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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 200

    ADHS und Wehrdienst

    Hallo, wie sieht es eigentlich mit dem Wehrdienst aus (vorallem in Österreich, könnt aber auch gerne von anderen Ländern berichten!)?
    Reicht die ADHS-Diagnose allein aus um als untauglich auschzuscheiden? Wie ist es mit Medikamenteneinnahme? Wirkt das eher positiv oder negativ auf die Aufnahme (Btm/Smg-pflichtige Substanzen)???

    Bin für alle Infos dankbar,
    LG

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 118

    AW: ADHS und Wehrdienst

    Quelle: ADHS im Erwachsenenalter, Seite 207

    "ADHS, Stimulanzien und Wehrpflicht

    Bei der Musterung muss von ärztlicher Seite über eine eventuelle Wehrdienstunfä-
    higkeit entschieden werden. Nach Häßler et al. (200 sind Patienten, die Präparate,
    die unter das Betäubungsmittelgesetz fallen, einnehmen, nicht wehrdienstfähig. Un-
    ter Gesundheitsnummer 78 findet sich in der Musterungsverordnung das „hyperki-
    netische Syndrom“ mit der Gradation VI, was zwangsläufig eine Ausmusterung be-
    dingt."

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 372

    AW: ADHS und Wehrdienst

    bin zwar keine Militärist ...

    kenne jedoch 2 erfolgreiche ehemaligen Buntspechte, denen die Struktur der Arme gutgetan hat.


    Bei der Einnahme von Medis könntest du ggf. tätsächlich ausgemustert werden ...

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 81

    AW: ADHS und Wehrdienst

    Bei uns in Deutschland stellt sich diese Frage ja mittlerweile gar nicht mehr. In der jetzigen Freiwilligenarmee kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit ADHS-Diagnose rein kommt, es sei denn man verschweigt es. Letzteres kann aber je nach ADHS-Typus nach hinten losgehen.

    Bei mir hat sich der Bund damals (da gab es noch Wehrpflicht) nur negativ ausgewirkt, vom ADHS wusste ich da noch lange nicht, drum kann ich nicht genau sagen, inwieweit das dran schuld war. Fakt ist, ich war noch nicht lange mit der Ausbildung fertig, hatte aber bereits mein selbstständiges Leben, mit Einkommen etc. und wurde durch die Einberufung dort herausgerissen. Plötzlich bekam ich nur noch Wehrsold, was ein Bruchteil meines Gehalts war und außerdem war mein Arbeitsplatz durch den Wehrdienst massiv gefährdet. Auf dem Arbeitsmarkt sah es damals für Leute ohne nennenswerte Berufserfahrung ebenfalls sehr schlecht aus. Durch diese Existenzängste brach die bis dahin mehr schlummernde Depression endgültig aus, was nach vier Wochen einen T4 zur Folge hatte (= vorzeitige Entlassung aus dem Wehrdienst).

    Ich bin froh, dass die Wehrpflicht abgeschafft wurde, denn da zuletzt ohnehin nur noch - wenn überhaupt - jeder dritte Taugliche eingezogen wurde, der mindestens T2 hatte (T3ler galten zwar auch offiziell als tauglich, wurde de-facto aber schon nicht mehr einberufen) , war das Modell sozial alles andere als gerecht.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 523

    AW: ADHS und Wehrdienst

    war nur einen etwa eineinhalb monate in der bundeswehr und ich mochte es absolut nicht
    hatte krasse probleme links und rechts zu unterscheiden, heute immernoch (umgelernter linkshänder)
    in der bundeswehr ist dank der festen struktur keine zeit für depressionen,
    und wenn man irgendetwas zu langsam macht, wird man angeschnauzt- das ist quasi gang und gebe

    dafür tummeln sich dort umso mehr geistig beschränkte leute, die sich groß fühlen, wenn sie etwas zu sagen haben
    wie sagte Abraham Lincoln so schön:
    „Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gib ihm Macht.“


    was ich außerdem nicht möchte war das aufstehen um 5 uhr morgens
    und dann gefühlte 5 min, um sich fertig zu machen- für mich war der nächste tag ein albtraum,
    wenn ich schlecht oder gar nicht geschlafen hatte

    irgendwann konnte und wollte ich einfach nicht mehr, auch das schikanieren,
    glaub das hätte schon gereicht als austrittsgrund
    aber mit adhs diagnose sollte es auch kein problem sein aus dem biertrinkerverein auszutreten.

