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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 33

    Beruf :( Meine Geschichte (sorry viel Text)

    Hallo, Ich möchte euch von meinem schwierigen Weg von der Grundschule bis in den Beruf, bis letztendlich in die Arbeitslosigkeit erzählen.
    Ich bin Aufgrund meiner Probleme derzeit in Reha und habe hier viel Zeit nachzudenken und bin ja auch hier um mich mit meinen Problemen zu beschäftigen, und von denen hab ich eine ganze Menge. Ich bin mit mir im großen ganz zufrieden und ein fröhlicher Mensch und recht zufrieden mit meinem Leben, jedoch fehlt mir etwas sehr entscheidendes: Der passende Beruf. Denn ohne Moos nix los, wie wir alle wissen. Eine Arbeitsstelle, bei der ich endlich mal nicht gemobbt, ausgegrenzt und verachtet werde. Leider mache ich das seit der Grundschule regelmäßig mit. Mittlerweile bin ich 26 und ich kann und will nicht mehr. Wären ich von anderen ADSlern höre das sie sogar Studieren oder einen guten Beruf haben der viel abverlang bin ich schon als gelernte Verkäuferin mit dieser Materie total übervordert.

    den folgenden Text hatte ich schon bei den Umfragen drin (''wart ihr Einzelgänger''?) Also bitte nicht wundern, ich werde ihn hier nochmal einbringen da er sehr gut zu dem Thema Beruf passt. Ich hoffe das es hier Leute gibt die mich etwas verstehen können.



