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Diskutiere im Thema Arbeiten neben dem Studium im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Hallo LebenAufzeit,

    Studium habe ich nicht gemacht, aber sonst einiges anders... Ich weiss seit langem dass ich mehr ruhe brauche als anderen. Ich hatte auch gedacht, ich rede es mich ein, bis ich wirklich hart auf die Nase gefallen bin...

    Ich weiss, ich habe mich nicht eingebildet, es war richtig, aber ich wolle mich anpassen.

    Ich höre auch oft dass ADSler mehr Ruhe brauchen als stinos und viele ADSler um mich scheinen auch so zu sein. Aber es ist sicher nur eine Tendanz, wir sind da sehr verschieden. Es gibt sicher auch ADSler die nicht so viel Ruhe brauchen.

    Wo genau deine eigene Grenzen liegen muss du selber finden. Manchmal kann es auch Sinn machen, eine Zeit "zu viel" zu machen um eine bestimmte Ziel zu erreichen, wenn dann auch Ausgleich kommt. Kurzfristig kann man es, vor allem im jungen Jahren.

    Wenn du dich während der Studium nur auf der Studium konzentriert hast und es war möglich, finde ich es auch ok!

    lg

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 1.910

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Das Ruhebedürfnis ist erstens individuell sehr unterschiedlich - und zweitens veränderlich... bei mir zumindest war es so,

    daß ich das Wort Ausruhen überhaupt erst seit meinem 40 Lebensjahr in meinem Wortschatz habe!

    Na ja - der Krug geht solange zum Brunnen - bis er bricht...

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    das wort ruhe ist doch eh so eine sache. definiere ruhe
    damit kann vieles gemeint sein bzw. werden verschiedene leute unterschiedliche inhalte mit dem begriff assoziieren.

    ruhe kann ja auch schlicht rückzug bedeuten. was dann nicht damit einhergehen muss, dass man untätig rumgammelt. in diesem sinne, ja, habe ich eindeutig eine höheres ruhebedürfnis als andere. was ja auch kein wunder ist. bei adhs-lern funktinoiert der reizfilter nun einmal nicht so gut. und während andere sich bei einer plauderei im cafe gleichsam erholen, ist dies für mich zwar schön, aber anstrengend, so dass ich davon dann wieder ruhe brauch. ruhe im sinne von abschirmung von äußeren reizen. ggf. aber auch tatsächlich ausruhen.

    ebenso steht es mit anderen dingen. wer z.b. eine konzentrationsschwäche hat und z.b. in der uni sowohl sich konzentrieren muss als auch irgendwie mit den vielen reizen umgehen, der ist logischerweise hinterher nicht mehr topfit, während es für andere weniger konzentrationsaufwand bedeutet bzw. nicht noch durch außenreize erschwert wird und hinterher keine probleme damit hat, nochmals einige stunden zu arbeiten. ich für meinen teil war vor mph nach einem unitag immer hundemüde und erschöpfter, als nach einiger zeit effektiver geistiger oder körperlicher arbeit. und das wie ich selbst fand "nur vom rumsitzen". bis zur adhs-diagnose war mir das völlig unverständlich, wie das sein kann. und so kann man schon sagen ein adhs-ler bräuchte mehr ruhe. aber nicht, weil er per se nicht leistungsfähig oder faul ist, sondern wegen o.g. dinge oder anderer dinge, die kompensiert werden müssen. somit werden ressourcen verbraucht, wo andere weniger energie aufwenden müssen. und der akku will schließlich wieder gefüllt werden.

    letztlich aber unabhängig von adhs haben oder nicht haben: wer alle energien auf das studium konzentrieren will, kann das doch machen. das ist doch eigentlich vernünftig. und man kann sich doch dann glücklich schätzen, wenn es finanziell möglich ist das zu tun.
    ich kenne keinen studenten, der nebenher arbeiten geht, weil er das so lustig findet. sondern schlicht weil er das geld braucht.
    zu beginn fand ich das arbeiten nebenher in meinem ursprünglichen beruf übrigens gut. als kontrast zur uniwelt. auf dauer ging das jedoch nun nicht mehr, weil ich die zeit wahlweise brauchte um hausaufgaben etc. zu machen oder eben einfach mal mich auszuruhen. die einsicht kam spät und die umsetzung noch später. zu spät. davor habe ich übrigens eine recht lange zeit ein pensum hingelegt, bei dem mich nicht-adhs-er darauf hinwiesen, dass das doch ganz schön viel sei und wie ich das mache, sie das nicht schaffen würden, wie lange das gut gehen soll.... nun ja, ewig ging es ja auch nicht.

