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Diskutiere im Thema Humanmedizin studenten aktiv im Forum?! im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #121
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 3.793

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    ChaotSchland schreibt:
    ...bei genauer Betrachtung und Vergleich mit anderen Patientengruppen, die trotz ihrer Erkrankung den Arztberuf ausüben dürfen, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass ein ADHSler, der zwar ohne Medikation nicht genügend funktional wäre für den Arztberuf, bei Medikation in ausreichender Dosierung und darunter keiner oder nur geringer bis moderater Symptomatik der ADHS jedoch schon, vor Gericht zum Arztberuf zugelassen werden würde...das wohl gemerkt unter der Voraussetzung einer gründlichen, objektiven und unbefangenen Gerichtsbarkeit...die Gerichte, insbesondere die höheren Instanzen in Deutschland sind übrigens tatsächlich meistens gründlich und objektiv....man kann vor Gericht und von Seiten des Gerichts nicht argumentieren, dass ein Typ I-Diabetiker, der nur MIT medikamentöser Insulin-Therapie, aber mitnichten ohne Insulin-Therapie zur Ausübung von Arztberuf und zur Durchführung des Medizinstudiums (PJ!) in der Lage ist, den Arzt-Beruf ausüben dürfen soll (die Rechtssprechung bejaht das ganz offenbar...), ein Mensch mit ADHS, der nur MIT medikamentöser Therapie aber nicht ohne zur Ausübung des Arztberufes in der Lage ist, jedoch nicht...das würde so spätestens vor dem Bundesverwaltungsgericht kassiert werden...aufgrund der "grundsätzlichen Bedeutung" (als juristischer Begriff) wäre offenbar eine Berufung und der Gang durch alle Instanzen auch ohne weiteres möglich...
    Wenn die Argumentation mal so einfach wäre, ist sie aber leider nicht.
    Die Gegenargumentation kann lauten, dass es einen Unterschied macht, ob es sich um einen von Diabetes Betroffenen oder um einen ADHS-Betroffenen handelt.
    Dann werden Szenarien aufgestellt, die aufzeigen, was passiert, wenn der Betreffende nicht unter seiner Medikation steht und wie wahrscheinlich der Fall ist, dass dies passieren kann.
    Da reicht schon, die Besonderheiten einer ADHS voranzustellen, nämlich Zerstreutheit und Vergesslichkeit und den Umstand, dass ADHS-Medikamente wohl zu den meistvergessenen Medikamenten überhaupt gehören und schon ist der Vergleich und damit der Präzedenzfall vom Tisch, einfach weil die Argumentation lautet, dass beide Fälle nicht vergleichbar sind, weil die Grundvoraussetzungen nicht die gleichen sind.
    Dann werden Szenarien gezeichnet, die z.B. auf die langen Schichten und Überstunden und Sonderschichten, Notfalldienste etc. verweisen und wie wahrscheinlich der Fall ist, dass bei einem ADHS-Betroffenen die Medikation dabei mal untergehen kann und welche Folgen damit verbunden sein können.
    Dann wird man die Unterschiede zwischen Diabetes- und ADHS- Betroffenen aufzeigen und erklären, dass ein Diabetiker da deutlich weniger Schaden anrichten kann, da im Falle einer Medikationsauslassung andere Symptome auftreten, als bei einem ADHS-Betroffenen.

    Und scho' ist die Argumentation den Bach runtergegangen ...

    Obwohl ich Dir ansonsten durchaus Recht gebe .... aber ich hab inzwischen so meine Erfahrungen damit, mit was die Gegenseiten so alles kommen können, nur um nicht an solchen Regelungen, so schwachsinnig sie auch sein mögen, zu rütteln und die Verantwortung dafür zu übernehmen.

    Mein Posting ist nichts weiter als ein fiktives, mögliches Szenario, mehr nicht, ...
    Aber es ist immer gut, alle möglichen Szenarien mal durchgedacht zu haben, damit man auf sowas vorbereitet sein kann, wenn's doch mal soweit kommen sollte.

