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Diskutiere im Thema Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Hallo Weisse Rose,
    das eine Kollegin private Mitteilungen von dir weitergibt, das ist so ein Vertrauensbruch, kann mir vorstellen wies dir damit geht....

    Das mit dem Verlauf: Ja, ich schätze, je nach Anlage die da benutzt wird....das kann man auch im Hauptserver, der die Internetzugänge weiterleitet 100% nachvollziehen bei Bedarf, auch wenn du den Verlauf löscht, man kann immer noch sehen, wann du per Browser mit deiner IP wohin bist.

    Zu dem Datenschutz nochmal....
    Normalerweise, kann sich selbst an einer gesperrten Arbeitsstation jeder mit seinem eigenen Password anmelden.
    Dazu gibt es ja die "Benutzer-Konten".

    Ich habe auch schon in grossen Konzernen mit wirklich grossen IT Abteilungen gearbeitet,
    hatte Zugang zum Intranet, zu verschiedenen Applikationen die auch wiederum einzeln passwordgeschützt waren.

    Ich musste sogar JEWEILS gesondert Datenschutzerklärungen unterschreiben, da die Applikationen auf Rechner anderer Firmen/Behörden Zugriff hatten.
    Oberstes Gebot dieser Regeln war, auch nicht einer Vertretung oder sonstigen Mitarbeitern die Nutzung unter meinem Passwort zu gestatten, das PW niemandem zugänglich zu machen auch nicht durch fahrlässiges Aufbewahren des PW-Hinweises.

    Normalerweise, erhält jeder seine EIGENE Zugangsberechtigung.
    Allein schon um dem Datenschutz Gewährleistung zu tragen.

    Ich verstehe nicht wozu ein Teamleiter, Kollegen oder sonstwer da auf ein Password eines Mitarbeiters Zugriff haben sollte oder haben wollte....

    Ein Teamleiter oder Abteilungsleiter kann (was sicherlich unterschiedlich geregelt ist und auch auf der Grösse der Firma ankommt)
    wenn es um Arbeitsaufgaben geht, um Arbeitsstand zu kontrollieren oder sonstiges, auf die Postfächer zugreifen,
    da diese normalerweise in einer grossen Firma auf dem Server liegen und nicht auf dem Laptop oder der Workstation des Mitarbeiters gespeichert werden.
    (Edit: ah hast du grad erklärt)

    Auch dort kann aber noch ein Chef oder sonstiger Mitarbeiter mit Administratorrechten oder teilweisen Berechtigungen Zugriff auf das Postfach oder die privaten Verzeichnisse nehmen und auch wissen was du da privat gemacht hast.

    In den meisten Firmen laufen ja sogar solche Programme mit, die genau sehen welches Programm/Fenster wie lange geöffnet war, wann du vom Bildschirm wegwarst (Mauszeiger geruht) oder das Telefon klingelte (Vernetzung Telefonsoftware gibt es auch oft).

    Wenn sie Firma so klein ist, das die Kollegen einen Grund haben, (nur welchen )
    warum sie in deinem Urlaub "deine" Postfächer oder Unterlagen mit deinem Passwort einsehen wollen,
    warum klärt ihr das nicht in einem Gespräch mit dem Chef/Teamleiter,
    der muss ja wissen, wie die firmeninternen Regeln sind
    und wenn der Chef eine "Pfeife" ist, der sich von den Sekretärinnen manipulieren lässt, weil er zu faul ist, sich Gedanken um den Datenschutz zu machen,
    oder eben dem lieben Frieden zuliebe auf die allgemeinen Regeln der Firma "pfeift" dann kannst du froh sein, das du nicht übernommen wirst.


    In so einem Team würde ich nicht lang arbeiten können.

    Ich nutzte einen Rollcontainer, in dem ich Post aufbewahrte, die ich nicht sofort erledigen konnte.
    Den Schlüssel dazu habe ich aber im Teambüro liegen gelassen, falls ich einmal krank würde.

