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Diskutiere im Thema Die Sache mit den Vorgesetzten... im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    Ich bin im Flugbereich offen damit umgegangen und direkt dumm behandelt worden. Auch damit, dass ich die Umschulung zum Mechatroniker nicht wirklich gemacht habe und habe die Kollegen gebeten mir beizubringen, wie ich die Geräte, die ich prüfen und einstellen sollte besser verstehen kann. Der eine konnte nicht aufhören mich zu provozieren. Jetzt habe ich 3 Berufe, keinen Job und die Depressionen nach den Absagen werde ich auch nicht mehr los.
    Weiß jemand in Hamburg, wo es noch faire Arbeitgeber für Kupferschmiede, Pädagogen, Mechatroniker gibt? Oder hat jemand eine Idee, wo man Handwerk und Pädagogik verknüpfen kann? Ich könnte mir eine Werkstatt für Menschen mit Behinderungen vorstellen.

  2. #12
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    DragonLady schreibt:
    Gerade in Sachen Vergesslichkeit wirst Du IMMER in der schwächeren Position sein. Jemand sagt, er habe Dir etwas gesagt, Du sagst, das war nicht so. Dein Chef wird IMMER annehmen, daß Du es wegen AD(H)S vergessen hast und die andere Person recht hat.
    Richtig. Gerade in dieser Firma, in der ich mich damals geoutet hatte, wurden mir öfters Fehler unterschoben, die gar nicht auf meinem Mist gewachsen waren… und zwar auch schon bevor ich von meinem ADHS wusste. Ich erinnere mich spontan an den folgenden Vorfall: Eines Morgens kam ich ins Büro und bekam von einem Kollegen die Aufgabe, ein Blatt für sämtliche Mitarbeiter der Abteilung zu kopieren, die Kopien in ihre Fächer zu platzieren und ihm das Original wieder auf den Schreibtisch zu legen. Genauso habe ich es auch gemacht. Als er in der Mittagszeit wieder von seinem auswärtigen Termin kam, fragte er mich wo denn das Original sei. Es befand sich nicht mehr auf seinem Schreibtisch. Ich bin mir absolut sicher, dass ich ihm das Blatt auf den Schreibtisch gelegt habe - aber Tatsache ist, das Stück Papier war verschwunden. Und die Schuld wurde natürlich auf mich abgeschoben, weil ich mir in dieser Firma sehr viele Dinge merken musste und Probleme damit hatte. Der Kollege hat sich beim Abteilungsleiter über mich beschwert, und der ist dann gleich zur Geschäftsleitung gegangen… und ich wurde anschließend zur Rede gestellt. Natürlich hat mir niemand geglaubt. Danach wurden solche Vorfälle grundsätzlich mir in die Schuhe geschoben, auch wenn ich gar nichts damit zu tun hatte.

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    WeißeRose schreibt:
    ... Ich bin mir absolut sicher, dass ich ihm das Blatt auf den Schreibtisch gelegt habe - aber Tatsache ist, das Stück Papier war verschwunden. Und die Schuld wurde natürlich auf mich abgeschoben, weil ich mir in dieser Firma sehr viele Dinge merken musste und Probleme damit hatte. Der Kollege hat sich beim Abteilungsleiter über mich beschwert, und der ist dann gleich zur Geschäftsleitung gegangen… und ich wurde anschließend zur Rede gestellt. Natürlich hat mir niemand geglaubt. Danach wurden solche Vorfälle grundsätzlich mir in die Schuhe geschoben, auch wenn ich gar nichts damit zu tun hatte.
    Ou dass kommt mir äußerst bekannt vor. Stimmt schon, wenn du einmal den Stempel "Vergesslich" auf die Stírn geklatscht bekommen hast, dann hast verloren. Geht mir auch oft so, einziger vorteil bei mir ist, dass ich dann kleinste details aus dem Gedächtnmis zaubern kann und dann oft beweisen kann, dass ich das so nicht war. Aber meist bleibt doch der faade beigeschmack, dass das doch ich gewesen sein könnte und mich nur rausreden will.

    Naja, für mich steht auf jedenfall fest dass ich das für mich behalten werde, ein geheimnis mehr ioder weniger macht den Braten auch nicht mehr fett...

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    Mionar schreibt:
    Depressionen könnte man einem Chef noch erklären und wenn dieser eine soziale Ader hat könnte das mitunter noch zu etwas Verständnis führen.
    Wenn!!! In der Regel ist man bereits mit Depressionen unten durch, da man so nicht mehr als "Leistungsfähig" und/oder belastbar gilt.
    Ich würde immer "lügen" und körperliche Beschwerden vorschieben. So habe z.B. ich tatsächlich Migräneanfälle und Magenprobleme,
    aber wenn ich einen depressiven Schub habe sage ich, ich hatte z.B. was mit dem Magen - Ich war krank und fertig, das versteht jeder.