    Ansonsten Zustimmung.
    Geändert von Fliegerlein ( 9.09.2016 um 21:34 Uhr) Grund: Fehlerkorrekur

  2. #122
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    ...hat hier jetzt zwar nicht direkt mit ADHS und Medizinstudium zu tun, da es hier im Forum aber (ich glaube sogar mehrere) Medizinstudenten mit ADHS und Depressionen gibt, poste ich das hier noch, nachdem ich vorhin beim Stöbern darauf gestoßen bin:

    http://www.faz.net/aktuell/wissen/me...-14429035.html


    ein gutes Forum speziell für Medizinstudenten und Ärzte zu der Thematik sind natürlich die Medi-Learn-Foren...

    lg
    Geändert von ChaotSchland (13.09.2016 um 16:13 Uhr)

  3. #123
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    ich will hier noch etwas schreiben zu dem Beitrag von @ Fliegerlein oben...und nein, mir geht es hier überhaupt nicht darum, den Thread zu pushen damit, wie man mir in nem anderen Thread vorgeworfen hat (ich schreibe den Thread hier nämlich im Wesentlichen für Medizinstudenten und Ärzte mit ADHS und die stoßen, wenn ab und an mal einer, dann meistens auf den Thread über google.de und nicht über adhs-chaoten)...sondern darum, bei diesem in meinen Augen eminent wichtigen Thema hier noch ein paar zusätzliche Details neu einzuführen:

    Fliegerlein hat hier argumentiert, dass der Präzedenz-Fall Typ-1-Diabetiker mit Insulin im Arztberuf, den man zugunsten von (hochgradigen) ADHSlern, bei denen PJ und Arztberuf nur mit medikamentöser Therapie der ADHS möglich wäre, vor Gericht durch die Gegenseite zunichte gemacht werden könnte durch die Argumentation, dass ADHS-Medikamente von Menschen mit ADHS sehr häufig vergessen werden würden bzw. tatsächlich werden...dieser Beitrag von Fliegerlein ist meiner Meinung nicht komplett aus der Luft gegriffen und es ist wichtig, sich für den Fall des Fall auf eine entsprechende Argumentation durch die Gegenseite einzustellen...dieses Argument mit dem häufigen Vergessen der ADHS-Medikamente kann man möglicherweise jedoch dadurch zumindest abschwächen, indem man auf Hilfsmittel wie Medikamente-Döschen verweist...wieviele Menschen richten sich abends ihr Medikamenten-Döschen mit Tageszeit und sogar Uhrzeit der Einnahme des jeweiligen Medikaments (bei mitunter 5, 6 oder noch mehr verschiedenen Medikamenten) für den nächsten Tag...ein weiteres Argument gegen die von Fliegerlein aufgezeigte Argumentation wäre, dass jemand, der es als Medizinstudent bis ins PJ oder bis ganz in den Arztberuf geschafft hat, ausreichend in der Lage ist, sich selbst zu organisieren und somit auch ausreichend in der Lage ist, regelmäßig ADHS-Medikamente einzunehmen...es gibt also wohl verschiedene Wege, das "Fliegerlein-Argument" vor Gericht zumindest abzuschwächen...somit könnte man dann auch sich den Präzedenz-Fall Typ-1-Diabetiker mit Insulin im Arztberuf wohl erhalten...ich sage jetzt mal trotzdem, man sei gewarnt vor allerlei juristischer Winkelzüge, ich bin kein Jurist und weiß z.B. nicht, bis zu welchem Punkt ein Präzedenz-Fall noch als Präzedenz-Fall gilt...

    ...ich habe persönlich erlebt, welche Brisanz das Thema ADHS in Medizinstudium, Praktischem Jahr und Arztberuf sehr schnell entwickeln kann...angesichts der steigenden Zahl von Medizinstudenten mit diagnostizierter ADHS (Medizinstudenten mit ADHS gab es früher bei weniger extremen NCs wahrscheinlich teils deutlich mehr, aber die waren früher alle nicht diagnostiziert und liefen daher nicht offiziell unter "Medizinstudent mit Diagnose ADHS") in Deutschland ist es meiner Meinung nach möglich, vielleicht sogar wahrscheinlich, dass ADHS in Medizinstudium, PJ und Arztberuf in den nächsten 5-10 Jahren vor Gericht landet...

    ...wie genau ich vorgehen würde mit der Diagnose ADHS im Verlauf des Studiums, habe ich nach eigener gründlicher Recherche im Verlauf dieses Threads ausgeführt...

