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Diskutiere im Thema Karriere als Suchtbefriedigung? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    Karriere als Suchtbefriedigung?

    Stelle mir gerade die Frage.

    Hatte meine gesamte Freizeit in Computerwissen investiert.

    Damals hatte ich in meinem Lehrberuf Koch keinen Erfolg.
    Vier Ausbildungsplätze und drei mal Gesellenprüfung vermasselt.

    Natürlich waren die Ausbildungsstätten schuld.
    Zu wenig Personal, keinen wirklichen Meister, wegen Kosten, Inhaber sieben Jahre Gastronom und deshalb vor der IHK Ausbildungsberechtigt.
    Mich ausgenutzt, tgl. 12-16 Stunden arbeiten. Ruhezeiten gabs nur während der Betriebsurlaubszeiten.
    Ich, strebsam, have die Putzfrau und den Spühler ersetzt, statt kochen zu lernen.

    Dann das Hobby zum Beruf gemacht.
    Strebsam, ausgenutzt.
    Häufige Wechsel, aber mächtig viel gelernt.
    Dann freiberuflich selbstständig.
    Mächtig vuel gelernt.
    Große Projekte erfolgreich zu Ende gebracht. Wenige nicht zu Ende gebracht.
    Sämtliche Freizeit in Weiterbildung und neue Technologien gesteckt.
    Jede Minute in Computertechnologie investiert.

    Süchtig?
    Ja sicher. War ein toller Rausch!
    Hat auch etwas gebracht.
    Brauchte über Geld und das Ausgeben nicht groß nachzudenken.
    Steigerte ich in 25 Jahren in eine Größenordnung, wo manche nur von träumen.
    Aber das geht genauso schnell raus, wies reinkommt, wenn man es den Leuten recht machen will.
    Vor allem kühl kalkulierenden Lebensgefährtinnen.
    Und das war nicht lustig.
    Hatte eigentlich immer Existenzängste, wenn ich die Kontobewegungen sah.
    Und für was für einen Mist teilweise!
    Kurzum, es war zwar nicht gefährdend, aber doch bedrohlich.
    Und es war nicht für mich und es blieb auch nichts für mich übrig.

    Nein, ich bin nicht meht zu haben

    Was ich eigentlich wissen will ist, ob Ihr diese Entwicklung als Sucht betrachten würdet.

    Und ich wollte nur etwas aus mir machen, aber nicht meiner selbst Willen.
    Nein, weil ich es meiner ersten Ehefrau, der Freundin nach der Scheidung (Mutter meines Sohnes) und den Firmen für die ich tätig war Recht machen wollte.
    Auch meinen Eltern und allen die an mich Erwartungen knüpften genügen wollte.
    Einmal geachtet werden für das was ich bin, das hätte ich mir so gewünscht.
    Ich selbst fühlte mich dabei immer wie ein Sklave.

    LG
    Steve


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  2. #2
    Sweety86

    Gast

    AW: Karriere als Suchtbefriedigung?

    du willst net wissen was ich jetzt als überschrift gelesen hab

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Karriere als Suchtbefriedigung?

    Sweety86 schreibt:
    du willst net wissen was ich jetzt als überschrift gelesen hab
    So kann man's auch sehen...

    Sonst keine Meinung?
    Man kann nicht NICHT kommunizieren..
    Gibt mir sehr zu denken.


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  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Karriere als Suchtbefriedigung?

    @Steve

    ich habe gerade ein Buch gelesen, da wird eine Person beschrieben..... typisch Adhs.

    ich erlebe es als ständige suche nach.... struktur, ordnung, halt...
    mein partner hat auch schon angedeutet, warum ich im job 180% leisten kann und
    im "alltäglichen" an so vielem scheitere.

    bei mir gibt es nur zwei knöpfe.... wo andere eine mehrgangschaltung haben...
    vollgas - oder stopp. was dazwischen gibt es nicht.

    und im moment stehe ich neben mir.... finde den zündschlüssel nicht....
    eine phase in der ich die "richtung" suche.

    ja, ich glaube.... das ist die suche nach "stimulanz".

    doch mach dich nicht verrückt - das leben besteht aus kapiteln - du hast sehr viel erreicht...
    machmal muss man stehen bleiben - von aussen betrachten - den stand der dinge betrachten....
    und bei einer krise..... zeit lassen - aus ruhen....

    kennst du erich fromm - der entfremdete mensch?
    ich glaube bei mir stimmt etwas nicht - mit meiner wertschätzung.... ich habe den entwicklungsschritt
    wer bin ich? - übersprungen... glaube ich.
    lg

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Karriere als Suchtbefriedigung?