    Ich habe aber die schwierigen Fälle immer als Priorität behandelt, eben um Papiermessitum auf der Arbeit zu vermeiden
    Ich hatte Schichtarbeit, habe manchmal auch welche zur Klärung weitergereicht,
    oder an den Teamleiter zurückgegeben, weil ich die Kunden nicht in meiner Schicht erreicht hatte.

    Es ist immer besser, den Vorgesetzten über ein nicht schaffbares Problem zu informieren, als diese aus falsch verstandenem Ego
    (ich will übernommen werden, kann nicht zeigen, das da noch was liegen blieb) zu verstecken.
    Der Teamleiter mag seufzen, aber letztlich arbeitest du so lösungsorientiert und offen und das zahlt sich auf Dauer aus, wenn du ihm das auch aufzeigst.
    "Das konnte ich im Tagesgeschäft nicht erledigen, empfehlen Sie mir wie ich damit weiter verfahren soll?"

    Zu allerletzt aber noch ein Hinweis:
    Du kannst ohne Abmahnung gekündigt werden,
    wenn das "Verschleppen" von zu erledigender Arbeit und
    das "Verstecken" deiner schwierigeren Fälle oder Papierkram ein Verstoss
    gegen deine Pflichten darstellt und dadurch die Firma geschädigt wird.

    Für eine fristlose Kündigung müssen triftige Gründe vorliegen und es ist notwendig, dass vorher eine Abmahnung ausgesprochen wurde. Liegen seitens des Arbeitnehmers schwerwiegende Pflichtverletzungen oder Fehlverhalten vor, kann die fristlose Kündigung auch ohne vorherige Abmahnung erfolgen. Dazu können beispielsweise Diebstahl oder Betrug zählen, wodurch dem Arbeitgeber ein Nachteil entsteht.
    quelle:• Fristlose Kündigung nach Abmahnung: Arbeitgeber im Recht? - Arbeitswelt Ratgeber

    Das du vielleicht nicht übernommen wirst , tut mir trotzdem sehr leid,
    berufliche Perspektive ohne Zeitarbeit nach so langer Zeit wäre wirklich schöner!

    Meinst du nicht, das du auf einem Gespräch mit dem Chef beharren kannst?

    Wie sieht eigentlich das "Mobben" aus?

    Manchmal beruhigen sich die Gemüter auch wieder und sehr oft ist es nur eine einzige Person die dummes Zeug redet,
    wenn man erstmal raus hat wieso, kann man da die anderen schnell wieder aus dem (Klatsch- und Mob-)Wirkungskreis rausziehen.

    Neulich war irgendwo im tv der Rat beim Mobben einfach Zivilcourage der anderen Mitarbeiter anzufordern:

    Laut sagen: Das was du da über mich sagst ist nicht in Ordnung.

    Oder zu der Person gehen und fragen, wo das Problem liegt, selbst wenn es unangenehm ist...kann weiterhelfen,
    und wenns nur noch 3 Monate sind, vielleicht machst du es trotzdem noch, kurz vor Schluss?

    Die machen das doch nur mit den Leuten, wo sie denken, die wehren sich nicht oder sind in der schwächeren Position.

    Man, sowas regt mich immer auf.

    P.S. Schaff dir ein Smarthandy an. Bleib an dienstlichen PC´s bei der Arbeit. No-Go.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 149

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    @Steintor
    Tut mir leid, aber die rechtliche Lage ist nicht so wie du sie gerade darstellst. Grundsätzlich darf ein Arbeitgeber nicht ohne weiteres seine Angestellten überwachen. Klar ist es technisch sehr leicht möglich E-Mails von Angestellten zu lesen oder die Internetnutzung zu protokollieren, es geht sogar noch sehr viel mehr.

