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Diskutiere im Thema Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 19

    Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    Hallo,

    wie die Überschrift schon sagt, hätte ich gerne ein paar Tips wie ich meinem Arbeitsvermitter vom Jobcenter (ich kenn ihn noch nicht) sagen kann, ich will arbeiten, aber ich kann nicht so wie sie sich das vielleicht denken. Also, wie bring ich ihm bei, das ich durch mein ADS und meine komorbide Störungen Angst und Panikattaken, bisschen anders Ticke, ohne das er mich gleich dumm anmacht und ich noch mehr Anst hab, mit dem zu reden.
    Ich werd ja schon, probleme bekommen, wenn er mich fragt was ich machen will oder machen kann, doch das ist anderes Thema.

    Jedenfall, der nette Mann, der mich Gestern aufgenommen hat in seinen Pc, der hat das gar nicht verstanden ob wohl ich 3 mal zu ihm gesagt hat er soll, mich nicht überfluten mit dem was er sagt.

    Wäre für Tips echt dankbar

    mfg Augenstern

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 613

    AW: Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    Hallo Augenstern

    Augenstern schreibt:
    Hallo,

    wie die Überschrift schon sagt, hätte ich gerne ein paar Tips wie ich meinem Arbeitsvermitter vom Jobcenter (ich kenn ihn noch nicht) sagen kann, ich will arbeiten, aber ich kann nicht so wie sie sich das vielleicht denken. Also, wie bring ich ihm bei, das ich durch mein ADS und meine komorbide Störungen Angst und Panikattaken, bisschen anders Ticke, ohne das er mich gleich dumm anmacht und ich noch mehr Anst hab, mit dem zu reden.
    Ich werd ja schon, probleme bekommen, wenn er mich fragt was ich machen will oder machen kann, doch das ist anderes Thema.

    hast Du medizinische Dokumente, die das belegen können? ( Arztberichte, Behandlungen, vielleicht sogar einen GdB?)
    ich vermute nämlich, dass der so was gerne sehen möchte, bzw der medizinische Dienst, um Dich besser einschätzen und begleiten zu können.
    und dann : habe bitte keine Angst vor diesem Vermittler!! Vielleicht hilft es Dir vorzustellen, dass das ein ganz "normaler" Mensch ist. kein Gott. Und je klarer Du das alles formulieren kannst, umso besser.


    Jedenfall, der nette Mann, der mich Gestern aufgenommen hat in seinen Pc, der hat das gar nicht verstanden ob wohl ich 3 mal zu ihm gesagt hat er soll, mich nicht überfluten mit dem was er sagt.

    vielleicht etwas OT: aber die verstehen öfter was nicht
    Wäre für Tips echt dankbar

    mfg Augenstern
    Gruß K.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 19

    AW: Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    Danke K.

    Ja, ich hab noch den Schein von dem Test den ich vor 5 Jahren an der Uniklinik gemacht habe, hab danach auch ne Therapie gemacht, die ich aber, als ich Vollzeitbeschäftigte wurde, nicht weiterführen konnte. Und es ging mir ja auch gut. Nur jetzt scheint alles wieder aufzubrechen weil meine Struckturen weg sind und die Ärztin die mich behandelt hatte damal ist nach München und Praktiziert nicht mehr.

    Ich werd das mal mitnehem und ggf. mir Unterlagen zu kommen lassen..., ne neue Therapeutin finden ist schwer für Erwachsenen ADS

    trodem Danke

    Augenstern

  4. #4
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    Hallo augenstern,

    Bericht mitnehmen finde ich auch gut. Sonst kannst du auch direkt mit ihm reden und sagen, du hast ADS und deswegen einige schwierigkeiten und erwähnt es. Ich sage in solche fälle dass ich mit hektik und zeitdruck mühe habe, aber genau arbeite und gute leistungen bringen kann, wenn der umfeld stimmt. Ich denke, du weisst auch am bestens welche art von job zu dich passen und welche eben nicht.