    In der Grundschule ging es schon los. Ich hatte zwar meist 1-2 Freundinnen (wenn sie sich nicht gegen mich verschworen hatten was ab und zu mal vorkam) Aber dafür fand mich der rest der Klasse blöd. Ich war immer die, die es nicht geblickt hat (Mathe) Ich erinnere mich das ich gern wärend dem Unterricht gemalt habe. Anfangs (1-2 Klasse) Sogar in meine Hefte. Später hatte ich immer einen karrierten Zeichenblock dabei. Als Kind hab ich Dinos geliebt (hatte aber auch Barbies, My little Pony usw die ich geliebt habe) Also ich war damals schon anders.. Also hab ich immer Dinosaurier gemalt. Die Malereien sind mir recht gut gelungen und ich wurde manchmal von Mitschülern angebettelt welche zu verschenken. Das hat mir dann mal das seltene Gefühl gegeben, von meiner Klasse beachtet zu werden. Manchmal wollte ich als Pausenvesper nur Kornflakes in meiner Brotdose haben weil dann immer welche zu einem kamen und welche mitknuspern wollten. Wieder einer der Momente in dem ich beachtet wurde. Ich bin auf dem Land, also nem Bauernhof ausgewachsen. Daher gehörte ich schonmal nicht zu den Kindern im Dorf welche meine Mitschüler in der Grundschule waren. Immer Ab und zu ich bekam besuch von den Mädchen die mich in der Schule nicht wirklich beachtet haben. Manchmal fühlte ich mich ausgenutzt weil ich annahm das die Mädchen nur zu mir kamen wegen der Pferde. Ich werde nie diesen einen seltsamen Tag in der Grundschule vergessen. Normal war ich ja garnicht gefragt, im Sport wurde ich immer als letzte gewählt. Aber an diesem Tag drängten alle sich um mich. Dabei war kein besonderer Tag. Alle wollten aufeinmal neben mir sitzen und waren ungewöhnlich nett zu mir. Ich freue mich auf eine Art aber auf ne andere war mir klar das wol die Lehrerin mit der Klasse gesprochen haben musste. Das war dann auch nur der eine Tag so scheinheilig. Am Tag darauf war alles wie immer.
    Nach der Grundschule kam die Hauptschule, da wurde ich erstrecht gemobbt, nicht nur von der eigenen sondern auch von der Parallelklasse. Ich war durch die Erfahrungen in der Grundschulzeit nicht sehr selbstbewusst aber hab mich schon gewehrt wenn man mich auf irgend ne Art angegriffen hat. Ich hatte in der Hauptschulzeit 2 beste tolle Freundinnen. Und es hab noch ein paar andere Mädchen mit denen ich mich gut verstanden habe. Aber der Rest hat mir mit allen mitteln versucht das Leben zur Hölle zu machen. Wenn ich was im Unterricht sagte wurde ich von einer ganzen Kulissse bespottet. Besonders weil ich auffallend schlecht ich Mathe war. Erklährte der Lehrer eine Aufgabe udn verteilte die Blätter, war ich die einzigste die auf Anhieb nur Bahnhof verstanden hat. ich ging 1-2, max. ein 3. mal zum Lehrerpult um mir die Aufgaben erklähren zu lassen. Als ich sie dann noch immer nicht verstanden hab schämte ich mich natürlich und setzte mich an mein Platz und starrte Löcher in die Luft, oder schrieb bei anderen ab wenn ich durfte. Dauernd bekam ich irgendwas angeworfen und ich wurde auch schonmal geschlagen oder getreten oder bespuckt als ich mich versucht hab zu wehren.
    Nach dem ich meinen Hauptschulabschluss geschafft hatte, hatte ich nur noch ein Ziel: raus aus der Horrorschule. Ich wollte dann auf die Wirtschaftsschule gehn. Aber schon bald wurde ich auch hier wieder zur Ausenseiterin. Und auch in dieser Klasse verstand ich Mathe nicht. Ich brach die Wirtschaftsschule ab und beschloss eine Ausbildung als Fleischfachverkäuferin beim Metzger im Dorf zu starten. Anfangs war ich glücklich. Die meisten waren echt nett, die Arbeit hat mir spass gemacht. Aber wie so oft begann auch hier das Mobbing. Ich quälte mich durch 3 Jahre Lehrzeit und wechselte meinen Arbeitsplatz. Da war es Soweit in Ordnung, Mit dem meisten Kollegen kam ich gut aus, so ein paar A-löcher konnte ich da wegstecken. Zum Chef hatten die meisten ein nahezu freundschaftliches Verhältnis. Dann zog ich für 2 Jahre nach Hannover und litt dort weiterhin in einer Fleischerei+Imbiss am Hauptahnhof. Weil ich zu langsam war wurde ich ''bestraft'' ich durfte meien Pause nicht machen, Als ich heimlich eine Scheibe Tomate as wurde ich von anderen verpfiffen und es gab ärger. jeder Tag verlief mehr oder weniger ähnlich. Je nach dem welche Kollegen da waren hatte ich ne manchmal nette aber überwiegend Schlimme Zeit.
    Das Heimweh sorgte dafür das ich 2010 wieder nach Hause gekommen bin. Wie damals mein Ex-Chef versprochen hatte durfte ich wieder bei ihm im Betrieb beginnen. Aber er hatte zwei seiten. Wie Tag und Nacht. Der Chef zeigte immer mehr seine böse Seite. Er war ein Choleriker. Am Vormittag wurde ich noch gelobt was für eine Wertvolle und tolle Verkäuferin ich in seinem Betrieb sein und nach der Mittagspause wurde ich beleidigt, verachtet und angeschriehen. Das hat er auch mit Kolleginnen so gemacht. Eines Tages stürzte ich in der Nassen Wurstküche und zerrte mir den Oberschenkel. Ich musste ins Krankenhaus und war leider 1 Woche krankgeschrieben. Um den Betrieb nicht im Stich zu lassen bin ich dann sogar noch 1 tag früher wieder gekommen weil ich wusste das immer unheimlich viel Arbeit war. Einige Wochen später war der Chef wieder mal am durchdrehen und unterstellte mir ich hätte das alles nur gespielt weil ich ne Faule Sau wär und krankmachen wollte. Dabei ist es passiert als er dabei war und ich konnte nicht mal mehr das Bein bewegen und hatte höllische Schmerzen. Ich war mal wieder den tränen nahe und schmiss meine Schürze in die Ecke und verlies das Geschäft für immer. Etwa 1 Jahr später (Sommer 2012) starb der Chef mit 44 Jahren an einem Herzinfakt oder geplatzer Bauchschlagader (Jeder erzählt was anderes).
    Meine letzte Arbeitsstelle begann ich in einem Bettenlager. Anfangs war es gut, ich war froh aus der Fleischerei drausen zu sein. Aber den vielen wechselnden Aufgaben wie Kundenberatung, kassieren zwischendrin, Ware verräumen, Bestellungen annehmen, Ware rausgeben, Waren umzeichnen.. ich war total überfordert mit ständig wechselnden Aufgaben, Ich war den anderen immer zu langsam und leider vergess ich immer wieder Sachen die ich eigentlich wusste. Manche kassiervorgänge, bei bratungen vergas ich die vorzüge der einzelnen Matratzen und Bettdecken, auch wenn ich die Infos zu den verschiedenen Waren täglich wieder durchgelesen hab. Wenn ich das Fachwissen brauchte war es weg, ein unding als Verkäuferin. Auch hier wurde ich bald gemobbt, und unbeliebt. Ich war Lästerthema nr. 1. Bei Seminaren wurde ich sogar vom Bezirksleiter das Opfer. Wenn es immer wieder leicht anfieng zu nieseln musste ich etwa 15 Auflagen von Liegestühlen, Sitzgruppen und anderen Gartenmöbel herunter nehmen. Die zusammenstellung musste ich im Kopf behalten was mir oft nicht gelang. Und wenn es nach 30 min. wieder aufgehört hat zu tröpfeln musste ich wieder runter (Seminar war ich DG) und alles wieder verteilen. Manchmal bis zu 10 mal. Mein Fachwissen im Seminar wollte er nicht hören, wenn ich mich meldete ignorierte er mich oder wenn ich es dann einfach sagte ignorierte er mich weiterhin und nahm eine andere Mitarbeiterin dran und lobte sie aufgiebig für das was ich zuvor gesagt hatte.
    Als dann das Mittagessen vom Türken (Bringdienst) eingetroffen ist war er erbost das keine Servietten beigelegt wurden. ich sollte Papierhandtücher besorgen. Da wir aber keinen Papierhandtuchspender hatten sondern blos Handtücher war mir das nicht möglich. Er war stink sauer und wären alle schon aßen schickte er mich zum Filialleiter um mich zu erkundigen warum wir sowas nicht haben. Dieser schickte mich wieder zum Bezirksleiter mit einer Antwort. Der BZ Schickte mich dann wieder mit einer Naricht zum FL und so wurde ich hin und her gescheucht werden andere Mittag aßen. Nach 1 Jahr wurde mein Arbeitsverhältnis durch nichtverlängerung des Vertrags beendet. Seither bin ich Arbeitslos (Seit 1 Jahr mittlerweile)
    ich wünsche mir nichts sehnlicher als einen Arbeitsplatz an dem ich soetwas nicht mehr erleben muss. Umschulung kommt nicht in frage da ich nie mehr einen Fuss in eine Schule setzen werde. Ich gehe nichtmal in die nähe einer Schule. Wenn ich meinen Bruder abhole parke ich wo anders und er muss dann zum Parkplatz laufen.