    ...für den Fall des Falles, dass man vor Gericht muss, weil einen die Uniklinik von Medizinstudium, PJ oder Arztberuf ausschließen will, rate ich hier nochmals (und das ist ja eigentlich ne Binsenweisheit, aber ich schreibe es trotzdem) zu bestmöglichstem und auch kostspieligstem Juristischen Beistand / Anwalt...in Gottes Namen bitte nicht, weil man meint, man kann und will es sich nicht teurer leisten, den erstbesten freiberuflichen Anwalt von um die Ecke nehmen...es bräuchte da Anwälte für Medizinrecht von großen, darauf spezialisierten Ketten (anscheinend gibt es auch bei Anwaltskanzleien Ketten wie bei Supermarktketten), die nichts anderes machen, als Medizinrecht und die genau wissen, welche Trümpfe und Winkelzüge sie wann und wie ausspielen müssen...der erstbeste freiberufliche Anwalt um die Ecke ist Einzelkämpfer und völlig überfordert....eine Universitätsklinik bzw. Medizinische Fakultät ist eine riesige Institution, die ganz andere finanzielle und sonstige Ressourcen verwenden kann, als der einzelne, kleine Medizinstudent...eine Uniklinik bzw. Medizinische Fakultät wird sich die bestmöglichen Anwälte nehmen, wenn sie sich gegen den Medizinstudenten mit ADHS stellen sollte...im Übrigen hat eine Uniklinik anscheinend im Normalfall bereits einen hauseigenen Juristen, der zusätzliche Expertise und Kontakte / "Connections" zugunsten der Uniklinik einbringen kann...

    ...im Fall des Falles (und ich erwähne es hier nochmals: ich persönlich stand haar-scharf vor diesem Abgrund) hätte meine Familie mitsamt Oma, Opa, Tante, Onkel ca. 300.000 Euro lockermachen können für einen Rechtsstreit (an dem ich wie gesagt haar-scharf vorbeigeschrammt bin), ohne das irgendwer sein Häuschen hätte verkaufen müssen...das hätte wahrscheinlich locker gereicht, um ohne Prozesskostenhilfe (und was Prozesskostenhilfe in der Realität bringt, und ob und wann sie bewilligt wird, darüber habe ich keine Ahnung) mit sehr gutem Juristischen Beistand / Anwälten bis vor das Bundesverwaltungsgericht zu ziehen...falls ich mich in der Höhe der tatsächlichen Prozesskosten hier täusche ( Claudia Pechstein hat bei ihren Prozessen inklusive Gutachten glaube ich über eine Million Euro ausgegeben, die Pechstein-Prozesse waren aber von der Dimension nochmals größer, als das was ich hier ausführe), meine Eltern hätten wahrscheinlich ihre Lebensversicherungen gekündigt und meine Omi, Opi ihr Häuschen verkauft...nicht jeder könnte auf diesen familiären Rückhalt zurückgreifen...wahrscheinlich hätte ich persönlich jedoch im Verlauf der Instanzen gewonnen und die Prozesskosten wären zurückerstattet worden...was ich also damit sagen will, 300.000 , vielleicht auch 500.000 Euro und man hat gute Chancen, alles zu gewinnen und die ganzen Kosten zurückerstattet zu bekommen, der Einsatz lohnt sich...

    ...wie gesagt, und das habe ich jetzt im Verlauf dieses Threads hier ausgeführt, Privatgutachten über die Tauglichkeit trotz ADHS für den Arztberuf anfertigen lassen...und zwar von mindestens einem Prof. Dr., Chefarzt vom Fach (besser von 3 oder 4 Chefärzten, Prof. Dr. etc.)...plus!: die Privatgutachter ( und möglichst alle) bei der Gerichtsverhandlung anwesend sein lassen...die Privatgutachter und deren physische Anwesenheit bei der Gerichtsverhandlung dienen dazu, die Argumentation des gerichtlich bestellten Sachverständigen (und das kann jemand x-beliebiges sein, das Gericht hat alle Freiheiten und kann theoretisch Micky Mouse als gerichtlichen Sachverständigen bestellen) sofort (und das eben durch die physische Anwesenheit der Privatgutachter bei der Gerichtsverhandlung) als inkompetent und falsch zu diskreditieren...

    ...die Privatgutachter kosten natürlich Geld, aber sie sind wichtig und sie lohnen sich...

    ...über die organisierte ADHS-Selbsthilfe, gerade eben ADHS-Deutschland , aber auch andere, kann man sich organisatorische, juristische, fachliche Unterstützung, Connectíons etc. holen...bei ADHS-Deutschland sitzen mehrere renommierte ADHS-Wissenschaftler im Beirat...möglicherweise bekommt man mehrere dieser ADHS-Wissenschaftler sogar ehrenamtlich als Privatgutachter, ohne das man für sie viel Geld zahlen muss...auf jeden Fall wäre im Falle des Falles die Rückendeckung durch die organisierte ADHS-Selbsthilfe extrem wertvoll...