    Wegne zu schnell reden (damit habe ich auch mein problemen): Ich musste immer wieder festellen dass es leute gibt die es nicht verstehen können! Manche reden dann genau so schnell wie vorher, aber tuen nur mehr erklären was mich noch mehr überfordert. Was ich dann mache: entweder ich erlunde mich ob es schriftlich etwas gibt über was ich umbedingt wissen muss, oder ich mache mich notizen und frage alles was mich unklar ist und wichtig ist... Da merkt der andere auch gerade was ich wirklich wahrgenommen habe.

    Was auch möglich ist: der andere einfach darum bitten langsamer zu reden.

    Wegen überfluten: ich denke wenn du so formulierte hatte wie in dein beitrag, sind vielen die nicht verstehen... Lieber konkreter werden mit langsam reden, etwas schriftlich geben (er kann es doch selber eine bericht machen). Manchmal bitte ich darum mich das wichtigste zu wiederholen damit ich notieren, weil ich im kopf ein chaos habe... Klappt auch...

    Aber es gibt immer wieder situationen wo es schwierig ist! Besonders wenn der andere mensch dazu mich dauernd im wort fällt. Das wirkt fast besser als ein maulkorb.

    lg

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    Grüße

    da ich gerade selbst mit den "netten" und "immer verständnisvollen" Leuten am Amt zu tun habe, möchte ich wieder mal (nach langer Abstinenz) meinen Teil dazu beitragen.

    Es kommt immer darauf an, an wen Du dort gerätst. Da ich grundsätzlich misstrauisch bin, niemandem vertraue, nicht einmal mir selbst, gehe ich jedesmal von dem Schlimmsten aus.

    Das Schlimmste in Deinem Fall wäre es, Du gerätst an einen ignoranten Arbeitsvermittler. Diese Art Arbeitsvermittler gaukelt Dir gerne den Übergenauen vor und glaubt Dich schikanieren zu können, wenn Du sämtliche Nachweise beischaffen sollst. Natürlich wird er freundlich sein, aufmerksam und wird die Unterlagen entgegen nehmen. Ob sie aber auch wirklich dort bleiben, ist eine andere Geschichte.

    Bereite Dich gut darauf vor. Und das sage ich jetzt, weil es nicht für wichtig erachtet wird: Nimm Dir jemanden mit! Gehe nicht alleine dorthin!
    Derjenige sollte sich Notizen von dem Gespräch machen. Das dient später für Dich als Beweis, falls irgendwas sein sollte. Rechne dort bestimmt nicht mit einer netten Person. Sie sind solange nett zu Dir, wie Du keine Probleme machst und nach Ihrer Pfeife tanzt. Machst Du das nicht und fängst an zu schwächeln, versuchen sie Dich ungespitzt in den Boden zu rammen.

    Ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Mittlerweile habe ich mit dem Jobcenter so einiges durch und wir stehen wieder einmal vor dem Sozialgericht. Die unabhängige Landeszentrale für Datenschutz wird sich den Laden demnächst auch einmal genauer ansehen. Mir braucht niemand etwas von Freundlichkeit erzählen, bei mir hat es sich in dieser Richtungen ausgefreundelt. Da gebe ich ganz klar meiner Blauäugigkeit und schlechte Vorbereitung die Schuld.

    Stelle Dir ein Gespräch vor. Einmal wie es gut für Dich läuft und einmal, wie es am schlimmsten für Dich laufen könnte. Baue da Deine positiven Gefühle ein und vor allen Dingen Deine Ängste.
    Wovor hast Du Angst, was da schief gehen könnte? Was wäre für Dich am schlimmsten, was bei diesem Gespräch passieren könnte?
    Könnte der Arbeitsvermittler mich nicht ernst nehmen? Was kann ich argumentieren? Wie kann ich ihm das erklären?
    Was aber wenn er den Eindruck entstehen lässt, dass ihn das gar nicht interessiert?
    Vor allem aber sollte Dir klar sein, wie möchtest Du am Ende heraus gehen? Möchtest Du was erreicht haben? Wenn ja, was? Schreibe Dir das auf!
    Wieso soll er davon wissen? Was erhoffst Du Dir davon? Rechnest Du damit, dass er Dir dann besser helfen kann?
    (Falls ja, das passiert auf keinen Fall! Er wird Dir höchstens was von beruflicher Reha, Therapie, Psychologischer Dienst etc. erzählen - wenn er ganz toll ist, drückt er Dir Zettel in die Hand, wo psychologische Beratungsstellen und so ein Schnullipup drauf stehen.)

