Zeige Ergebnis 1 bis 8 von 8

Diskutiere im Thema Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 303

    Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte?

    Hi zusammen,

    nächste Jahr im Juni ist es endlich soweit und ich habe meine Ausbildung in der Tasche.

    Leider ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass meine Ausbildung nicht meinen Vorstellungen für meine weitere berufliche Zukunft entspricht...

    Ich grübele deshalb viel und überlege was ich denn sonst lieber machen würde, aber mir fällt kaum was ein.

    Habt ihr ne Idee wie man herausfinden kann was einem wirklich spaß macht und man auch mit vollem HErzen dabei ist?

    Oder gibt es soetwas überhaupt nicht und arbeiten gehen dient wirklich nur zum Lebensunterhalt und ist eine permanente ungeliebte Pflichtübung?

    LG Chokmah

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte?

    Hallo Chokmah
    Dieselbe Frage stellte ich mir vor ungefähr fünf Jahren auch. Ich brach zweimal eine Lehre ab. Was mir half: Abstand nehmen von allem. Ich machte einen Sprachaufenthalt in einem anderen Kontinent. Weit weg von allem, was mir vertraut war, wurde mir endlich klar, was ich von meinem Leben erwarte und was ich für einen Beruf ausüben will. Es war eine sehr befreiende Erfahrung, endlich Zeit nur für mich zu haben. Ich kann es nur empfehlen!

    Ich bin ausserdem der festen Überzeugung, dass Arbeit (vor allem bei ADHSler) Spass machen sollte oder zumindest einen Wert haben muss. Es hat mich immer depressiv gemacht, Jobs auszuüben, die mir sinnlos erschienen. Ich finde es wichtig, mein Leben nicht mit Arbeit zu verschwenden, die mir nichts bringt ausser Geld. Geld ist natürlich wichtig aber ich möchte es lieber auf eine Art verdienen, die mich stolz macht. Meine Arbeit muss mich erfüllen und keine Zeitverschwendung sein.

    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deiner Suche! Gib nicht auf, es gibt für dich bestimmt auch was tolles, du hast es bloss noch nicht gefunden.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 192

    AW: Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte?

    Ich werde bald mit der Suche der Arbeit konfrontiert. Weil ich es so will, obwohl ich auch weiter rentnern könnte... Nur: Wo gibts einen Platz für einen wie mich? Das ist die schwierigste Frage und ich glaube genau das wird der Punkt sein, an dem ich schon wieder versage. Ich hoffe das alles gut wird und ich meinen Platz finde.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 205

    AW: Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte?

    Chokmah schreibt:
    Hi zusammen,

    nächste Jahr im Juni ist es endlich soweit und ich habe meine Ausbildung in der Tasche.

    Leider ist mir in letzter Zeit aufgefallen, dass meine Ausbildung nicht meinen Vorstellungen für meine weitere berufliche Zukunft entspricht...

    Ich grübele deshalb viel und überlege was ich denn sonst lieber machen würde, aber mir fällt kaum was ein.

    Habt ihr ne Idee wie man herausfinden kann was einem wirklich spaß macht und man auch mit vollem HErzen dabei ist?

    Oder gibt es soetwas überhaupt nicht und arbeiten gehen dient wirklich nur zum Lebensunterhalt und ist eine permanente ungeliebte Pflichtübung?

    LG Chokmah
    das ging mir auch so. Psychologie ist "theoretisch" sehr gut, aber in der Praxis möchte ich nicht als Psychologin arbeiten . Und schon garnicht als Klinische Psychologin und die ganzen anerkannten Therapieformen interessieren mich nicht die Bohne. Also habe ich mich für was fachähnliches entschieden und mache daher gerade meine dritte Ausbildung. Ausbildungen abbrechen wüprde ich nie, auch wenn ich länger brauchen täte. ich finde das verschwendete Zeit. Und man weiss nie was man danach machen kann damit.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 230

    AW: Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte?

