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Diskutiere im Thema Wie finde ich den richtigen Job??? im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #1
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    Wie finde ich den richtigen Job???

    Hallo allerseits,

    vielleicht kann mir jemand einen brauchbaren Tipp geben,

    seit mittlerweile1 1/2 Jahren suche ich nach dem richtigen Job für mich. Weder die Maßnahme zur beruflichen Reintegration psychisch Kranker noch die Betreuung durch den Integrationfachdienst konnten mich wirklich weiterbringen....

    Eigentlich habe ich Sozialpädagogik studiert, habe aber den AD(H)S-typischen "abgerissenen Lebenslauf" mit Lücken, häufigen Jobwechseln und immer wieder Arbeitslosigkeit. In meinen Jobs habe ich aber immer wieder festgestellt, dass ich gerade mit "schwierigen Kunden (Klienten, Teilnehmern, Besuchern, was auch immer...)" gut zurechtkam und solide Vertrauensbasen aufbauen konnte.

    Eine Mutter hat mich mal angerufen um mir zu sagen, dass ich die erste Pädagogin sei, die ihr Sohn (auch ADHS, hatte durch das Medikament so wenig Appetit, dass er bedrohlich abgenommen hat, kann es deswegen nicht nehmen) akzeptiere und der er vertraue.....

    Die Psychologin von der Agentur für Arbeit (ich habe dort eine MPU gemacht) meinte zunächst, ich könne nicht mehr pädagogisch arbeiten und solle irgendwo alleine in einem Büro arbeiten, damit ich nicht bei den Kollegen anecke.

    Das geht gar nicht!!! Da würde ich eingehen, mich aleingelassen fühlen und erst recht sozial isoliert sein. Ausserdem komme ich aus der Schiene beraten, begleiten und unterstützen einfach nicht raus.... ich brauche etwas, wo ich Kontakt zu Menschen habe, wo ich gefordert werde (Unterforderung ist Stress für mich und macht mich auf die Dauer aggressiv), wo ich meine (z.B. extrovertierten) ADHS-Qualitäten einsetzen kann, und es darf kein "Haifischbecken" sein.

    Meine Beraterin vom ifd meinte, sie traue mir die pädagogische Arbeit durchaus zu, aber gerade in dem Bereich werden sehr hohe Anforderungen an die psychische Gesundheit gestellt.
    Ich denke, ich bin reflektiert genug und auf Basis meiner eigenen Erfahrungen und speziellen Fähigkeiten (Beispiel Empathie) könnte ich gerade andere Menschen mit AD(H)S gut unterstützen, weil ich weiß, was das bedeutet.
    Andererseits bin ich aufgrund der hohen Emotionalität nicht immun vor schlechten Tagen mit starken Gefühlsausbrüchen.

    Ich musste kämpfen, damit sie mir die Arbeit in ausgewählten Bereichen (Beratung, kurze Klientenkontakte...) zugestehen, damit die Förderung nicht wegfällt, es ist dann natürlich noch schwerer was zu finden.

    Mein Reha-Berater hat mir gesagt, dass ich im Intelligenztest in meiner Vergleichsgruppe überdurchschnittlich gut war (wow hat mich das in der Vergangenheit viel Arbeit gekostet, so etwas Positives über mich zu sagen...)
    Er meinte, ich solle mich nicht unter Wert verkaufen... na toll

    Die ganze Sache ist dadurch erschwert, dass ich zeitlich nicht so flexibel bin, weil mein Mann Vollzeit arbeitet und unsere Kinder "nur" von 08.00 - 16.00 Uhr betreut sind, im pädagogischen Bereich findet ja oft gerade am Nachmittag viel statt.

    Ich habe schon an einen Rezeptionsjob gedacht, aber sowas ist natürlich heiß begehrt und die wollen meistens eine kaufmännische Ausbildung....
    geringfügig würde ja schon reichen....

    rein rational weiß ich, daß mir kaum eine andere Möglichkeit bleibt, als irgendeinen Hilfsjob anzunehmen, aber emotional habe ich das Gefühl, das ich dann nie wieder da raus komme und meinem Stress mit der Unterforderung ausgeliefert bin.

