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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    Arbeitssuche aufgegeben

    Ich wurschtle mich seit 10 Jahren durch, Praktikum, Weiterbildung, arbeitslos, Studium, Job abgebrochen, arbeitslos, Befristung, Projekt befristet, Jobverlust in der Probezeit ...

    Im Ganzen habe ich 3, vielleicht auch 4 Jahre in den vergangenen Jahren wirklich sozialversichert gearbeitet, dazu hunderte Bewerbungen geschrieben, eigentlich nur sehr kurz in meinem studierten Beruf gearbeitet ...

    Das ist verbunden mit einem extremen Frust, Depression, sehr starken Stimmungsschwankungen.

    Nun weiß ich, verbrieft mit einer abgesicherten Diagnose, dass ich tatsächlich aufzufallen scheine als Asperger Autist mit ADS Anteilen, tatsächlich habe ich große Schwierigkeiten soziale Interaktion zu verstehen, gerade in stressigen Bewerbungssituationen, in denen die Probleme sich konzentrieren.

    Entsprechendes wird mir auch in dem vorliegenen Gutachten bescheinigt, gerade in Bezug auf die fehlende Möglichkeit, mich in das Arbeitsleben zu integrieren. Aber was nutzt es?

    Ich verfolge jetzt die Strategie, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu erkämpfen, außerdem habe ich eine Schwerhinderung beantragt.

    Macht das Sinn? Schwerbehinderung verschließt die Tür zur freien Wirtschaft wohl entgültig, öffnet aber, weil Gleichstellung, möglicherweise den Weg in den öffentlichen Dienst. Hier habe ich auch die Zeit, die ich gearbeitet habe, erfolgreich gearbeitet, ein gutes Zeugnis und eine gute Referenz, ok einmal gabs eine Probezeit-Kündigung, die kann ich aber mit der Diagnose auch erklären, weil die Probleme offensichtlich waren.

    Was haltet ihr von der neuen Strategie?

    Darüberhinaus bemühe ich mich um eine Einzelfallhilfe, ein Coaching, damit ich mich auch initiativ bewerbe bzw. das Coaching soll mich auch bei einer eventuellen Probezeit unterstützen.

    Ich frage mich auch, wie ich mit meiner Einschränkung auftreten soll. In meinen Augen ist sie nicht offensichtlich, in den Augen meines Gegenübers kann sie anscheinend sehr auffallen, je nach Situation. Es gibt Menschen, da funktioniert Kommunikation, bei anderen gar nicht, das ist soweit normal, lässt sich aber nie planen und die Gründe warum das so ist, verstehe ich nicht. Erst wenn ich gescheitert bin, verstehe ich, was schief gelaufen ist, also rückblickend und das auch nicht immer.

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Arbeitssuche aufgegeben

    xyberlin schreibt:
    IDarüberhinaus bemühe ich mich um eine Einzelfallhilfe, ein Coaching, damit ich mich auch initiativ bewerbe bzw. das Coaching soll mich auch bei einer eventuellen Probezeit unterstützen.
    Das halte ich für sinnvoll. Du hast 10 Jahre gearbeitet, also alt bist Du nicht. Ich schätze Dich auf kurz unter 39 Jahre. Ich würde mich an Deiner Stelle nicht stigmatisieren, indem Du Deinem ADS zuviel Raum gibst und irgendwelche Zeugnisse darüber austellen lässt.

    Das ADS wird Dich zudem nicht allein im Beruf belästigen. Daher finde ich das Coaching gut. Parallel würde ich an Deiner Stelle ein Bewusstsein entwickeln - das mache ich jetzt -, dass Dun nun mal so bist, wie Du bist. Deine Chefs und KollegInnen haben Dich in der Vergangenheit nicht gemocht. Sie werden Dich auch in Zukunft nicht mögen. Jetzt hast Du die Gelegenheit, mit dem Coaching ein Tool zu finden, damit klar zu kommen. Vielleicht wirst Du lernen, die Probezeit lächelnd (kannst Du Lächeln?) und nicht nörgelnd (kannst Du nicht Nörgeln?) zu überstehen. Aber nach der Probezeit ist nun mal vor der Probezeit (so war es bei mir, denn die Chefs finden immer einen Weg, um Dich los zu werden, egal, ob in oder nach der Probezeit. Eine Kundenreklamation und Du bist draußen). Ich würde an Deiner Stelle eine Alternative suchen, eine Alternative, wo man Dich schätzt und mit Dir zufrieden ist. So als Burn out-Prophylaxe.