    @noubamofi: Ich möchte noch kurz hinzufügen, dass ich keinen Lehrabbruch vorgeschlagen habe, sondern lediglich von meinem berichtet habe. Ob verschwendete Zeit oder nicht, ich hab nunmal zweimal eine Lehre abgebrochen und weiss genau deshalb, wie es ist, nicht zu wissen, was man vom Leben will. Natürlich wäre es produktiver für meinen Lebenslauf gewesen, wenn ich die Lehre hätte abschliessen können. Das streite ich nicht ab. Ich bereue es aber dennoch nicht, denn auf diesem Umweg, den ich wegen meinem ADHS machen musste, fand ich schliesslich doch etwas, was ich mit vollem Engagement machen will. Schon allein deshalb war es den ganzen Stress für mich Wert! Die gesellschaftlich gesehenen "richtigen" Entscheidungen sind oft nicht das, was schlussendlich zu einem glücklichen Leben führen.

    Tut mir leid noubamofi, ich hoffe, du fühlst dich nicht angegriffen aber das musste noch raus.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 33

    AW: Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte?

    hmm, also ich glaube nichts kann dir immer und zu jeder zeit 100% spass machen, aber ich denke, es ist zuerst einmal hilfreich herauszufinden, was dir wichtig ist.
    also ist es dir wichtig mit menschen zu arbeiten oder doch eher ellein? ist es dir wichtig in bewegung zu sein oder hast du kein problem damit vor dem computer in einem
    büro zu arbeiten? solche dinge. und dann ist es auch gut wenn du herausfindest, worin du gut bist. wenn du diese sachen weisst, bist du schon ziemlich weit.
    und naja, vielleicht einfach mal ausprobieren und ein paar monate irgendwo arbeiten um dir einen guten einblick zu verschaffen...manchmal stimmt es, probieren geht über studieren.

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte?

    Also immer Spaß wird die Arbeit wohl nie ganz machen. Zumindest nicht jeder einzelne Bereich. Denn es wird immer etwas geben, wo du sagst: Bääääh. Lieber nicht.

    Ich hab ein Studium in der angewandten Informatik begonnen. Nach genau einem Semester brach ich ab, jobbte ein halbes Jahr und probierte es mit Wirtschaftsinformatik nochmal, da der PC einfach mein Ding ist. Am PC bin ich konzentriert und komme runter. Aber auch das brach ich nach 2 Semester ab. Da ich aber gerne mit Kindern arbeite und auch sonst sehr sehr gerne Menschen helfe, versucht eich es mit einem Studium in der Sozialen Arbeit. Nach 2 erfolglosen Semester bekam ich ADHS diagnostiziert und ich versuchte es noch mal 2 Semster lang - aber half alles nichts. Völlig entmutig saß ich dann das 4te Semester zuhause und überlegte, was aus mir werden soll.

    Aus Langeweile schnappte ich mir das "Handbuch der Javaprogrammierung" (was kostenlos im Internet gibt) und lernte Java-Programmierung. Damit bewarb ich mich dann und bekam meine Ausbildungsstelle. Und ich muss sagen: Ich wüsste keinen anderen Beruf, der mehr mir Spaß machen würde. Klar - Meetings sind ätzend. Und auch das einarbeiten in neuen Sachen. Und überhaupt jeden Tag, wo ich keine Zeile Code schreiben darf nervt mich tierisch. Aber naja. Die gibt es leider.

    Ich schreibe das, in der Hoffnung, dass es dich ermutigt, das richtige zu finden. Damit du siehst, dass man erst viele falsche Wege gehen muss, um den richtigen zu finden - wie auch sonst soll man erkennen, was der richtige ist, wenn man keine falschen kennt?

