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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    iiO


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 396

    Ingenieurstudium

    Hallo,

    ich hab vor ab dem WiSe 2013 Maschinenbau zu studieren und mich interessiert, ob das jemand von euch schon erfolgreich hinter sich gebracht hat oder momentan am studieren ist. Andere Ingenieurszweige dürfen natürlich auch Antworten.

    Schreibt eure Erfahrungen? Diplom oder schon Ba/Ma? Eure Lernstrategien? Tips und sonstige Dinge auf die man achten sollte, auch auch ganz allgemein zum studieren? (Speziell auch im Bezug zu ADHS.)
    Wo habt ihr studiert? Uni oder FH? Einfach alles. Ich bin neugierig.


    Freu mich auf eure Antworten,
    iiO

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Ingenieurstudium

    Hallo iiO,
    ich habe den Dipl. Ing. Bau an der Fh gemacht und ihn vor 7 Jahren erfolgreich beendet. Ich habe aber länger als die Regelstudienzeit gebraucht, da ich auf dem zweiten Bildungsweg mein Fachabi abends in Teilzeit nachgeholt habe und danach erstmal fast fachfremd angefangen habe.

    Damals wusste ich noch nichts von meiner Diagnose. Aber eine Studienfreundin meinte als sie mal einen Artikel im Vorlesungsraum, hat liegen sehen, ob ich nicht ADHS haben könnte.
    Sie ist während einer Übung fast wahnsinnig mit mir geworden.


    Was mir geholfen hat das Studium erfolgreich zu beenden, war das lernen mit anderen.

    Das war zum einen für mich wichtig um überhaupt erst mal in die Thematik reinzukommen, dann ein weiterer Grund war es um bei der Sache zu bleiben, und zum anderen will man beim nächsten Treffen auch was gemacht haben.
    Es hat mir auch geholfen nicht mich im Detail zu verlieren.
    Mich nicht im Detail zu verliern viel mir oft schwer, weil ich einer bin, der wenn er es nicht versteht, es auch nur schwer hängen bleibt oder auf Dauer nicht anwenden kann.
    Aber gewisse Dinge sollte man erstmal als gegeben hinnehmen und bei mehrmaligen Üben, kommt dann auch das Verständnis und die Zusammenhänge hin.

    Ich war froh an einer FH zu studieren, wo der Baubereich von der Größe überschaubar war. Ich hatte mich engagiert im Fachbereichsrat und in der Fachschaft und hatte so auch einen anderen Draht zu den Professoren.
    Auch hat es mir später geholfen bezüglich der Bafögzahlung. Die wurde mir aufgrund der Tätigkeit verlängert. Ob es heute noch so ist weiß ich nicht, aber es hat das Ganze zum Schluß hin entspannt.

    Durch die geringe Größe des Baubereiches in der Fh, viel den Proffessoren auch auf, wer sich ins Zeug legte und wer nicht.
    Solltest du der Mensch sein, der keine Probleme hat Fragen zu stellen, ist es hilfreich die Proffessoren zu fragen, wenn du nicht weiter kommst. Natürlich dann erst wenn du dich festgebissen hast und nicht weiterkommst.

    Bei mir war es so, dass mein Studium beinahe an Mathe gescheitert ist, weil ich da schon zweimal durch die Prüfung gefallen bin. Aber vor dem letzten Versuch konnte ich eigentlich alles und habe den anderen in der Vorlesung geholfen, es zu verstehen. Das hat dann mein Proffessor dann auch wohlwollend aufgenommen. Denn in der Prüfung hatte ich dann verständlicherweise Prüfungsangst. Ich konnte aufeinmal nicht mehr auf das zurückgreifen, was ich vorher wusste.
    Es hat dann am Ende gerade noch mit einer vier gereicht. Mein Prof. hat mich während seiner Korrektur dann bei einer Fachbereichsratsitzung versucht zu beruhigen.

    Was ich damit sagen will, baue dir ein gutes Umfeld im Studium auf. Lernpartner sind sehr wichtig um sich beim Lernen zu halten. Und ein guter Draht zu den Proffesoren ist auch wichtig. Sie sind auch nur Menschen. Aber das auch in allen Belangen.