    Ein Arbeitgeber darf überwachen wenn eine Einverständnis des überwachten Angestellten vorliegt, die jedoch jederzeit widerrufen werden kann. Es darf überwacht werden, wenn ein konktreter Verdacht auf Missbrauch von Privilegien wie etwa der privaten Internetnutzung besteht oder gar ein Verdacht auf geschäftsschädigendes Verhalten, wie etwa Spionage oder Geheimnisverrat besteht. Es dürfen auch stichprobenartige Kontrollen vorgenommen werden.

    Was jedoch ganz klar nicht erlaubt ist, sind das Lesen privater E-Mails, sogar dann wenn eine private Nutzung nicht erlaubt ist. Wenn eine private Nutzung des Internets erlaubt ist, dann darf überhaupt nicht ohne Grund oder Einverständnis überwacht werden, damit werden Persönlichkeitsrechte verletzt und diese sind gesetzlich geschützt. Ohne vorherige Absicherung etwa durch eine Erlaubnis vom Betriebsrat verstößt der Arbeitgeber damit gegen das Gesetz.

    Was ebenfalls verboten ist, ist eine Verhaltens- und Leistungskontrolle durch die Überwachung.

    @WeißeRose
    Lese dir einmal die Datenschutzrichtlinien deines Betriebes durch, wenn dort explizit verboten wird Passwörter weiter zu geben dann bist du auf der sicheren Seite. Den Verlauf deines Browsers zu löschen dürfte zumindest einmal die ganz normal Neugierigen stoppen. Wenn du zusätzlich die Cookies löscht, dann kommt man noch schwerer an deinen Verlauf. Solltest du dich dann doch dazu entschließen dein Passwort weiter zu geben, dann sollte dir auch bewusst sein, dass jemand mit krimineller Energie deine Zugangsdaten dazu nutzen kann in deinem Namen Straftaten zu begehen. Was einer der Gründe ist, warum man seine Zugangsdaten nicht an andere weitergeben sollte.

    Gruß Drowe

  3. #13
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Drowe schreibt:
    @Steintor
    Tut mir leid, aber die rechtliche Lage ist nicht so wie du sie gerade darstellst. Grundsätzlich darf ein Arbeitgeber nicht ohne weiteres seine Angestellten überwachen.
    Das mag durchaus geltendes Recht sein. Leider habe ich verschiedenen Firmen sonderbare Maßnahmen erlebt, die mein Glauben an das Arbeitsrecht sehr erschüttert haben. Blankoabmahnungen, Pflicht zu unbezahlten Überstunden im Arbeitsvertrag, versteckte Kameras, Verlängerung der Probezeit um ein Jahr. Und wenn man Familie hat, schluckt man schon viele Kröten.

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Ja,verstehe woher das kommt...
    aber es geht ja um "rechtlich dürfen" gegenüber "kann, aber darf man nicht".

    Zudem das ja dort Usus scheint, das die PW geteilt werden müssen, weil man sonst unten durch ist?

    Tut mir leid, da würd ich mich auch erstmal quer stellen.

    Lieber ein Quer- als ein Dummkopf.

  5. #15
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    stargazer schreibt:
    Lieber ein Quer- als ein Dummkopf.
    Dann wärst Du nicht teamfähig. Es gibt Leute, die wurden wegen mangelnder Teamfähigkeit gekündigt und bekommen heute Hartz4. Das den Kindern zu erklären, finde ich problematisch.
    Geändert von Steintor ( 9.11.2013 um 15:56 Uhr) Grund: zu öffentlich

  6. #16
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Steintor, natürlich kommt es auf den Einzelfall an.

    Aber an ihren Vertrag sollte sie sich halten und nicht an das Hörensagen der anderen Mitarbeiter, weil sie sonst erst recht eine Kündigung riskiert.


    -------------------------------------------------------------
    Führt jetzt off topic....
    Was nützt mir Job gegen Ego oder Duckmäusertum abzuwägen, wenn ich daran über kurz oder lang kaputt gehe.
    Erklär das dann mal deinen Kindern.

