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Diskutiere im Thema Zu vergesslich für das Leben? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    Zu vergesslich für das Leben?

    Hi Leute,

    zuerst einmal wollte ich euch eine kleine kurze Beschreibung über mich geben Damit ihr meine Bedenken, Unsicherheiten und Zweifel einfahc besser nachvollziehen könnt

    Ich bin zurzeit 22 Jahre alt, männlich und mitten in einer Ausbildung zum Erzieher. Momentan befinde ich mich im 4. Ausbildungsjahr und bisher habe ich mich wie auch schon zu Schulzeiten recht gut durch die Ausbildung durchmogeln können.

    Ich bin (wie ich finde, ziemlich faul, es sei denn, es gibt Dinge, die mich wirklich brennend interessieren)
    Die Ausbildung ist sehr lernintensiv und sie dauert in Bayern eben 5 Jahre. Es ist wirklich eine Unmenge an theoretischen Inhalten zu lernen. Und ganz schön häufig bin ich mit den Anforderungen, die an mich gestellt werden überfordert. Ich verliere dann den Mut, denke ich schaffe das ja sowieso nicht und fühle mich total unmotiviert und verzweifelt. Daraufhin bekomme ich dann oft Zukunftsängste begleitet von starken Selbstzweifeln, wie: "Du bist echt dumm"...."Du schaffst das eh nicht"...usw.)
    Ich bin auch sehr vergesslich und ich glaube das ist auf das ADS zurück zu führen. Dinge, die ich noch erledigen sollte vergesse ich sofort, wenn ich mir nicht eine Erinnerung mache oder es aufschreibe. Aber nicht nur im Alltag vergesse ich vieles, nein auch in der Schule.

    Wir behandeln beispielsweise ein Thema und ein Lehrer aus einem anderen Fach sagt dann: "Okay darauf brauche ich ja nicht mehr weiter eingehen, dass gleiche habt ihr schon in einem anderen Fach gelernt" Dann frage ich mich selbst ob ich das weiß und NEIN mir fällt es einfach nicht ein! Habe es vergessen.

    Jetzt zu meiner extremen Angst oder zu dem, weshalb ich der Meinung bin, dass mit Meinem Hirn wirklich etwas nicht Stimmen kann!

    In der ganzen bisherigen Ausbildungszeit haben wir so viel Stoff behandelt, dass ich einfach nicht mehr weiß, was wir alles durchgenommen haben. Ich fühle mich auch jetzt noch nicht wirklich bereichert oder kann sagen, dass ich in gewissen bereichen wirkliche Lernerfahrungen gemacht habe, die mir auch tatsächlich BEWUSST sind.
    Ich fühle mich noch genau so unsicher wie am Anfang meiner Ausbilung.

    Kurzes Beispiel: Ein kind zeigt ein unerwünschtes Verhalten. Ich beobachte das, gehe darauf ein und suche nach einer Möglichkeit dieses verhalten entweder zu ändern oder eben abzustellen. DAS MACHE ICH ABER INTUITIV (versteht ihr) ICH KÖNNTE MEIN HANDELN NICHT PÄDAGOGISCH BEGRÜNDEN.
    Ich habe auch komplett vergessen welche Symptome für welche Krankheit oder welche Beeinträchtigung sprechen!

    DAS KANN DOCH EINFACH NICHT NORMAL SEIN??!!

    Liegt es vielleicht daran, dass ich im Moment der Meinung bin, dass dieser Beruf nichts für mich ist? (SICHER BIN ICH MIR ABER AUCH NICHT)
    Aber ich glaube, dass ich nicht offen genug für neues bin....denn die Erziehung ändert sich ständig....Pädagogik und Psychologie entwickelt sich ja immer weiter.

    Ein anderes Beispiel: Ein Auszubildender als Industriemechaniker kann nach seinen 3 Jahren sagen, was er gelernt hat. Er kann nun Dinge, die er vorher einfach nicht konnte!

    Ich beispielsweise kann jetzt nicht sagen was ich JETZT kann und vor der Ausbildung nicht konnte! versteht ihr?

    Ich habe einfach das Gefühl ich bin zu DUMM



    Ich hoffe ihr könnt mir da irgendwie weiter helfen oder habt vermutungen was mit mir nicht Stimmen könnte


    Vielen Dank

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Zu vergesslich für das Leben?

    Hallo sonicX91
    Ich glaube nicht, dass Dummheit das Problem ist. Ich kenne dich zwar nicht aber, was du schreibst, hört sich nicht nach Dummheit an.