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 250

    AW: Beruf :( Meine Geschichte (sorry viel Text)

    Hallo Goldfasan:
    ich finde es auch schon traurig wie mit dir umgegangen wid, aber anscheindne ist das bei uns Ad(H)Sler oft der Fall, weiß auch nicht warum.

    bei mir könnte man das genauso unterstreichen seit Schulbeginn obwohl als Kind dies besser weg stekckte als im Erwachsenenalter, im Erwachsenenalter
    fand ich die Erwachsenen viel schlimmer als früher die Schüler.



    Dein Thema passt auch hier zu:
    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-er...m-tonfall.html

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Beruf :( Meine Geschichte (sorry viel Text)

    Hallo Goldfasan,

    wir werden dein Problem nicht lösen können, aber wir können dir vielleicht ein paar Denkanstöße geben.

    - Wie sieht es mit Notizen für die einzelnen Arbeitsaufgaben aus? Hattest du bisher Notizen über die einzelnen Arbeitsaufgaben geführt, die du bei den entsprechenden Aufgaben verwenden konntest?
    Es braucht Zeit, Notizen zu nehmen, sie zu ordnen und im richtigen Moment wieder zu finden. Ich selbst versuche viele Notizen zu machen, kann sie trotz Anstrengung manchmal nicht ordnen oder im richtigen Moment wiederfinden - aber sie helfen mir sehr.

    - Machst du eine Therapie oder ein Coaching?
    Du könntest in einer Therapie deine Mobbing- Erfahrungen aufarbeiten. Der Therapeut sollte aber deine AD(H)S anerkennen, denn du hast genau wegen AD(H)S diese Erfahrungen gemacht und kannst genau deswegen die Leistung nicht erbringen, die andere von dir fordern.