    Psychische Erkrankungen sind in der Arbeitswelt ein bitteres Stigma, dass für Unbelastbarkeit und mangelnde Leistungsfähigkeit oder gar mangelnde Leistungsbereitschaft usw. stehen.
    Ironischerweise ist genau das für die Betroffenen oft das Belastende, da man auch nach Erholung und/oder einer erfolgreichen Therapie nicht die Chance bekommt zu beweisen was man kann.
    In der Öffentlichkeit wird immer brav bemitleidet, aber in der Realität wird man ausgesondert.

    AD(H)S ist ein "doppeltes" Stigmata einfach, da es ein "psychisches Problem" ist, das nicht ernst genommen wird.
    Wie belastend schlechte Konzentration sein kann, können sich "nicht Betroffene" nicht vorstellen.
    So kann man sich als AD(H)Sler oft nicht einmal privat öffnen.

    bubble_fish

    Sag lieber nix, auch wenn es dich wurmt.

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 162

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    Ich weiß nicht...einerseits ist es sehr plausibel es für sich zu behalten und auch das mit dem Vorschieben des Körpers find ich jetzt eine gute Strategie. ANdererseits, ich habe am eigenen Leib erfahren, wei belastend es sein kann sich eben nicht zu öffnen und immer alles doppelt und dreifach nacher für sich und andere rechtfertigen soll, obwohl man ja vllt. eigentlich so ist. Für mich hat das was mit meiner eigenen Integrität zu tun und ich kann sicherlich nicht gut arbeiten, wenn ich mir noch Sorgen machen muss, dass ich nicht immer alles verbergen kann. Auch andere, gerade Chefs, machen sich auch ihre Gedanken.

    Ich habe auch die Erfahrung gemacht wie es ist mit jemandem zu arbeiten der ein psychisches Problem hat (meine Chefin war manisch-depressiv) und dies nicht zugibt. Dann wird das nämlich im schlimmsten Fall übertragen,weil sich der andere auf diese seltsame Person einstellt und das aber schwierig wird, was Situationen dann eskalieren lässt, was eine auf Gewinn ausgelegte Firma auch nicht wollen kann. Auch wenn es schwer fällt; ich würde heute dann einfach versuchen es anzusprechen ohne das Problem genau zu benennen aber auch Vertrauen dadurch aufbauen wollen, damit einigermaßen offen umzugehen (aber keine Diagnose, sondern vllt. wirklich von Anpassungsproblemen, Konzentrationsmangel usw. reden, dass man dabei ist und bleibt sodass die gewohnte Leistungsfähigkeit erhalten bleiben kann).

    Wenn das nicht erwünscht ist, würde ich dort nicht arbeiten (aber das liegt natürlich auch daran, dass ich keine Kinder usw. habe). Ich bräuchte jedenfalls bei derlei schauspielerischer Alltagsleistung einen guten Ausgleich zu Hause. Wenns da dann auch nicht stimmt, oder Probleme auftauchen kann das schnell zu viel sein. EIn Arbeitgeberwechsel (der dann vllt. aufgrund wegen fehlender Offenheit ein Rausschmiss wird) bringt ja wieder neues mit sich, wo wir ja auch Probleme haben. Ein Arbeitgeber der seinen Arbeitnehmer halten will, findet ja evtl. eine Lösung; evtl. kann man da die Aufgabe wechseln oder oder...ich hab auch schon erlebt, wie sich im Team alle gegen den AG gestellt haben, weil der sich wirklich unmöglich aufgeführt hat und sich das Ganze nach und nach aufgelöst hat, sodass jetzt von der ursprünglichen kreativen Werbeagentur mit in Hochzeiten 15 MA nur noch eine Person übrig ist (selbst der Chef ist weg). Klar das kann man jetzt nicht verallgemeinern, aber es ist eben auch so möglich, wollte ich nur sagen.

    Es ist auf jeden Fall ein zweischneidiges Schwert einerseits mit sich und andererseits auch mit der Umwelt verantwortungsvoll umzugehen. Und für mich bleibt da nur ausprobieren und dem eigenen Impuls und den eigenen Einschätzungen trauen, weil man nie wissen kann was wie wann anders vielleicht wäre und so zumindest sicher sein kann, das gemacht zu haben, was man für richtig hielt (auch wenn es sich dann als falsch herausstellt). Die Dynamiken in einem Betrieb sind zu komplex, als dass sie so einfach zu analysieren wären. Deshalb haben wir ja unser liebes Problem damit.

