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Diskutiere im Thema Job, Fernbeziehung und Umstellung oder Klärung abwarten? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    Job, Fernbeziehung und Umstellung oder Klärung abwarten?

    Eigentlich habe ich mich bereits entschieden.

    Interessiere mich aber dennoch, für eure Meinung.

    Ich habe ein Bewerbungsgespräch weit ab, d.h. 5-6 h Zugfahrt entfernt, die Stelle wäre befristet für 3 Jahre, an gleicher Stelle habe ich bereits gearbeitet, gute Erfahrung gemacht, allerdings war die Pendelei sehr anstrengend.

    Weiter zur Situation, ich bin arbeitslos, werde in Berlin auch kaum eine Stelle bekommen bzw. nur, wenn ich meine Strategie bei den Bewerbungsgen umstelle in Richtung Initiativbewerbung.

    Weiter zur Situation, ich befinde mich in einem Klärungsprozess, Diagnostik bezüglich Asperger-Autismus läuft, ich warte im Prinzip auf das Ergebnis der Untersuchung.

    Davon verspreche ich mir eine nachhaltige Klärung, möglicherweise bekomme ich durch Nachteilsausgleich eine einfachere (keine einfache) Chance auf dem Arbeitsmarkt.

    Ich habe mich entschlossen, den Job nicht antreten zu wollen und da das so ist, werde ich auch das Bewerbungsgespräch nicht wahrnehmen, ich bin ohnehin in diesem Schwebezustand kaum zu einr nachhaltigen Konzentration fähig.

    Ich habe mich so entschieden, weil ich keine halbe Lösung möchte, wenn ich jetzt wieder eine weitere Baustelle eröffne, mich auf einen neuen Job, die Pendelei, Fernbeziehung umstellen muss, was mir extrem schwer fällt, bin ich kaum in der Lage an dem augenblicklichen Klärungsprozess weiterzumachen.

    Ich weiß dass, weil ich schon mal 1,5 Jahre gependelt bin, mit dem Resultat in einem Geflecht aus Routinen zu versuchen, mich zu stabilisieren in der fremden Stadt. nur zu Hause sitzen, auf das Wochenende warten, depressive Zustände, Routine, Routine, Routine zur Stabilisierung, außerdem war ich lange krank und habe mich sehr hilflos, entwurzelt gefühlt.

    Eigentlich habe ich mich entschieden, nicht zum Bewerbunsgespräch zu fahren, wie würdet ihr entscheiden?

  2. #2
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Job, Fernbeziehung und Umstellung oder Klärung abwarten?

    xyberlin schreibt:
    Ich habe mich entschlossen, den Job nicht antreten zu wollen und da das so ist, werde ich auch das Bewerbungsgespräch nicht wahrnehmen, ich bin ohnehin in diesem Schwebezustand kaum zu einr nachhaltigen Konzentration fähig
    Wie alt bist Du denn?

    Fünf Stunden Zugfahrt sind okay. Ich selbst fahre seit 3 Jahren alle zwei Wochen Morgens 5 Stunden mit dem Auto und Abends wieder zurück. Die Frage ist, was wichtig im Leben ist. Du hast Dich entschieden, dass die Beziehung in Berlin wichtig ist. Das ist Fakt und dazu musst Du stehen.

    Heute überlege ich, ob es für mich wichtig ist, dass meine Katzen Auslauf bekommen oder nicht. Ich wohne noch, wie ich oft erzählt habe, im Wald. Dort können meine Katzen nach Belieben draußen herum laufen. Morgen miete ich die Wohnung in der Stadt, 500 km von meinem jetzigen Wohnort entfernt, an. Dort werden die Katzen keinen Auslauf haben. Ich habe mir aber vorgenommen, dass ich später in die Vororte ziehen werde, wenn ich mich wieder in dieser Stadt reklimatisiert habe (immerhin habe ich 3 Jahre im Wald gewohnt).

    Wenn ich die Wohnung habe, werde ich einen Job suchen. Auch wenn alles sagen, dass ich schon zu alt bin. Wichtig ist, dass man sich nicht selbst einredet, keinen Job zu finden. Du willst in Berlin bleiben. Mit der richtigen Denke wirst Du einen Job finden.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Job, Fernbeziehung und Umstellung oder Klärung abwarten?

