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Diskutiere im Thema Humanmedizin studenten aktiv im Forum?! im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #111
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    @ alice: aber bitte nicht verrückt machen, ADHS alleine ist jetzt eher kein Approbationshindernis für die Psychologische Psychotherapeutin. Aber wie gesagt, geh der Sache auf den Grund.

    lg

  2. #112
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 252

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    Danke für deine klaren Worte und die Ermutigung!
    Ich hatte aktuell eher den Impuls, den Kopf in den Sand zu stecken, aber da krieg ich dann nur kurz zuvor die Panik!
    Dann werd ich das mal anpacken, habe glücklicherweise noch ein bisschen Zeit... (ohne mich verrückt zu machen, das ist eine echte Herausforderung ...)

    Freu mich, dass du deine Erfahrungen so ausführlich geschildert hast! Ein wahrlich steiniger Weg, den du da hattest! Da braucht man eigentlich Nerven wie Drahtseile (und wer hier hat die schon... ganz nebenbei: die "anderen" haben die auch nicht immer, aber bei denen fragt keiner so genau!).

    Es stimmt, ich kenne kein testpsychologisches Instrument, das spezifisch Impulsivität misst.
    Elvanse vs. MPH ist in dem Zusamnenhang interessant und sicher eine Überlegung wert.
    Geändert von alice_s (23.06.2016 um 12:34 Uhr) Grund: Ergänzung

  3. #113
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    Ich wäre nicht mal auf den Gedanken gekommen, das ADHS vor dem PJ bei irgendeinem Betriebsarzt oder beim Beantragen der Approbation zu erwähnen. Das würde ich an eurer Stelle auch nicht machen. Was hättet ihr davon außer Scherereien? Ich würde auch nicht im Traum daran denken, das z. B. meinem Chef zu verraten.

  4. #114
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 3.793

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    summerset schreibt:
    Ich wäre nicht mal auf den Gedanken gekommen, das ADHS vor dem PJ bei irgendeinem Betriebsarzt oder beim Beantragen der Approbation zu erwähnen. Das würde ich an eurer Stelle auch nicht machen. Was hättet ihr davon außer Scherereien? Ich würde auch nicht im Traum daran denken, das z. B. meinem Chef zu verraten.
    Kommt drauf an.
    Es gibt Berufe und (erlaubnispflichtige) Tätigkeiten, die psychische Erkrankungen ausdrücklich ausschließen.
    ADHS fällt nun mal darunter, egal wie wir das sehen.
    Das zu verheimlichen, kann schon ziemliche Probleme nach sich ziehen...

    Das gilt aber natürlich nicht für alle Berufe.
    Im Normalfall würde ich das einem potentiellen AG auch nicht auf die Nase binden, bzw. muss man das nicht.
    Geändert von Fliegerlein ( 2.07.2016 um 23:58 Uhr)

  5. #115
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 466

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    Fliegerlein schreibt:
    Es gibt Berufe und (erlaubnispflichtige) Tätigkeiten, die psychische Erkrankungen ausdrücklich ausschließen.
    ADHS fällt nun mal darunter, egal wie wir das sehen.
    So lange nicht mal jeder Psychiater daran glaubt, dass ADHS bei Erwachsenen existiert, habe ich keine Last damit, das ADHS zu verschweigen. Aber klar, wer sich freiwillig Ärger einhandeln will, soll das ruhig machen. Ich halte bestimmt niemanden davon ab, eine eventuelle Verweigerung der Approbation nach 6 Jahren Studium und zig stressigen Prüfungen zu riskieren.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Fliegerlein schreibt:
    Das gilt aber natürlich nicht für alle Berufe.
    Für welche Berufe würde es denn deiner Meinung nach nicht gelten? Entweder man ist eingeschränkt leistungsfähig oder man ist es nicht.

  6. #116
    Lebenskünstler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 3.994

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    Wenn ich das richtig verstehe,geht's gar nicht um persönliche Meinungen,sondern um den Unterschied zwischen erlaubnispflichtigen Tätigkeiten/Berufen und solchen,die nicht darunter fallen.

    Nimmt man eine Tätigkeit aus Kategorie 2 auf,muss man einem AG die ADHS nicht "auf die Nase binden".

    Ganz generell muss ich-als potentieller Patient-sagen,dass mir der Gedanke,von einem Arzt behandelt zu werden,der "meldepflichtige" Einschränkungen hat und diese bewusst verschweigt großes Unbehagen bereitet.

    Jedoch finde ich die jetzige Regelung auch irgendwie nicht hilfreich. Wenn einer stark eingeschränkt ist,wird er kaum in die Verlegenheit kommen,sich selbst melden zu müssen und jemandem ein Berufsverbot zu erteilen,nur weil etwas auf einem Stück Papier steht,ist -imho-Diskriminierung..
    Verwirrend.

  7. #117
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 3.793

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    summerset schreibt:
    So lange nicht mal jeder Psychiater daran glaubt, dass ADHS bei Erwachsenen existiert, habe ich keine Last damit, das ADHS zu verschweigen.
    Egal, was wir oder manche Psychiater glauben ... was zählt ist, dass es eine anerkannte Diagnose ist.

    summerset schreibt:
    Für welche Berufe würde es denn deiner Meinung nach nicht gelten?
    Es geht hier nicht um meine Meinung.