    LG

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    Strandgut schreibt:
    Wenn!!! In der Regel ist man bereits mit Depressionen unten durch, da man so nicht mehr als "Leistungsfähig" und/oder belastbar gilt.
    Ich würde immer "lügen" und körperliche Beschwerden vorschieben. So habe z.B. ich tatsächlich Migräneanfälle und Magenprobleme,
    aber wenn ich einen depressiven Schub habe sage ich, ich hatte z.B. was mit dem Magen - Ich war krank und fertig, das versteht jeder.
    Genauso habe ich es auch gemacht. Wenn ich krank war, dann habe ich immer körperliche Beschwerden angegeben. Kaum ein "normaler" Mensch hat Verständnis für psychische Krankheiten.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    Theorist schreibt:
    (aber keine Diagnose, sondern vllt. wirklich von Anpassungsproblemen, Konzentrationsmangel usw. reden, dass man dabei ist und bleibt sodass die gewohnte Leistungsfähigkeit erhalten bleiben kann).

    LG

    Aber genau DAS ist ja das Problem.
    Es gibt bei ADHS keine gewohnte Leistungsfähigkeit, die erhalten bleiben soll. Es ist keine Grippe oder Depression, die kommt und geht, es ist IMMER da. Falsche Versprechungen sind ja da genauso kontraproduktiv.
    Entweder man ist dem Job gewachsen, oder nicht. So hart ist das. Medis und Strategien können helfen, aber sicherlich nicht in ein paar Wochen und auch nicht 100%ig.


    Davon mal abgesehen gibt es kaum AG, denen ihre Mitarbeiter wichtiger sind als Profit. Und das finde ich sogar verständlich. Einen Ersatzposten haben die meisten Firmen auch nicht, ohne zusätzlich Geld auszugeben.

    Es wäre schön, aber es ist m.E. recht illusiorisch.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    Mhm, naja wir sind da aber auch besonders, nicht? ^^

    Wenn jemand vlt. meinen Gedankengang nachvollziehen möchte, bzw wie ich nun doch den anderen schluss gefasst habe. Wie ich eingangs beschrieb, habe ich es desshalb überlegt, dass zu tun, weil ich mir einen Strategischen vorteil erhoffte. Wenn ich damit offen umgehe und allen von ADS offen erzähle, dann kann mir niemand damit in den Rücken fallen. Es ist eben so, aber ich weiß das, daher kann ich daran Arbeiten. Naja aber es ist eben auch richtig dass man dann einen Stempel verpasst bekommt, mit dem die Leute eher schwer umgehen können. Das ist auch der Grund warum ich hier feedback einholen wollte.

    Es hat noch einen Grund warum ich das hier gegenprüfen lassen wollte, ich habe momentan im Gesamt berreich maßive schwierigkeiten, ich lebe Im Kartenhaus zur zeit und jede Bewegung kann den Zusammensturz bedeuten. Dadurch bin ich unglaublich unter Druck, und so wie ich das Momentan habe, hatte ich das noch nie. Es ist wirklich intensive scheisse... Hinzu kommt noch, dass ich momentan nicht genau sagen kann, wie sehr ich mir den selbst vertrauen kann, ich hege momentan starke zweifel. Es gibt wenige PFeiler an die ich mich stützen kann (Das ist zum einen das "Glück im Unglück", das hatte ich schon immer, und zum anderen meine Freunde)

    Weil wir schon bei Freunden sind. Ich habe von Anfang an mit einer kleinen Anzahl von besten Freunden über ADS und meinen Verdacht gesprochen. Selbstverständlich hat natürlich niemand blöd daher geredet. Spannend sind aber schon die Reaktionen, von drei Freunden denen ich das erzält habe, konnte das nur einer als eine art "Krankheit" akzeptieren. Die beiden anderen haben eher gemeint "Ach was, da könnt ich mich auch hinstellen, ich verleg auch dauernd meine Schlüssel", ich mein sie haben dass nicht schlecht gemeint, im gegenteil eher so "Blödsinn, du bist nicht verrückter wie ich!", trotzdem hab ich mich unverstanden und dumm gefühlt. Naja und das mit den Pharmakonzernen und den Ruhig gestellten Kindern wurde auch noch Thematisiert.

    Es würde mich schon wundern wenn ich von einem AG, mehr erwarten kann, in Sachen Verständnis als wie von meinen Besten Freunden. Ich werde aber sagen, dass ich zur zeit Konzentrationsschwierigkeiten habe, dass liegt aber einfach an den Krankenfällen in meiner Familie. (Nein sowas erfindet man nicht...!)

    Lg
    Bubble_fish

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    Vor Allem würde ich wirklich die Diagnose erstmal abwarten.

    Je nachdem was rauskommt, kann man dann auch gucken, ob man die Probleme schneller, oder doch eher langfristig arbeitsrelevant, in den Griff bekommt.

  10. #20
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Die Sache mit den Vorgesetzten...

    Bald ist es soweit, dann weiß ich ganz bescheid, nicht mal mehr drei Wochen. Bis dahin hat sich die Frage mit den Vorgesetzten auch erledigt. Morgen werd ich eh entlassen

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