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    @stargazer: Diese privaten Mails, die meine Ex-Kollegin weitergeleitet hat, habe ich damals alle an meinem Laptop zu Hause geschrieben. Ich schreibe weder private Mails von meinem Firmen-Account noch habe ich private Dokumente auf dem Laufwerk abgelegt. Ich finde es geht niemanden in der Firma etwas an, in welcher Form ich mich privat mit irgendwelchen Leuten austausche. Deshalb hüte ich mich jetzt vor privatem Kontakt mit Kollegen, solange ich keine Festanstellung habe. Und selbst dann muss ich sehr vorsichtig sein. Wenn es zu Meinungsverschiedenheiten kommt, muss ich mit Ärger im Beruf rechnen. Die wollte sich einfach nur an mir rächen - traurig, aber leider wahr. Dass ich diese Mails geschrieben habe, ist schon fast 2 Jahre her. Warum muss man mir nach so einer langen Zeit Steine in den Weg legen?

    Die Weitergabe von Passwörtern ist tatsächlich im ganzen Unternehmen verboten. Allerdings gibt es Bereiche, in denen es trotzdem gemacht wird - so wie bei uns eben. Und wenn die Mehrheit der Leute das tut, dann wird von einem Neuzugang erwartet, dass diese Person sich anpasst. Wer sich verweigert, gilt als nicht teamfähig und wird rausgemobbt.

    Das Mobbing geschieht in der Regel hintenrum. Klar merkt man, wenn die anderen nicht gut auf einen zu sprechen sind. Bei jedem noch so klitzekleinen Fehler bekomme ich von der Sekretärin, die meine Vertretung ist, entweder einen zickigen Anpfiff unter 4 Augen oder eine pampige, kurze Mail. Ich spüre die Abneigung der anderen, wenn ich mitbekomme, dass sie sich während der Arbeitszeit mal auf einen Kaffee treffen oder andere Dinge machen ohne mich einzubeziehen. Beim Mittagessen gibt es entsprechende Gesten und Blicke sowie sarkastische Bemerkungen um mir zu zeigen, dass ich unerwünscht bin. Und wenn sie jemanden wie mich loswerden möchten, dann suchen sie nicht das direkte Gespräch mit mir, sondern gehen ohne mein Wissen zu den Abteilungsleitern und zur Personalabteilung und erzählen diesen Leuten negative Sachen über mich. Ich erfahre das dann über drei Ecken, nachdem schon eine gewisse Zeit vergangen ist.

    Ich bin übrigens nicht die einzige Sekretärin bei uns, die gemobbt wird. In unserem Bereich gibt es noch eine Teilzeitkraft, über die auch ständig gelästert wird. Ich komme mit der Frau sehr gut aus, und sie hat noch nie ein negatives Wort über andere verloren. Nur ist sie halt auch anders als der Rest der Mannschaft, und das wird nicht akzeptiert. Wenn sie z. B. von ihren Urlaubsreisen erzählt, geht es hauptsächlich um Sightseeing - wie bei mir. Die anderen Frauen liegen im Urlaub die ganze Zeit am Strand oder gehen shoppen. An Kultur haben sie kein Interesse, das entspricht nicht ihrem Bildungsstand. Mir ist schon öfters aufgefallen, dass Menschen mit einem niedrigeren Bildungsstand Minderwertigkeitskomplexe haben und auf der Arbeit aus Neid Kollegen mit höherem Bildungsstand schlecht behandeln. Ich bin zwar die einzige Sekretärin bei uns, die Abitur hat, aber das habe ich niemals raushängen lassen. Im Gegenteil, ich wusste lange nicht, dass meine Kolleginnen alle kein Abi haben und sich wenig bis null für Bildung interessieren.

