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Diskutiere im Thema Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #91
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Hallo WeisseRose,

    Wegen dein mail an deine Kollegen: Ich sehe an was er bei jemand der überempfidlich ist, falsch ankommen kann:

    denkt Ihr bitte daran, morgen den großen Topf nach dem Frühstück gut zu reinigen?
    So kann unterschwellig verstanden, dass sie es oft vergessen... Der Ausdruck "denkt ihr daran" verwende ich entweder bei vergessliche menschen, oder bei sachen die Tatsächlich oft vergessen wurden. Aber wenn deine Kollegen immer dran denken diese Topf zu reinigen, könne sie beleidigt sein.

    Dabei es ist auch schwierig so etwas zu formulieren... Andere Möglichkeit: "Morgen brauchen wir eure grossen Topf, natürlich gut gereinigt wie sie sicher immer machen, für unsere Glühwein und Punsch".

    Wie war dann der Antwort von dein Kollege?

    lg

  2. #92
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    @ReRegenbogen: Ich sehe das auch so, dass Kinder nicht aus Boshaftigkeit die Grenzen ihrer Mitmenschen testen. Woher sollen Kinder wissen, was gut und was schlecht ist, wenn ihnen kein Mensch das mit den Grenzen erklärt? Bei uns zu Hause wurde nie über Grenzen gesprochen. In kommunistischen Ländern wurden Kinder in der Vergangenheit zum Gehorsam erzogen. Andere Verwandte und Freunde meiner Eltern haben mich während der Besuche öfters gefragt, ob ich auch schön brav war und immer auf meine Eltern gehört habe.

    Als ich schrieb, dass meine Eltern immer nett waren, bezog ich das hauptsächlich auf die Arbeit. Im Berufsleben mussten sie eine Menge einstecken. Mein Vater war bis zu seinem Tod 37 Jahre in einem Familienunternehmen tätig, und meine Mutter arbeitete danach ein paar Jahre als Köchin und Haushaltshilfe im Haus des Eigentümers. Ich war auch mal 1 Jahr in dieser Firma beschäftigt und habe inzwischen echt Mitleid mit meinen Eltern. Das war der reinste Psychoterror.

    @mj71: Ja, das kann schon missverstanden werden. Trotzdem finde ich, dass man wegen so einer Aussage nicht gleich an die Decke springen muss.

    Gestern hatte ich ein längeres Gespräch mit meinem Chef. Bisher hat er auf seine Frage nach einer Einstellung von externen Kräften noch keine Antwort bekommen. Interne Bewerberinnen gab es bisher noch nicht so viele. Die beiden Frauen, die sich bei ihm vorgestellt haben, hat er abgelehnt. Im Januar folgt ein weiteres Gespräch mit einer internen Kandidatin. Er ist sehr zufrieden mit meiner Leistung und findet, dass wir auch menschlich harmonieren. Sollte er auch externe Bewerberinnen einstellen dürfen, bekomme ich die Chance auf ein Gespräch mit der Personalleiterin. Er kann sich schon vorstellen, dauerhaft mit mir zu arbeiten. Ein Vorteil ist, dass ich schon da bin und nicht mehr eingearbeitet werden muss. Allerdings ist es ihm auch wichtig, dass die Zusammenarbeit mit den anderen Sekretärinnen klappt. Deshalb wird er im Januar auch ein Gespräch mit der besagten Kollegin führen.

  3. #93
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.418

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Hallo WeisseRose,

    Trotzdem finde ich, dass man wegen so einer Aussage nicht gleich an die Decke springen muss.
    Nein, man muss nicht, aber dein Kollege hat es nun doch gemacht. Im es verbieten kannst du ja auch nicht.

    Leider ist es so, dass man andere nicht ändern kann, nur ein Weg finden kann, wie damit umzugehen. Bei jemand wo ich weiss, er ist empfindlich, passe ich auch mehr auf, auf was ich sage. Anderen kann ich nicht ändern, nur meine Verhalten kann ich in etwa steuern.

    Toll dass dein Chef dich behalten will und dass er probiert einiges zu regeln.

    lg

  4. #94
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.248

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Na von mir selber kenne ich das auch, dass ich manchmal das lese/höre was evtl. gemeint sein könnte (Ihr macht den Topf manchmal nicht richtig sauber) und meine Stimmung kippt und ich werde pampig.
    Umgekehrt kenn ich das auch, dass ich selbst solche Sprüche reisse. Manchmal bemerkte ich es dann rechtzeitig, dann würde mir einfallen, "Ja, das ist dein privater Topf. Dürfte ich ihn benutzen? es wär lieb wenn er auch richtig sauber wäre"



    Tolstoy: Jeder denkt daran, wie er die Welt ändern kann. Niemand denkt daran, sich selbst zu ändern.