    Die Zeit der Pendelei war sehr schwer für mich, z.B. war ich 3 Monate mehr oder weniger krank, meine Ärztin, die die chronische Bronchitis versucht hat in den Griff zu bekommen, hat mir damals deutlich gesagt, sie habe den Eindruck, dass ich irgendwie entwurzelt bin und daher mit dem massiven Stress und der resistenten Bronchitis reagiert habe.

    Das nochmals zur Situation.

    Mittlerweile kenne ich den Arbeitgeber, allerdings müsste ich mir trotzdem eine neue Wohnung suchen und wieder pendeln.

    Ich werde gleich das Bewerbungsgespräch absagen, erstmal meine Situation klären, vielleicht ergeben sich daraus neue Möglichkeiten. Ich denke auch, wenn ich meine Bewerbungsstrategie ändere, finde ich eher einen Job (dazu ist aber auch die Klärung notwendig, ich brauche meinen Standpunkt, um mich initiativ zu bewerben.)

    Es geht mir alles nicht schnell genug.

    Pendeln ist für mich auch kein grundsätzliches Problem, vielleicht sollte ich mir einen Kreis um Berlin ziehen, 2 Stunden Pendeln sind ok für mich, oder einen anderes Arbeitsmodell, Homeoffice ..., in den Radius fallen auf jeden Fall Hamburg und Mitteldeutschland (Halle, Leipzig, Magdeburg), auch Hannover ist gut erreichbar, also durchaus auch stärkere Wirtschaftsstandorte als Berlin.

    Problem, ich kenne mich gut, aber ich setze diese Kenntnisse nicht um, d.h. ich falle sehr schnell wieder um (RW) mit meinen Entscheidungen, wenn ich mich aber z.B. konzentriere auf Berlin und die umgebenden Städte sollte es eine Arbeitsmöglichkeit geben. (Leipzig würde mir sehr gefallen, kleinere Stadt, trotzdem kein Kaff, gute Freizeitmöglichkeiten mit Ins-Grüne-Fahren, günstig wohnen wegen Zweitwohnsitz).

  4. #4
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.859

    AW: Job, Fernbeziehung und Umstellung oder Klärung abwarten?

    Pendeln ist immer eine körperlich harte Sache. Ich fände 2 Stunden (pro Tag) sehr viel. Es kommt freilich auf die Situation an. Ich hatte einen beruflichen Bekannten, der arbeitete in Hamburg und wohnte in Braunschweig. Er fuhr also jeden Tag mit dem Zug nach HH. Ich selbst bin 4 Jahre nur 1 Stunde gependelt, was sehr auf das Familienleben ging (ich sah meine Kinder nur schlafend).

    Es hängt somit immer von den Umständen ab. Und Du hast einen Entschluss gefasst. das ist gut. Nun solltest Du zu diesen Entschluss auch emotional stehen, was sehr schwer ist.

  5. #5
    Weltenwandlerin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 422

    AW: Job, Fernbeziehung und Umstellung oder Klärung abwarten?

    Ich zitiere mal so:

    Diagnostik bezüglich Asperger-Autismus läuft

    Kommt drauf an, wie sehr du dich in Zukunft darauf beruflich stützen möchtest, ich hab in der Charité auch fast 2 Jahre auf die Diagnostik gewartet und war am Ende sehr enttäuscht davon.

    Weiterhin kommt es wohl darauf an, wie sehr du einen Beruf brauchst/möchtest.
    Ist es nicht dringend, such in Berlin und Umkreis weiter, selbst hier sind ja Arbeitsanfahrtzeiten von bis zu 2 Stunden öfter normal.

    Brauchst du dringend Geld bzw den anderen Job dort, dann geh, wenn du dabei allerdings jetzt schon ein ungutes Gefühl hast, dann nicht.

    Am besten ist wirklich alles erst einmal nach und nach ordentlich auf die Reihe zu bekommen, ansonsten entsteht Stress, der krank macht, wie du ja selbst kennst.

    Ich drück dir die Daumen und denke, das du dich schon für den dir richtigen Weg entscheiden wirst.

    Vlg, tiganii.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 227

    AW: Job, Fernbeziehung und Umstellung oder Klärung abwarten?

    Das hat jetzt nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun.

    Nur, mit ist gerade in der momentanen Auseinandersetzung mit mir deutlich geworden, dass ich eigentlich bislang nicht das getan habe, was mir liegt, was ich wirklich möchte.

    Bis auf die Zeit, wo ich noch ein Kind war, allerdings gab es auch da viel Stress auf Grund der Familienproblematik.