    Eine relativ neue Sekretärin aus einem anderen Bereich hat es auch schwer bei uns. Wir haben die Frau im Frühjahr mal bei einer Schulung gesehen, und sie hat damals dem Schulungsleiter ein paar merkwürdige Fragen gestellt. Sie wirkte ein wenig seltsam, aber meiner Meinung nach gab es nichts, worüber ich mich aufregen sollte. Meine Kolleginnen haben sie schon auf dem Seminar total runtergeputzt und auf der Rückfahrt ständig über sie hergezogen. Einige Wochen später fing sie überraschenderweise bei uns an. Wegen ihres Verhaltens bei dieser Schulung wurde sie vom ersten Tag an ausgegrenzt. Wenigstens hat sie das Glück, dass sie nicht in unserem Bereich arbeitet. Meine Kolleginnen würden ihr das Leben zur Hölle machen. Ich habe mich mit dieser Frau schon mehrmals unterhalten und finde sie sehr sympathisch. Sie hat niemandem etwas Böses getan. Diese merkwürdigen Fragen hat sie damals gestellt, weil sie eine eher unsichere Person ist. Solche Menschen sind die typischen Mobbing-Opfer, aber ich finde das nicht in Ordnung. Das Geläster über sie ist totaler Kindergarten. Die Frau ist schlank und sportlich, hat aber einen sehr eigenwilligen Kleidungsstil. Sie ist aber weder ungepflegt noch Büro-unpassend gekleidet, es entspricht einfach nur nicht dem Geschmack der Sekretärinnen-Mehrheit. Ich finde es auch unmöglich, wenn sie mal wieder aus Unsicherheit eine Frage in die Runde stellt und eine andere dann hintenrum meint: "Wenn die nochmal ihr blödes Maul aufreißt, dann kann sie was erleben!"

    Ich weiß inzwischen, wer unser neuer Abteilungsleiter sein wird und überlege mir ernsthaft, ob ich ihn einweihen soll. Mehr als nicht übernommen zu werden kann mir nicht passieren. Trotzdem habe ich irgendwie ein schlechtes Gewissen. Das ist meine Schwäche, ich bin weder hinterhältig noch skrupellos - so war ich noch nie.

    Natürlich habe ich schon mehrmals versucht, mit den Kolleginnen zu reden. Keine Chance. Fragen á la "Was ist eigentlich los?" werden mit einem zickigen "Gar nichts!" oder "Lass´ mich in Ruhe, ich hab´ zu tun!" gekontert, für längere Gespräche sind natürlich alle zu beschäftigt. Aber fürs hintenrum Lästern und Gehetze haben sie massig Zeit. Die haben keinen Bock auf ein klärendes Gespräch mit mir. Wenn sie jemanden loswerden wollen, dann hast du keine Chance, dass sich die Meinung der anderen zum Positiven ändert. Die beiden anderen Mobbing-Opfer aus dem Beispiel haben auch nix Schlimmes verbrochen und werden trotzdem niedergemacht, weil sie eben anders sind… nur im Gegensatz zu mir sind das zwei fest angestellte Mitarbeiterinnen, die kann man nicht so einfach abschieben.

    Bisher habe ich mich immer geweigert, ein Smartphone mit Internet zu besorgen… mal schauen.


    @Drowe: Ja, ich werde mir das nochmal durchlesen. Ich bin sicher, dass die Weitergabe von Passwörtern verboten ist und bestraft werden kann. Aber ich lese es mir trotzdem ein weiteres Mal durch.


    @Steintor: Ich habe den Begriff "Teamfähigkeit" wohl lange unterschätzt. An für sich habe ich kein Problem damit, im Team zu arbeiten. Abteilungen und die einzelnen Gruppen sind schließlich auch Teams, und damit habe ich keine Schwierigkeiten. Nur war mir lange nicht klar, dass von einem teamfähigen Mitarbeiter häufig Anpassung erwartet wird. Als ich mal in einer kleineren Firma fest angestellt war, wurde mir auch mangelnde Teamfähigkeit unterstellt. In dieser Firma hieß das nichts anderes als ohne kritisches Hinterfragen immer und überall "ja" zu sagen. Ich war so stolz auf mich, weil ich meine eigene Meinung vertreten konnte. Ich wollte eigene Ideen einbringen und den Leuten zeigen, dass mir die Arbeit sehr wichtig und ich ein Gewinn für die Firma war. Ich wollte der Firma Gutes tun und dem Unternehmen zum Erfolg verhelfen. Das war aber nicht erwünscht. Es wurde erwartet, dass sämtliche Mitarbeiter einfach nur gehorchten und keinerlei Eigenständigkeit an den Tag legten.