    Es geht darum, dass es bestimmte Berufe gibt, die als Voraussetzung haben, dass keine psychischen Erkrankungen/ Störungen vorhanden sein dürfen und wenn man die verschweigt, riskiert man Ärger.
    Das ist alles.
    Um welche Berufe oder Tätigkeiten das geht, ist da doch zunächst mal irrelevant ...

    Und das bedeutet auch nicht, dass man die Berufe/ Tätigkeiten nicht ausüben darf, aber es kann eine Einzelfallprüfung erforderlich sein.

    Aber es gilt für diejenigen Berufe nicht, in denen das nicht ausdrücklich gefordert ist ...

    Wenn für Busfahrer/ Polizisten/ Piloten/ Lokführer/ etc. in den Berufsanforderungen steht, dass keine psychischen Erkrankungen vorliegen dürften, genauso wie das für bestimmte erlaubnispflichte Tätigkeiten, wie z.B. dem Führen einer Schusswaffe (Waffenschein) oder dem Erlangen einer Erlaubnis zum Führen eines Luftfahrzeuges (Pilotenlizenz, man muss das ja nicht beruflich machen) der Fall ist, dann muss man es angeben oder man kann, wenn es rauskommt, Probleme bekommen.

    Es gibt aber genug Berufe, in denen man trotzdem tätig sein kann denn:
    summerset schreibt:
    Entweder man ist eingeschränkt leistungsfähig oder man ist es nicht.
    Das ist jetzt schon ein wenig arg vereinfacht, wenn nicht gar naiv oder?

    Wenn ein Farbenblinder als Techniker arbeitet und eine Hausverdrahtung mit Leitungen, die farblich kodiert sind, ausführt, dann würde ich mir glaube ich Sorgen machen, ob er wirklich der Richtige für diese Tätigkeit ist.
    Das bedeutet aber doch nicht, dass er nicht in anderen Berufen, in denen Farben keine so große Rolle spielen, nicht die volle Leistungsfähigkeit und Eignung haben kann.
    Das kann doch nicht wirklich ein ernstaft gemeintes Argument von Dir sein oder?

    Eignung zu einer Tätigkeit ist auch von der Tätigkeit und von den an diese Tätigkeit gestellten Anforderungen abhängig.
    Da muss man auch nicht mal unbedingt auf psychische Erkrankungen oder Störungen schauen, .... es gibt Eignungstests für Berufe, weil man wissen möchte, ob eine Person für einen bestimmten Beruf geeignet ist oder nicht.
    Und wenn z.B. jemand eher so der ungeschickte Grobmotoriker ist, dann dürfte Uhrmacher wohl nicht die beste Wahl für ihn sein.

    Ich bin als jemand mit einer Dyskalkulie gewiss nicht der richtige für Berufe, in denen schnelles Kopfrechnen zum Berufsbild gehört.
    Das heißt aber doch nicht, dass ich wegen der Dsyskalkulie in allen Berufen eingeschränkt leistungsfähig wäre ....

    Es ist eben nicht so, dass man entweder eingeschränkt leistungsfähig ist oder nicht, ... es ist immer auch im Kontext mit der Leistung zu betrachten, welche erbracht werden soll ...

    Inwiefern diese Anforderungen immer gerechtfertigt sind, steht auf einem ganz anderen Blatt.
    Dass für gewisse Tätigkeiten psychische Erkrankungen generell ein Ausschlusskriterium sind, halte ich für unangemessen, aber das schließt ja zunächst mal Einzelfallprüfungen nicht aus.
    Geändert von Fliegerlein ( 3.07.2016 um 11:11 Uhr) Grund: Fehlerkorrektur

  8. #118
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    ...zu dem nicht unwichtigen bzw. eigentlich existenziellen Teilbereich hier in diesem Thread Medizinstudium bzw. Arztberuf mit ADHS und der Frage ob und bis wann bzw. bis zu welchem Schweregrad das rein juristisch überhaupt geht, möchte ich noch folgendes los werden:....ich hatte hier geschrieben, dass die Impulsivität durch psychologische Testdiagnostik quasi nicht erfasst werden kann...ein schnelles Googlen dieses Themas belehrte mich jedoch schnell eines Besseren...man kann sehr wohl durch leistungspsychologische Testdiagnostik die Impulsivität quantitativ bzw. psychometrisch erfassen...

    ...was ist das Problem mit der Impulsivität in Medizinstudium bzw. Praktischem Jahr bzw. Arztberuf?...Nun, klassisches Methylphenidat wirkt nur sehr unzureichend gegen die Impulsivität bei ADHS. Methylphenidat wirkt zwar in ausreichender Dosierung gut gegen die anderen Teilsymptome der ADHS wie z.B. Konzentrationsfähigkeit, Aufmerksamkeit, Schlechtes Kurzzeitgedächtnis etc. aber eben nicht gegen die IMPULSIVITÄT !...