    Was auch eine gute Möglichkeit für dich wäre, sind Praktikas. Wenn du noch bei den Eltern wohnst, unterstützen sie dich vielleicht. Und manche Praktikas werden sogar bezahlt. Dadurch lernst du neue Berufe kennen, baust Beziehungen auf und hast bei Bewerbungen sogar etwas auf der Hand.
    Ein Bekannter von mir machte das. Nach der 3 Praktikumsstelle rief sein Chef von der ersten Stelle an und fragte, ob er denn noch suche. An Hand der Zusammenarbeit hätte er seine Stärken und Interessen erkannt und ein Bekannter von ihm würde jemanden Suchen, wozu er genau passen würde. Er arbeitet immer noch da und findet es gut. Gut - seine Bezahlung ist nun nicht der Hit, aber er hat Spaß und das Arbeitsklima ist super.

    Und zu guter letzt: Agentur für Arbeit. Jah - es arbeiten da viele Idioten. Aber in *jeder* Firma hast du die. Aber mit Glück erwischt du jemand kompetentes. Und als ich meine Ausbildungsstelle suchte, hatte ich auch das Glück und erhielt wirklich super Unterstützung und Tipps. Vor allem war es einer, der selbst mal Personalleiter war und daher wusste, worauf bei Bewerbungen zu achten ist - hatte 7 Bewerbungen geschrieben, 5 Vorstellungsgespräche, 3 Einstellungstest und 2 Probearbeitsangebote (aber nur eine angenommen, weil ich da noch am selben Tag zusagte .

    Also das ist nur meine Erfahrung jetzt. Vielleicht hilft es ja den ein oder anderen.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 72

    AW: Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte?

    Tja, hey, gute Frage. Wenn Du ne Patentlösung gefunden hast, lass es mich wissen!

    Auch ich bin immernoch auf der Suche... ich hab schon so viele verschiedene Sachen ausprobiert bzw. durchgedacht/-gespielt aber es hat nur meine Liste der Dinge, die ich nicht tun möchte verlängert.

    Liberty schreibt:
    Ich bin ausserdem der festen Überzeugung, dass Arbeit (vor allem bei ADHSler) Spass machen sollte oder zumindest einen Wert haben muss. Es hat mich immer depressiv gemacht, Jobs auszuüben, die mir sinnlos erschienen. Ich finde es wichtig, mein Leben nicht mit Arbeit zu verschwenden, die mir nichts bringt ausser Geld. Geld ist natürlich wichtig aber ich möchte es lieber auf eine Art verdienen, die mich stolz macht. Meine Arbeit muss mich erfüllen und keine Zeitverschwendung sein.
    Leider sehen das unsere Gesellschaft bzw. vor allem unsere "Arbeitgeber" (Unwort des Millenniums) nicht so. Ich bin momentan im Projektgeschäft tätig. Hört sich ja erst Mal gut an: Regelmäßig wechselnde Aufgaben, Probleme lösen, Mehrwert schaffen.
    Von wegen... man wird erstmal in ein Thema gedrängt, in dem man sich dann ja bitteschön "spezialisiert". Nur leider hatte ich das Thema nach ein paar Monaten durchschaut, was zwar zu viel Anerkennung und Lob, aber auch zu Misstrauen geführt hat. "Kann doch nicht sein, dass der nach 3 Monaten das durchschaut hat, was ich seit 20 Jahren mache." Tja. Meinem Chef habe ich schon mehrfach die Info zugespielt, dass ich doch jetzt nach 1 1/2 Jahren in der Thematik beim nächsten Projekt doch gern mal was Neues machen würde. Und das auch noch sehr diplomatisch und eigentlich für jeden nachvollziehbar: "Ich bin ja in meinem zweiten Jahr nach dem Studienabschluss und damit in einer wichtigen beruflichen Lernphase. Eine sehr flache Lernkurve, wie sie momentan vorliegt, bremst natürlich etwas meinen natürlichen Entwicklungsprozess." Wenn das mal nicht Rosenwasserdiplomatie ist. Seine Antwort: "Ja Dubioso, so ist leider das Berufsleben, irgendwann gibt es halt nicht mehr viel zu lernen."
    Was soll ich halt davon halten? Und jetzt, auf der Suche für ein Folgeprojekt, kommt er regelmäßig mit neuen Projekten die "richtig spannend" sind... "ein echtes Schmankerl". Und nach dem ich mir die Beschreibung durchgelesen habe frage ich mich halt, ob er mir nie zuhört oder mich einfach nicht verstehen kann/will? Was ist an einem Projekt mit "Unterstützungstätigkeit " und "Präsentationsvorbereitun g" bitte ein Schmankerl? Da langweile ich mich doch schon bei der Vorstellung zu Tode.
    Glaubt er wirklich, er könne mich so leicht an der Nase rumführen? So langsam sollte er doch wirklich wissen, wo meine Stärken liegen und was ich alles drauf hab. Schließlich hat er mich dafür schon so oft gelobt.