    Und an meiner jetzigen Stelle erwarten die Sekretärinnen, dass ich alles mache was sie sagen und alles toll finde, was sie auch toll finden - und das gilt auch fürs Private. Wer andere Hobbys und Interessen hat wie der Rest oder wer seinen Urlaub nicht so verbringt wie die Kolleginnen, der gilt als komisch und passt nicht ins Team. Selbst wenn man beim Mittagessen in einem Gespräch über private Dinge eine andere Meinung zu einem Thema hat, muss man mit genervten Blicken und dummen Kommentaren rechnen. Deshalb esse ich mittlerweile lieber mit den Ingenieuren. Ich hätte nicht gedacht, dass in der heutigen Zeit so ein duckmäuserisches Verhalten erwartet wird. Aber so ist das wohl unter Menschen, die Komplexe haben… vielleicht kennt noch jemand meinen 1,5 Jahre alten Thread, als ich trotz hervorragender Leistungen nach nur 10 Tagen aus einem kleinen Unternehmen geflogen bin, weil ich den gleichgestellten Kolleginnen nicht gehorchte. Und ich dachte immer, dass ich mich ausschließlich höhergestellten bzw. vorgesetzten Personen unterordnen müsste.


    Bei Googeln bin ich auf den folgenden Beitrag in einem anderen Forum gestoßen:

    http://www.psychologieforum.de/mobbi...ten-14731.html

    Ich bin nicht der Threadersteller, bin im Psychologie-Forum gar nicht angemeldet… aber BlackHawk beschreibt genau das, was ich auch empfinde.
    Geändert von WeißeRose (11.11.2013 um 06:49 Uhr)

  8. #18
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Mit dem Ansprechen so einer Sache:

    Wenn es so extrem ist, wie du beschreibst, wird es schwer sein, sich in diese Gruppe überhaupt noch auf eine freundliche Art einzufügen.

    Es wäre wirklich schön, wenn Menschen in Gruppen nicht solche Herdentiere wären, die denen, die die grösste Stimmung machen blind folgen, so das offener Kontakt und gleichberechtigtes nebeneinander möglich wäre.

    Das "anders" sein ist eben immer wieder etwas, was sich für bestimmte menschen als Bedrohung auslegen lässt und somit (wie ja im Psychforum angesprochen) zum subtilen Angstbeissen führt.
    Auch das mit den PW´s scheint mir mehr eine Art "fügst du dich, gehörst du dazu" Nummer zu sein, als einer Notwendigkeit geschuldet.

    Allerdings ...das Kaffeetrinken habe ich mir mit einem offenen Wort an eine der gemässigteren Kolleginnen "erredet"...
    Sie meinte, wenn man am Anfang aus Pflichtbewusstsein zu oft, "Nein danke" sagt, wird man nicht mehr gefragt.
    Und sie meinte ich solle mir einfach meinen Tee nehmen und mitgehen, einfach dazustellen.

    Und siehe da: Nach einer Weile,.....ich wurde akzeptiert, sogar ins Gespräch einbezogen.

    Natürlich gebe ich nicht jede meiner "abweichenden" Meinungen sofort kund.
    Ich will ja nicht diskutieren, sondern nur eine nette Kaffeepause.

    Manchmal hat man soviel schlechte Erfahrungen, das gestresste Seitenblicke, die eigentlich nur dem Chef gelten,
    auf sich selbst bezogen werden.

    Manchmal hilft es in solchen Situationen einfach gelassen zu bleiben
    und zumindest Selbstsicherheit auszustrahlen, selbst wenn man innerlich noch etwas unsicher sein sollte.

