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Diskutiere im Thema Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 76

    Idee Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    Hallo Freunde (Achtung, wird lang),

    ich möchte euch an einer für mich neuen, echt zum staunen bringenden, Erfahrung teilhaben lasen: Jemand, der mich verstanden hat! (wer den Vorspann net lesen mag, scrollt einfach bis zur Linie runter )

    Ich reiß mal kurz die Vorgeschichte an.. aaaalso ich bin z.Z. im 2. Studium(sversuch), der aber schon über die Reling gegangen ist (Ahoi). Vor dem 1. Studium (Informatik) war ich bei der hiesigen Studienberatung der Uni, was sich dann aber nicht zu einem Ergebnis entwickeln konnte (zumindest keinem befriedigenden). Wir haben quasi aneinander vorbei geredet und ich konnte mich wohl auch nicht sonderlich verständlich machen, was ich mir vorstelle ect.

    Kurzum, hab ich einfach meinen Studium nach NC und Vorkenntnissen (Ausbildung IT) gewählt. Böser Fehler, wie sich dann am Ende des 1. Semesters raus stellt. Das 2. Semester war eher einem vegetieren ähnlich, als Leben.

    Dann hab ich für kurze Zeit den Po hoch bekommen und hab versucht, etwas aussichtsreiches zu finden, womit man also viel machen kann. Und schwupps, war ich im 3. H-Semester bei Jura gelandet. Für die, die noch Mitzählen wollen: Das war der 2. große Fehler.

    Die Tragödie aus dem 1. Versuch wiederholte sich unweigerlich.. Und schon sind wir in der heutigen Zeit.

    ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Dank der Diagnose, bin ich an verschiedene neue Stellen gelangt, die mir echt eine Hilf waren. Dazu gehört auch die Beratungsstelle für chronisch Erkrankte (hallöchen) und Behinderte Studierende.

    Und genau hier ist mir diese Erfahrung begegnet. Eigentlich war die ursprüngliche Intention, dort aufzutauchen nämlich eine andere. Eigentlich wollte ich mich nur über Sachen wie den Nachteilausgleich, nötige Bescheinigungen/Atteste und solche Sachen informieren.

    Das lief aber überraschender Weise anders, als ich mir das vorgestellt habe. Es stellte sich nämlich raus, das die gute Frau vor diesem Beratungsjob 14 Jahre in der Studienberatung tätig war. Und das Gespräch entwickelte sich dahingehend ziemlich schnell zu einer äußerst interessanten und aufschlussreichen Konversation.

    Die Frage, die diese Welle an Output meinerseits (nicht sehr häufig ) ins Rollen gebracht hat, war: "Wie sieht Ihre Planung für die Zukunft aus?". Anno für sich, eine ganz schlichte, alltägliche und fast schon überflüssig. Aber das war sie ganz und gar nicht, wie ich dann später festgestellt habe.

    Ich fing an, ein paar Arzttermine auf zu zählen und hatte sonst nit viel im Petto. Sie wollte halt wissen, wie meine mittelfristige Planung ausschaut. Und da war er dann, dieser Punkt.

    Dann kam natürlich die frage, wie ich mich den in meinem jetzigen Studiengang fühle. Da musste ich mir/ihr natürlich eingestehen, dass ich mich in Jura sehr unwohl fühle (was man nicht zuletzt an meinem "regelmäßigen" Erscheinen dort schnell sehen kann.

    Dementsprechend habe ich mir offensichtlich etwas ausgesucht, was so rein gar nicht zu meiner Selbst passt. Wo mein Kopf schon indirekt rebelliert. Und bei ADHS ist es mit Motivation schon nicht leicht, aber ohne... vergisset.

    Und dann kamen wir ins Gespräch darüber, was ich mir denn vorstelle tun zu wollen. Ich hatte natürlich keine direkte Vorstellung. Dann ist mir aber was "raus gerutscht".. Ich hab ihr gesagt, was ich auf keinen Fall machen möchte: "Dieses immer mehr mehr, größer, ect. Profitgier. Ich möchte etwas sinnvolles machen und nicht eine nutzlose Tätigkeit. Und ich möchte nicht in Deutschland bleiben. Skandinavien wäre schön."