    Mir kommt einiges, was du geschrieben hast, bekannt vor, aber darf ich zuerst fragen, wie lange du schon die Diagnose ADS hast? Verstehst du, was das für dich bedeutet?

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 250

    AW: Zu vergesslich für das Leben?

    @sonicX91: ich habe eine Ausbildung zum Heilerziehungspflegerin gemacht und kenne auch das was du machst, ich konnte mich auch nur schwer an Dinge erinnern, was wir durchgemacht haben, aber pädagogisch begründen kannst du bestimmt, kommt auch auf die Schule an, da meint man es wäre so hochkomplitziertes, dabei reicht manchen Schulen wirklich enfaches.

    Es heißt, dass man distanziert sein soll dem "Bewohner" gegenüber sein soll.
    pädgogisches Handeln, mit dem Bewohner den Nacken zu streicheln, weil er das einfordert ist ok und als "Zuneigung" verstanden wird,
    aber es ist nicht ok, wenn ich den Bewohner küsse, auch wenn er es einfordert, weil es dann ins inteame sexuelle Verhalten eingeht.

    pädagogische Begründung. Ich habe dem Bewohner, den Nacken gestreicheln, da für ihn das eine Anerknnung und Zuneigung seiner Person darstellt.

    Es ist richtig, uns fällt das Begründen schwer oder das refkeltieren, aber dank der Ausbildung kann ich das etwas besser, ich merke, dass ich im theorietischen Teil, teilwise das "Wie" beschreiben kann, aber in der Praxis handele ich auch INTUITIV und wir machten das automatiisert, dass wir das nicht als "Wie" erkennen.

    Bei deinem beispiel bei dem Kind, dass sich verhaltensuaffällig benimmt, erkläre zuerst warum das Verhalten für dich auffällig war, und was war dein Ziel als du zum Kind gegangen bist.

    Ich versuche mal ein Beispiel. Das Kind rastet aus weil es beim Spiel kein Erfolgserlebnis hatte.(verloren, ...). Du gehts zu ihm hin und versucht es zu bremsen, indem du ihm gut zuredest.

    Dann begründets Du Dein Handeln: "Ich habe dem Kind gut zugedet und ihm erklärt, dass es nicht schlimm ist, wenn man verliert,... ich wollte das Kind beruhigen, weil das Kind ein aggressives Verhalten zeigte aufgrund da es das Spiel verloren hat. "

    Ich habe dem Kind gut zugeredet um es wieder zu beruhigen, weil es vermtlich kein Erfolgserlebnis beim Spieln hatte."

    Ich dachte auch immer, in Klausuren ich schreibe den größten Scheiss, aber neine es wurde als richtig abehackt.

    Auch wenn es Dir, was dir selbst einfällt als blöd vorkommt schreibe es einfach hin.

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.207

    AW: Zu vergesslich für das Leben?

    Hallo Sonic,

    danke für deinen Beitrag. Möchtest du ein paar "Eckdaten" auch in den Vorstellungsbereich schreiben?
    Wenn du vorgestellt und freigeschaltet bist, kannst du ier alle Bereiche ansehen und dich auch per PM austauschen.

    Du hast ja sicher schon gemerkt, dass hier im Forum engagierte Leute drin sind,m oder?

    LG Gretchen

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Zu vergesslich für das Leben?

    Die Diagnose bekam ich mit 17 oder 18. Naja es bedeutet für mich doch eig., dass ich Schwierigkeiten habe mich zu konzentrieren. Das Problem was ich habe ist aber auch, dass ich ADS selbst noch nicht als Krankheit akzeptieren möchte....Denn in der Gesellschaft wird oft gesagt, dass die Leute sich dann auf dieser Diagnose ausruhen und da ich mir sehr viele gedanken darüber mache, was andere von mir denken (ICh weiß das ist falsch...aber ich kann es momentan noch nicht ändern) möchte ich es nicht als Krankheit anerkennen. Oft wird es eben als Entschuldigung genommen. Genau damit erfährt man dann meist ablehnung...

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 250

    AW: Zu vergesslich für das Leben?

    @sonic, ich sehe es auch nicht als krankheit an, und würde dir den rat geben, es nicht in der Schule und auch nicht
    in der Einrichtung zu sagen, dass du auf adhs diagnostiziert bist.

    WEnn Du schon im 4. Ausbildungsjahr bist, wirst Du es schon schaffen, und das was du denktst, habe ich auch gedacht
    und noch vor kurzem, dass ist nicht hilfreich.