    Ich habe auch in den Semesterferien gesehen, dass ich etwas im Bereich Bau gearbeitet hatte. Somit konnte das eine in das andere vom Wissen greifen.
    Meine Diplomarbeit habe ich dann auch in einem Ingenieurbüro geschrieben. Das war im nachhinein auch von Vorteil. Ich denke den Aufwand den ich betrieben habe, hat dann sich auch in der Berwertung niedergeschlagen.

    So jetzt lass ich es mal gut sein..ich könnte jetzt bestimmt noch einiges schreben..
    Wenn du noch fragen hast, dann her damit.

  3. #3
    Merħba

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 447

    AW: Ingenieurstudium

    Hallo iiO

    Also ich habe Rescue Engineerng mal ausprobiert und es nach einem Semester dankend abgelehnt. Ok, Hand aufs Herz, zu schaffen ist das allemal, aber man sollte sich in Mathe doch einiges zutrauen und den berühmten langen Atem mitbringen.

    Wenn du damit keine Probleme hast, nur zu, will dich da nicht entmutigen

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 89

    AW: Ingenieurstudium

    Hallo iiO,

    ich habe an der FH Informationstechnik studiert. Damals wusste ich auch noch nix von meinem ADHS. Erst am Ende des Studiums, wo so gut wie alle wichtigen Klausuren hinter mir lagen, sah ich eine Dokumentation im TV über Mütter von ADHS-Kindern, die merkten dass sie ja genauso sind wie ihre Kinder. So hörte ich das erste Mal von ADHS ohne Hyperaktivität und ich erkannte mich in so vielen Dingen wieder. Allerdings habe ich noch vier Jahre gebraucht, bis ich mich zu einer Diagnostik durchgerungen habe.

    Aber nun zurück zum Thema. Es fiel mir sehr schwer alleine in der Studentenbude zu lernen. Ich habe es nur geschafft, weill ich mir wirklich jede andere Ablenkung "verboten" hatte. Dies war dann nur hinderlich in Bezug auf Ordnung in der Bude halten und putzen. Das ging in den akuten Lernphasen kaum. Weil auch das hätte mich vom Lernen abgelenkt. Es waren für mich immer sehr anstrengende Phasen. Und ich glaube mein größter Antriebsmotor war immer die Angst zu versagen - so blöd sich das auch anhört. Na ja, es war natürlich auch viel Interesse und Wissbegierde an elektrotechnischen/physikalischen Vorgängen, und Informatik im Spiel, um das ganze zu relativieren. Ohne die wäre es nicht gegangen. Ich will einfach wissen wie die Welt funktioniert und warum.

    Als sehr gute Hilfe fand ich es mich mit anderen zum Lernen zu verabreden. Das war vielleicht nicht immer so ganz produktiv, denn nicht immer war der Lerneifer stärker als die Blödeleien die zwischendurch auch sein mussten. Aber trotzdem half es mir zu sehen wo ich stehe im Vergleich mit den Anderen. Und ich konnte so eher abschätzen wo ich noch Lernbedarf hatte. Jeder konnte sein Wissen mit den Anderen austauschen. Und es gab halt immer jemanden der etwas aus der Vorlesung besser verstanden hat als die Anderen. So konnte derjenige den Anderen dann erklären wie es funktioniert. Und wenn ich dann was erklären konnte, half es mir ja auch beim Erklären zu sehen wo vielleicht noch Lücken sind, weil ich an der ein- oder anderen Stelle auch nicht genau bescheid wusste. Oder ich hab beim Erklären gemerkt, dass der Stoff sitz, weil es danach keine offenen Fragen mehr gab.

    Na ja und der Druck zum Schluss des Studiums kein Bafög mehr zu kriegen, weil ich natürlich auch länger als Regelstudienzeit brauchte, hat mich dann auch noch mal angetrieben fertig zu werden.
    Ach ja und die Angst nach dem dritten Fehlversuch in eine mündliche Prüfung gehen zu müssen, haben dafür gesorgt, dass ich alles Prüfungen spätestens im zweiten Versuch geschafft hatte. Denn mit mündlichen Prüfungen habe ich bis jetzt immer nur schlechte Erfahrungen gemacht.