    Das das natürlich in deinem Fall (mit den Mails und so weiter) alles schon entsprechend verfahrener ist, sehe ich auch.
    Aber ich wünsch dir alles Gute und hoffe, du triffst die für dich richtigen Entscheidungen.

    Viel Glück!

  9. #19
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Danke für deine netten Worte, aber das mit den Kaffeerunden ist gar nicht so einfach. Wir Sekretärinnen sitzen alle in verschiedenen Gebäuden oder auf unterschiedlichen Stockwerken. Ich sehe meine Kolleginnen nicht an ihren Schreibtischen. Wenn sie sich verabreden, bekomme ich das gar nicht mit oder erst im Nachhinein. Das war übrigens schon immer so, ich wurde noch nie in irgendwelche Treffen von Sekretärinnen einbezogen, die nichts mit der Arbeit zu tun hatten. Beim Mittagessen sitzen alle zur gleichen Zeit am selben Tisch in der Kantine. Wir haben zwar alle Zugriff auf die Kalender der anderen, aber man kann Termine bei uns auch auf „unsichtbar“ stellen. Oder die Frauen verabreden sich telefonisch/per Mail. Ich werde die anderen nicht fragen, warum sie mich ausschließen. Das klingt doch sehr anbiedernd und bewirkt meiner Erfahrung nach nur das Gegenteil.

    Ich war in jüngeren Jahren übrigens schon mal als Leasingsekretärin hier am Standort und wurde trotz sehr guter Leistungen und tollem Verhältnis zur Abteilung nicht übernommen. Auch damals lag es an meiner „mangelhaften Teamfähigkeit“. Die damalige Leitungssekretärin führte sich auf, als ob sie die Chefin der ganzen Abteilungssekretärinnen war. Am Ende wurde es mir zum Verhängnis, dass ich lieber mit den Kollegin aus der Abteilung zum Essen und Rauchen ging statt mit ihr und den anderen Frauen.

    Diese Frau ist seit ein paar Jahren nicht mehr hier. Die aktuelle Leitungssekretärin ist eine liebe Seele, wir kommen alle bestens mit ihr zurecht. Weil sie weder raucht noch in die Kantine geht, erwartet sie diesbezüglich auch nichts von uns. Stattdessen machen mir jetzt die gleichgestellten Sekretärinnen Ärger. Dabei habe ich niemanden beleidigt, angegriffen oder offen kritisiert. Und das nur, weil ich eigenwillige Interessen habe und meine PW nicht rausrücken wollte. Mir würde es niemals in den Sinn kommen, jemanden auszugrenzen und zu mobben, weil er andere Hobbys hat als ich und mir sein PW nicht verraten will. Das ist doch Kindergarten.

    Es ist traurig, weil ich mit meinen Vorgesetzten und den anderen Kollegen wirklich keine Probleme habe und hier abgesehen von den Zickereien unter den Sekretärinnen ein tolles Arbeitsklima herrscht. Ich bin auch in hektischen Zeiten gelassen. Nur ärgert mich das gewaltig, wenn ich z. B. aufgrund meiner Zahlenschwäche in einem Protokoll die Bezeichnungen zweier Abteilungen vertausche und dann von einer Kollegin zusammengepfiffen werde. Oder wenn ich eine andere Sekretärin etwas frage, sie mir antwortet, ich vor lauter Stress vergesse, dass ich die Frage schon gestellt habe und dann erneut frage und sie dann wütend ist. Ich habe hier keinen klassischen Zahlenjob. Es besteht also keine Gefahr, dass ich wegen einer Schusseligkeit dem Unternehmen finanziell schaden könnte. Aber bei jedem noch so kleinen Fehler werde ich von den Kolleginnen so zur Schnecke gemacht, als ob gerade die Welt untergegangen ist. Ich habe schon vieles probiert, vom „Bitte nicht in diesem Tonfall!“ bis zum „Ich verstehe sehr gut, dass du alles richtig machen willst, aber an meiner Zahlenschwäche kann ich leider nichts ändern.“ Wenn die betreffende Person nicht reden will und immer nur beleidigt das Gesicht verzieht, komme ich einfach nicht an sie ran.