    Wie also kannst Du mit Deinem ADS glücklich werden? Diese Frage ist vorderrangig, finde ich. Job ist natürlich primär glücklich machend. Ich säße jetzt auch in einem Labor, oder vielmehr über einem Labor, als Professor und würde mich auf die morgigen Vorlesungen vorbereiten. Mit meinem Studium wäre das machbar gewesen. Wäre, ist aber nicht. Vielleicht sollten wir uns Gedanken darüber machen, was Dich a) bislang gehindert hat, einen guten Job zu machen, und b) wie es aussähe, wenn a) nicht wäre.

    Ansonsten bist Du ihier willkommen.
    Geändert von Steintor (13.09.2013 um 23:35 Uhr)

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: Arbeitssuche aufgegeben

    hi XyBärlin (dat ihr sowas immer falsch schreibt ..tzä

    Wie üblich wird auch hier, im Schutze der Anonymität , zuwenig geschildert um wirklich etwas sagen zu können.
    xyberlin schreibt:
    Ich wurschtle mich seit 10 Jahren durch, Praktikum, Weiterbildung, arbeitslos, Studium, Job abgebrochen, arbeitslos, Befristung, Projekt befristet, Jobverlust in der Probezeit ...

    Im Ganzen habe ich 3, vielleicht auch 4 Jahre in den vergangenen Jahren wirklich sozialversichert gearbeitet, dazu hunderte Bewerbungen geschrieben, eigentlich nur sehr kurz in meinem studierten Beruf gearbeitet ...

    Das ist verbunden mit einem extremen Frust, Depression, sehr starken Stimmungsschwankungen.
    Wahrscheinlich hast du ggf auch eine sogenanntes ein Burning out, was aufgrund anderer Erkrankungen natürlich nicht zuerst behandelt wird. Viele von uns kämpfen ebenso um neue Jobs. Meine Bewerbungsdatei zeigte von 2004 -2012 um 1800 Datensätze , wenn auch nur 80% real versendet. In entsprechenden Schriften wird die massive Belastung durch Unsicherheit um die Existenzgrundlage und geringes positives Feedback als Krankheitsfördernd beschrieben. Eine Tendenz des heutigen Arbeitsmarktes. Das eine SPD federführend diese Änderung herbeiführt zeigt, wie stark Malocher wie wir eigentlich sind .

    Leider wissen wir nicht, mit welcher beruflichen Qualifikation du in den Öffentlichen Dienst willst. Ggs. kannst du dann aber auf Einstellung klagen. Aber wie willst du mit den derzeitigen Defiziten einen Jon für Dich zufriedenstellend ausfüllen.
    Der Durchlauf bis zur Anerkennung einer Behinderdung dauert einige Zeit und ist schwierig (je mehr Arbeit du dem Gesundheitssystem gemacht hast, um so besser )

    Ansonsten ist die Idee gut.
    Nachdem du dich dann in Behandlung gegeben hast, solltest du versuchen deine Hängematte zu finden, um dich aufzuladen, bevor du uns völlig zusammen klappst.

    Leider kennen wir auch deine Freundes, Wohn- und Familiensituation nicht. Eine Strategie könnte auch sein, wenn ohne Familie und Eigentum, vagabundierend dort zu arbeiten, wo es einen Job gibt.
    Da ich das 650 km von zuhause entfernt arbeite , weiß ich auch, das es sehr belastend ist. In den Letzten Jahren hatte ich im Grunde nur Beschäftigung von max 2Jahren. Nach einen strategischen Fehler in der Lebensplanung kam er wieder ins als ich meine Unterlagen optimierte (Rat bei einem Personalberater) kam ich überhaupt wieder in das Arbeitsleben rein.
    Durch die Erfahrung der langen Arbeitslosigkeit, der Kündigung von Beschäftigung aus der Zeitarbeit, weil man nicht mehr gebraucht wurde, hinterließ entsprechende Spuren. Es fällt mir sehr schwer zum einem eine gewissen Arbeitshygiene und Regelmäßigkeit durchzuhalten und werde bereits nach einem 1/2 Jahr nervös, wieder auf der Strasse zu stehen. Diese prägende Erfahrung wird auch dir wahrscheinlich kein Dachdecker wegreden können.