    ...meine Impulsivität wäre mir ganz am Ende meines Medizinstudiums beinahe zum Verhängnis geworden, das und die gravierenden Probleme, die ich dort bekommen habe, das habe ich im Verlauf dieses Threads ja bereits ausgeführt, wer die Details wissen will, kann das in diesem Thread nachlesen...

    ...bei genauer Betrachtung und Vergleich mit anderen Patientengruppen, die trotz ihrer Erkrankung den Arztberuf ausüben dürfen, kann man nur zu dem Schluss kommen, dass ein ADHSler, der zwar ohne Medikation nicht genügend funktional wäre für den Arztberuf, bei Medikation in ausreichender Dosierung und darunter keiner oder nur geringer bis moderater Symptomatik der ADHS jedoch schon, vor Gericht zum Arztberuf zugelassen werden würde...das wohl gemerkt unter der Voraussetzung einer gründlichen, objektiven und unbefangenen Gerichtsbarkeit...die Gerichte, insbesondere die höheren Instanzen in Deutschland sind übrigens tatsächlich meistens gründlich und objektiv....man kann vor Gericht und von Seiten des Gerichts nicht argumentieren, dass ein Typ I-Diabetiker, der nur MIT medikamentöser Insulin-Therapie, aber mitnichten ohne Insulin-Therapie zur Ausübung von Arztberuf und zur Durchführung des Medizinstudiums (PJ!) in der Lage ist, den Arzt-Beruf ausüben dürfen soll (die Rechtssprechung bejaht das ganz offenbar...), ein Mensch mit ADHS, der nur MIT medikamentöser Therapie aber nicht ohne zur Ausübung des Arztberufes in der Lage ist, jedoch nicht...das würde so spätestens vor dem Bundesverwaltungsgericht kassiert werden...aufgrund der "grundsätzlichen Bedeutung" (als juristischer Begriff) wäre offenbar eine Berufung und der Gang durch alle Instanzen auch ohne weiteres möglich...

    ...was war nun das Problem an dem Ganzen?...mit gängigem Methylphenidat lassen sich nicht alle Teilsymptome der ADHS ausreichend beheben...nämlich eben nicht die IMPULSIVITÄT !!!!!...(und ja, die Impulsivität lässt sich im individuellen Fall, in einer Einzefallbetrachtung, durch psychologische Testverfahren sehr wohl quantitativ messen...) ...und die könnte vor Gericht z.B. am OP-Tisch sogar als das größte Problem gelten...

    ...bezüglich der Impulsivität gibt es jedoch mittlerweile auch in Deutschland eine viel bessere Alternative zu Methylphenidat:...Lisdexamfeta min !!!!! bzw. Elvanse (Vyvanse in USA)...die Wirkung von Elvanse gegen die Impulsivität war bei mir eine Offenbarung...Wer also mit Elvanse bzw. Lisdexamfetamin in ausreichender Dosierung neben den anderen Teilsymptomen der ADHS auch die Impulsivität beheben kann, der ist vor Gericht aus dem Schneider...

    ....weil Fliegerlein als Pilot hier vom generellen Entzug der Fluglizenz bei Diagnose Diabetes mellitus (egal ob medikamentös gut therapiert oder nicht) geschrieben hat...erfreulicherweise ist die Rechtssprechung zur gesundheitlichen Tauglichkeit zum Arztberuf längst nicht so streng wie bei der Tauglichkeit zum Pilot...in den letzten 30 bzw. 40 Jahren hat sich da auch einiges zum Positiven gewandelt in der Rechtssprechung zu Tauglichkeit zum Arztberuf (vergleiche u.a. Roland Zeh, den ich hier im Thread schon verlinkt habe und hier nochmals http://news.doccheck.com/de/2057/arzte-mit-grenzen/ .....bzw. hier .....:http://www.stern.de/tv/stern-tv-vide...--3898480.html )...

    ...also letztendlich komme ich zu dem Schluss, dass bei ADHS in jedem Schweregrad die Ausübung des Arztberufes rein rechtlich möglich ist....jedoch tut mir derjenige, der als erster diesbezüglich den Gang vor Gericht antreten muss, bezüglich der emotionalen Belastung und erforderlichen Kraftanstrengung jetzt schon Leid...
    Geändert von ChaotSchland ( 8.09.2016 um 18:21 Uhr)

  9. #119
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 205

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    Wäre aber die Frage, wenn man wegen ADHS nen Austeilchsausgleich vom Dekanat bekommen hat, ob das dann beim PJ nicht gleich weitergegeben wird

    Gesendet von meinem SM-G903F mit Tapatalk

  10. #120
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Humanmedizin studenten aktiv im Forum?!

    ...die Frage ist wohl, was genau der Nachteil ist und wie sehr er sich auf die Funktionalität des Arztes bzw. Medizinstudenten auswirkt...ich hatte auch ne Kommilitonin mit Nachteilsausgleich, ne andere Kommilitonin, bei der ich nicht weiß, ob sie auch nen Nachteilsausgleich bekommen hat, war (wie Roland Zeh) wegen Meningitis in der Kindheit hochgradig schwerhörig, die hat immer gaaaanz laut geredet....

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