    Klingt jetzt auch nicht bahnbrechend. Aber so hatte sie eine Grundlage, womit sie "Arbeiten" konnte. Sie meinte auch, dass die Geschichte mit dem Nachteilausgleich ect. nicht das ist, was ich z.Z. brauche. Sie hatte/hat recht.

    Damit fallen ja mehr als 50% der Studienfächer weg, das grenzt die Sache ja schon mal ein. So, dann ging sie nochmal auf mein ursprüngliches Statement ein (mit dem immer mehr ect.). Und ich fing an zu sprudeln, sprich ich hatte auf einmal was zu sagen. Nur ein paar Themenfetzen: Subventionierung der Agrarwirtschaft in der EU oder Bildungssystem in Deutschland (hallöchen, hier spricht ein Opfer ).

    Zusammengefasst Sachen, die man in die Sparte Kultur- und Gesellschaftswissenschaften packen kann. Aber auch Religionswissenschaften.

    Da war ich biffbaff - DAS sind Fächer/Richtungen, die für mich mal so gar nicht in Betracht kamen. Aber das sind offensichtlich Sachen, da fange ich an, heiß zu werden und mir darüber Gedanken zu machen. Vor allem sehe ich Sachen auch kritisch, das hat sie wohl beeindruckt.

    Sinnbildliches Zitat: "Nun, bei Informatik und Jura kam ja nicht sonderlich viel von Ihnen. Aber sehen sie mal, wie sie bei diesen Themen/Richtungen aufgehen können."

    Durch meinen Wunsch, nach Skandinavien gehen zu wollen, kamen wir auch auf eine eher kurze Episode meine Studienlaufbahn. Und zwar hatte ich auch versucht (während des Informatikstudiums), in Göttingen einen Studienplatz im Fach Skandinavistik zu bekommen. Hat ja auch geklappt. Nur die Wohnungssuche/Studiengebühren haben mir einen dicken Strick durchs Papier gemacht.

    Intention war unter anderem auch: "Wenn ich dort mal hin möchte, sollte ich wenigstens die Sprache können - hier Schwedisch - und etwas über das Land und die Leute kennen. Das macht einen guten Eindruck auf die Einheimischen."

    Tja, hätte das mit diesem Studium in Göttingen geklappt, wären vllt nicht alle Sachen so semi-optimal gelaufen. Allerdings hab ich jetzt eine Diagnose und kenne die Ursache vieler meiner Probleme und hab jetzt einen Pfad aus Brotkrümeln, der mich vllt zu dem führt, was ich will und wo ich mich wohl fühle.

    Hab auch eine Hausaufgabe bekommen: Ich soll bis zum nächsten Termin Erfahrungen und Infos über die Studienfächer sammeln und mich auch mit dem Thema "Skandinavistik studieren" auseinander setzen.

    Schlussendlich kann ich sagen, dass diese Beratung äußerst belebend war und dass ich mir so was schon beim 1. Besuch der Studienberatung (oder überhaupt im Leben) gewünscht hätte. Sie hat die richtigen Fragen gestellt und mich dazu gebracht, aus mir raus zu gehen und meine Meinung/Gedanken offen zu legen.

    .In dem Thread hier ist das natürlich nicht SO detailliert aufgeführt, aber es sind eigentlich alle wichtigen Sachen vorhanden

    Bei dem Gedanken daran, dass mich jmd wirklich mal verstanden hat und richtig auf mich eingehen konnte, krig ich schon fast Hochwasser in den Augen.

    FALLS noch jmd mitliest, kann er ja gerne was dazu schreiben.

    Gruß cheese&onion
    Geändert von cheese&onion (24.04.2013 um 14:47 Uhr)

  2. #2
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    Danke, cheese&onion,

    das ist ein sehr mutmachender Bericht!

    Ich habe nämlich auch überlegt, zum "Behindertenbeauftragten" meiner Uni zu gehen und diesen Gang bisher gescheut.

    Nun hast du mir mit deiner Erzählung Mut gemacht.

