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Diskutiere im Thema mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf den im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf den

    KEKS
    also es heisst ja so schön: wer nichts wird, wird Chef. Nachdem ich in meiner letzten Firma nix wurde, bin ich jetzt Vorgesetzte. Hatte nie darum gebeten. Ist aber so.
    Übers Wochenende hat es meine Mitarbeiterin geschafft, Ware für circa 4000€ vergammeln zu lassen. Das war leider kein Versehen sondern Sturrheit, der Konflikt besteht in der Firma länger als ich da bin. Ich bin mehr der Typ "Kuschelpädagogik"-Vorgesetzter. Das funktioniert nicht. Meine Mitarbeiterin hatte schlicht weg keine Lust, ich hatte sie am Samstag morgen noch extra angerufen aber es hätte sie Zeit gekostet sich um die Ware zu kümmern und dazu hatte sie -wie so oft- keine Lust.
    Was würdet ihr in so einem Fall tun?
    Es ist mir eigentlich reichlich egal was sie von mir oder meinen Anweisungen hält (bzw. ich habe eigentlich nur die Anweisungen meiner Vorgesetzten weiter gegeben). Es geht u 4000€ die wir für Leute verwalten, die wenig Geld und ohnehin gerade besonders große finanzielle Probleme haben. Denen schadet man nicht einfach so weil man keine Lust hat seinen Job zu machen.
    Wie soll ich ihr das klar machen?

  2. #2
    salamander

    Gast

    AW: mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf

    im klartext, ohne schnörkel und schi-schi

  3. #3
    MeinerEiner

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.128

    AW: mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf

    Kuschelgerecht:
    Ich würde das Problem an sie zurückgeben und fragen wie SIE das zu lösen gedenkt.
    Versuch mal herauszufinden woran ihr "keine Lust" liegt und hake da ein. Irgendeinen Grund wird es dafür geben.

    Nicht kuschelnd:
    Ansonsten wäre die Frage ob das für eine Abmahnung reicht.
    Helfen kann auch alle Anweisungen ab jetzt schriftlich fest zu halten und zu schauen welche Möglichkeiten du hast Konsequenzen zu ziehen.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 284

    AW: mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf

    Das ist für mich eine klare Arbeitsverweigerung. Oder war das freiwillig?
    Wenn sie keine lust hatte gab es niemand anderes wo die aufgabe übernehmen konnte?
    So ganz versteh ich das nicht, aber bei mir wäre vorbei mit kuscheln.

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 371

    AW: mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf


    Führen über zielvereinbarung. Das bedeutet auch immer sich das "JA" vom untergebenen holen. Kann man ggf .besser mündlich erklären, residiere zzt in Bayern bei Augsburg (will zum Bier eingeladen werden
    ).

    Zum vorgesetzten gehört auch ganz klar, Konsequenzen zu ziehen. Mit Zielvereinbarung, Kontinuität und Höflichkeit erreicht man sehr viel. Es macht aber ziemlich Eindruck, wenn man zu Schichtbeginn um 6 auftaucht, obwohl man erst um 8 erwartet wird und am Vortag bis 22 Uhr was umgeräumt hat. Du eben eben das Regal selbst einräumst ... etc.

    Ein klares Gespräch um ggf. eine Abmahnung ist das mindeste, was du machen musst - aber höflich. Wenn ich extrem höflich wurde, gingen alle sehr viel schneller, weil die wussten, gleich passiert was ... . Manchmal muss man aber auch schauspielern und übertreiben.

    Das Prinzip der Zielvereinbarung bedeutet für dich, das du allen ein faires Angebot gemacht hast und sie selbst schuld sind, das du entsprechende Konsequenzen ziehen musst. Diese schlechte gewissen ist Blödsinn, wenn du fairnis anbietest. Du gehst aber auch arbeiten um Geld zu verdienen und dafür musst du auch deinen Job behalten.