    - Hast du schon das Buch "ADS im Job" gelesen? In diesem Buch wird u.a. beschrieben, wie du deine Schwierigkeiten mit AD(H)S mit anderen kommunizieren und verhandeln kannst.

    - Wäre es möglich, wenn du nur Teilzeit (Arbeitsleistung + Bezahlung) arbeiten würdest, aber wegen der Langsamkeit und der Vergesslichkeit trotzdem Vollzeit anwesend bist? (Diesen Weg favorisiere ich für mich selbst, wenn es möglich ist, dass ich so etwas aushandeln kann)

    - als ungelernte Kraft in einer Fabrik mit monotonen Arbeitsabläufen arbeiten - dann hättest du keine ständig wechselnden Arbeitsabläufe und müsstest dir nicht ständig neue Dinge merken.

    - 2. Arbeitsmarkt

    -----------------------------

    Gibt es vielleicht eine ehrenamtliche oder private Tätigkeit für dich, wo dein Umfeld dich akzeptieren würde und das Umfeld von deiner AD(H)S weiß? Wenn nicht, dann könntest du trotzdem versuchen, möglichst mit Menschen, die dich akzeptieren zusammen zu sein. Somit könntest du positive Erfahrungen mit anderen Menschen sammeln.
    Geändert von verpeilt. ( 5.11.2013 um 23:59 Uhr)

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Beruf :( Meine Geschichte (sorry viel Text)

    Hallo hillarius und verpeilt.
    Danke erstmal dafür das ihr euch die Zeit genommen habt meinen großen Text zu lesen.

    Was in meiner Vergangenheit geschehen ist kann man leider nicht rückgängig machen, aber ich hoffe das meine Zukunft besser wird.
    Zuhause habe ich bisher keine Therapie mehr gehabt nach der 1. Reha und über Coaching war ich bisher nicht Informiert. Meine Therapeutin in der Reha hat gemeint das ich das Anrecht auf einen Coach habe und das sogar die Kosten dafür übernommen würden. Das wäre natürlich wieder neue Hoffnung für mich. Denn um ehrlich zu sein habe ich große Angst vor dem Job oder noch mehr vor einer Schulischen weiterbildung. Eine Therapie nach der Reha würde ich mir auch wünschen. Ich bin mittlerweile jemand geworden der sich mit der Vergangenheit nicht mehr unnötig belasten möchte. Darum wollte ich bisher von einer Therapie nichts wissen weil ich nicht noch mehr in den alten Wunden herrumschneiden wollte, aber ich merke dass ich an mir arbeiten muss.

    Notizen mach ich mir im Alltag viele. Dinge an die ich denken muss oder die ich noch zu erledigen habe trage ich mir in mein Smartphone ein. Dort habe ich sowas wie einen Notizblock auf der Menüfläche. Da ich mein Smartphone in der Regel stets bei mir trage, habe ich mein zweites Gehirn sozusagen immer bei mir.
    Das Handy war in meinem Beruf aber nicht gestattet, auch für sowas nicht, Alleine schon sich anders zu verhalten war sozusagen verboten. Beim Bettenlager bekamen wir ab und an so ein Rundschreiben die uns über Veränderungen oder Neuigkeiten wie Preisänderung zu einer bestimmten Zeit, falsche Preise einzelner Waren die fälschlicherweise gedruckt und verteilt wurden usw..
    Das mehrseitige Schreiben musste man in max. 15 Minuten gelesen, verstanden und im Kopf abgespeichert haben bis zu dem Zeitpunkt wo mans Braucht. Mein Problem war das ich das Schreiben nur lückenweise verstanden habe. der größte Teil war für mich unverständlich. Ich hatte aber weder das Recht länger als diese 15 min zu lesen, mir das Schreiben für 1 Tag auszuleihen oder zu kopieren.