    Ich muss aber sagen mich hätten eigentlich während des Studiums auch noch andere Studienfächer aus Mechatronik interessiert, zumal ich ja in meinem ersten Berufsleben Technische Zeichnerin im Maschinenbau war. Auch so Fächer wie Solartechnik, die mehr für die Elektrotechniker gedacht sind, hätte ich noch gerne als Wahlfach belegt. Aber mich kosteten die Fächer, die ich belegen musste einfach so viel Energie, dass ich es nicht schaffte diese noch außer der Reihe mir anzuhören. Dafür hätte ich mir dann wohl noch ein Extrasemester für einplanen müssen. Aber am Ende war einfach die Luft raus und ich wollte nur noch fertig werden.


    LG
    BElanna

  5. #5
    iiO


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 396

    AW: Ingenieurstudium

    Hallo, erstmal vielen Dank für eure Antworten ,

    Rescue Engineerng stand auch bei mir zur Auswahl, aber war mir dann doch zu speziell, falls es danach nicht mit der Berufsfeuerwehr klappen sollte.

    Aber gibts den hier im ganzen Forum keinen Maschinenbauer? Wäre doch mal schön einen "Kollegen" zu haben, den ich dann eventuell mit Fragen löchern könnte. Traut euch

  6. #6
    Merħba

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 447

    AW: Ingenieurstudium

    iiO schreibt:

    Rescue Engineerng stand auch bei mir zur Auswahl, aber war mir dann doch zu speziell, falls es danach nicht mit der Berufsfeuerwehr klappen sollte.
    Das war auch meine Motivation, aber von den zuvor genannten dingen mal abgesehen haben sie uns den Zahn ganz schnell gezogen. 90% gehen deswegen dahin, aber die meisten würden ohnehin woanders landen hieß es.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Ingenieurstudium

    iiO schreibt:
    Aber gibts den hier im ganzen Forum keinen Maschinenbauer? Wäre doch mal schön einen "Kollegen" zu haben, den ich dann eventuell mit Fragen löchern könnte. Traut euch
    Kuckuk, hier!

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Ingenieurstudium

    Ich habe eine großes Problem mit der "geteilten Aufmerksamkeit". Wenn ich in einer Vorlesung mitschreiben muß, ist das, was zur gleichen Zeit passiert, für mich meistens ein schwarzes Loch. Für mich ist es optimal, wenn sich der Lehrende an ein Script oder ein Fachbuch hält, ich mich vorbereiten kann und nicht mitschreiben muß. Leider ist das nicht immer der Fall.

    Jeder wird seine Probleme im Studium sicher anders erleben. Da Du noch Zeit hast bis zum Studium, finde bis dahin raus, wie Du am besten lernen und verstehen kannst, falls Du das noch nicht weiß. Warte damit nicht bis zum Studienbeginn. Lies Bücher über Lernmethoden, versuche verschiedene Lernumgebungen aus (Bibliothek, zu Hause, Cafe usw.). Versuche Dich schon vor dem Studium zu strukturieren und Dinge, die Dich ablenken könnten, zu beseitigen. Mache einen Brüchenkurs.

    Viel Erfolg!

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 104

    AW: Ingenieurstudium

    Bin angehender B.Eng. in Werkstofftechnik, habe aber fast 10 Jahre dazu gebraucht.
    Das liegt aber auch daran, dass ich meine Diagnose noch nicht so lange habe.
    Den Master würde ich jetzt bestimmt auch in 4 Jahren schaffen...

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 131

    AW: Ingenieurstudium

    Drood schreibt:
    Bin angehender B.Eng. in Werkstofftechnik, habe aber fast 10 Jahre dazu gebraucht.
    Das liegt aber auch daran, dass ich meine Diagnose noch nicht so lange habe.
    Den Master würde ich jetzt bestimmt auch in 4 Jahren schaffen...
    dein durchhaltevermögen ist wirklich respektabel

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