    Selbstverständlich kannst du dann mal eben 3 Std Sachen erledigen die dringen notwendig waren - aber dannach bitte die grosse Schauspieleinlage und grummelig sein (mehrere Tage) - diese Missachtung dürfte ist sehr unangenehm sein. Es muss vor allem Zeitnah zu dem Zeitpunkt sein, wo du solche Missstände erfährst. Da du deine liebe Mitarbeiterin erst am Di siehst und du heute hättest ausrasten müssen - muss du dir wohl ne Schauspiel ausdenken: zb ein höfliches Gespräch, warum sie das gemacht hat (mit sehr direkten Fragen). 4000 € dürfte das Bruttogehalt + Arbeitgeberanteil der Kollegin nicht erreichen.

    In diesem Falle musst du dein Stil finden und nie angst haben deinen Job zu verlieren. Nur darf dir niemand auf der Nase rumtanzen, aber du musst zuverlässig sein. Es gibt soviele Führungskräfte mit schlechtem Führungsverhalten - also ist es einfach gut zu sein. Wenn du rausfliegst und die haben dich veräppelt, hast du versagt - wenn du rausfliegt und du warst gut, ist es ok. Du hast drei Monate um die Sau rauszulassen, geniesse es. Seid Kreativ und unorthodox mit deinem Stil. Ich habe von meinen Geld mal ne Kiste Bier geschmissen, nachdem einige nach der Schicht noch was getan haben ( die GF zu fragen war mir zu blöde).

    PS. Wir haben sogar eine Gruppe der Führungskräfte im Forum. Vielleicht möchte Alex das ja dahin verschieben.

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 116

    AW: mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf

    der Punkt ist: sie hat "ja" gesagt als ich anrief um ihr die Aufgabe auf zu tragen (eigentlich hätte sie das von alleine wissen müssen). Ich hatte auch wirklich keine Möglichkeit es selber zu machen (lag mit Magenkrämpfen usw. 2 Tage im Bett) und abgesehen davon war es ihre Aufgabe und nicht meine.
    Ich habe bereits in der vergangenen Woche selber mit angepackt, wo es nur ging, weil wir Mitarbeiter-Notstand hatten. Bei Dingen, die mir meine Mitarbeiter nicht gut genug gemacht haben, habe ich sie mit ihnen gemeinsam erledigt. Das hat gut funktioniert und dann habe ich Ihnen dafür gedankt, das wir so gut an einem Strang gezogen haben.
    Es kann aber nicht sein, dass ich 40 Kilometer fahre, um zu kontrollieren ob sie macht was sie sagt nach dem sie zugestimmt hat es zu machen.

    Aus Sicht der Mitarbeiterin sehe ich nicht, wie sie das ohne Überstunden hätte schaffen können (die sie möglichst nicht machen soll). Ich kann auch verstehen, das sie nicht am Wochenende arbeiten will. Will ihc auch nciht aber ich habe es trotzdem angeboten. Aber bei 4000 € verderbender Ware... dann muss sie eben Überstunden machen, sorry. Das "höfliche" Gespräch hatten wir letzte Woche, als sie bereits 300 € Ware vergammeln lies.

    Ich hatte mir schon überlegt, uns allen Kuchen aus zugeben, wenn die Ware gescheit behandelt wird. Das verstehe ich unter "Kuschelpädagogik". Aber so geht es echt nicht weiter. Bei so viel Geld, das heute in die Tonne gewandert ist, werde ich das auch am Freitag mit meiner Chefin besprechen; ich bin ja noch neu im Betrieb. Ich kann ehrlich gesagt absolut nciht begreifen, wie man so verantwortungslos sein kann. Vermutlich haben die unbefristete Verträge. Sonst arbeitet sie auch gut aber das war echt reif für eine Abmahnung. Die Mitarbeiterin kommt leider erst in 2 Wochen zurück, sonst hätte ich das früher angesprochen.