    Ausschluss aus a) dem Medizinstudium ( in meinem Fall wäre das Ausschluss vom Praktischen Jahr gewesen) und b) Arztberuf (Versagen der Approbation oder Widerruf der Approbation):

    zu a): man hat mir durch den Lehrbeauftragten für das Praktische Jahr in der Chirurgie an der Uniklinik Würzburg Prof. Dr. Dr. .... (wen der Name interessiert, der kann´s ja googlen) gesagt, dass es sich zu meinen Gunsten ausgewirkt hätte, dass "...im Gesetz steht, dass Sie ein Recht auf Ausbildung haben..."...das heißt letztendlich, man hielt es für wahrscheinlicher, dass ich vor Gericht gewinne, als dass ich verliere...ich weiß zwar bis heute nicht, welches Gesetz damit gemeint war, aber es ist recht offensichtlich, dass vage Hinweise nicht ausgereicht hätten, es hätte mindestens konkreter Indizien bedurft und die Beweislast wäre viel eher bei der Gegenseite gewesen...es ist höchstwahrscheinlich so, dass die Untauglichkeit für den Arztberuf angesichts des hohen Rechtsguts der Leben der Patienten nicht zweifelsfrei hätte erwiesen werden müssen...aber eben mindestens durch konkrete Indizien...(die es in meinem Fall sehr wahrscheinlich nicht gab)...und nicht schon durch nur eher vage Hinweise...

    zu b): man liest immer wieder, dass bei Widerruf oder dem Versagen der Approbation die gesundheitliche Nicht-Eignung "klar erwiesen werden muss..." ...das läuft auf genau dasselbe hinaus, wie das, was ich bei a) ausgeführt habe.




    Ich habe das, was mir gegen Ende meines Medizinstudiums passiert ist, im Verlauf dieses Threads erzählt...wen es interessiert, der kann es gerne ein paar Seiten weiter vorne nachlesen...


    Man hat mir von Seiten des Universitätsklinikums Würzburg gesagt "Wir sind für Sie und nicht gegen Sie..." bzw. im genauen Wortlaut "Wir sind nicht gegen Sie..." ...man hatte dabei von Seiten des Universitätsklinikums Würzburg bzw. von Seiten des Fakultätsrats der Medizinischen Fakultät der Universität Würzburg mich beurteilt und über mich geurteilt ausschließlich anhand von Hörensagen, Gerüchten und dem subjektiven Eindruck vor allem eines einzigen Stationsarztes und dem sporadischen Ssubjektiven Eindruck von 2 weiteren Stationsärzten, die niemals direkt mit mir zu tun hatten (der subjektive Eindruck des Stationsarztes bezog sich auf eine Zeitraum von 10 Tagen)...jener Stationsarzt war bzw. ist Internist und hatte nicht die geringste Ahnung (von ADHS bzw. meinem Tourette-Syndrom)...das, woran man meine Untauglichkeit für den Arztberuf bzw. gesundheitliche Nichteignung für den Arztberuf anscheinend vor allem festketten wollte, bzw. woran man sich festgebissen hatte, hatte gar nicht durch mich stattgefunden, sondern durch eine ebenfalls im Raum anwesende PJ-Studentin (der, der´s am Ende "war", war der, der sowieso negativ aufgefallen war, nämlich ich...und der "Vorfall" war, dass die PJ-Studentin eine ca. 2 cm kleinen Schnitt in die Spitze des Ärmels des Pyjamas einer Patientin mit einer Schere gemacht hatte...der Pyjama sah zumindest aus 3 Meter Entfernung aus in Farbmuster und Stoffmuster wie die gängigen Einweg-OP-Umhänge, die viele Patienten auch im Bett auf Station tragen...so ein Ding ist ein paar Euro vielleicht 5 Euro wert...und der Schnitt erfolgte, um den Ärmel bis zur durch diesen verklemmten Venenverweilkanüle in der Fossa cubiti (Ellengrube) aufzuschneiden...nachdem die PJ-Studentin erkannt hatte, dass das aber der private Pyjama der Patientin war, stoppte sie...zurück blieb ein kleiner Schnitt mit der Schere von 2 cm Länge in der Spitze des Ärmels des Pyjamas... die Patientin hatte sich dann über uns 3 Studenten beschwert...am Ende hieß es dann, bzw. es wurde nach 2 weiteren Mund-zu-Mund-Stationen so verstanden oder mir so nachgesagt, ich hätte in einem quasi raptusartigen Anfall von impulsiver, unzurechnungsfähiger Psychopathie den ganzen Pyjama bis hoch zum Nackenteil kaputt geschnitten...tja, wer solche Anfälle von impulsiver, raptusartiger Psychopathie hat und in dem Moment nicht Herr seiner Sinne ist, schneidet der am OP-Tisch dann in der selben Manier Arterien durch mit dann tödlichem Ausgang für den Patienten?... ) ...Man hatte auf im Grunde skandalöse Art und Weise nicht auf´s Detail geschaut und gar nicht erst versucht, zu differenzieren...Herr X. ist negativ aufgefallen..Punkt! Aus! Ende der Diskussion!...so läuft das da nämlich beim Preußischen Militärarzt...Man hatte mir im Verlauf nicht einmal zugestanden, mit mir zu reden bzw. mich anzuhören...der einzige der das am Beginn meines 2. Tertials in der Psychiatrie getan hatte, war Prof. Deckert, der Chefarzt der Psychiatrie am Uniklinikum Würzburg, Prof. Deckert sah das dann übrigens sehr schnell sehr viel entspannter mit mir...leider gab es für das folgende dritte PJ-Tertial in der Chirurgie keinen Informationsaustausch mit Prof. Deckert, oder, was ich auch für gut möglich halte, der wurde von der Leitung des Universitätsklinikums Würzburg dreist ignoriert...