    Auch die ständig wechselnden Aufgaben waren für mich unheimlich zermürbend. Da musste man zB in einer gewissen Zeit die Etiketten und Preisschilder an den Waren und Regalen umtauschen im Laden (Tausende Produkte von Dekoartikel über Möbel bis zu Matratzen) zwischen rein musste ich aber auch Kunden beraten, Wenn jemand an der Kasse stand kassieren, wenn eine Warenlieferung ankam diese annehmen, Wenn Kunden drausen an Gartenmöbel standen auch diese entdecken und beraten, Finanzierungsangebote sollte man machen können, Waren bestellen, Ware rausgeben bei Abholung, (Manche Möbelteile bis 50-60kg) nebenbei durften Regale nie unordentlich aussehen, auch das musste ich im Blick haben. Ich sollte überall gleichzeitig sein und sehen was an der Stelle Priorität hat. Andere Kollegen kamen problemlos damit klar, ich war überall viel zu langsam, verstreut und total verplant. dumme Kommentare von Kollegen und Vorgesetzten waren zB ''Hast du gesoffen?'' ''solltest mal früher ins Bett gehen''.. Das war zwar fies, aber schlimmer war es als man mir nicht mal mehr hallo gesagt hat, wenn jemand Kuchen mitgebracht hat wurde mir kein Stück angeboten, wenn ich was gefragt habe wurde mit den Augen gerollt und wenn ich dann wieder gegangen bin musste ich mir die lästereien anhören. ''dumm'' ''blöd'' ''blickts nicht'' ''mit der will ich nicht arbeiten''...

    Das Buch ADS im Job werde ich mir demnächst mal zu tun wenn das gut ist.

    Also mir persönlich geht es besser wenn ich weniger Arbeite. bei 40 Stunden bin ich so fertig das ich mir oft gewünscht habe vor oder wären der Arbeit zu verunfallen um nicht länger diese Arbeit mitmachen zu müssen. Villeicht hätte mein Arbeitsumfeld dann begriffen das ich körperlich das nicht schaffe. Ich bin nach 4-max. 5 Stunden über erschöpft. Schaffe ich Vollzeit verbringe ich das ganze Wochenende im Bett weil ich mich in der Zeit von den Strapazen der Arbeitswoche erhole um zu beginn der neuen Arbeitswoche wieder zu funktionieren. Ich werde dann launisch, abweisend und bin dann zu nichts mehr zu gebrauche weil ich überfordert bin.

    Aber wer glaubt das einem schon wenn man völlig gesund aussieht? und wenn man sagt man hat ADS dann Lachen die Leute erstrecht weil ADS für Unwissende immer Hyperaktivität bedeutet. Dabei habe ich ADS also unterfunktion.
    Ich werde daher nicht ernst genommen.
    Geändert von Goldfasan<3 ( 6.11.2013 um 15:57 Uhr)

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Beruf :( Meine Geschichte (sorry viel Text)

    Hallo Goldfasan,

    danke für deinen Beitrag - ein typisches ADS-Beispiel aus der Berufswelt.

    Dein Job beim Bettenlager war von den Arbeitsaufgaben her absolut ungeeignet für deinen ADS-typ - für mich wäre dieser Job auch genauso ungeeignet gewesen. Ich denke, dass nicht alle Jobs so viele wechselnde Aufgaben haben, wo man alles im Überblick haben muss.
    Wenn du dir deine nächsten Stellen heraussuchst, kannst du mehr auf die Tätigkeiten achten, d.h. dich gar nicht erst auf Jobs mit ständig wechselnden Tätigkeiten zu bewerben.
    Wenn du dich für eine Stelle bewirbst, solltest du darauf achten, wie tolerant dein Gegenüber ist. Wenn du auf intolerante Leute stößt, ist es wahrscheinlich, wieder gemobbt zu werden. Versuche herauszubekommen, wie die Mitarbeiter mit Schwächen von Kollegen umgehen.
    Sprich am besten gleich am Anfang an, dass du dir viele Notizen machst und dass das sehr wichtig für dich ist. Falls dir das Smartphone verboten wird, frage nach, ob du dir mit Stift und Papier Notizen machen kannst.
    Eigentlich müssten deine Kollegen daran interessiert sein, dass du ein besseres Arbeitsergebnis erzielst, und wenn sie dir die nötigen Mittel dazu verbieten, richten sie dir und dem Vorankommen der Arbeit Schaden an.

    Ich denke, dass es für dich nicht vorrangig ist, sofort wieder einen Job zu bekommen, sondern erstmal eine Tätigkeit, bei der du nicht gemobbt wirst und die Leute Toleranz zeigen- das kann ein Nebenjob oder ein Ehrenamt sein.