    somit ist es doch richtig, dass jemand sich das arbeiten kneift, wenn er mit dem studium ausgelastet ist oder auch schlicht noch zeit zum leben abseits von leistungsdruck haben will. adhs hin oder her. und wesentlich gesünder, als zu meinen, man müsse dies das jenes. und gerade dieses nicht als faul gelten wollen, sondern -wie es heute wohl als wert betrachtet wird- fleißig und überaus leistungsfähig, führt doch dazu, dass auch so manch NADS über seine grenzen geht. besser seine grenzen kennen und gesund bleiben. bei studium plus arbeiten kenne ich auch NADS, die an ihre grenzen stoßen. da entsprechend abstriche zu machen hat nichts mit faulheit zu tun, sondern mit einer gesunden einstellung sich selbst gegenüber und einem vernünftigen haushalten mit den eigenen energien.

    lg
    mel

  4. #14
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Einfach sehr gut gesagt und ich stimme dich voll zu!

    Ich erlebe mit der Ruhebedürfnis wie du: Es geht mehr um die Reizoffenheit. Schon als kind hatte ich Ruhe gesucht und für meine Hausaufgaben eine ruhige Ort gesucht (mein Zimmer), was für meine Eltern kein Problem war. Natürlich, mache ich etwas anstregend, weil es nicht meine Stàrken entspricht, bin ich auch rascher müde. Aber wenn es um Sachen geht die mich liegen, kann ich da schon Stundelange dabei bleiben...

    Aus diese grund habe ich mich auch ruhige Jobs gesucht, wo es wenig Hektik und Lärm herum gibt (auch wegen meine Ablenkbarkeit). So kann man sich auch einrichten.

    Ich sehe auch leider, wie wegen die Leistungdruck, immer mehr menschen, mit ADS oder nicht, im Burnout landen. Ich kenne vielen in mein Umfeld! Es scheint dass wir wert sind, nur wenn wir viel leisten! Damit spüre ich schon ein Druck und ich denke, ich bin nicht die einzige. Aber ich habe mein Wertsystem geändert: Gut ist auf sich zu hören, auch auf seine Grenzen und es kommt ehe alle dann besser als sich dauernd zu überfordern und dann wirklich nicht mehr zu können und zu Last zu fallen...

    Auch finde ich vernünftig, wenn es geht, sich auf eine wichtige Ziel zu konzentrieren und es dann gut zu machen... Arbeiten nach der Studium kommt sowieso (hoffe ich!).

    lg

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Gehe vollkommen d'accord mit euch.

    Wenn es um körperliche Arbeit geht oder babysitten o.ä. kann ich stundenlang durcharbeiten ohne Probleme.
    Aber in unruhiger Umgebung konzentriert arbeiten, da bin ich nach 2-3h an meinen Grenzen angekommen.
    Es hat lange gedauert, bis ich gemerkt habe, woran es genau bei mir scheitert.
    Es geht besser, wenn es um mich herum vollkommen ruhig ist (keine akustischen und keine optischen Reize), dann schaffe ich auch einiges mehr.
    Mein Vater hingegen ist es komplett anders, er sagt, je mehr Trubel um ihn herum, desto besser funktioniert er.
    Vllt. hat es etwas mit Hyperaktivität ja/nein zu tun?

    Hiwijobs sind diesbezüglich kein Problem, die sind in aller Regel nicht so anspruchsvoll.
    Ich gehe seid meinem vierten Semester arbeiten, i.d.R. 8-10h pro Woche und finde das in Ordnung, sprich es funktioniert gut.
    Allerdings ist es mit Hiwijobs in meinem Fachbereich ziemlich einfach, da es für "uns" Unmengen an Hiwistellen gibt und die sich recht gut mim Studium vereinbaren lassen.
    Mir gefällt der Job (Tutorenstelle) und ich mache ihn auch, ohne von dem Geld abhängig zu sein, es ist eher ein netter Zuverdienst.