    Das heißt, ich bin (und empfinde das auch so) zwanghaft, auf der anderen Seite brauche ich Routine und sie tut mir gut.

    Zwanghaft meint, ich definiere mir eine Aufgabe (in den meisten Fällen ist diese Aufgabe von außen diktiert), dann schaffe ich diese Aufgabe auch, aber es ist nicht das, was ich will und rückblickend fühlt sich diese Lebensstrategie auch irgendwie leblos an.

    Bezogen auf Jobs habe ich also so entschieden, dass ich eine Aufgabe kann, nicht wirklich möchte, z.B. habe ich immer wieder den "Sozialclown gespielt", dachte ich sei flexibel und spontan, genau das Gegenteil ist der Fall.

    Im Moment habe ich das Gefühl, stehe ich an einer Kreuzung und kann das tun, was ich bisher immer getan habe, entscheiden vom Kopf her, ich mache so weiter wie bisher, d.h. ich gehe Kompromisse ein und bin damit nur teilweise zufriedrn oder ich höre auf das (bei mir sehr schwach ausgeprägte "Bauchgefühl" (RW)) und nehme in Kauf, dass ich arbeitslos bin, meinen Standpunkt bestimme und dann die für mich richtige Richtung einschlage.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Job, Fernbeziehung und Umstellung oder Klärung abwarten?

    Beides ist eine krasse Belastung, die Arbeitslosigkeit ist schlimm und Fernbeziehung/Pendeln. Du kannst entscheiden was schlimmer für dich ist und wie deine Jobaussichten in der Nähe sind. In einer Situation in der du dir so unklar über dich selbst bist und auf die diagnose wartest ist es natürlich schwer eine neue Arbeit anzufangen, andererseits ist es gerade das, was dir Halt geben kann. Wenn die Diagnose anders ist als du denkst, oder auch wenn sie so ist wie du denkst... es wird immer schwer sein damit umzugehn... und eine Stabile Umwelt mit Job und Freunden/Beziehung hilft sicher sehr... wenn du also jetzt entscheiden musst in deinem stabilen Umfeld mit Freunden und Beziehung zu bleiben oder alternativ wegzugehen aber dort dann durch den Job Stabiliät zu bekommen ist das eine sehr persönliche Entscheidung.
    Allerdings glaub ich nicht dass dieser Klärungsprozess so schnell geht; ich mach was ähnliches durch und rechne eher mit Jahren als mit Monaten um damit klar zu kommen daran zu arbeiten und mich mit der Diagnose neu zu definieren und zu akzeptieren; also muss ich irgendwie das normale Leben weitermachen... auch ich muss jetzt grad einen Job suchen... und ich fühl mich im freien Fall... ich würde lieber warten bis ich alles verarbeitet akzeptiert habe, weiß wo ich hin will und wer ich bin - eben auch unabhängig von adhs... aber ich muss irgendwie gleichzeitig einen neuen Job ... also ein neues Leben in einem neuen Beruf..anfangen und zur selben Zeit über alles klar werden... meine sozialen beziehungen ändern sich auch ... das wird bei dir vielleicht ähnlich sein... in so einer Phase: man wird sich über eigene Probleme klar...bekommt eine Diagnose... da passiert viel mit der eigenen Persönlichkeit... unabhängig von den Medis... also ist das stabile Sozialgefüge auf einmal auch nicht mehr so stabil.. alle Beziehungen müssen sich auf die Veränderungen einstellen.... aaaalso bin ich seeeehr froh wenn ich endlich Arbeit haben werde... denn: im Moment ist meine Persönlichkeit im Umbruch, mein soziales Umfeld dadurch und durch anderes im Umbruch... eine Arbeitsstelle ist da sicher sehr stabilisierend... uuund ich bin auch noch umgezogen... klar hab ich angst vor dem Berufseinstieg und dass das gerade jetzt in diesem Umbruch schwer wird; aber schau auf die positive Seite: eine neue Arbeit macht einen neuen unbelasteten Lebensbereich auf. Also was ich dir rate ist: denk nach wie wichtig Stabilität und Sicherheit sind und ob du das ohne den Job wirklich hast. Weggehen und sich neu definineren kann auch nett sein... aber bist du selber stabil genug das grade jetzt zu machen... ich bin umgezogen und kann nur sagen... ich würd´s nicht nochmal machen und nicht jemandem raten.... aber ich hab ja noch keinen Job hier...

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