    Ich schätze, dass ich meinen Wunsch nach einer Festanstellung wohl erst realisieren kann, wenn ich mich mit sämtlichen Leuten verstehe, die zu meinem Arbeitsbereich gehören – unabhängig von der hierarchischen Rangordnung.

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 1.943

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Ich werde die anderen nicht fragen, warum sie mich ausschließen. Das klingt doch sehr anbiedernd und bewirkt meiner Erfahrung nach nur das Gegenteil.
    Ich habe auch nicht so gefragt.

    Ich habe gefragt, wer denn das Zeichen zur Kaffeepause gibt, (weil immer alle aus verschiedenen Zimmern kamen)...

    und ob sie sich schon so lange kennen oder ob man auch als Neuer bzw. Zeitarbeitskraft mitgehen kann....

    Diese war so nett, das sie dann sagte, sie legen die Uhrzeit immer beim treffen vorher fest, und morgens ist es immer eine feste.

    Sie meinte sie sagte mir beim nächsten mal Bescheid.

    Als ich das erste Mal dazu kam, bezog ich mich auf die "nette Auskunft" der Kollegin und sagte, das ich nicht stören oder mich aufdrängen wolle.

    Fast alle begrüssten mich freundlich.


    Manchmal muss man auch feststellen, das man für die anderen nicht so wichtig ist
    und sich das soziale Eingliedern in Teams auch ein wenig nach Tagesform der anderen richtet.

    Jeder hat irgendwo sein eigenes Päckchen zu tragen
    und mit ein bisschen freundlichem Interesse an den Belangen der anderen, erreicht man oft mehr,
    als wenn man denkt, auf alle Zeit abgelehnt zu werden,
    nur weil die Chef-Tussi dein Hobby nicht toll findet.

    Das klingt jetzt etwas polemisch, soll aber nur überspitzt deutlich machen,
    das du vielleicht weniger darüber nachdenken soplltest, was die anderen von dir denken,

    und dafür einfach aktiv auf die Leute nett reagierst,
    mit denen Du direkt zu tun hast.

    Manchmal sprechen beharrliche gute Taten eben doch für sich.

    Wie gesagt, ich stecke nicht in deinen Schuhen,
    Ferndiagnosen sind nicht wirklich treffend,
    aber auch bei "berechtigter" Kritik solltest du dich nicht persönlich angegriffen fühlen,
    wenn sich der andere im Ton vergreift,
    kannst du doch einfach ruhig reagieren,
    umso eher "führen" sich die anderen "sich selbst vor".

    Allen ist klar, das Fehler passieren können.
    Wenn da mal gemeckert wird ist das auch normal,
    sollte dir aber nicht Anlass sein, jetzt einen Groll gegen jemanden zu hegen,
    nur weil er eben nicht gelernt hat, konstruktive Kritik zu üben.

    Das gleiche gilt bei "nochmaligen Nachfragen".
    Stress kennt auch jeder.
    Mach deinem Gegenüber klar, das Dir bewusst ist, das es sie vielleicht nervt,
    aber bedanke dich umso freundlicher, wenn Dir zum zweiten Mal geholfen wird,
    das ist auch nicht slebstverständlich.

    Mal eine Vermutung:
    Vielleicht bist du immer so angespannt,
    das du gar nicht merkst,
    das du abweisend wirkst?

    Oder aber um deine Fehlerchen zu kaschieren,
    so überselbstbewusst auftrittst,
    das die Gleichgestellten und auch die Chefsekretärin
    wirklich annehmen, Du willst ihnen was (Jobangst)-

    Diesen Schluss ziehe ich, weil du beim Schreiben hier
    auch immer sehr selbstbewusst wirkst.
    Ich aber auch live Menschen kenne,
    wo bei so einem Auftreten eben innerlich genau das Gegenteil der Fall ist.

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