    tja, würde zwar mehr schreiben, kann ich aber nicht, außerdem hat Steintor einiges tolles geschrieben ..... iss dann mal seine hängematte aufsuchen ... honigklauen

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Arbeitssuche aufgegeben

    datBär schreibt:
    Meine Bewerbungsdatei zeigte von 2004 -2012 um 1800 Datensätze , wenn auch nur 80% real versendet.
    1800 x 80% = 1440. Das sind schon eine ganze Menge.

    Au ja, ich mache jetzt mal eine Statistik.

    Ich habe 1993 mit dem Bewerben angefangen. Gefühlte 1500 Bewerbungen habe ich auch geschrieben.

    Vorstellungsgespräche, teilgenommen: Geschätzte 20 (das werde ich nocheinmal genauer überprüfen).

    Vorstellungsgespräche, abgelehnt: 4

    Vorstelliungsgespräche, wg. Krankheit nicht teilgenommen: 1

    Jobs abgelehnt: 2 (Brasilien und München)...ach ja, und Aalen (Vorentscheid) auch noch.

    Jobs bekommen: 6

    Neue Horizonte: 2 (die Geld einbrachten)

    Demnach wurde ich bei jedem 3,33. Vorstellungsgespräch genommen.

    Warum bei den anderen nicht?

    Größte Loser-Vorstellunggespräche:

    Trier und Hannover: Ich habe mich zu schlecht für die Jobs als Laborleiter verkauft.
    Stadtwerke: da war ich zu schüchtern
    Wiesbaden: da habe ich totalen Mist gebaut: ich kannte nicht den Unterschied zischen Akkreditierung und Zertifizierung. Das war der totale Abschuss. Ist mir heute noch peinlich.
    Rüdesheim/Rhein: ich bin kein Botaniker.
    Braunschweig: keine Ahnung in Ökotoxikologie.

    Wenn ich meine nunmehr 20jährige Karriere betrachte, so schlecht sieht die gar nicht aus (wobei ich von den 20 Jahren lediglich 15 Jahre in meinem Job gearbeitet habe). Die vielen Lücken in meinem Lebenslauf waren kein Problem. Die muss man nur gut verkaufen können. Und das Alter? Ich schaue mal, was nun kommen wird. Einen Job bekommt man immer in jedem Bereich. man muss sich nur gut verkaufen können.

    datBär schreibt:
    außerdem hat Steintor einiges tolles geschrieben .....
    Ich habe was Tolles geschrieben? Was denn?

  5. #5
    TTS


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 235

    AW: Arbeitssuche aufgegeben

    xyberlin schreibt:

    Ich verfolge jetzt die Strategie, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu erkämpfen, außerdem habe ich eine Schwerhinderung beantragt.
    Das macht Sinn.
    Es verschließt Dir den Weg in die Wirtschaft nicht unbedingt! Du bist nicht verpflichtet diese Behinderung anzugeben wenn hierdurch Nachteile entstehen könnten.
    Allerdings solltest Du sie irgend wann mal offen legen, damit Du den Zusatzurlaub und den "Kündigungsschutz" nutzen kannst.
    Im ÖD ist es absolut sinnvoll die Behinderung sofort in die Bewerbung einzufügen.
    Hier stehen Dir damit einige (arbeitserleichternde) Wege offen (Arbeitszeitbeschränkung, mehr Urlaub, Arbeitsassistenz, Behindertengerechter Arbeitsplatz, Beschäftigungsplicht, .....).

  6. #6
    Lysander

    Gast

    AW: Arbeitssuche aufgegeben

    Ein Arbeitsvertrag ist durch Nichtangabe der Schwerbehinderung offensichtlich anfechtbar. Ich bin in der Materie nicht wirklich firm, aber es scheint mir logisch, dass es sich bei der Nichtangabe um eine Täuschung handeln kann, wenn sich die Behinderung auf die Tätigkeit und den besonderen Arbeitsschutz auswirkt. Man muss einem Arbeitgeber ja auch die Möglichkeit geben, seinen Rechtspflichten überhaupt nachgehen zu können. Sicherlich ist das aber eine Einzelfallentscheidung.