    ...letztendlich, und darauf will ich hinaus, wäre es bei mir ohne Zweifel hinausgelaufen auf die Frage, ob man mit hochgradigem ADHS (mit Medikation oder ohne Medikation?!) in gesundheitlicher Hinsicht geeignet ist für den Arztberuf (und das was mir bezüglich den 10 Tagen Blockpraktikum Innere Medizin an "Untaten" vorgeworfen wurde, hätte ich quasi alles als substanzlos und dramatisch aufgebauscht beseitigen können, übrig wäre allein geblieben, mit ADHS in dem Schweregrad, geht das mit dem Arztberuf oder nicht?)...ich wäre genau dieser "Erste" gewesen, von dem ich hier immer schreibe....und das Vorgehen des Uniklinikums, wie es mir zu Teil wurde, ist wahrscheinlich Standard bei der Deutschen Ärzteschaft bzw. Standard für alle Universitätsklinika, hier noch ein ähnlicher Fall des Schwerhörigen Roland Zeh, der ähnlich behandelt wurde wie ich, mit dem man nicht einmal persönlich gesprochen hat: http://www.zeit.de/1989/49/umsonst-studiert




    Ich glaube, ich habe hier möglicherweise dem einen oder anderen Medizinstudenten mit ADHS gerade aus dem Sophomore-Bereich (wieviele Medizinstudenten mit ADHS haben wohl den Thread seither gelesen...ich weiß es nicht, vielleicht höchstens 20, vielleicht auch nur 5 bis 10 , keene Ahnung, man weiß nicht, welche Leser sich jeweils hinter "Gast" verbergen...) vielleicht ein bischen viel Angst gemacht...wie gesagt, allem Anschein (dennoch ohne Gewähr) nach würde man auch mit hochgradigem ADHS vor Gericht gewinnen...zumal es auch eher politisch gewollt sein dürfte (aufgrund des Ärztemangels), nicht zu viele Menschen aus gesundheitlichen Gründen vom Arztberuf auszuschließen.


    ...wenn man als Mensch mit ADHS die formellen Zugangsvoraussetzungen zum Medizinstudium (und ich meine hier nicht die gesundheitlichen, sondern NC, Abi-Note etc.) erfüllt, do it !!!!...Man muss danach nicht sich verheizen lassen in nem unmenschlichen Großkrankenhaus...Nischen gibt´s genügend...im Übrigen wird der Ärztemangel mit ziemlicher Sicherheit noch mindestens 20 Jahre anhalten...man behebt in Deutschland den Ärztemangel nämlich mit ausländischen Ärzten, gegenüber denen der deutsche Muttersprachler bei gleicher Qualifikation per se im Vorteil ist...die moderat steigende Anzahl an Medizinstudienplätzen ist eher Alibi-Funktion...der Staat hat nämlich weder den Willen noch die tatsächlichen finanziellen Mittel, so viele zusätzliche Medizinstudienplätze (ca. 120.000 Euro für das Medizinstudium von einem einzigen fertigen Arzt) zu schaffen, wie theoretisch benötigt werden...da holt man lieber die Ärzte aus Georgien, Ukraine etc.
    Im Medizinstudium selbst geht´s im Vergleich mit früheren Zeiten heute humaner zu...es wird keiner mehr aus dem Studium rausgeekelt mit dem Satz: Hallo, heute ist Ihr dritter und letztmöglicher Prüfungsversuch, ich bin Ihr Exmatrikulations-Professor...Ende der 80er, als es ne Ärzte-Schwemme gab, war das noch genau gegenteilig...