    ------------
    ADS bringt häufig eine schlechtere Arbeitseistung und das Problem dabei ist, dass wir es anderen nicht sagen können. Oder dass es nicht ernst genommen wird und andere nicht sehen, dass das Können beschränkt ist statt das Wollen.

    Falls du doch noch einmal mit jemanden über ADS reden solltest, dann vielleicht mit folgenden Gedenken:
    Konzentration kann heißen:
    - das Richtige im richtigen Moment im Kopf zu haben (abrufen und im richtigen Moment handeln) - genau das war im Bettenlager gefordert
    - sich das zu merken, was vor wenigen Sekunden (oder Bruchteilen von Sekunden) passiert ist und gleichzeitig eine andere Handlung ausführen.
    Das könntest du mit der Person praktisch beweisen, beispielsweise mit:
    Zahlen (rückwärts) nachsprechen
    Kopfrechnen
    den Turm von Hanoi
    Zungenbrecher
    Koordinationsübungen, Seilspringen
    Wörter mit vertauschten Buchstaben entziffern
    Text lesen und wiedergeben ...

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Beruf :( Meine Geschichte (sorry viel Text)

    Viel Text ist ja ok....aber mit BLOCKTEXT-TEPPICH habe ich nicht gerechnet!

    Bitte Strukturieren!

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Beruf :( Meine Geschichte (sorry viel Text)

    streamy schreibt:
    Viel Text ist ja ok....aber mit BLOCKTEXT-TEPPICH habe ich nicht gerechnet!

    Bitte Strukturieren!
    Das passiert, wenn man den text in einem anderen programm geschrieben hat und ihn dann herkopiert, geht mir auch dauernd so In der zwischenzeit hilft kopieren und woanders einfügen, da liest sichs besser, mach ich auch ständig

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Beruf :( Meine Geschichte (sorry viel Text)

    Bitte Strukturieren!? BLOCKTEXT-TEPPICH?

    Ich muss sagen ich bin verunsichert welche Jobs zu mir passen könnten. Nebenjobs oder Ehrenamtlich möchte ich nicht machen, ich hab jetzt schon fast nix Da mir meine Finanzielle Situatuionm so dermaßen stinkt will ich nicht wieder für nen paar Groschen arbeiten. Da fühl ich mich ausgenutzt wie nen alter Putzlappen.
    Ich bin 26 und möchte doch nur soviel Geld verdienen das ich wenigstens von Leben kann wie ein normaler Bürger.
    Wenn ich nur wüsste wo und welche Arbeit für mich geeignet wäre. Wieder 10 Stellen durchprobieren und dran kaputt gehn das kann ich nicht mehr.
    Ich soll nen Coach nach der Reha bekommen der mir im Beruf hilft, :-) *freu*
    In meinem Lehrberuf (Verkäuferin) kann ich nicht mehr arbeiten wurde bestätigt. Auserdem wurde ne Teilleistungsschwäche erneut bestätigt. Von Schule will ich erstmal einige Jahre NICHTS rein garnichts wissen. Das ertrag ich nicht, das ist der blanke Horror für mich, ich könnt schreien wenn mir nur schon einer an Kopf wirft ''mach halt ne neue Ausbildung'' Haha so lustig wenn man 50% des Stoffs als einige inder klasse nicht versteht und nicht mitmachen kann, Tag für Tag zum gespött der anderen machen.. Ne danke meine bisherigen 20 Jahre die so verlaufen sind reichen mir erstmal :-(
    Ich bin zu vielen Schandtaten breit aber eher schneid ich mir nen Finger ab als ein Schulgebäude zu betreten.
    Meine Therapeuten meinten das es das beste für mich sei erstmal ne Anlerntätigkeit in einer passenden Stelle zu finden. :-) das wäre auch mein Ziel
    Aber wer hilft denn einem Menschen wie mir der so viele Probleme hat geeignete Stellen zu suchen?

    Danke für eure offenen Ohren :-)

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Beruf :( Meine Geschichte (sorry viel Text)

    streamy schreibt:
    Viel Text ist ja ok....aber mit BLOCKTEXT-TEPPICH habe ich nicht gerechnet!

    Bitte Strukturieren!
    Man kann beim Lesen einfach die Zeilen mit dem Cursor markieren, bei denen man sich gerade befindet. Dann kann der Text auch duchgängig im Blocksatz geschrieben sein und die Orientierung geht trotzdem nicht verloren.

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