    Versteht mich nicht falsch, ich bin mir nicht zu fein dazu (ich habe schon diverse Hilsjobs gemacht), aber ohne eine wirkliche Perspektive dahinter kommt ganz schnell die Negativ Schleife, dass ich nicht zu mehr tauge, was dann wieder mein Selbstbild verschlechtert

    Ich will einfach nicht wieder so tief in die Depressionen zurück und versuche von mir fern zu halten was mir nicht gut tut.....

    Aber finanziell wird es immer enger, es muss was passieren...

    Ausserdem kriege ich so langsam die Krise, weil ich zu Hause bin. Dazu kommt, dass ich eine schlechte Hausfrau bin, ich schaffe es gerade mal die Wäsche halbweg regelmäßig zu waschen, bügeln tue ich gar nicht erst und gelegentlich schaffe ich es nach einer halben Stunde Gedankenschleifen dann doch noch zu fegen und den Geschirrspüler auszuräumen.....
    Wenn ich dann sehe, wie wenig ich hinbekomme, bin ich total unzufrieden mit mir und ärgere mich darüber, dass ich mich nicht zu mehr aufraffen kann...

    Ich habe mir schon überlegt, mich irgendwo ehrenamtlich zu engagieren, damit ich hier raus komme... (Vielleicht gibt es ja in der Selbsthilfegruppe Münster eine Möglichkeit für mich, Elternberatung, oder so...)

    hat hier irgendjemand eine Idee für mich?

    LG Tanja

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Wie finde ich den richtigen Job???

    Hallo Tanja,

    ich hoffe, ich verstehe Dein Anliegen richtig. Ich selbst habe acuh schon die Erfahrung gemacht, dass das Jobcenter unter Umständen bei der Suche nach Arbeit kontrapruduktiv sein kann. Du klingst, als würdest Du Deiner Ausbildugn gemäß sehr gut pädagogisch arbeiten können und Du solltest Dich vom Jobcenter da nciht durcheinander bringen lassen. Natürlich macht es depressiv in einem Job tätig sein zu müssen, der keine Perspektiven zur eigenen Weiterentwicklung bietet. Du wirst unter Umständen die meiste Zeit Deines TAges mit dieser Arbeit verbringen, da solltest Du das Gefühl haben, dass Du diese Zeit genießen kannst.
    Ich rate Dir also Dich für pädagogische arbeitsstellen zu bewerben. Inwieweit Dich das Jobcencetr zwingen kann auch andre Bewerbungen abzuschicken weiß ich natürlich nicht, aber ich würde dann halt auch ein paar woanders hinschicken und nciht panscih werden: Du bestimmst wo Du arbeiten willst.

    Sich ehrenamtlich zu betätigen ist bestimmt auch eine sehr gute Idee, allerdings langfristig keine Alternative, weil Du ja schreibst, dass es finanziell knapp wird. Es könnte aber viellecht helfen, weil Du dabei sozusagen für zukünftige Arbeitsgeber noch einmal Referenzen aus der Gegenwart erhältst.

    Ich hoffe, cihhabe Dich richtig verstanden. Liebe Grüße lolli

  3. #3
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wie finde ich den richtigen Job???

    lolli schreibt:

    Ich rate Dir also Dich für pädagogische arbeitsstellen zu bewerben. Inwieweit Dich das Jobcencetr zwingen kann auch andre Bewerbungen abzuschicken weiß ich natürlich nicht, aber ich würde dann halt auch ein paar woanders hinschicken und nciht panscih werden: Du bestimmst wo Du arbeiten willst.
    Was ist mit den Anforderungen an die psychische Gesundheit? Mir gibt ja niemand eine Chance. In meinem Wohnort ist der Arbeitsmarkt im pädagogischen Bereich dermaßen übersättigt, da komme ich nicht dazwischen und dann die ADHS die ein gewisses Verständnis von der Umgebung fordert, die denken sich doch: oh gott die macht doch nur Probleme, Es gibt ja genug andere Bewerber.

    Weil mein Mann soviel verdient, dass wir gerade oberhalb der Hartz 4 Grenze sind, ist die Agentur für Arbeit für mich zuständig, nicht das Jobcenter, allerdings bekomme ich seit November kein Arbeitslosengeld mehr, die machen mir überhaupt keinen Bewerbungsstress, aufgrund meines Reha Status´ darf ich auch Angebote mit Begründung ablehnen. Mir geht es eher darum, dass sich vielleicht eher ein Arbeitgeber für mich interessiert, wenn es eine Förderung gibt....

    Aber nachdem, was ich hier in den ersten zwei Tagen so mitbekomme, bin wohl doch noch nicht so weit mit mir wie ich dachte....

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Wie finde ich den richtigen Job???

    Ach, das habe ich dann wirklich falsch verstanden....glaubst Du denn selbst, dass Du einen solchen Job nicht schaffst? Muss man ADHS angeben? Ich kenne mehrere Leute die ADHS haben und in solzialen oder pädagogischen Berufen arbeiten, da weiß das keiner auf der Arbeitsstelle. Man macht ja auch nciht perse Probleme, wenn man ADHS hat. Du hast Deine Fäjigkeiten ja schon wunderbar beschrieben. :-)

  5. #5
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wie finde ich den richtigen Job???

    Hallo lolli,

    ich bin mir nicht so sicher, ob ich das wirklich gut mache.... Was Empathie, Vertrauensaufbau, Engagement.... angeht sicherlich,
    aber manchmal bin ich auch wie ein Elefant im Porzellanladen und merke es vielfach gar nicht, oder erst hinterher

    man kann mich durchaus darauf hinweisen, ich finde das sogar gut...(vielleicht kann ich mich dadurch näher an meine Wahrnehmung herntasten), wenn andere mir ehrliche Rückmeldungen geben...

    na ja, eigentliches Thema...
    Im Sozialen kommt es ja auch oft daran, sich selbst zurückzunehmen, damit der Klient aus sich herauskommen kann.... Je mehr ich über jemanden weiß, desto besser kann ich ihm helfen... Aber auch wenn ich vorbereitet in ein Gespräch gehe, schaffe ich das nicht immer.... für andere Pädagogen ein No-Go

    andersrum kann ich meinem Gegenüber damit aber auch dokumentieren, dass auch ich nicht perfekt bin,

    schließlich hat und macht jeder Fehler, es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht

    Trotzdem kann das im Job ganz schon hinderlich, insbesondere unter den Kollegen (meisten knallharte Konkurenz)

    Eine Krankheit muss ich meinem Arbeitgeber dann mitteilen, wenn das meine Arbeitsleistung beeinträchtigen kann.

    na toll, ja und nein....

    wenn ich es verschweige, wird mein Verhalten trotzdem irgendwann auffällig und dann oft falsch interpretiert (Geltungsdrang, durchgeknallt, Distanzlos, aufdringlich, hektisch....), dann bin ich wieder da, wo ich gescheitert bin...

    Vor lauter Absagen, bzw noch nicht mal das, glaube ich schon fast nicht mehr daran, meinen Job zu finden.....

    Es ist zum

    LG Tanja

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 27

    AW: Wie finde ich den richtigen Job???

    Hallo Tanja,

    ich verstehe das Problem jetzt besser. In welchem Bereich arbeitest Du genau? Ich vermute, dass Dein Verhalten in manchen Bereichen besser ist als in anderen. Mit Flüchtlingskindern zum Beispiel vielleicht angebrachter als bei ganz kleinen Kindern oder so.

    Du klingst so begeistert von dem was Du gelernt hast, dass ich denke, irgendwie bekomst Du das bestimmt in den Griff. Machst Du eine Therapie?
    Leider bin ich erst am Anfang in dem ganzen Nachdenken über ADHS, so daß ich keinerlei Erfahrungswerte habe...

    Ich denke schon, dass Du lernen musst Dein Verhalten so einzusetzen, dass es förderlich für den Job ist - manchmal ist es ganz gut durchgeknallt zu sein, manchmal eben acuh nciht. Und dann solltest Du das reflektieren und in den Griff bekommen. Wann hast Du das letzte Mal in Deinem Bereich gearbeitet? Und wie kam es zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses? Vielleicht lohnt es sich einfach weiter zu probieren. MAnchmal wächst man mit seienn Aufgaben. ;-)

    LG lolli

  7. #7
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wie finde ich den richtigen Job???

    Hallo Lolli,

    bestimmte Bereiche schließe ich für mich sowieso aus, dazu gehört auf jeden Fall die Arbeit mit Kindern, weil Reizüberflutung.... (Im OGS oder Kindergarten zu arbeiten wäre auf Dauer der Horror).

