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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 213

    Wie mit Arbeitslosigkeit umgehen?

    Hallo Leute,

    ich hab jetzt zum 31.08. meine Ausbildung beendet und such jetzt nen Job. Muss aber sagen, hab mit der Suche erst Mitte August angefangen, war ja der Meinung, hab die Prüfungen eh nicht bestanden. (ADHS, wusst ich damals aber noch nicht und Pfeiffferisches Drüsenfieber sind keine gute Mischung für ne Prüfung , wie dem auch sei, ich hab sie bestanden, wenn auch mich nicht wirklich mit Ruhm bekleckert zu haben.

    Und jetzt bin ich Arbeitslos, gut offiziell seit 6 Wochen. Aber die Prüfungen streckten sich von Juni bis August. Na ja, heißt, ich habe seit Juni mehr oder weniger nicht mehr gearbeitet.

    Momentan bin ich total depri und dreh am Rad. Ich kann mich nicht aufraffen Bewerbungen zu schreiben. Und hab ich mal angerufen, in nem Labor, hieß es auch glei, was so schlecht? Das zieht einen eben total nach unten. Und deswegen bin ich ständig schlecht gelaunt, fang mit jeden Streit an, red mir ein, dass mich mein Freund nicht mehr liebt.
    Habt ihr auch solche Erfahrungen gemacht? Heißt, dreht ihr bei ARbeitslosigkeit auch so am Rad? War schon damals so, als ich durch mein Chemiestudium geflogen bin. Da war auch ständig Stress.

    Lg Julia

  2. #2
    Sunshine

    Gast

    AW: Wie mit Arbeitslosigkeit umgehen?

    Hallo Julia,

    ich kann dich sehr gut verstehen. Wenn man immer wieder gesagt bekommt, wie schlecht man doch ist, fühlt man sich natürlich ganz unten.

    Im allerbesten Fall solltest Du mal mit dem zuständigen Arbeitsvermittler sprechen, ob Du ein Praktikum machen kannst und wie lange Du das machen kannst, denn es ist immer hilfreich, wenn man etwas vorweisen kann, das man gearbeitet hat. Gerade wenn die Noten nicht so rosig sind.

    Als Praktikantin hast Du auch bessere Chancen wenigstens den Einstieg in das Berufsleben zu bekommen und wenn Du da mal Fuss gefaßt hast, bekommst Du eine gute Beurteilung und kannst in deinen Bewerbungen damit beweisen, das Du etwas kannst, auch wenn die Noten schlecht sind.

    Falls Du Hilfe beim Bewerbung schreiben brauchst, dann melde dich einfach


    Ansonsten wäre es git, wenn Du ein Hobby hast, um dich abzulenken, das Du nciht ständig grübelst und dir die Decke auf den Kopf fällt.


    Das sind mal meine Vorschläge und ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen. Kopf hoch, Du bist nämlich mit diesem miesen Gefühl alleine




    Liebe Grüße
    Sunshine

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 78

    AW: Wie mit Arbeitslosigkeit umgehen?

    Ich verstehe dich!

    Ich habe auch gerade ein Topic eröffnet, und ich habe sogar eine Lücke im Lebenslauf von sechs Jahren!

    Ich kenne das Gefühl, ich habe jetzt auch nicht so die Motivation Bewerbungen zu schreiben!

    Am besten redest du mit deinem Freund, Eltern oder wer dir sonst so nah steht und erklärst ihnen, wie du dich fühlst! Dann können sie dich wieder aufbauen und dich trösten- tut gut und wirkt wirklich Wunder!

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Wie mit Arbeitslosigkeit umgehen?

    Hallo Julia,

    das ist ja genau mein Thema.

    Aus meiner Erfahrung kann ich Dir nur sagen, geh denen beim Amt so richtig auf die Nerven. Es ist am Anfang mal ganz gut, sich die Zeit zu nehmen, die man ja jetzt hat und einfach mal rumzuhängen, aber nach einer gewissen Zeit wird es immer schlimmer. Du hast immer mehr das Gefühl, wertlos zu sein, nicht mehr nützlich und du grübelst nur noch, Du wirst depressiv und Du hast eine immer größer werdende Angst, es nicht mehr zu packen.

    Ich kann Dir nicht sagen, wie lange ich insgesamt arbeitslos war oder bin. Ich habe die genervt, ich habe immer versucht, irgendwas zu bekommen, Maßnahmen, die mich raus bringen, unter Menschen, Praktika, Lehrgänge, egal was, hauptsache raus. Wenn sie mich in Maßnahmen gesteckt haben, in denen ich mich fehl am Platz gefühlt habe, weil das Niveau nicht meinem Entsprach (soll jetzt nicht überheblich klingen), dann bin ich da hin und habe denen das gesagt, Du musst Dich nicht unter Wert verkaufen und wenn ich was mache, dann will ich auch was dabei lernen und nichrt nur meine Zeit absitzen.

    Ich habe einige Zertifikate bekommen für Maßnahmen, die können Dir nützlich sein und zeigen, dass Du willst, dass Du motiviert bist, ich habe mir auch nach Möglichkeit meine Praktikumsplätze selbst gesucht, weil ich dann dort sein konnte, wo ich sein wollte. Sehr interessant war es z.B. ein halbes jahr in einer Anwaltskanzlei mal reinzuschnuppern und die haben mich nicht "billige" Hilfsarbeiten machen lassen, die haben mich wirklich integriert und dat Spaß gemacht und es hat mir Selbstbewusstsein gegeben, weil sie mir gesagt haben, ich mache gute Arbeit.

    Also ich kann Dich nur ermutigen, versuche bei Deinen Bearbeitern es soweit zu bringen, dass Du nicht eine Nummer bist, sondern die Dein Gesicht kennen, Deinen Namen und dass die wissen, Du willst was machen.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 213

    AW: Wie mit Arbeitslosigkeit umgehen?

    Danke für eure Ratschläge.

    Ja, mach ja zur Zeit auch ne Maßnahme übers Arbeitsamt. In so fern, hat ich ja Glück, konnt gleich Mitte September anfangen. Meine Befürchtungen sind nur, dass die Agentur mir danach nicht noch ne Maßnahme finanzieren wird. Hab jetzt erst vor kurzen gelesen, dass es in Leipzig auch ne Weiterbildung für Molekulrbiologie gibt. Und das würde ich auch noch gerne machen wollen.

    Na ja, Praktika haben Vor - und Nachteile. Da MTLA ne schulische Ausbildung ist, hatten wir im 5. Semester ein praktisches Halbjahr. Mit den kleinen Praktika (Histologie und Mikrobiologie) kam ich auch gut zurecht. Histo hab ich noch freiwillig 2 Wochen mehr drangehangen. Und ich steh auch ganz oben auf der Warteliste, da die momentan keinen freien Platz haben. Aber im großen Laborpraktika bin ich total gemobbt worden. Ist nunmal so, als adhs`ler ist man etwas chaotisch und verplant

    @Metamophosa. Mit meinen Eltern drüber zu reden ist nicht einfach. Meine Mutter versteht nicht, warum ich mich selber so unter Druck setze. Und ging mir damit auf die Nerven, ich könnt ja mal ein JAhr in die Schweiz oder Österreich gehen. Aber jetzt, nachdem die Diagnostik wahrheit ist, geht einfacher. Bis auf die Tatsache, das meine Mutter ne zeitlang der Meinung war, dass das nur ne Modeerkrankung ist und ich mich gefälligst zusammenreißen soll.

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