    Wünsche dir dass du deinen Abschluss durchziehtst und absolvierst.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Zu vergesslich für das Leben?

    Wow... sei froh.... kannst du instinktiv reagieren... jede mutter, jeder vater reagiert nämlich so....
    jedes auch so "banale" verhalten eines kindes zu pathagolisieren finde ICH.... persönlich... kreuz verkehrt und deinem beruf
    nicht dienlich.....

    sorry, doch dies war aus dem bauch raus.....

    .... p.s. dem Leben ist es schnurz egal, was du vergisst.... wenn etwas in deinem Leben wirklich wichtig ist... wirst du es sowieso nicht vergessen....

    leider kann man dies so, keinem ausbildner sagen.

    ich habe keine ahnung wie die ausbildung als erzieher "funktioniert" oder geprüft wird.... in meinem beruf wurde das "praktische" im vergleich zum "theoretischen"
    höher gewertet.

    rein rational... streich alles was "nicht so wichtig ist" und du jederzeit nachschlagen kannst.... mal weg. dann bleibt von der ganzen fach-information erstmal ein bruchteil
    übgrig... diesen dann punktuell für die prüfung abrufen.... (und hey, keine angst... wenn ich es geschafft habe... so schaffen es sehr, sehr viele)....

    lg

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 250

    AW: Zu vergesslich für das Leben?

    @smile, dass ist bei uns im beruf bzw. in der Ausbildung vorgeschrieben, du must dein handeln begründen
    und das verhalten des Kndes oder des Bewohners beschreiben,

    in der schule hieß es " wir sollten mit einem Kind im Kindergarten hinsetzen und mit ihm Ziel erarbeiten sollen",
    toll und sinnvoll fanden wir schüler das auch nicht. Es wurd sich bei mir schon beschwert, dass ich aus dem Bauch heruas handele,
    das sah keiner gern.

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Zu vergesslich für das Leben?

    Das ist ziemlich normal. Ich denke du nimmst trotzdem viel von dem Gelernten mit, nur dass du es so verinnerlicht hast, dass du es nicht bewusst weißt. Wie beim Autofahren, da denkst du ja auch nicht "ich drücke jetzt mit dem linken Bein die kupplung, Schalte und mache einen Schulterblick", sondern du machst das automatisch. Gerade im pädagogischen Bereich ist das oft so. (meine Erfahrung)

    Wenn du etwas später begründen musst, dann ist nur wichtig, dass du weißt, wo du die Informationen von früher findest. Dann kannst du sie bei Bedarf nachschlagen. Wenn du es wieder ließt, fühlt es sich ja an wie nie verlernt

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Zu vergesslich für das Leben?

    Mir geht es genau so wie dir, bin ebenfalls im 4. Ausbildungsjahr und hab mich recht gut durchgeschlagen bisher.
    Jetztt bin ich mal wieder im Praktikum und diese ganze Angebotsplanung ist einfach total stressig und zeitintensiv...
    Auf Arbeit kriege ich öfters Kleinigkeiten gesagt die ich anders machen könnte,
    und ich habe aber das Gefühl mich teilweise wie der erste Mensch anzustellen D:
    Kann dich also teilweise sehr gut nachvollziehen denke ich... ^^


    Aber ich sag mir immer wieder Augen zu und durch! Vielleicht hilft dir das ja auch.
    Ich kann sicherlich auch nicht jede Handlung von mir pädagogisch begründen, weil eben vieles
    finde ich aus dem Bauch heraus entschieden werden MUSS (!), wenn z.B. im Heim ein Kind ausrastet und du weißt es nicht bringt es ja nichts
    sich hinzustellen und zu überlegen: "Okay Kind XY ist gerade sehr sehr wütend, es könnte deshalb, und deshalb aber auch deshalb gewesen sein,
    und jetzt probiere ich diese und diese und jene Möglichkeit aus.
    Und ich sag mal so das du nicht jedes Symptom von jeder Störung kennst ist doch nicht schlimm. wozu gibt es nachschlagewerke. Ich denke
    wenn man dann raus in die Praxis geht und die Erzieherinnen und Erzieher mal ein paar Fragen stellt zu sowas wissen selbst
    die als ausgebildete Fachkräfte nicht alles und müssen manches wieder nachschlagen
    Und zuguterletzt finde ich hilft es unheimlich doll positiv zu bleiben! Jeder macht Fehler.! Dazu machst du diese Ausbildung
    um zu lernen und nicht um immer perfekt zu sein.

    Lg Joe

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