    Ich habe so leicht den Verdacht, das der eigentliche Konflikt zwischen ihr und meiner Vorgesetzten besteht (deren Anweisungen ich weiter gegeben habe). Sie verlangt teilweise Dinge von Leuten, die sie selber nicht macht. Auf der anderen Seite ist das als Vorgesetzte ihr Recht und sie hilft sehr viel mit, wenn sie es zeitlich schafft. Das sie keine Überstunden und am WE nicht arbeiten will, steht a) in ihren Vertrag und b) bekommt sie Überstunden im Gegensatz zu der Mitarbeiterin nicht bezahlt bzw. in Freizeit umgewandelt. Sie macht trotzdem in der Saison Welche und sie hat bereits am Sonntag gearbeitet.
    Geändert von kaori32 (15.07.2013 um 22:36 Uhr)

  7. #7
    cocolores

    Gast

    AW: mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf

    Ich denke, bspw. hinsichtlich der Abmahnungen gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Jobarten. So wie ich das jetzt bei kaori32 verstehe, bist du Filialleiterin in einem Supermarkt (?). Kann durchaus sein, dass noch einmal völlig andere Gesetze herrschen als in der Industrie, einem Verlag oder einem Krankenhaus. Auch die Zugehörigkeit zu einem jeweiligen Gewerkschaftsdachverband kann gewaltigen Unterschied machen. In größeren Unternehmen in der Industrie bspw. ist das Instrument "Abmahnung" nicht so ohne Weiteres auszusprechen, hier gibt es klare Vorschriften, ab wann sie erteilt werden kann. Arbeitsverweigerung ist so ein Grenzfall; bevor da eine Abmahnung durch alle Instanzen geht, wird erst hundertmal geklärt, inwieweit der Betreffende tatsächlich sich verweigert hat, oder ob er sagt, aus der Frage "Kannst du das morgen machen vor 10 Uhr" habe er keinen konkreten Handlungsbedarf abgeleitet.

    Hier liegt auch ein bisschen der Hase im Pfeffer, die meisten (oft gerade weiblichen) Führungskräfte tun sich schwer mit der harten Tour, denn man läuft in Gefahr, sich dann zu sehr von der Truppe zu entfernen (Harmoniesucht) oder nicht gemocht zu werden (dito). Dann werden Anweisungen ausweichend formuliert oder nicht klar genug ausformuliert usw.
    Die Angst, nicht mehr von den anderen gemocht zu werden und deshalb damit automatisch ein Respekt-Defizit bei den Mitarbeitern einzufahren, ist ein Klassiker. Du bringst dich nicht um Sympathie, denn wenn du als Chef rumeierst, verlierst du auch Sympathie.

    Eines habe ich knallhart lernen müssen: egal wie sanft und fair und "gleichgestellt" du dich zu verhalten suchst - du bist Chef und damit immer in den Augen der anderen der Arsch. So oder so. Sympathie gewinnt man wieder, Achtung und Respekt nicht.

    Es gibt ein paar Dinge, die man verlernen muss:
    sich rechtfertigen ( bevor man etwas anweist, muss man dann aber sichergestellt haben, dass die Anweisung sinnvoll und korrekt ist)
    die anderen fragen, ob sie dies oder jenes machen möchten ( mit der Zeit weiss man, was der eine hasst wie die Pest und der andere dafür machen würde)
    Formulierungen zu verwässern
    Entscheidungen nach Widersprechen zurücknehmen
    und Angst haben, dass dann geredet wird (das tun sie. Immer)

    Aber bringt man seine Anweisungen klar, bestimmt und trotzdem freundlich und mit Nachdruck an den Mann, sagt hinterher, dass es gut gemacht wurde o.ä., dann verringert sich das Risiko.