    Ich habe zuletzt vor ca. 2 Jahren in der beruflichen Förderung gearbeitet, der Job war toll, ich habe ihn geliebt, aber die Strukturen drumherum passten nicht, chronisch unterfinanzierte Maßnahmnen, mit denen der Träger noch Gewinn erwirtschaften will, immer befristete Verträge, so dass die Kollegen spätestens wenn die Befristung näher rückte heftigst konkurieren und sich gegenseitig/mich schlecht gemacht haben um besser dazustehen.
    Da hackt die eine Krähe der anderen ein Auge aus, wenn sie sich dadurch einen Vorteil verspricht.

    Ich hatte einen burnout und war bis zum Ende meiner vertraglichen Befristung krank geschrieben, weil es mir laut Psychologen und Neurologen nicht zuzumuten war, da nochmal hinzugehen. Ich habe denen auch gesagt, dass ich keinen neuen Vertrag will, der Laden ist wie ein Trigger für mich...

    Ich meine ja eigentlich auch, dass ich in dem Bereich arbeiten kann, aber nur, wenn die Strukturen und das Team stimmen, was beim letzten Job einfach nicht der Fall war.
    Wie das Team ist, kann ich vorher nicht wissen und die Strukturen sind fast überall gleich...... (liegt ja auch an den Vorgaben der Kostenträger und da sich viele Bildungsträger auf immer weniger Maßnahmen bewerben unterbieten die sich alle und dann feheln in der Durchführung die Mittel, "das müssen dann die Pädagogen mal irgendwie machen.....denen fällt schon was ein" )

    Ich bewerbe mich ja schon nur auf Stellen, wo ich denke, dass ich darin gut bin, aber keiner glaubt mir das..... Durch das selektive Bewerben ist die Menge natürlich nicht so hoch, wie bei anderen, manchmal überlege ich auch so lange, ob es für mich Sinn macht, mich zu bewerben, dass die Stelle dann schon längst weg ist.

    Wenn ich dann eine passende Stelle gefunden habe, konkuriere ich mit mindestens 300 anderen Bewerbern, und die haben bestimmt nicht alle so einen lückenhaften Lebenslauf wie ich und viele sind eben auch zeitlich flexibler (es tut mir ja leid, dass ich Kinder habe, um die ich mich auch noch kümmern möchte...)

    Im Moment bin ich da ziemlich desillusioniert. Es ist mir nicht immer möglich, mein Verhalten gezielt einzusetzen, das ist ja das Problem an der Sache...

    Wie gesagt, in entsprechenden Unterstützungsangeboten von der Agentur für Arbeit konnte mir auch keiner helfen. Die Psychologin von der MPU hat mir gesagt, sie kenne sich mit AD(H)S aus, den Eindruck hatte ich aber gar nicht...

    Ich mache seit fast drei Jahren eine Verhaltenstherapie.....

    Keine Ahnung was ich machen soll, ausser nicht aufgeben und weiter Absagen kassieren

    LG Tanja

  8. #8
    Hakuna Matata

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 781

    AW: Wie finde ich den richtigen Job???

    Hallo Tanja,

    ich studiere derzeit auch Pädagogik und beschäftige mich so gerade ein Jahr vor meinem Abschluss auch mit möglichen Berufsfeldern.

    Wenn du sagst, dass dir der Bereich Beratung, etc. so sehr zusagt, hast du mal überlegt dich in dem Gebiet selbstständig zu machen? Also es gibt ja viel so freie Referenten etc. die immer wieder in verschiedensten Situationen und Institutionen arbeiten. Also z.B. in Familienzentren Vorträge für Eltern halten und auch verschiedene Klienten/Familien beraten und betreuen. Oder Kurse/Trainings/etc. für spezielle Zielgruppen zu verschiedenen Themen anbieten.

    Natürlich ist Selbstständigkeit vermutlich auch mit mehr Arbeit, Organisation und Mühe verbunden als ein bloßes Angestelltenverhältnis. Du hättest auf der anderen Seite jedoch auch dir Vorteile die Termine an dein Leben anzupassen und genau das zu tun in dem du richtig gut bist. Und nur so viel dass es dich nicht überfordert.
    So könntest du deine Stärken ausnutzen und gleichzeitig deine Schwächen umschiffen bzw. taktisch kompensieren. Außerdem hättest du nicht den immer gleichen Trott und viel Abwechslung.

