusioniert o.ä.
    Zudem ist es doch schön, wenn man sich auf sein Studium konzentrieren kann. Ich persönlich liebe zwar meine Hiwistelle, aber das ist nicht jedem vergönnt und oft sind die Nebenjobs doch eher nervig, zeitraubend, ermüdend.

    3. Findet ihr man muss als Student bzw. zukünftiger Absolvent sich während des Studiums engagieren (Nebenjob, Mitarbeit im Studentenclub, Ausland,...) d.h. seine Freizeit "sinnvoll" gestalten (also sinnvoll für die Karriere)?
    Also müssen muss man erstmal gar nichts.
    Prinzipiell finde ich es natürlich schön, wenn jemand etwas sinnvolles tut, aber nur der Karriere willen?
    Dann doch lieber jemand, der seine Freizeit mit Freunden verbringt...
    Wie siehts mit Ehrenämtern aus? Politisches Engagement? Würden die Menschen sich mal mehr um andere Menschen, um Leute denen es schlechter geht und um ihre (politische, soziale, ökologische) Bildung kümmern anstatt nur ihre eigene Karriere vor Augen zu haben, dann wärs vllt. besser gestellt um unseres soziales Miteinander.

  8. #28
    howie

    Gast

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    auch wenn man das Geld nicht braucht
    ist es schon sinnvoll, auch neben dem Studium was zu machen, was einen am besten auch beruflich weiter bringt.
    (ehrenamtlich oder mit Geld)

    In meinem Fall war es aber so, dass ich Extra-Geld nicht nötig hatte
    das ist aber das was mich interessiert.
    wie kommt s?

    - - - Aktualisiert - - -

    auch wenn man das Geld nicht braucht
    ist es schon sinnvoll, auch neben dem Studium was zu machen, was einen am besten auch beruflich weiter bringt.
    (ehrenamtlich oder mit Geld)

    In meinem Fall war es aber so, dass ich Extra-Geld nicht nötig hatte
    das ist aber das was mich interessiert.
    wie kommt s?

    Die "faulen" Menschen die ich kenne sind ALLE psychisch krank, traumatisiert, desillusioniert o.ä.
    der Punkt ist: wenn man was macht, ist man glücklicher.
    Menschen sind beim Arbeiten glücklich - wer s nicht glaubt, einfach die Beiträge zur "Glückswoche" von der ARD anschauen oder 3sat nano. oder das buch flow lesen, oder eckart von hirschhausen "glück".
    haben eine furchtbar depressiven freund - jetzt hat er einen ein Euro job und es geht im wesentlich besser, weil er jetzt auch andere pläne hat.

  9. #29
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    howie schreibt:
    das ist aber das was mich interessiert.
    wie kommt s?
    "Eltern" würde ich sagen...

    howie schreibt:
    Menschen sind beim Arbeiten glücklich
    Man will sich einfach nicht "nutzlos" fühlen und was zu tun haben. Andererseits wird man auch unglücklich, wenn man über-
    oder unterfordert wird oder die geleistete Arbeit geringschätzt wird... Da kann z.B. ein "Euro-Job" ein Medaille mit zwei Seiten sein.
    Ich persönlich würde lieber ohne Bezahlung im Tierheim o.ä. aushelfen, statt für einen Euro (teilweise) Drecksarbeit zu leisten
    (den Euro können sie sich auch sparren)

  10. #30
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Zitat Howie: "das ist aber das was mich interessiert. wie kommt s?"

    Strandgut schreibt:
    "Eltern" würde ich sagen...
    Ja richtig, mit den Eltern hat es beim Bafög immer was zu tun ^^ Entweder die Eltern verdienen zu viel und man bekommt das Geld von den Eltern oder die Eltern verdienen zu wenig und man bekommt das Geld vom Staat. Wobei auch Geschwister noch eine Rolle spielen, vor allem wenn diese noch kein eigenes Geld verdienen. Dazu habe ich in einer östlichen Kleinstadt studiert, wo die Lebenskosten relativ gering sind, sodass man mit 500 € im Monat auskommt.
    Meine Jahre des Studierens wurden vom Staat bezahlt.

    Nachtrag: Ich habe jetzt stark verallgemeinert. Ihr dürft gerne schreiben warum ihr kein Bafög bekommen habt, obwohl eure Eltern nicht genügend verdienen um euch zu versorgen.

    Nachnachtrag^^: Zitat vom Zitat funktioniert nicht, deswegen musste ich das erste Zitat jetzt selber zitieren.

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