    Achja... wie ihr lesen könnt bringt das Thema mal wieder mein Blut in Wallung und ich komme von der Thematik etwas ab.

    Zurück zu deiner Aussage, Liberty:

    Ich kann sie nur stützen! Natürlich brauche ich in dieser Gesellschaft Geld. Und davon nicht gerade knapp. Aber es macht mich einfach fertig, wenn ich wie momentan für die Mülltonne arbeite. Und noch viel mehr macht es mich fertig, dass ich bereits vor einem halben Jahr darauf hingewiesen habe, dass wir uns in eine Sackgasse bewegen. Das wollte aber keiner sehen. Jetzt kommen sie auch langsam auf den Trichter. Und dann auch noch für ein Unternehmen, welches die Unmoralität und Vetternwirtschaft erfunden hat! Und dann auch noch ein Thema, bei welchem ich seit nem Jahr keine wirklich neuen Erkenntnisse mehr erfahren habe und mich langweilt. Eine Tätigkeit, welche nur noch aus Abarbeiten besteht. Wenn ich das hier so aufzähle wird mir wieder einmal klar, dass ich quasi das Worst-Case-Szenario eines Jobes für jemanden mit ADS(ich vermute es bei mir zumindest stark) innehabe. Es ist an Sinn- und Spaßlosigkeit kaum zu überbieten. Da braucht es mich auch nicht wundern, dass sich bei mir seit ein paar Monaten wieder eine solide Depression entwickelt.

    Und jetzt kommt von Euch wahrscheinlich die berechtigte Frage: Wieso machst Du den Job dann überhaupt? Gute Frage.
    Zu allererst ist ein Job immernoch besser als kein Job. Vor allem für den Lebenslauf, welcher für zukünftige Anstellungen ja schon tendenziell lückenlos sein sollte. Außerdem brauche ich ja in jeder Thematik mindestens 2 Jahre Berufserfahrung, damit ich bei Bewerbungsläufen nicht von Anfang an aus dem Raster falle.

    Diese Welt ist einfach nicht meine Welt. Und die Jobs, welche ich mir interessant und spannend vorstellen könnte, an die komme ich gar nicht erst ran... weil ich "nur" einen Bachelor habe... und "nur" von der FH. Und weil ich ja bitteschön mindestens 5 Jahre Berufserfahrung und die und die Vorkenntnisse mitbringen muss, sonst kann ich das ja NIEMALS schaffen.

    Ich komme mir manchmal so vor, als wolle man meine Fähigkeiten mit dem falschen Bezugssystem erfassen.
    Geändert von Dubioso ( 5.11.2013 um 15:09 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 27.02.2013, 13:45
  2. Ist das dass Leben? möchte Frei sein!
    Von Lissy im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 5
    Letzter Beitrag: 1.10.2012, 22:51
  3. Arbeitsunfähigkeit durch ADHS -nicht mehr den jetzigen Beruf ausüben-
    Von Shadow926 im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 9
    Letzter Beitrag: 18.04.2012, 20:35
  4. LEBEN und leben lassen! ADHS ein Forschungsgebiet?
    Von Snagila im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 25.10.2010, 16:39

Stichworte

Thema: Wie herausfinden welchen Beruf man wirklich im Leben ausüben möchte? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung bei ADHS bei Erwachsenen Forum
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum