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Diskutiere im Thema Ist es peinlich arbeitslos zu sein? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Maus

    Gast

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    pero schreibt:
    Super Plan, das ist doch genau das was wir eben nicht können, etwas anfangen und dann planvoll zum Ende bringen...
    Du hast schon recht. Aber das war jetzt zum Thema ADHS-Aufklärung gemeint. Ich würde es trotzdem versuchen. Möglicherweise werden sich so mehr Ärzte damit beschäftigen.
    Ich weiß, dass klingt jetzt ziemlich weit hergeholt, aber Waris Dirie geht auch regelmäßig an die Öffentlichkeit um gegen die Beschneidung von Mädchen vorzugehen und angefangen hat sie es mit der Aufklärung.

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 795

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

    Dies ist eine indianische Weissagung. Kennt ihr sicher schon.
    Und solange es immer nur um Geld und Macht geht, sind das auch die Maßstäbe die angelegt werden. Ich muß für mich entscheiden was wichtig ist. Blöd nur, daß es eben ohne Geld nicht geht. Man will ja leben.
    Ist man aber in der glücklichen Lage zu sagen, ich komme gut über die Runden, kann man sich diesem System weitgehend entziehen.

  3. #33


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    pero schreibt:
    Super Plan, das ist doch genau das was wir eben nicht können, etwas anfangen und dann planvoll zum Ende bringen...
    Das stimmt so nicht. Zum Glück!!!!!
    Das gilt bestimmt nicht für alle hier, aber für Viele.
    Wir können in bestimmten Zeiten unseres Lebens sehr wohl Dinge beginnen und zu Ende bringen.
    Sie sind vielleicht nicht so planvoll und weniger strukturiert, aber trotzdem erfolgreich.
    Nicht immer, ich weiß.
    Aber statt Struktur hilft manchmal auch Mut.
    Mut, etwas Neues zu beginnen. Mut sich zu verändern.
    Und dann schaffen auch wir es, etwas zu verbessern für uns.
    Ich gebe zu, dass wir auch immer wieder mal scheitern, aber
    eben nicht immer.

    Und zurück zur Frage: Nein, es ist nicht peinlich. Die, die arbeiten möchten und nicht können
    oder nichts finden, haben keine Schuld an ihrer Situation, also warum sollte es peinlich sein.
    Nur weil wir eine verkorkste, egoistische Gesellschaft sind?
    Und die, die wirklich faul sind und gerne auf Staatskosten leben, denen ist das eh nicht peinlich.
    Aber davon gibt es weniger, als immer propagiert wird.

    Peinlich sind die Menschen, die herablassend auf arbeitslose Menschen blicken.

    Allerdings würde ich, wäre ich arbeitslos, nach einer Weile unterwegs und würde mich z.B. ehrenamtlich
    betätigen, weil ich es nicht zu Hause aushalten würde. Auch weil ich mich wohler fühlen würde, wenn ich
    sagen könnte: Ich arbeite ehrenamtlich da und da oder engagiere mich dort.

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    Die Arbeit, welche einen wirklich erfüllt, den Traumjob, das wozu man sich berufen fühlt zu bekommen... ich denke das ist eher selten und man sollte seine Ansprüche auch auch ein wenig runter schrauben. Kaum jemanden ist es vergönnt seinen Traumjob auszuführen. Ein gut laufender Kompromiss ist etwas mit dem ich leben kann. Es gibt gute und es gibt richtig beschissene Tage im Arbeitsleben (sorry für meine Wortwahl aber verharloster würd es den Kern nicht treffen).

    Um aufs eigentliche Thema zurück zu kommen, nein man muss sich nicht schämen arbeitslos zu sein, kein Stück! Jeder, der noch über ein wenig Resthirn verfügt, weiß wie schnell einen jeden das treffen kann! Auf alle anderen, die sich am Unglück anderer hochziehen müssen um sich selbst besser zu fühlen ist eh, gesch...! Braucht man nicht! Freunde und Bekannte die einen unter die nase reiben, dass man zu wenig Geld hätte um "richtige" Freizeitgestaltung zu betreiben sollte man ebenso in den Wind schießen. Richtige Freunde würden sagen: ich lade dich ins Kino, zu einem Drink,...ein oder man geht eine Runde im Wald spazieren, plaudert, sammelt Pilz und bruzelt und isst sie gemeinsam, ein Vergnügen ganz umsonst und dazu noch kostenlos .

    Was ich ebenso denke, man sollte sich nicht so leicht zum Opfer solcher Angiffe machen. Mit einem gewissen Selbstbewustsein, hoch erhobenem Kopf und der Gewissheit, es ist nicht meine Schuld, ich tu was ich kann, kommt man auch besser an.

    Noch ein Fakt, oft wenn man in einer unsicheren, verzweifelten Situation ist, nimmt man Dinge viel persönlicher als sie wirklich gemeint sind! Nicht jeder (dumme) unüberlegte Kommentar des Gegenübers ist auf einen selbst gemünzt. Die meisten Leute plappern einfach drauf los, sie denken nicht daran, dass sie Gefühle verletzen können.
    Ganz ehrlich, ich als ADHSler tu das ja auch nicht, fast nie! Wenn ich eine extreme Hyper Phase habe, kommt auch nur unfiltriertes Geblubber raus, vom Gehirn bis zum Mund oder zur Tat, ist es bei mir nur ein sehr kurzer Weg (sorry an alle Hypos!!!) Fettnäpfchen en masse inklusive!

    Der Kern der Sache ist doch erst mal, sich und seine Situation anzunehmen und zu akzeptieren, klar ist das schwer aber wenn es sich kurzfristig nicht ändern lässt, bleibt nicht anderes übrig. Wirkt man selbst einigermaßen rund und in sich, reagiert auch die Umwelt nicht so negativ.

    Für mich selbst hab ich mir im Laufe meines Lebens vorgenommen, und inzwischen auch umgesetzt, mich nicht mehr mit Menschen abzugeben, die mich ausnützen (auf welche Art auch immer), die nur fordern und nie geben, die versuchen mich "klein" zu machen. Das sind keine Freunde, das sind auch keine (guten) Bekannten, das sind "Vampire" die entweder ihren Selenmüll abladen ohne je selbst Zuhörer zu sein oder seelische Krüppel, die sich besser fühlen wenn sie mich geringer machen können, mich leiden sehen, Vordergründig es gut meinen... aber schlecht machen. Weg damit! Ausmisten! Das zeiht nur runter. Besser nur 2-3 wirklich gut meinende Menschen als 100 Blutsauger.

  5. #35
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    Mein Gedanke dazu (und ich bin selber ohne Job, von den Kindern mal abgesehen ):

    Wenn ich meine Erkrankung akzeptieren kann und auch zu den Auswirkungen, dann kann ich auch annehmen das mir (zeitweilig) einiges nicht Möglich ist. Doofes Beispiel: Hätte ich eine Bein verloren und könnte deshalb nur schwer einen Job finden, geschweige denn Arbeiten, würdest Du Dir das auch nicht krumm nehmen.

    Je selbstbewusster ich mit den Dingen umgehe und sie für mich vertreten kann, desto weniger stören sich andere daran.

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    Rose schreibt:
    Ich habe nur ein Problem mit Menschen, die GERNE arbeitslos sind, einfach weil es ja viel bequemer ist und der Staat so dumm ist und ihnen ihr bequemes, faules Leben finanziert (und die das eben auch genau so sagen)! Da kommt mir die Galle hoch, einfach weil ich so eine Einstellung total zum brechen finde.... und wenn man schon so denkt, dann sollte man das gefälligst für sich behalten und sich nen Ei drauf backen und nicht noch anderen Leuten sagen wie dumm sie doch sind, dass sie arbeiten gehen (hab ich tatsächlich schon so erlebt, da fiel mir nix mehr zu ein)!
    Damit sagst du doch aus das Leute die jetzt ohne bestimmten Grund/Einschränkungen Arbeitslos sind (z.B weil sie zu faul sind) gefälligst Arbeiten sollten? Aber Was ist dann mit den Menschen die trotz ernster Krankheit Arbeiten gehen? Und das zum teil mit um einiges schlimmeren Krankheiten als ADS?? Also wenn diese Leute sagen würden ach ich hör jetzt auf zu Arbeiten weils mir dann mit meiner Krankheit besser geht wär das ne gute Rechtfertigung? Naja gut ich kenn einige die ziehmliche Gesundheitliche Probleme haben und trotzdem Arbeiten gehen einfach weil sie es wollen und sich zam reisen auch wenns schwer fällt und da kann ich die anderen schon verstehen Bessonders diejenigen die selber krank sind wenn sie keine Lust drauf haben zu Arbeiten um anderen (fremden) leuten den Lebensunterhalt zu finanzieren. Und wenn sogar welche mit geistiger Behinderung wie z.B. Down Syndrom Arbeiten oder sogar studieren warum sollte man es dann mit ADS nicht können?