    Bewerber müssen Behinderungen angeben | JobScout24 Karriere-Tipps

    http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...52164340,d.Yms

    REHADAT-talentplus - Die Informierung des Arbeitgebers über die Schwerbehinderung oder Gleichstellung

  7. #7
    TTS


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 235

    AW: Arbeitssuche aufgegeben

    Nö. Wenn Dir dadurch Nachteile entstehen könnten, dann musst Du das nicht angeben! Das wäre ja für den AG ein Grund dich garnicht erst auf Grund Deiner Qualifikation zu beurteilen sondern sofort auf Grund deiner Behinderung abzulehnen.
    Eine Schwerbehinderung muss nur angegeben werden, wenn danach gefragt wird, ABER nicht nach den Eigenschaften!. (Ausnahme: wenn die Tätigkeit wegen der Schwerbehinderung gar nicht erst ausgeübt werden kann. Aber dann mach es auch kenen Sinn sich zu bewerben.)

    Mit dem gleichen Argument, wie der Arbeitgeber nicht nach einer bestehenden Schwangerschaft (trotz erheblicher Folgen für ihn) Fragen darf (Frauendiskriminierung) darf er auch nicht nach der Schwerbehinderteneigenschaft als solcher fragen.
    Geändert von TTS (14.09.2013 um 12:36 Uhr)

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Arbeitssuche aufgegeben

    Danke für die Antworten.

    Ich habe ca. 40 Bewerbungsgespräche geführt, von denen 2 zu Anstellungen geführt haben.

    Aber ich sollte, und das lese ich aus den bisherigen Antworten, mich nicht selber fertig machen, dazu reichen die Umstände.

    Ich habe dieses Jahr den Schritt gemacht, zu verstehen, warum ich immer wieder gescheitert bin, das ist der erste Lösungsansatz, um das Problem zu beseitigen.

    Ich dachte, wie bereits geschrieben, ich fiele nicht auf, genau das Gegenteil scheint der Fall zu sein, ich habe aus der Analyse der Schwierigkeiten, aber auch der Anlayse, wo es geklappt hat, herausgefunden, dass ich lieber allein arbeite, ich oft Kommunikationsprobleme in Teams habe, ich daher Teamarbeit nicht bevorzuge, ich verscliesse im Team sehr schnell, ich brauche R+ckzugsmöglichkeiten, nicht den Gruppenzwang an jeder Smalltalk-Runde beim Team-Meeting dabei sein zu müssen, an ein Team angegliedert sein, das geht, aber sonst weitgehend allein arbeiten, ich kann auch gut Routinen abarbeiten, benötige Strukturierungshilfe und ausreichend zu tun, Langeweile geht gar nicht. Ich bin auch nicht besonders flexibel und schnell bei Umstellungen, dafür oft mit ungewöhnlichen Lösungsideen ausgestattet. Führungsaufgaben, Lehrerjob, all das hat mit sozialer Interaktion zu tun und fällt mir schwer, sachorientierte Arbeit gefällt mir.

    Positiv formuliert ich arbeite sachorientiert, lasse mich nicht Ablenken durch Gefühls-Duselei, arbeite sehr genau, kann sehr gut Regeln einhalten, arbeite selbstständig, kreativ, kann fast druckreif schreiben, kann gut recherchieren, Dinge überdurchschnittlich schnell verstehen, in Beziehung setzen, Lernen macht mir Spaß.

    Insofern bringe ich einiges mit.

    Ich werde wie gesagt versuchen an einen Coach zu gelangen, der mich sortiert, strukturiert, der als Experte auch versteht, dass es bei mir nichts nützt zu sagen, mache es anders, ich bin sehr stur, wenn es darum geht, Gewohnheiten und Routinen beizubehalten, habe Schwierigkeiten mit Veränderungen.