    LG, Luzie

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 354

    AW: Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    Das ist doch eine tolle Erkenntnis. Bewirb dich auf jedenfall für Skandinavistik, wenn es dich so sehr interessiert. Du wirst dann mit Sicherheit eine ganz andere Seite von dir entdecken, darin richtig aufgehen und bestimmt kein Anwesenheitsproblem mehr haben. Es ist immer besser ein Fach zu studieren was einen wirklich tiefgründig interessiert. Gerade wir ADHSler sind doch durch den Hyperfokus und unserer Leidenschaft in der Lage auch wirklich "große" Dinge zu leisten.
    (Glaub mir ich spreche da aus Erfahrung. Ich studiere auch eine "brotlose" Geistes- Kulturwissenschaft die mich total erfüllt und mittlerweile ist die uni für mich auch sowas wie ein Hobby, mein erfüllender Lebensinhalt sozusagen. Das ist wirklich ein wunderbares Gefühl.)

    Achso zu diesen Beauftragten für Behinderte und chronisch Kranke: Ich kann es wirklich empfehlen mit diesen Personen in Kontakt zu treten. Ich persönlich habe diesbezüglich auch positive Erfahrungen gemacht und ein erhaltener Nachteilsausgleic bezüglich längerer Prüfungszeit hat mir sehr geholfen.

    Liebe Grüße

    - - - Aktualisiert - - -

    Luzie schreibt:
    Danke, cheese&onion,

    das ist ein sehr mutmachender Bericht!

    Ich habe nämlich auch überlegt, zum "Behindertenbeauftragten" meiner Uni zu gehen und diesen Gang bisher gescheut.

    Nun hast du mir mit deiner Erzählung Mut gemacht.

    LG, Luzie
    Luzie geh zu diesem Beauftragten! Es wird sich lohnen schließlich ist es dein gutes Recht. Wir müssen unsere Studiensituation eben etwas individueller gestalten als Menschen ohne ADHS da ist eine kompetente Beratung und ein Nachteilsausgleich dein gutes Recht.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    @Luzie: Freut mich, dass dir mein Text einen Lichtblick verschafft hat.

    Termin machen, hingehen, cool bleiben ... wüüürde man als Außenstehender ohne Bezug sagen. <- daher semi-produktiv.

    Gehört viel Mut und Entschlossenheit dazu.. das wurde mir dann auch bewusst. Ich kam gerade von einem Gespräch von des psychologischen Beratungsstelle und das Büro der Beratungsstelle für Studenten mit Handicaps war halt gleich im Gebäude gegenüber. Erstmal natürlich nichts gefunden und verwirrt durch die Gegend am Suchen gewesen - Hab dann aber eine äußerst ansehnliche Studentin mit meinem Charme dazu herum kriegen können, mir zu helfen. Schlussendlich war die gute Frau aber im Urlaub und dann kommt natürlich der Punkt, an dem man sich selbst "interessiert" halten muss, damit man wirklich einen Termin macht.

    Aber ich wollte dort hin! Nicht nur weil meine Zukunft auf halb 6 hängt, sondern auch mit dem Hintergedanken: "Hey, so alleine stehe ich mit dem Thema ja gar nicht da."

    Um es kurz zu machen.. Du wirst schon innerlich wissen/gewusst haben, dass dies ein richtiger(notwendiger) Schritt ist, den du gehen solltest. Wenn du durch meinen mini-Epos noch ein wenig Mut und Entschlossenheit als Wegration bekommen hast, freut mich das ungemein.

    Gruß cheese&onion

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    Danke, cheesie...

    Also dann: Psychosoziale Beratungsstelle: Das kann nun ich wieder empfehlen!!!

    Hatte meinen ersten Termin und ich muss sagen: es war unheimlich hilfreich und entlastend. Endlich mal raus aus der Leistungsmühle und dem damit verbundenen Druck, der Angst und dem Gefühl der Unzulänglichkeit.

    Ein empathischer, ruhiger Gesprächspartner (Psychologe), der mich nun eine Zeit begleiten wird; jetzt, wo ich nach der Diagnose mein Leben etwas neu aufstelle.

    Hilfreich für mich. Und es nimmt wirklich den Druck raus. Und, wie Cheese&Onion es auch sagt: Man fühlt sich nicht mehr so allein auf weiter Flur.