    Vor allen Dingen schreibe Dir Deine Gegenreaktion auf und was Du sagen könntest, damit Du das nicht vergisst.
    Mache Dir Notizen von den Sachen, die Dir wichtig sind.

    Sorry, ich wollte bestimmt nicht wie eine Klugsch....rin wirken, aber ich kenne mittlerweile so eine Tricks meiner Freunde dort. Ich bin schon kaputt genug, da brauch ich das nicht auch noch. Diese Hinhaltetaktik und Zermürbungsmaschinerie mit gekonnter Portion Schikane der Willkür setzt jedesmal meinen Verstand vor die Tür.

    Ich wollte Dir nur Anregungen geben, wie Du das am besten erklären kannst.
    Super sind eben schriftliche Sachen. Die haben sie am liebsten, dann können sie wieder was abheften und sich wichtig fühlen, auch wenn sie keine Ahnung davon haben, was sie da eigentlich abheften. Sie lesen das auch nicht durch, sondern überfliegen das. Das heißt, sie suchen für sich bedeutsame Stichpunkte heraus, womit sie etwas anfangen können. Selten stellt einer die Frage: "Und was hat das zu bedeuten?"

    Auch wenn das jetzt hart klingt, aber manchmal verstehen es meine Freunde im Jobcenter nicht anders:
    Wenn es nicht anders geht und Du merkst, dieser Mensch da vor Dir ist dir gänzlich unsympathisch und ihr kommt auf keinen grünen Zweig, sag einfach Du hast eine vererbte Stoffwechselstörung im Gehirn. Dadurch bist Du nicht so leistungsfähig wie jemand, der diese nicht hat. Dann zählst Du die ganzen Dinge auf wie unkonzentriert, Neigung zu Flüchtigkeitsfehlern, Hektik, etc.pp.
    Lass Ihn/Sie möglichst nicht zu Wort kommen und versuche (es ist unheimlich schwer) demjenigen dabei in die Augen zu sehen.

    Falls Dir das Ganze jetzt total merkwürdig rüber kommt, wunder Dich nicht, es ist merkwürdig. Es ist aber traurig, denn das Strategien um im Jobcenter zu überleben. Anders habe ich bis jetzt nicht überlebt, ohne komplett auszurasten. Vielleicht ist unser Jobcenter hier ein Spezialfall, aber wie gesagt, ich rechne beim Jobcenter immer mit dem Schlimmsten. Solange mir niemand das Gegenteil beweisen kann, bleibe ich auch dabei. Jobcenter sind staatliche Foltereinrichtungen, mehr nicht.

    Vielleicht hilft es Dir ja, vielleicht auch nicht.
    Hauptsache Du machst Dich nicht fertig, wenn Du einen ignoranten Vollpfosten vor Dir hast.

    Grüße,
    Awadea
    Geändert von Awadea (20.04.2013 um 04:46 Uhr) Grund: Der Fehlerteufel meinte, ich sehe ihn nicht. Pah! Gesehen und weg exorziert, Ar...loch!

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    Augenstern schreibt:
    Danke K.

    Ja, ich hab noch den Schein von dem Test den ich vor 5 Jahren an der Uniklinik gemacht habe, hab danach auch ne Therapie gemacht, die ich aber, als ich Vollzeitbeschäftigte wurde, nicht weiterführen konnte. Und es ging mir ja auch gut. Nur jetzt scheint alles wieder aufzubrechen weil meine Struckturen weg ......
    Augenstern
    Hallo Augenstern

    .... wenn ich dich richtig verstehe..... würde dir ein Job diese Struktur wieder bieten...?