  6. #6
    LAX


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 200

    AW: ADHS und Wehrdienst

    Aleric schreibt:
    Bei uns in Deutschland stellt sich diese Frage ja mittlerweile gar nicht mehr. In der jetzigen Freiwilligenarmee kann ich mir nicht vorstellen, dass man mit ADHS-Diagnose rein kommt, es sei denn man verschweigt es. Letzteres kann aber je nach ADHS-Typus nach hinten losgehen.

    Bei mir hat sich der Bund damals (da gab es noch Wehrpflicht) nur negativ ausgewirkt, vom ADHS wusste ich da noch lange nicht, drum kann ich nicht genau sagen, inwieweit das dran schuld war. Fakt ist, ich war noch nicht lange mit der Ausbildung fertig, hatte aber bereits mein selbstständiges Leben, mit Einkommen etc. und wurde durch die Einberufung dort herausgerissen. Plötzlich bekam ich nur noch Wehrsold, was ein Bruchteil meines Gehalts war und außerdem war mein Arbeitsplatz durch den Wehrdienst massiv gefährdet. Auf dem Arbeitsmarkt sah es damals für Leute ohne nennenswerte Berufserfahrung ebenfalls sehr schlecht aus. Durch diese Existenzängste brach die bis dahin mehr schlummernde Depression endgültig aus, was nach vier Wochen einen T4 zur Folge hatte (= vorzeitige Entlassung aus dem Wehrdienst).

    Ich bin froh, dass die Wehrpflicht abgeschafft wurde, denn da zuletzt ohnehin nur noch - wenn überhaupt - jeder dritte Taugliche eingezogen wurde, der mindestens T2 hatte (T3ler galten zwar auch offiziell als tauglich, wurde de-facto aber schon nicht mehr einberufen) , war das Modell sozial alles andere als gerecht.
    Im Gegenteil - ich würde sogar sagen, das die einen trotz ADHS nehmen würden, weil ich nicht glaube das die Bundeswehr (im weiteren genannt "der Verein") ohne die Wehrpflicht so ohne Probleme die Rekrutenzahlen halten kann (kenne wenige die Freiwillig dazu wollten als es es noch Wehrpflicht gab (ich auch nicht - zum glück Ausgemustert...Übergewicht^^) ...um genau zu sein kenne ich eine Person, aber derjenige wollte auch zu den Offizieren (und zur Luftwaffe soweit ich weiß))

    D.h. der Verein wird einen denke ich schon nehmen - wie weit man dann kommt wenn man drin ist ist halt die Frage (wobei auch ich ADH-Menschen kenne, die lange Jahre beim Verein waren (z.B. mein Dad - auch wenn der keine Diagnose hat, hat er nen Haufen der Symptome...und er kompensiert sie viel viel besser als ich *heul*) und erstens nen Haufen gelernt haben (Personalführung z.B. - Anmerkung: Mein Dad war Offizier und bei der LW, Durchsetzungsvermögen, Durchhaltevermögen und viel viel mehr) und zweitens dadurch Strukturen erhalten haben...(was nicht heißt das ich glaube, das der Verein mir "helfen" könnte...)

    Naja ich hoffe doch, das Leute die nicht dazu wollen raus können - vor allem solange Frauen (die heute doch wirklich nicht mehr daheim sitzen und Kinder bekommen - im normalfall) nicht rein müssen (finde das so UNFAIR!)

    mfg LAX

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