    Das mit dem "erhöhten Ruhebedürfnis" sollte also nicht so ausgelegt werden, dass man prinzipiell weniger arbeiten kann.
    Es ist eher die durchgehende Anstrengung mit der Überreizung, die einen möglicherweise schneller erschöpft, als jemanden ohne AD(H)S.
    Man kann aber doch wie schon hier gesagt wurde, dem Bedürfnis nach reizarmer Umgebung nachgehen und gleichzeitig arbeiten.
    Schwierig wird sowas eher, wenn man als ADSler im Großraumbüro arbeitet o.ä., im Studium kann man sich aber seinen Arbeitsort doch recht individuell einrichten.

  6. #16
    howie

    Gast

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    ja das Problem hat jeder.
    ja, Bildung ist auch in Deutschland noch was für Besserverdiener, bzw die Kinder von Besserverdienern.
    Klar musste ich arbeiten.
    Wenn einem die Eltern nix geben können und man kein Bafög kriegt muss man arbeiten.

    ich war letztes semester in einem prüfungsvorbereitungsseminar - und die haben alle vor der Prüfung nciht gearbeitet oder nur maximal 10 Stunden - alle haben irgendwo her geld bekommen - zum Beispiel vom Bruder geliehen.
    hab die Prüfung noch nciht gemacht.
    aber naja puh, shit,
    jetzt muss ich sie machen.
    UND arbeiten

    hab Ende des Semesters den ersten Teil der Abschlussprüfungen.
    bin aber zur Zeit aushilfslehrer!
    das ist ein fulltimejob.

    weiß ni8cht wann ich mich auf die Prüfung vorbereiten soll.

    dieser erste Teil der Abschlussprüfung geht auch mit weniger lernen.

    der zweite Teil, Ende des folgenden Semesters wird krasser.

    wird schwierig: lernen und arbeiten.

    PS: ich arbeite mein ganzes Studium schon mind 20 stunden

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 1.388

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Das ist ein Thema, auf das man meines Erachtens aufgrund unterschiedlicher eigener Erfahrungen sehr unterschiedlich und vor allem unterschiedlich emotional reagiert.

    Mir blieb neben dem Studium auch nichts Anderes übrig als zu arbeiten. Ich habe verschiedenste Nebenjobs gemacht, meist auch parallel.

    Es gibt die einen, deren Unterhalt gesichert ist und die sich etwas Geld dazu verdienen. Das geht in meinen Augen bei jedem Studium. Auch bei zeitintensiven Studiengängen ist das gut möglich.

    Wenn man allerdings auf den Nebenjob angewiesen ist, um Miete und Essen etc. zu finanzieren, hat man eine ganz andere Einstellung dazu. Bei mir war es so und ich war daher diesbezüglich sehr emotional und teilweise, da es gefühlt um Leben oder nicht überleben ging. Das hat nichts damit zu tun, wie gut man seine Arbeit macht. Aber es ist nicht vergleichbar mit denen, die Arbeiten, um sich ihre Urlaube beispielsweise zu finanzieren. Da dies der eine oder andere so auch erlebt hat, ist die Diskussion hier etwas hitzig geworden.

    Der Preis für "lebensunterhaltstaugliche s Arbeiten" neben dem Studium ist aber sehr sehr hoch. Das geht so sehr auf die Substanz, wenn man immer wieder jeden Monat bangt, dass ja nichts Unvorhergesehenes passiert.

    Ich denke, das Problem, wenn man nicht vor der Wahl steht, ob man arbeiten möchte oder nicht, weil man einfach MUSS ist, dass man Gefahr läuft, den Blick für die eigene Belastungsgrenze völlig zu verlieren. Das ist ähnlich wie beim Hyperfokus. Es zählt nur, das Studium im wahrsten Sinne des Wortes zu überleben. Und das hat mir persönlich enorm psychisch zugesetzt. Denn bis ich es gemerkt hatte, war ich schon völlig verausgabt.

    Was ich aber auch erlebt habe, ist, dass manche Nebenjobs auch eine Erholung sein können. Je nachdem, was man macht. Mir hat die Arbeit mit Menschen auch immer wieder Motivation für meine Bücher und stundenlanges Lernen gegeben.