    Luzie

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    Trudeowl schreibt:
    Das ist doch eine tolle Erkenntnis. Bewirb dich auf jedenfall für Skandinavistik, wenn es dich so sehr interessiert. Du wirst dann mit Sicherheit eine ganz andere Seite von dir entdecken, darin richtig aufgehen und bestimmt kein Anwesenheitsproblem mehr haben.
    -> Wäre von der jetzigen Sicht her wohl ne richtige Entscheidung, jedoch hab ich angst davor, wieder einen Schnellschuss zu machen und das dann wieder alles Brach liegt.

    Es ist immer besser ein Fach zu studieren was einen wirklich tiefgründig interessiert. Gerade wir ADHSler sind doch durch den Hyperfokus und unserer Leidenschaft in der Lage auch wirklich "große" Dinge zu leisten.
    -> Das erleichtert mich ungemein und gibt Hoffnung.

    (Glaub mir ich spreche da aus Erfahrung. Ich studiere auch eine "brotlose" Geistes- Kulturwissenschaft die mich total erfüllt und mittlerweile ist die uni für mich auch sowas wie ein Hobby, mein erfüllender Lebensinhalt sozusagen. Das ist wirklich ein wunderbares Gefühl.)
    -> Und genau da will ich mal einhaken. Auch wenn ich mit Worten einer anderen Person agiere: DAS ist nämlich ein Trugschluss (Brotlos), der uns auch (unbewusst) von unseren Eltern eingetrichtert wird, weil sie uns beschützen und sicherstellen wollen, das wir etwas in ihren Augen profitables machen, damit wir leben können. Kehrseite ist, dass wir uns nicht so anstrengen und hinter unseren Fähigkeiten/Potenzial verbleiben.

    Wohingegen wir, wie du schon gesagt hast, mit Feuer an eine Sache gehen, es sehr sehr gut Ausgehen kann! Und was nützt ein kack Abschluss in nem Fach, was uns nicht behagt, wenn wir einen super Abschluss in etwas haben, was wir wollen? Die Aussichten sind in jedem Fall besser!

    Gruß cheese&onion

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

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    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 354

    AW: Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    @cheese

    Du hast ja jetzt ein Semester lang Zeit dich zu Informieren. Nutze die Zeit und vergleiche den Studiengang und die dazugehörigen Prüfungsordnungen bis ins kleinste Detail. Warum besuchst du nicht einfach mal Vorlesungen und Seminare dieses Studiengangs und unterhälst dich mit den Studenten? Ich denke so findest du sehr gut heraus ob du dich damit identifizieren kannst und falls nicht, kannst du dasselbe doch auch mit anderen Studiengängen tun. Du wirst deinen Weg schon finden und die richtige Entscheidung treffen, wenn du ein gutes Gefühl bei der ganzen Sache hast.
    Ja natürlich kannst du auch hoffen. Schau doch mal auf all dieses großartigen Persönlichkeiten, die trotz ADHS sehr viel erreicht haben. ADHS und ein sehr großes Interesse (Leidenschaft) für eine bestimmte Sache liefern eine gute Voraussetzung hierfür. Wir sind eben für Vernunftsentscheidungen und Kompromisse nicht gemacht. So etwas frustriert nur und bringt zu viele Misserfolge mit sich.

    Ja alle Menschen die mich aufgrund meines Studiums belächeln und denken sie sind mir z.B. mit ihrem durchschnittlichen "Vernunfts Bwl Studium" (oder ähnliches...ich denke du weist was ichzum Ausdruck bringen möchte) belächel ich, weil diese Menschen in ihrem tiefsten Inneren wahrscheinlich nicht glücklich sind und das Studium/ Beruf etc. als lästige Verpflichtung ansehen die nichts mehr als einen Beruf und Profit mit sich bringt um zu überleben. So etwas ist traurig und schwach, vor allem wenn das eigentliche Interesse und die persönlichen Stärken eher in anderen Bereichen liegen. Aber jeder Mensch trifft seine eigenen Entscheidungen.

    Den Kampf mit der Familie habe ich mit ungefähr 17 Jahren angefangen zu kämpfen, als ich meinen Eltern eröffnete keine Erzieherin zu werden und lieber zum Theater zu wollen. Es war manchmal echt nervig nicht ernst genommen zu werden, aber es hat sich gelohnt. Mittlerweile unterstützt meine Familie mich auf meinem Weg und meine Mutter (Sie wollte mir meinen Weg oftmals ausreden) äußerte sogar mal, dass sie sehr stolz auf mich ist und es bewundert wie ich meinen Weg gehe und trotz der ADHS bedingten Probleme nie aufgegeben habe. So etwas zu hören ist natürlich schön aber im Endeffekt kann man alles Schaffen, wenn man voll und ganz hinter seinem Tun steht.