    Ok, damit kann ich was anfangen.
    Das hat mir schon mal etwas an Sicht geöffnet.
    Danke, Smilie.

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  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Karriere als Suchtbefriedigung?

    Für mich klingt es neben einer gewissen Grundlogik, nach wilden Aktionismus um dein Umfeld zu "befriedigen" und fällt folgendes Sprichwort ein:

    Glücklich ist nicht der,der es nach außen ( für Außenstehende) scheint,sondern wer es selbst,innerlich ist/fühlt.

    Dazu kommt noch das "ADSler" aufgrund des geringen Dopaminspiegels und meist durch Begleiterkrankungen der aufgrund von "Streß" und Überforderung
    ensteht,ein zu geringer Serotominspiegel.
    Dh:
    Wenn das nicht medik. behoben wird,ist man nie wirklich/richtig glücklich und steht depersonalisiert immer neben sich.
    Egal was man leistet.
    Für das Lob von außen kann man sich auch nichts kaufen.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Karriere als Suchtbefriedigung?

    Das hab ich nicht verstanden, sorry.
    Bis auf den letzten Satz.
    Den habe ich verstanden.

    LG
    Steve

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  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Karriere als Suchtbefriedigung?

    Sweety86 schreibt:
    du willst net wissen was ich jetzt als überschrift gelesen hab
    Heheheheh.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Karriere als Suchtbefriedigung?

    MrKoffein schreibt:
    Für mich klingt es neben einer gewissen Grundlogik, nach wilden Aktionismus um dein Umfeld zu "befriedigen" und fällt folgendes Sprichwort ein:

    Glücklich ist nicht der,der es nach außen ( für Außenstehende) scheint,sondern wer es selbst,innerlich ist/fühlt.

    Dazu kommt noch das "ADSler" aufgrund des geringen Dopaminspiegels und meist durch Begleiterkrankungen der aufgrund von "Streß" und Überforderung
    ensteht,ein zu geringer Serotominspiegel.
    Dh:
    Wenn das nicht medik. behoben wird,ist man nie wirklich/richtig glücklich und steht depersonalisiert immer neben sich.
    Egal was man leistet.
    Für das Lob von außen kann man sich auch nichts kaufen.
    Nun meine ich hab ich das verstanden.
    Danke

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  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Karriere als Suchtbefriedigung?

    Steve D

    warum machst du dich von den "anderen" .... abhängig?

    ich kann es nicht so gut umschreiben: ich hatte das gefühl es allen recht machen zu wollen...
    und habe dabei vergessen oder nie gewusst, was ich wirklich will?

    meine ausbildung war rein "rational" - das, was ich wirklich gut gekonnt hätte - waren nur brotlose jobs -
    also das was "mehr" ansehen einbrachte... aber mich gezwungen hatte immer "zweitklasse" zu sein und
    für mich nicht zufrieden stellend. doch es war ein "angepasster" job.

    ich habe mich "nach aussen" orientiert - was will man von mir sehen - was will man von mir -
    wie muss ich mich verhalten..... schauspielern halt. ich habe etwas vorgespielt - was ich nicht bin.
    und immer die suche nach wertschätzung - so weit - dass ich es nicht stillen konnte.

    wie soll ich es nach aussen finden? - wenn ich es mir nicht selbst erlaube?
    was ich nicht trennen konnte - ich als person (ich bin).... und das was ich tue.

    ach so, mir hat diese "selbst-findungs-krise" rückblickend sehr viel gebracht - auch wenn es im moment
    in dem man drinn steckt, einfach nur mist ist.... die chance aufzuräumen - zu überblicken und alte falsche "muster"
    zu erkennen - um veränderungen vorzunehmen - die (in der not) nötig waren. und wie es so ist, sind veränderungen
    immer auch mit loslassen verbunden - und die können schmerzen.

    lg (einfach nur aus meiner sicht - und ev. interpretiere ich hier auch zu viel von mir rein - was für dich
    so nicht stimmig ist...)

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