    Auch Ehrenamt oder so etwas hilft mir nur bedingt. Ich bin übrigens auch Biologe, habe mir überlegt, ob ich mich nicht hier bei der Entomologischen Gesellschaft engagieren soll, Insekten sortieren und präparieren und bestimmen, wenn auch ehrenamtlich beim Naturkundemuseum, ist toll, außerdem habe ich mir vorgenommen, bei einem Asperger-Autisten-Netzwerk mitzuarbeiten, auch ehrenamtlich, aber vielleicht bekomme ich da auch neue Ideen oder lerne die richtigen potentiellen Arbeitgeber kennen. Gelder recherchieren und beantragen, stundenlang recherchieren, auch komplizierte Gesetzgebungen, das kann ich gut.

    Es ist ein anstrengender Weg, Versorgungsamt und Arbeitsagentur ticken langsam, bis ich die Hilfe habe.

  9. #9
    Lysander

    Gast

    AW: Arbeitssuche aufgegeben

    TTS schreibt:
    Nö. Wenn Dir dadurch Nachteile entstehen könnten, dann musst Du das nicht angeben! Das wäre ja für den AG ein Grund dich garnicht erst auf Grund Deiner Qualifikation zu beurteilen sondern sofort auf Grund deiner Behinderung abzulehnen.
    Eine Schwerbehinderung muss nur angegeben werden, wenn danach gefragt wird, ABER nicht nach den Eigenschaften!. (Ausnahme: wenn die Tätigkeit wegen der Schwerbehinderung gar nicht erst ausgeübt werden kann. Aber dann mach es auch kenen Sinn sich zu bewerben.)


    Ich habe nicht Gegenteiliges geschrieben: Wenn die Schwerbehinderung die Sicherheit am Arbeitsplatz gefährdet, muss sie angegeben werden. Ich meine hauptsächlich die Sicherheit des Schwerbehinderten, sprich: Der Arbeitgeber hat die Pflicht, den Arbeitsplatz entsprechend zu gestalten. Das kann er aber gar nicht, wenn er von einer Schwerbehinderung gar nicht weiß. Außerdem muss ein Bewerber ja nicht komplett ungeeignet sein, jedoch kann es aber gewisse Einschränkungen bei der Ausübung der Tätigkeit geben. Ganz so einfach ist es nämlich dann denn doch nicht. Und es könnte sein, dass ein Arbeitsvertrag durch den Arbeitgeber anfechtbarer ist. Zu Erklärung habe ich ja die Links eingefügt.

    Es stimmt aber: Grundsätzlich muss ein Schwerbehinderter nur auf Nachfrage die Wahrheit sagen. Im Zweifelsfall ist es eine Einzelfallentscheidung vor einem Arbeitsgericht.
    Geändert von Lysander (14.09.2013 um 14:11 Uhr)

  10. #10
    TTS


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 235

    AW: Arbeitssuche aufgegeben

    Ich meine hauptsächlich die Sicherheit des Schwerbehinderten, sprich: Der Arbeitgeber hat die Pflicht, den Arbeitsplatz entsprechend zu gestalten. Das kann er aber gar nicht, wenn er von einer Schwerbehinderung gar nicht weiß. Außerdem muss ein Bewerber ja nicht komplett ungeeignet sein, jedoch kann es aber gewisse Einschränkungen bei der Ausübung der Tätigkeit geben.
    Mein Arbeitgeber kennt und kannte meine Behinderung und schafft es trotzdem nicht (obwohl in Vorstellungsgespräch noch zugesagt) den Arbeitsplatz für mich gerecht zu machen. Sollte alles schon vor 2 Monaten passiert sein. Und nun die Ausrede: Kein Platz und die beiden anderen Mitarbeiter müssten sich dann an neue Arbeitsabläufe gewöhnen, das ginge ja garnicht. Das war aber ganz anders besprochen. Also such ich mir jetzt nen Job bei dem ich keine Schicht mehr machen muss und keine anderen Mitarbeiter an meinem Arbeitsplatz habe. Aber das ist Typisch ÖD, bloß keine kurzfristigen Veränderungen.

    Meine Lieblingssprüche, zur Zeit: "Das war schon immer so und bleibt auch so" und "Das haben wir schon immer so gemacht" *Trigger*
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