  5. #95
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 583

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    WeißeRose schreibt:
    @ReRegenbogen: Ich sehe das auch so, dass Kinder nicht aus Boshaftigkeit die Grenzen ihrer Mitmenschen testen. Woher sollen Kinder wissen, was gut und was schlecht ist, wenn ihnen kein Mensch das mit den Grenzen erklärt? Bei uns zu Hause wurde nie über Grenzen gesprochen. In kommunistischen Ländern wurden Kinder in der Vergangenheit zum Gehorsam erzogen. Andere Verwandte und Freunde meiner Eltern haben mich während der Besuche öfters gefragt, ob ich auch schön brav war und immer auf meine Eltern gehört habe.

    Als ich schrieb, dass meine Eltern immer nett waren, bezog ich das hauptsächlich auf die Arbeit. Im Berufsleben mussten sie eine Menge einstecken. Mein Vater war bis zu seinem Tod 37 Jahre in einem Familienunternehmen tätig, und meine Mutter arbeitete danach ein paar Jahre als Köchin und Haushaltshilfe im Haus des Eigentümers. Ich war auch mal 1 Jahr in dieser Firma beschäftigt und habe inzwischen echt Mitleid mit meinen Eltern. Das war der reinste Psychoterror.
    Das war nicht nur in kommunistischen Ländern so, nur hats dort länger angehalten.
    Wohin "gute Erziehung" führen kann, hat man in Deutschland vor etwa 75 Jahren gesehen.

    Deine Eltern wurden vermutlich ähnlich erzogen wie du und geben halt nur weiter, was sie gelernt haben.
    Ich kenne diese Mentalität, mein Partner kommt aus nem Land der ehemaligen kommunistischen Ecke, bei ihm in der Familie sieht es ähnlich aus wie du es beschreibst, auch die Arbeitssituation und das "immer nett sein" insbesondere auf der Arbeit.
    Nur dass die Generation meines Freundes schon deutlich freier und lockerer erzogen wurde, was man auch merkt, die sind selbstbewusster.

    Was den Umgang mit sooo empfindlichen Menschen betrifft, schließe ich mich mal mj71 an (vllt., weil ich selbst so bin?).
    Andere Menschen kann man nicht ändern, wenn man was erreichen möchte, kann man immer nur an sich selbst arbeiten.

    Ich drücke die Daumen, dass es ein okay gibt für die Einstellung von externen Bewerbern!

  6. #96
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Danke, das entscheidet sich erst im Januar… jetzt ist erstmal Urlaub/Betriebsruhe angesagt. Am 7.1. geht es dann weiter.

    Natürlich weiß ich, dass ich nur mich selbst ändern kann und keinen anderen Menschen. Ich will auch niemanden ändern. Ich kann es nur nicht begreifen, dass man sich über unbedeutende Kleinigkeiten dermaßen aufregen kann. Das Leben ist kurz und viel zu schön, um es sich wegen irgendwelcher Nichtigkeiten schwer zu machen.

  7. #97
    Wohnt hier

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    Forum-Beiträge: 1.625

    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Inzwischen ist wieder etwas Zeit vergangen. Was die Arbeit angeht, kann ich nicht klagen. Es läuft sehr gut, mein Chef ist zufrieden mit mir und hat mich bis Ende Mai verlängert. Mit den Sekretärinnen werde ich wohl nie mehr warm werden bzw. sie nicht mit mir. Wenn sie eine Person nicht leiden können, dann bleibt das auch so. Da kann ich noch so kooperativ sein und noch so gute Leistungen bringen, das interessiert sie nicht. Alle Neulinge werden gleich in der Anfangszeit vom Rest gegen mich aufgehetzt, wenn ich nicht in der Nähe bin. Sie machen mich schlecht, und die Newbies sind mir gegenüber negativ eingestellt, ohne mich überhaupt zu kennen. Natürlich macht sich keine die Mühe, mich besser kennenzulernen, weil sie es sich nicht mit der Mehrheit verscherzen wollen.

    In den letzten Wochen hatte ich nicht so viel Stress mit ihnen wie im Oktober/November. Einerseits war meine Vertretung im Dezember 3 Wochen krank, und auf der anderen Seite habe ich kaum noch Fehler gemacht. Aber wenn ich mal eine klitzekleine Kleinigkeit falsch mache, dann lässt sie mich das deutlich spüren. Z. B. hab´ ich vor ca. 1,5 Wochen vergessen, ihr eine Info weiterzuleiten (ohne dass es Konsequenzen für uns hatte). Daraufhin hat sie mich den ganzen Tag mit eiskalten Blicken und dummen Sprüchen abgestraft.