    Ich würde es anders angehen - verkauf dich erstmal beim Arbeitsvermittler gut! Sag ihm unbedingt, wie viel es dir bedeutet.... einen Job zu finden.
    Erstmal klar machen, dass du arbeiten WILLST.

    So hast du ihn für dich gewonnen - und dann kannst du ja von deinen "Schwierigkeiten" berichten - dass du bereits eine Therapie hattest.... doch
    du unbedingt wieder arbeiten möchtest.

    Von der ADS würde ich nicht unbedingt berichten - ich glaube, viele haben ein falsches Bild davon - und häufig ist die "Allgemeinmeinung" das man
    ADHS als "Ausrede" gebraucht....

    Ich würde mich auf das Gespräch vorbereiten - indem ich für mich versuchen würde, herauszufinden, was ich will - wohin ich will - was ich kann und/oder nicht kann...
    meine Stärken und Schwächen.... und was ich mir vom Arbeitsvermittler verspreche... oder überhaupt erwarten kann..... auch einige Fragen vorbereiten....

    Die Prio - Du willst einen Job - und er soll dir dabei helfen. Es geht um dich.... und für dich.
    Er ist und sollte für DICH da sein.

    lg

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 2.435

    AW: Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    @Awadea

    - was habt ihr für Arbeitsvermittler? du berichtest aus Erfahrung -

    p.s. es gibt auch die möglichkeit eine private arbeitsvermittlung zusätzlich aufzusuchen - da zahlt man als bewerber nichts -
    und diese sind bemüht.... für die töpfe die richtigen deckel zu finden.... ihr interesse ist die zu friedenheit ihrer kunden.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    Ich kenne das: man kommt nervös und ängstlich zum Amt, wird platt gequatscht, fühlt sich überrumpelt.
    Dann kommt man fix und fertig da raus und hat sich zu Handlungen verpflichtet, die man eigentlich nicht wollte.

    ...ist fast so, als käme ein Vertreter an deine Haustür, und eh du´s dir versiehst, hast du 10 Zeitschriften-Abos, Staubsauger und Heizdecken bestellt.
    (aber in beiden Fällen gibt es Widerspruchs-Möglichkeiten!)

    Mein Tipp: sei offen und ehrlich, und bringe einen "Zeugen" mit.

    Es ist immer besser, wenn jemand einfach nur zuhört, sich vielleicht Notizen macht.

    ---

    Je nachdem, wie viele sog. "Vermittlungshemmnisse" du hast, steht dir ein sog. "Fallmanager" zu.

    Diese Fallmanager haben evtl. einen größeren Entscheidungsspielraum.

    Vermittlungshemmnisse sind u.a.

    - du bist eine Frau (kein Witz!)
    - du bist aus Ostdeutschland
    - du bist länger als 6 Monate arbeitslos
    - deine letzte Ausbildung liegt zu lange zurück (ein paar wenige Jahre, glaube ich)
    - psychische Erkrankung
    - Sprachprobleme

    etc.

    Ich glaube mich zu erinnern, dass du 3 oder 4 Hemmnisse haben musst, um ein Anrecht auf einen Fallmanager zu haben.

    ---

    Um ALG 2 bekommen zu können, musst du werktäglich mindestens 3 Stunden arbeiten können und dich verpflichten, alles zu tun, um deine Arbeitslosigkeit zu beenden (Eingliederungsvereinbarung, Bewerbungsbemühungen).

    Ob du diese 3 Stunden an einem Stück, morgens/mittags/nachts arbeiten kannst, steht nirgends.
    Wieviele Bewerbungen du schaffen kannst, liegt ebenfalls in deinem Ermessen; wieviele du monatlich nachweisen musst, in deinem Verhandlungsgeschick.
    Wenn du keine 3 Stunden arbeiten kannst, kannst du Grundsicherung beantragen . Wenn du länger als 6 Monate am Stück krank warst, musst du Grundsicherung beantragen.

    Falls es dir etwas nützt, kannst du darüber nachdenken, Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben zu beantragen. Das würde in eine medizinische/berufliche Reha (also Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt) münden.
    Oder du nutzt die (vom Jobcenter finanzierten) Weiterbildungsmöglichkeiten.