  7. #37
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 613

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    Duzi schreibt:
    Damit sagst du doch aus das Leute die jetzt ohne bestimmten Grund/Einschränkungen Arbeitslos sind (z.B weil sie zu faul sind) gefälligst Arbeiten sollten? Aber Was ist dann mit den Menschen die trotz ernster Krankheit Arbeiten gehen? Und das zum teil mit um einiges schlimmeren Krankheiten als ADS?? Also wenn diese Leute sagen würden ach ich hör jetzt auf zu Arbeiten weils mir dann mit meiner Krankheit besser geht wär das ne gute Rechtfertigung? Naja gut ich kenn einige die ziehmliche Gesundheitliche Probleme haben und trotzdem Arbeiten gehen einfach weil sie es wollen und sich zam reisen auch wenns schwer fällt und da kann ich die anderen schon verstehen Bessonders diejenigen die selber krank sind wenn sie keine Lust drauf haben zu Arbeiten um anderen (fremden) leuten den Lebensunterhalt zu finanzieren. Und wenn sogar welche mit geistiger Behinderung wie z.B. Down Syndrom Arbeiten oder sogar studieren warum sollte man es dann mit ADS nicht können?

    Hallo Duzi,
    hui, was ist denn das für eine Aussage? da fühle ich mich aber seltsamer weise gleich auf den Schlips getreten....

    ich denke, dass ganz viele Menschen sich bemühen, Arbeit zu finden, und zwar egal ob krank oder nicht....
    und natürlich können auch ADHS ler arbeiten. Aber:
    eben mit Einschränkungen.

    und das es die Faulen gibt, die sich wirklich hinsetzen und uns alle verar*******, das wissen wir sicher auch alle. Und auf die können wir zu recht sauer sein, denn sie machen den Ruf der Guten kaputt!


    ich hoffe es war nicht so gemeint wie ich es verstanden habe..

  8. #38
    Simply me

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 2.266

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    Es ging nicht darum, das AD(H)S eine Rechtfertigung für Arbeitslosigkeit ist. Sondern darum, das diejenigen, die zB wegen physischen und/oder psychischen Problemen nicht arbeiten können sich dafür nicht schämen sollten. Da es keine frei gewähltes Schicksal ist, wie bei denen, die es einfach nicht möchten, aber durchaus körperlich und auch seelisch in der Lage wären, wenn sie wollten.

    Ich selber zähle du denjenigen, die du genannt hast, Duzi. Ich habe jahrelang versucht, meine durch Krankheiten verursachten Defizite mit noch mehr Leistung auszugleichen. Ohne jemals einem meiner Arbeitgeber auch nur ein Sterbenswörtchen von diesen Handicaps zu erzählen. Weil ich keine Bevorzugung/Erleichterung, scheelen Blicke oder Mobbing riskieren wollte. Weil ich wie jeder andere Arbeitnehmer auch behandelt werden wollte.

    Die Folge war, das ich Raubbau an Körper und Seele betrieben und mich in beiderlei Hinsicht an den Rand des Abgrunds geschuftet habe. Gegen die Nachwirkungen meiner für andere wohl vorbildlichen, aber für mich Folgenreichen Handlungsweise, muß ich noch heute kämpfen um hoffentlich irgendwann wieder ins Berufsleben zurückkehren zu können. Wenn mich dann noch irgendeiner einstellen will.

    P.S.
    Meine ADHS Diagnose hab ich erst seit März letzten Jahres.

  9. #39


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    Darauf solltest Du Dich jetzt aber nicht ausruhen! Andere gehen doch auch arbeiten.

    Duzi ist, glaube ich, noch sehr jung und musste noch nicht so viel arbeiten und sich verbiegen
    und kämpfen und merken, dass egal wie sehr man sich anstrengt, man immer wieder
    scheitert.
    Sagt jetzt bitte nicht: Du hast oben aber was ganz anderes gesagt.
    Ich meine einfach, dass es Menschen gibt, die es schaffen und andere die es eben nicht
    schaffen. Jeder ist anders. Und man kann 2 Menschen mit der gleichen Erkrankung nicht
    miteinander vergleichen. Weil wir dafür zu verschieden sind.
    Und wenn dann jemand nicht arbeiten kann aufgrund des ADHS oder des Down Syndroms,
    dann kann er es eben nicht. Punkt.
    Das ist traurig für diesen Menschen aber ich habe doch keine Recht das zu bewerten.
    Ich könnte versuchen, zu helfen. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

  10. #40
    Lysander

    Gast

    AW: Ist es peinlich arbeitslos zu sein?

    Wer's nicht kann, kann nicht. So einfach ist das.
    Der Begriff "Faulheit" zeugt von einer sehr oberflächlichen Betrachtungsweise. Stigma-Stempel "Faulheit". Keine Frage nach dem Warum. Abgestempelt, ab in die Schublade.
    Ich mag auch nicht ohne Arbeit sein oder vielmehr ohne Beschäftigung sein. So lange ich es kann, arbeite ich. Das ist aber nur meine Entscheidung bzw. Einstellung, die mich nicht dazu berechtigt andere zu verurteilen, ohne zumindest nach Beweggründen zu fragen.

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