    Statt "du könntest mal 3 Tonnen Salat in die Kühlhalle fahren, ist wichtig, das weisst du doch" könnte man sagen " am Samstag bringst du bitte den Salat noch weg. Wenn du Schwierigkeiten hast zu verstehen, wieso das notwendig ist und 4000€ ein Haufen Schotter sind, dann setzt du dich bitte mit Herrn XY in Verbindung, denn ich diskutiere das nicht". Punkt aus. Damit hast du der Anweisungsnotwendigkeit entsprochen, hast ihr automatisch die Entscheidungsmöglichkeit gar nicht erst gegeben und hast signalisiert, dass das nicht dein fieses kleines Vergnügen ist, sondern eine firmenbezogene Angelegenheit, der auch weitere Vorgesetzte entsprechen UND du hast klar und deutlich gemacht, dass auf deinem Rücken hier keine jahrelang eingearschten Muster ausgesessen werden, basta.


    ---- sehe gerade, es geht um Mehrarbeit ----

    Was anderes wäre es natürlich, wenn der Samstag nicht zur Regelarbeitszeit gehört und die Mitarbeiterin sich zu Mehrarbeit entschliessen müsste. De facto muss sie das, wenn betrieblich Samstagsarbeit angeordnet wird, aber dann betrifft es alle und nicht nur sie. Hier fällt mir dann nur noch ein, der Dame zu sagen, dass es am wasweissich Donnerstag ein offenes Telefonat oder persönliches Gespräch geben wird, in dem du mit ihr und Chef XY die Notwendigkeit diese Mehrarbeit besprechen möchtest.
    Das hat eine andere Qualität als "ok, du hast keine Lust, das war ja immer so, dann gebe ich eben alles an den nächsten Vorgesetzten weiter", was nichts anderes signalisiert als "ich bin dir gegenüber hilflos und resigniert".

    Sie hat also einfach die Aufgabe nicht ausgeführt. Jetzt hilft kein Kuchen, dann macht jemand irgendwann nur noch seinen Job, wenn du Leckerlis anschleppst (sinngemäß). Bitte sie zum Gespräch und dann " SO geht das nicht. Es geht nicht, dass wissentlich der Firma geschadet wird. Oder wussten Sie das nicht, dass es um 4000€ geht?" Dann muss sie begründen, dass ihr das nicht gesagt worden ist.
    Geändert von cocolores (15.07.2013 um 22:44 Uhr) Grund: eigentlich waren die Tippfehler ja lustig ...

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 1.004

    AW: mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf

    Frag sie, was hinter der Arbeitsverweigerung steckt: Das muss ja ein Eisberg sein, da diese kündigungsreife Provokation sonst schon sehr schwer erklärbar ist.
    Lg

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf

    Da wurd ich direkt leicht sauer beim Lesen. *rotwerd*
    "Abmahnung" dachte ich auch als erstes.

    Ach, und du führst Aufräge von "oben" aus?
    Ja, dann musst du doch auch nebenbei gerade dafür stehen, oder? Und wenn's erst irgendwann auf den Bilanzen ist. (Deinen Job aber auch gerne gehabt hätte sie aber nicht, oder? Sabotiert sie dich sonst auch öfter so? - dumme Idee, übersprudelndes Adhs-Hirn)

    Keine Lust, und das dann noch äußern (wenn sie's überhaupt selber hat), ist so frech, dass da bei solchem Verlust wegen diesem Verhalten 'ne Abmahnung hingehört, finde ich.
    Wenn mit Worten dazu, dann mit dem Bescheid, dass es auch andere gibt, die bereit sind, Anweisungen auszuführen, wenn sie dafür einen Job kriegen können..

    Ganz sicher ist das ein Grund zur Abmahnung, denke ich (wurde irgendwo oben nach gefragt heut' Mittag). 4000,- € wegen keine Lust, wer kann sich das leisten??
    In vielen Betrieben wäre das ein Grund, so jemand sofort zu verabschieden, oder muss man da erst Abmahnung schreiben, wenn jemand sagt "nö, ich hab keine Lust mitzuarbeiten"? (kann ja sein.... *ahnungslos guck*)

    Ganz klare Worte, entweder sie überlegt sich, was sie da tut und ob, oder es ist eine Frage der Zeit, wann sie durch jemanden ersetzt wird, der den Betrieb - oder auch die anderen Leute, um die es da geht - nicht so schädigt.