    Heute war ich definitiv zum letzten Mal mit den Sekretärinnen in der Kantine. Eigentlich hab´ ich noch Pause, aber ich bin früher an meinen Platz zurückgekehrt, weil mich die anderen Frauen weitestgehend wie Luft behandelt haben. Meine Vertretung war nicht einmal dabei, sie war anderweitig verabredet. Aber sie hetzt den Rest immer wieder gegen mich auf, sogar unsere Azubinen sind mittlerweile sehr reserviert im Umgang mit mir und beachten mich fast gar nicht mehr. Ich fand ihre Gespräche beim Essen nur peinlich, sie haben sich die ganze Zeit über die optischen Makel irgendwelcher Kollegen lustig gemacht. Ja, das ist das Niveau dieser Frauen… egal ob es um irgendwelche Sänger, Schauspieler, Sportler oder Arbeitskollegen geht, sie reden immer nur übers Aussehen und lästern über Menschen, die nicht überdurchschnittlich attraktiv sind. Da bin ich natürlich das gefundene Fressen für sie, obwohl ich inzwischen einige Kilos abgenommen habe und immer besser aussehe.

    Wenn in der Runde nach den Plänen fürs WE gefragt wird, werde ich als Einzige übergangen. Sie reden auch oft über Dinge, von denen ich nichts weiß… sog. Insider-Themen halt. Da kann ich gar nicht mitreden, selbst wenn ich gerne wollte. Sie lassen mir gar nicht die Chance, um mich in die Gruppe zu integrieren. Wenn sich einige zum Rauchen oder gemeinsamen Frühstück verabreden, erfahre ich immer erst im Nachhinein davon.

    Meine Kolleginnen sind intrigant und versuchen alles, um mich hier rauszuekeln. Meine Vertretung hat für heute hinter meinem Rücken ein Kennenlerngespräch zwischen einer Azubine und meinem Chef ausgemacht (normalerweise laufen ALLE Termine über die Sekretärin, aber sie hat mich vorher gar nicht informiert). Mein Chef war so nett und hat mir gesagt, dass es um eine Zwischenstation in der Ausbildung geht und ich mir keine Gedanken machen müsse, dass ich für die Azubine meinen Platz räumen muss. Genau das bezweckt meine Kollegin, das weiß ich genau.

    Man kann in so einer Situation nichts ändern. Mich erinnert das Ganze an meine Ausbildung. Nur damals war es meine beste Freundin, die in unserer Ausbildungsklasse von den Mädels gemobbt wurde und nur mich an ihrer Seite hatte, obwohl sie ihnen nie was Böses getan hat. Ich arbeite einfach in Ruhe weiter und konzentriere mich auf die Leute in meiner Abteilung. Mein Chef trifft die endgültige Entscheidung und sonst niemand. Zum Glück.

  8. #98
    Chaoprinzessin

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    Puh! So eine Stimmung! Wie kannst du da noch arbeiten mit diese Zicken?

    lg

  9. #99
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    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Sie sitzen doch alle auf anderen Etagen oder in anderen Gebäuden. Wenn ihre Plätze in meiner unmittelbaren Nähe wären, dann hätte ich längst die Flucht ergriffen.

  10. #100
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    AW: Weitergabe von Schlüsseln und Passwörtern - "Privatsphäre" im Büro

    Ich kann einfach nicht auf die Dauer mit Personen, die von mir erwarten, dass ich ihnen immer Recht gebe (auch wenn sie im Unrecht sind) und alles toll finde, was sie auch toll finden. Ich sehe es nicht ein, mich verbiegen zu müssen, um anderen Leuten zu gefallen. Aber bei solchen Personen hat man sonst keine Chance. Und wer einmal widerspricht, der hat auch keine Chance mehr, wenn er sich später wieder anbiedern möchte. Diese Erfahrung habe ich schon öfters im Leben gemacht, und zwar nicht nur beruflich.