    also, keine Panik, keep calm und frohen Mutes und mit Freude das interessante und abwechslungsreiche Studium der Medizin durchziehen...

  4. #124
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    Also, gerade wenn ich mir meine Vorredner anhöre, kann ich nur jedem Arzt oder angehenden Mediziner dazu raten, sein Ads nach Möglichkeit nicht bekannt zu machen. Also auf keinen Fall irgendwelchen Behörden- auch wenn diese Aussage möglicherweise juristisch fragwürdig erscheint. Um nicht nur eine tolerantete Gesellschaft zu erzielen, sondern wir auch von Ärzten behandelt werden wollen, die Verständnis für unsere Problematik haben, halte ich es für notwendig, dass wir mehr Ärzte mit Adhs insbesondere im Bereich der Psychiatrie bekommen!
    Falls jemand anderer Ansicht ist, möge er jetzt zurückschreiben oder für immer schweigen!
    Den einzigen, denen ich als Arzt mein Ads mittlen würde, sind nette Kollegen!
    Schönen Abend!

  5. #125
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    ...und für den unwahrscheinlichen Fall, dass es im Nachhinein herauskommt, dass man ADHS verschwiegen hat, dann bekommt man Probleme, weil man ADHS hat und eher gar nicht, weil man ADHS verschwiegen hat.

    ...jedoch kann es haftungsrechtlich Probleme geben...

    ...als Arzt sollte man bei Neueinstellung in einer Klinik (da gibt es auch ne Betriebsärztliche Untersuchung) ADHS besser angeben, eben weil es arbeitsrechtliche und haftungsrechtliche Konsequenzen geben kann, wenn in die Richtung gefragt wird und man es verschweigt...

    ...über die Details muss man sich aber von einem Arbeitsrechtler und von einem Medizinrechtler unterrichten lassen...fachlich kompetente juristische Beratung ist angebracht in so Fällen...

  6. #126
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    ...nochmal @ Howard: und das mit der "Tauglichkeit" bei ADHS betrifft ja längst nicht nur den Arztberuf, schaust du hier:

    http://www.derwesten.de/staedte/dort...d11819665.html

    oder die Sache mit den Polizisten mit Diagnose ADHS:

    http://www.spiegel.de/karriere/adhs-...a-1098697.html

    näheres zu Polizei-Dienst und ADHS kann man googlen...

    auch die Sache mit dem Pkw-Führerschein und ADHS ist ja so ein brisantes Thema...zu Autofahren und ADHS bzw. Führerschein und ADHS bzw. MPUs, die wegen ADHS angeordnet wurden, gibt es Threads hier im Forum und das Internet ist ansonsten auch voll davon...


    Die "Tauglichkeit" mit ADHS ist bezüglich verschiedener Berufe ein HOCHBRISANTES Thema, nicht nur für den Arztberuf...auf jeden Fall sollte man als Betroffener für diese BRISANZ sensibilisiert sein....

  7. #127
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 43

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    Hi,
    Ok, da scheinst du wohl Recht zu haben, jedoch wollte ich mit meinem Beitrag darauf hinaus, dass man mit ADS bzw adhs in unserer Arbeitswelt schauen sollte, wo man bleibt, vor dem Hintergrund, dass unsere Gesellschaft nun mal weitestgehend von Stinos geprägt ist. Bitte nicht falsch verstehen, ich bin schon dafür, dass man sich weitestgehend an alle Regeln u gesellschaftliche Vorgaben halten sollte. Wass für mich jedoch schwierig erscheint, ist der momentane Zustand,wenn man weder auf komplette Anerkennung der Symptomatik, noch auf klares Verständnis der Stinos hoffen kann und msn in mancher Hinsicht möglicherweise Umwege bzw alternative Wege einschlagen muss...
    Hmm, war das jetzt verständlich?

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