    Aus meiner persönlichen Erfahrung rate ich jedem, der neben dem Studium arbeitet sich regelmäßig zu fragen, ob noch genügend Zeit für die eigene Erholung da ist. Wenn das Leben nur aus Arbeit und Studium besteht, dann bleibt man definitiv auf der Strecke.

    Und hätte ich heute nochmals zu entscheiden, dann würde ich eher einen Kredit aufnehmen und weniger arbeiten. Mich hat das viele Arbeiten so viel Kraft gekostet, dass ich deshalb nach dem Examen so tief in der Depression gelandet bin, dass ich zwar irgendwann mein Examen hatte aber nicht arbeitsfähig war.

    Und für alle, die sich das während der schweren Zeit nicht vorstellen können: Man kann nach dem Examen das Geld wirklich um Welten leichter verdienen und Kredite auch zurückbezahlen.

    In Kürze:
    1. Arbeiten geht neben jedem Studium
    2. nur so viel arbeiten, dass noch Erholung möglich ist!

  8. #18
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Bis auf einen kleinen Nebenjob in den ersten zwei Semester (nur zufällig kurz vor dem Studium daran gekommen) und dann später PC-Kurs auf ehrenamtlicher Basis, habe ich nicht gearbeitet und sehr großes schlechtes Gewissen deswegen... Zum Glück war ich finanziell nicht darauf angewiesen. Wäre ich darauf angewiesen, dann hätte ich mein Studium nie geschafft Deshalb kann ich das geschaffte Studium auch nicht als Erfolg akzeptieren... Denn nicht nur, dass ich meinen Eltern auf der Tasche lag, so habe auch noch ewig studiert und nur mal gerade so das Minimum geschafft und keine besonders gute Leistungen.

    Weshalb ich nicht gearbeitet habe, lag für mich in erster Linie in psychologischen Problemen - soziale Ängste,kein Selbstvertrauen, traute mir überhaupt nichts zu, ständig im Studium hinterhergehinkt.. Dabei wollte ich schon arbeiten, einfach um praktische Erfahrungen zu haben. Ich unternahm auch ein paar Versuche,einen Nebjob zu finden und liess mich aber schnell abschrecken, dass auf den meisten Praktikumstellen dann hauptsächlich Leute gesucht wurden, die schon über alle möglichen praktischen Fähigkeiten verfügen sollten...

    Natürlich hätte ich auch was anderes gefunden.. aber durch das ständig hinterherhinken traute ich mich nicht, darauf zu bewerben, weil ich dann gemessen an meiner Semesteranzahl doch schon viel weiter hätte sein müssen...Eigentlich wollte ich studentische Hilfskraft machen und eine akademische Laufbahn einschlagen.. Aber an meinen Institut mich irgendwo zu bewerben traute ich mich noch weniger, weil ich dachte, dann bekommen die erst recht mit, wie wenig ich kann.


    Ich denke, dass das reine Arbeiten nicht so sehr das Problem gewesen wäre, sondern viel mehr wurde das Beschaffen einer Arbeitsstelle für mich zu einem unüberwindlichen Problem. Das wäre vielleicht noch einmal anders gewesen, wenn ich wirklich finanziell darauf angewiesen wäre. So ging es mir hauptsächlich darum, etwas zu finden, was mir Praxiserfahrung für das Studium bringen könnte, wo ich Kenntnisse gewonnen hätte, die mir in meiner späteren beruflichen Laufbahn weitergeholfen hätten.....

    Natürlich kann man das nicht so pauschal sagen - ich denke, dass gerade eine Arbeit in meinen Studienbereich Informatik wäre mir wirklich zu anstrengend geworden. Denn der IT-Bereich bringt es oft mit sich, dass man mit der Arbeit nicht fertig wird und sich schnell festbeißen kann und oft schnell in der Versuchung steht, von zu Hause aus noch weiterzuarbeiten, wenn die Möglichkeit besteht. Also geistige Ressourcen erfordert, die dann für das Studium fehlen könnten.