    Z. B. hatte ich jahrelang eine sehr gute Freundin, die mir viel bedeutete. Diese alte Freundin hatte eine kleine Schwester, gut 10 Jahre jünger als ich. Anfangs mochte ich die Kleine sehr gerne und fand sie einfach nur zum Knuddeln. Eines Tages hat sie aus ´ner Nichtigkeit einen Elefanten gemacht. Sie hatte einen Heulkrampf, weil sie auf der Suche nach einem neuen Paar Schuhe nicht fündig wurde. Für sie war das eine Art Weltuntergang. Fand ich völlig überzogen und habe ihr im ganz normalen Ton gesagt, dass sie evlt. an einem anderen Tag und in einem anderen Laden neue Schuhe finden würde. An so einer Aussage ist wirklich nichts bösartig, ich fand ihre Tränen halt übertrieben und konnte ihr Gezeter nicht nachvollziehen. Sie war längst aus dem Kindergarten raus, müsste so ca. 14 gewesen sein. Dann hat sie noch mehr geheult, und die große Schwester (also meine Freundin) und auch die Eltern stellten sich total hinter sie und meinten, ich solle doch nicht so gemein zu ihr sein. Ich war schon berufstätig und sah das nicht ein, dass ich einem Kind immer Recht geben und mich selbst klein machen sollte, damit sie immer ihren Willen bekam. Und dann ging es los mit dem Psychoterror. Immer wenn ich bei meiner Freundin war (die damals noch zu Hause lebte), wurde ich von ihrer kleinen Schwester mit dummen Sprüchen abgewertet. Ich durfte mich nie richtig wehren. Wenn ich ein kleines Bisschen dagegen steuerte, wurde mir sofort vom Rest der Familie der Kopf gewaschen. Richtig die Meinung geigen war für mich nicht drin. Sonst hätte meine Freundin den Kontakt zu mir sofort abgebrochen, weil in ihrer Gegenwart niemand ein schlechtes Wort über ihre Schwester verlieren durfte. Und weil ich noch nie viele Freundinnen hatte, blieb ich meistens ruhig und litt wie ein Tier. Zum Glück war ich nur selten bei dieser Freundin, aber die 2-3x im Jahr reichten mir völlig. Die kleine Schwester hat sich übrigens auch als erwachsene Frau nicht anders verhalten. Meine Freundin heiratete recht früh, bekam 2 Kinder, trennte sich, zog öfters um… irgendwann bekam auch die Schwester ein Kind… aber ihr Verhalten änderte sich immer kein Stück. Selbst mit Anfang, Mitte 20 blieb sie immer noch das verwöhnte kleine Mädchen, das immer bestätigt werden wollte und von ihrer Familie wirklich jedes Mal Recht bekam.
    Nach 12 Jahren war diese Freundschaft dann auch tatsächlich beendet. Dann habe ich es bereut, dass ich mir lange so vieles gefallen lassen habe. Heute würde ich das nicht mehr so lange mitmachen. Wenn mich ein Familienmitglied oder eine Person aus dem Freundeskreis eines mir wichtigen Menschen abwertet und ich diesem Menschen gegenüber nichts darüber erzählen darf, dann ist diese Person das auch nicht wert.

    Das eine Mädel im Freundeskreis meines besten Freundes ist auch so ein Typ Mensch. Auf den ersten Blick zuckersüß und einfach nur zum Knuddeln. Aber wehe, man widerspricht ihr oder widersetzt sich ihren Forderungen, dann macht sie der betreffenden Person das Leben so richtig zur Hölle. Zum Glück steht mein bester Freund immer hinter mir und geht nicht auf Distanz, nur weil sie es erwartet (sein Verhältnis zu ihr war noch nie sehr eng, wobei ich es ihm schon übel genommen habe, dass er sie mal geküsst hat… immerhin ist sie seit Jahren in einer festen Beziehung… und sie hat sich auch nur an ihn rangeschmissen, weil sie ahnte dass ich damals in ihn verliebt war und das kleine Miststück sich daran aufgeilt, mich leiden zu sehen). Die anderen Leute trauen sich seit geraumer Zeit nicht mehr, mich zu ihren Geburtstagen und Silvester einzuladen. Sie haben Angst, es könnte dann Zoff mit ihr geben.

    In einem meiner festen Jobs hatte ich mal ´ne Vorgesetzte, die mir am Anfang sehr sympathisch war und den anderen Neulingen auch. Sie konnte ja auch verdammt nett sein, wenn sie wollte. Fachlich hatte sie nicht wirklich was auf den Kasten. Ich wusste aber ´ne ganze Weile nicht, dass sie in der kleinen Firma die Position einer Vorgesetzten hatte. Weder sie noch sonst jemand klärte mich in den ersten Wochen darüber auf. Als ich ihr mal in einer privaten (!!) Angelegenheit widersprach, wurde sie richtig bösartig und terrorisierte mich von diesem Tag an immer und immer wieder, sodass ich mir nach nicht mal einem Jahr einen neuen Job suchte und kündigte.