    Vielleicht findest du einen Arzt/Psychiater, der dich erst einmal für ein paar Wochen arbeitsunfähig schreibt, und machst dir entspannt Gedanken.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 384

    AW: Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    Hallo Augenstern,
    meine Erfahrung ist, dass ein Vermittler NUR seinen Job macht.
    Der da ist,
    -Deine Qualifikation einzuholen und in die Datenbank einzutragen
    -Dich über Deine Rechte und vor allem Pflichten nach dem SGB II aufzuklären
    -Zu prüfen, ob ausgeschriebene Jobs zu Dir passen (da hackt es meist schon)
    -Deine Aktionen und Deine Motivation zu prüfen und bei Nichterfüllung einzuschreiten
    -Regelmäßig Deine Suchbemühungen zu prüfen
    Dazu lädt er/sie Dich vor.

    Den klassischen Job des Vermittler gibt es nicht mehr. Darauf weist er Dich auch hin.
    Du bist selbst verpflichtet, im Internet über Jobbörsen zu suchen.

    Du musst zwei Bewerbungen pro Woche vorweisen.

    Schwierigkeiten mit Bewerbungsunterlagen versucht er zu erkennen und bietet bei Nichterfolg mehrerer Bewertungen ein Bewebungstraining an.

    Schaffst Du das alles nicht allein, kannst Du evtl. über private Jobbörsen oder Vermittler unterstützt werden. Dafür musst Du aber am Ball bleiben.
    Keiner nimmt Dir irgendwas ab.

    Hast Du aufgrund von AD(H)S in diesem Spiel irgendwelche Schwierigkeiten, dann ist nit der Vermittler zuständig.
    Er kann Dir helfen mit dem psychologischen Dienst bei der BfA Kontakt zu bekommen. Dazu ist er sogar verpflichtet.

    Bei mir führt das gerade zu einem Reha Antrag.
    Jedoch ist AD(H)S bei mir noch nicht diagnostiziert.
    Der Vermittler kann nun Druck ausüben, was aber unwahrscheinlich ist, sofern die Arbeitslosigkeit noch nicht so lange besteht. Die ersten drei Monate wirst Du keine Konsequenzen fürchten brauchen.

    Sprich offen und darüber, was Du tun willst das in den Griff zu bekommen.

    Generell gilt, wie man in den Wald hinein ruft, hallt es wieder.
    Dass AD(H)S gerne ungestüm und aufbrausend hinein rufen ist mir bekannt, gerade weil wir schon so viele schlimme Erfahrungen hinter uns haben.
    Das hat zumindest mich verändert.
    Versuche immer dem anderen mit Achtung und Respekt zu begegnen.
    So wie auch Du von ihm behandelt werden willst.
    Dann landet da auch nichts im argen und Du bekommst soviel Unterstützung, wie es sein Job zulässt und mit dem Ermessensspielraum seiner menschlichen Hilfsbereitschaft.

    Viel Glück,
    Steve

    Sent with Tapatalk 2.

  10. #10
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.456

    AW: Wie sag ich´s meinem Arbeitsvermittler

    Hallo

    @ smile: ich lese hier immer wieder schreckliches über jobcenter im deutschland... es scheint wirklich echte beamten zu sein, ohne EQ zu haben... Ich war auch oft arbeitslos, musste mit solche leute in der CH auch umgehen, aber hatte nie schlimme erlebnissen gehabt... Ich habe der eindruck, in der CH zählt für diese job noch einige sozialfähigkeiten eine rolle... Ich habe auch gehért dass sie gerne bei ehemalige arbeitslosen rekrutieren, daher gibt es mitarbeiter die damit erfahrung haben und so was ist auch spürbar...

    @ Awaeda: von der schlimmste auszugehen finde ich gut! Trotztdem habe ich die erfahrung gemacht, dass es immer besser ankommt wenn man selber ruhig, freundlich und sachlich bleibt. der gegenüber, egal wie blöd er ist, ist immer noch ein mensch... Mit gefühlen...

    lg

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