    Unfähigkeit kann man beheben, oder helfen, oder überbrücken. Aber wegen "keine Lust" solche Schäden, das geht GAR nicht.

    Mein Sauersein darüber ist nicht akut, hatte es ja heut' Mitag schon gelesen, aber keine Zeit mehr.
    Geht nicht - da hat sie die Möglichkeit, sich zu überlegen, wie und wie lange sie noch da arbeiten möchte. Oder wäre ein Ersatz gaaaaanz schlecht zu finden, wenn sie so weitermacht?

    .... ohne nochmal alles nachgelesen zu haben (hab Zeitnot)
    LG und viel Erfolg jedenfalls bei deinem bestimmt nicht einfachen Unterfangen!


    P.S. man mag es kaum glauben, aber ich bin eigentlich auch eher die Kuschelpädagogin. Aber VOR allem Gekuschel und aller freundlichen Kooperation - von mir aus auch daneben - gehört die deutliche Information, dass das nicht nur nicht so geht, sondern auch nicht geduldet wird. (Dafür ist der Fall zu krass.)
    Anschließend kann man sehen, wie man am günstigstens erfogreich zusammen vorgeht, aber dass das so nicht geht, hat sie sofort zu begreifen, nicht erst nach ein paar Lernmonaten.

    Selbst wenn nur freundlich in Worten umschrieben wird, dass andere für sowas eine Abmahnung kriegen.
    Ich weiß nicht - kenn' sie ja auch nicht - ob ich mir verkneifen könnte, ihr zu sagen, dass es auch Firmen gibt, in denen die Leute solche Patzer selber bezahlen müssen.


    Nochmal viel Erfolg und Glück, was ihr Verständnis für dein Anliegen angeht

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 393

    AW: mal aus der Sicht der "bösen Vorgesetzten": meine Mitarbeiter gehen mir auf

    Hallo kaori32...
    …mal aus der Sicht eines „bösen Mitarbeiters“:

    Als ich Deine Sätze gelesen habe musste ich sehr lange überlegen um jemanden zu finden, der eventuell so reagiert hätte, wie Deine Mitarbeiterin.

    In den letzten Jahren hatte ich nur mit Menschen zu tun, die bei Notwendigkeit und auch über eine längere Zeit mindestens 110% Leistung gebracht haben. So eine „keine Lust“ – Haltung ist sehr untypisch – finde ich.

    Ich vermute, dass da ein tiefergehendes Problem dahinter steckt. Auch Mitarbeiter - eventuell stark unterbezahlt – lassen sich nur bis zu gewissen Grenzen antreiben. In den letzten Jahren sind die Erwartungshaltungen gegenüber Angestellten und der Druck auf sie massiv gestiegen. Irgendwann schaltet jeder / jede auf Stur.

    Ich würde mich mal in Ruhe - ohne Vorwürfe zu machen - unter 4 Augen mit Deiner Kollegin zusammen setzen, um zu ergründen, was da in der Vergangenheit schief gelaufen ist.

    Du schreibst, Du bist der neue Chef. Warum ist Dein Vorgänger gegangen (worden)? Wie viel Vorgänger hattest Du in den letzten 5 Jahren? Meist stinkt der Fisch vom Kopf her. Ich meine damit jetzt Deine Chefs.

    Vielleicht bist Du nicht als Chef eingestellt worden, sondern als Antreiber, für den die Kündigung schon im Drucker liegt.

    Ich will jetzt nicht schwarz – weiß malen, kann sicher nicht einschätzen, wo der Hund bei Euch begraben ist…..


    Ich wünsche Dir viel Erfolg in Deinem Job, mit Deinem Team.

    LG
    Elektron

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