    Dahin geben könnte ich mir vorstellen, dass solchen Jobs wie z.B. Regale im Supermarkt auffüllen, sich wieder problemloser ausführen lassen können, vielleicht so gar eine Art Ausgleich dastellen können. Oder sogar beim Lernen helfen können - z.B. wenn man vielleicht sowie Nachtpförtner hat, wo man die meisten Zeit nur herumsitzt und nur vereinzelt Kunden kommen und man in der Zeit gut lernen kann. Oder als andere Möglichkeit, dass der Nebenjob dann für einen fester geregelten Tagesablauf sorgt und man deswegen besser lernen kann, als wenn man lernen kann, wann man will..


    Ich finde, man kann es nicht pauschal sagen, in großen ganzen kommt es immer auf die einzelne Person an, wie belastbar diese ist - ob der reine Studienalltag sie schon an die Leistungsgrenzen bringt und wieviel Energie sie noch übrig hat. Ich stelle mir da gerade ADSLer anfälliger vor - nicht wegen einen erhöhten Ruhebedürfnis, sondern wegen Reizüberflutung und Verplanung und Verpeiltheit - dass man sich zuviele Veranstaltungen vornimmt, dass die Nachbearbeitung des Uni-Stoffes viel mehr Aufwand als bei andere erfordert usw. Aber wie gesagt, dass muss nicht auf jeden ADSler zu treffen.. Wenn das Studienfach genau richtig ist und es keine Probleme gibt, dann kann auch alles flutschen, dass man das in Rekordzeit mit Bestnoten schafft.

    Und dann kommt es natürlich auch auf das Studienfach an sich an und natürlich auch an den verfügbaren Nebenjobs. Es gibt sicherlich einige Jobs, die sich gut mit Studium vereinbaren lassen. Aber wenn die nicht zur Verfügung stehen bzw. man sich mit diesen komplett selbst finanzieren, dann könnte ich mir gut vorstellen, dass man auch schnell an einen Punkt kommt, wo man feststellt, dass man nur eine Sache machen kann - entweder arbeiten oder studieren.

  9. #19
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    Hallo,

    ich denke, jeder muss das für sich entscheiden. Jeder Mensch ist anders und so hat jeder auch eine andere Belastungsgrenze und ein anderes Bedürfnis nach Ruhe.

    Die ersten Semester war bei mir an Arbeiten und Studium nicht zu denken. Ich brauchte eine Zeit, bis ich mich an an die Rahmenbedingungen des Studierens gewöhnt hatte. Danach arbeitete ich im Vergleich mit Mitstudierenden im Verhältnis recht viel. Für mich war die Arbeit dann echt ein Ausgleich zur Theorie und zur Uni. Jetzt, im Endspurt, arbeite ich nur wenige Stunden, da das Lernen für mich sehr anstregend ist.

    Ich denke auch, dass mit der Umstellung auf Bachelor/Master die Anforderungen gestiegen sind: in kurzer Zeit immer mehr Lernstoff, der ins Hirn zu "stopfen" ist und dann abgerufen werden muss.

    Wenn jemand neben dem Studium nicht arbeitet, weil er es nicht kann und finanziell auch nicht muss - ist doch OK!!! Wir sind keine Maschinen, wir sind Menschen, unabhängig ob ADHS oder nicht!

    Liebe Grüße!

  10. #20
    howie

    Gast

    AW: Arbeiten neben dem Studium

    tja leider ist die welt [wort der wahl einfügen]
    wir sitzen an einem computer miot internet - wie viele der welt noch?

    der computer von einem kumpel ist kaputt - er hat keinen mehr.
    meiner geht, er ist aber endslangsam und braucht ewig bis die seiten laden.
    ein anderer kauft sich jetzt dann einen neuen, superschnellen.

    ich hab kein auto.
    eine freundin hat eines und nimmt mich mit zur arbeit.
    ein anderer hat ein schnelleres.
    den eltern von wieder einem anderen gehört ein autoverleih.

    deutschland hat gute unis.
    die usa hat bessere - bloß: wie viel kostet es da zu studieren?

    weitere frage:
    wenn zwei gleich spät erschöpft sind, aber einer kann sich schneller dinge merken....
    oder
    beide können sich gleich schnell dinge merken, aber der eine hat eher keine lust mehr...
    was dann?

    kurz: die frage ist nicht die, wann man erschöpft ist, sondern: wer zahlt den, der früher erschöpf ist?

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