    Solche Leute sind mir auf der Arbeit schon mehrmals begegnet, aber im Großkonzern ist das eine neue Situation für mich. In großen Unternehmen bin ich so einen Psychoterror nicht gewohnt. Tatsache ist: Ich bin schon häufig psychisch terrorisiert worden, weil ich mich irgendwelchen Menschen unterwerfen musste. Meistens passiert das, wenn man von solchen Menschen abhängig ist. Privat lasse ich mich nicht mehr auf solche Spielchen ein und verhalte mich solchen Leuten gegenüber distanziert, weil ich keinen Bock mehr auf den Terror habe. In der Firma ist das aber nicht so einfach möglich. Ich bin Zeitarbeiterin und somit automatisch abhängig von diesem Job. Doch auch in meinen beiden festen Jobs wurde ich schon ziemlich früh fertig gemacht. In den beiden kleineren Firmen herrschten allgemein schlechte Arbeitsbedingungen, und die Bezahlung war nicht das Gelbe von Ei. Wenige Tage vor dem Antritt meiner ersten festen Stelle war ich in meine erste eigene Wohnung gezogen und musste lernen, mit weniger Geld auszukommen. Und dann geriet ich an einen üblen Psycholaden (da war ich keine Außenseiterin… nicht nur ich wurde terrorisiert, sondern fast alle Angestellten), der mich so einige Nerven gekostet hat.

    Es gibt eine Mobbinghotline und diverse Mobbingberater. Ich will aktiv gegen dieses Verhalten vorgehen, denn so geht das auf die Dauer nicht weiter. Ich werde innerlich sehr aggressiv wenn ich spüre, dass andere mich fertig machen, nur weil ich sie nicht ständig in ihrer Meinung bestätigen möchte. Für mich ist das kein Problem, mich irgendwelchen Vorgesetzten zu unterordnen (sofern sie auch wirklich für die Jobs qualifiziert sind, und das ist in unserer Firma der Fall). Aber wieso sollte ich mich vor Gleichgestellten klein machen? Und genau das sind andere Sekretärinnen für mich, sie sind gleichgestellt, auch wenn sie feste Verträge haben und ich Leasingkraft bin. In jüngeren Jahren ist mir manchmal die Hand ausgerutscht (also nicht auf der Arbeit, sondern in der Schule und privat), wenn ich emotional erpresst wurde. Und dann wurde ich immer als "nicht ganz dicht" oder "krank im Kopf" bezeichnet. Handgreiflich bin ich schon ewig nicht mehr geworden, aber ganz ehrlich: Ich habe mittlerweile echt Verständnis für manche Leute, die zuschlagen: Es gibt Personen, die können einen psychisch dermaßen fertig machen, dass man sich einfach nicht mehr zu helfen weiß. Manche "Opfer" provozieren die Ausraster der "Täter" ganz bewusst, davon bin ich überzeugt. Dann setzen sie eine Unschuldsmiene auf, heulen auf Knopfdruck los und kommen auch noch damit durch. Gerade Menschen, die nach außen hin sehr unschuldig und lieb wirken, sind tief in ihrem Inneren oftmals sehr berechnend.

    Schauen einige von euch vielleicht den "Bachelor"? Ich schalte manchmal ein, bin aber schnell genervt und halte es nie lange aus…. Da gibt es dieses eine Mädel namens Angelina. Das ist auch so ein kleines Terrormonster. Auf den ersten Blick wirkt sich überhaupt nicht so. Angelina ist nicht hässlich. Sie hat meiner Meinung nach ein sehr hübsches Gesicht, auch der Körper passt, und sie hat eben diese unschuldig-süße Ausstrahlung wie viele andere Biester auch. Aber wehe die Kleine bekommt nicht was sie will, dann zeigt sie ihre andere Seite… und die ist alles andere als angenehm.

    So ungefähr sind auch die meisten Sekretärinnen bei uns. Nur wie wehrt man sich, wenn man von den betreffenden Personen gewissermaßen abhängig ist? Wenn ich einen Menschen noch nicht lange kenne, kann ich doch nicht wissen, dass er ständige Bestätigung erwartet und sage automatisch meine Meinung, auch sie nicht unbedingt seinen Ansichten widerspricht… und wenn daraufhin eine zickige Reaktion folgt, hab´ ich in der Regel keine Chance mehr. Da kann ich eigentlich nichts mehr tun, oder?

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