    Ich entschuldige mich für den langen Text. In das Thema habe ich mich irgendwie verstrickt

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    Trudeowl schreibt:
    @cheese

    Du hast ja jetzt ein Semester lang Zeit dich zu Informieren. Nutze die Zeit und vergleiche den Studiengang und die dazugehörigen Prüfungsordnungen bis ins kleinste Detail. Warum besuchst du nicht einfach mal Vorlesungen und Seminare dieses Studiengangs und unterhälst dich mit den Studenten? Ich denke so findest du sehr gut heraus ob du dich damit identifizieren kannst und falls nicht, kannst du dasselbe doch auch mit anderen Studiengängen tun.
    -> Nun ja - eben in Göttingen oder Kiel ein paar Vorlesungen zu besuchen, is schwierig (wohne in Bremen) -> Skandinavistik
    Das kann ich nur praktikabel hier, vllt noch Oldenburg durchziehen.

    Du wirst deinen Weg schon finden und die richtige Entscheidung treffen, wenn du ein gutes Gefühl bei der ganzen Sache hast.
    Danke

    Ja natürlich kannst du auch hoffen. Schau doch mal auf all dieses großartigen Persönlichkeiten, die trotz ADHS sehr viel erreicht haben.
    Einstein, soweit ich weis

    Ja alle Menschen die mich aufgrund meines Studiums belächeln und denken sie sind mir z.B. mit ihrem durchschnittlichen "Vernunfts Bwl Studium" (oder ähnliches...ich denke du weist was ichzum Ausdruck bringen möchte) belächel ich, weil diese Menschen in ihrem tiefsten Inneren wahrscheinlich nicht glücklich sind und das Studium/ Beruf etc. als lästige Verpflichtung ansehen die nichts mehr als einen Beruf und Profit mit sich bringt um zu überleben. So etwas ist traurig und schwach, vor allem wenn das eigentliche Interesse und die persönlichen Stärken eher in anderen Bereichen liegen. Aber jeder Mensch trifft seine eigenen Entscheidungen.
    Genau das hat sie mir auch klar gemacht, danke

    Ich entschuldige mich für den langen Text. In das Thema habe ich mich irgendwie verstrickt
    Dann guck dir doch mal die Sauerei im Post #1 an... kein Mitleid mit anderen hat der Mensch

    Gruß cheese&onion

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 12

    AW: Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    Hallo cheese&onion

    hab keine Angst vor kleinen Unis und den Städten. Bin in HH geboren und habe unteranderem in Kiel (auch Skandinavistik) studiert. Die Reizüberflutung ist in HH viel größer als in Kiel, schon alleine dadurch wirds einfacher. Und Kiel hat die Förde und Parks alles leicht mit dem Rad zu erreichen.

    Klar, vielleicht sinds bei Dir ganz andere Gründe, dass Du nicht umziehen kannst. Wenns aber "nur" an der neuen Umgebung usw. hapert, melde Dich gerne. Vielleicht kann ich ein bisschen helfen.

    Grüße danmaroc

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Es gibt Studienberatung und unerwartete Studienberatung

    @danmaroc: Danke für den Beitrag.
    Ich bin auch aus HH (zwar nur aufgewachsen, aber immerhin 18 Jahre ) und der Punkt mit der Reizüberflutung hat schon was für sich. Ich wohne ja jetzt schon 4 Jahre in Bremen und das ist schon was anderes als Hamburg - nicht so stressig und ruhiger.

    Es ist ja nicht so, dass ich nicht umziehen KANN, es ist halt nur eine große Aufgabe, die auch mit Kostenverbunden ist. Und man muss erst mal eine Wohnung finden. Das nährt optimal den Zweifel in mir:
    - Pack ich das mit der Wohnungssuche
    - krig ich das Finanziell hin
    - Ist es wirklich der RICHTIGE Studiengang für mich
    - und ja ein wenig angst vor der neuen/vollkommen unbekannten Umgebung spielt da sicherlich auch mit

    Gruß cheese&onion

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