    Ich kann mir für mich sowas evtl. ganz gut vorstellen und vielleicht wäre es ja auch eine Möglichkeit für dich?

    Klar kann einem die ganze Arbeit zu Anfang - Finanzen, Organisation, finden & binden von Kunden, ... - wie ein riesen Berg vorkommen. Aber ich denke der Bedarf an solchen Leuten ist groß und wenn man die erste Klippe mal geschafft hat, kann es ganz gut laufen.


    Lieben Gruß,
    l1nch3n

  9. #9
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Wie finde ich den richtigen Job???

    Hallo l1nch3n,

    danke für deinen Tipp, über Selbständigkeit habe ich auch schon nachgedacht, aber in meinem Wohnort gibt es 2 Hochschulen, die das Studium soziale Arbeit
    (Trennung Soz.Päd. und Soz.Arb. ist das einzig positive am Bachelor )

    anbieten und es ist sehr schön hier, sodass viele zum Studieren kommen und nicht wieder gehen (hihihi, wie ich)... Entsprechend vielfältig und (leider auch) gesättigt ist der "pädagogische Arbeitsmarkt"

    Wegen meiner Kinder bin ich örtlich gebunden und hier gibt es Angebote wie Sand am Meer.... ich habe da schon an Elternberatung für AD(H)S Kinder gedacht,

    weil unsere 9-jährige Tochter trotz der ADHS Gemeinsamkeit mit mir keine Komorbiditäten hat, Selbstbewußtsein, Sozialverhalten... alles klasse

    Ich will mich/uns eigentlich nicht loben, aber als die uns beim Kinderpsychologen erzählt haben, wie wir damit in der Erziehung umgehen sollen, konnten wir sagen, dass wir das nie anders gemacht haben (na ja, nie stimmt nicht ganz, keiner ist fehlerfrei, aber wenn ich unfair gegenüber den Kindern war, stehe ich dazu, erkläre ihnen warum das bei mir so war und entschuldige mich)

    Im Grunde denke ich sowieso, dass nur AD(H)S´ler wirklich wissen, wie´s in einem aussieht, die "Stinos" können sich viel Mühe geben, aber das Gespür, wann ein AD(H)S´ler trotzt und wann sein Verhalten auf Hilflosigkeit gegenüber den ADHS-Symptomen zurückzuführen ist, werden sie wahrscheinlich nicht entwickeln können. Aber in der pädagogischen Berufswelt wird ein sehr hoher Anspruch an die psychische Gesundheit gestellt und mei Lebenslauf zeigt, dass was mit mir nicht stimmt.

    So und jetzt wieder zurück zum Eigentlichen (sorry, dieses Sch... Abschweifen...):

    Ich weiß nicht, ob ich mir eine SElbständigkeit wirklich zutraue, Strukturen im Job einhalten, mit klarem Arbeitsauftrag planen und organisieren .... alles kein Problem...(War früher sogar AStA Referentin und habe Parties und Demos geplant und organisiert.... Aber mir selbst die gesamte Struktur geben????
    Du müsstest nur unsere Wohnung sehen (ich bin ja eigentlich den ganzen Tag zu Hause und die Kinder bis 16.00 Uhr in der Schule), selbst das krieg ich nicht organisiert...

    Und wenn ich dann noch an die ganze Buchhaltung denke.... Außerdem brauche ich ja den kollegialen Austausch, schon weil ich ein (zu) kommunikativer Mensch bin, so alleine vor mich hin zu arbeiten....

    Und Selbständig kommt von selbst und ständig, ich glaube nicht, dass das mit der freien Zeiteinteilung so einfach ist.....

    LG Tanja

  10. #10
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Wie finde ich den richtigen Job???

    Hallo liebe Tanja,

    wie ähnlich wir uns doch sind

    Mir geht es ganz genauso. Alles, was du schreibst passt auf mich.

    Seit Februar 2012 beziehe ich vorzeitige Erwerbsunfähigkeitsrente und insges. sitze ich jetzt 1,5 Jahre zuhause untätig herum. Ich war insges. 31 Jahre arbeiten, nur mit winzigen Lücken arbeitslos. Und immer in beratenden und helfenden Anstellungen.

    Hey sucht "unser" Arzt in Münster keine Halbtageskraft? Fiel mir gerade so ein

    Ich habe auch schon überlegt, so eine Art Chat/Forum/Telefondienst in Sachen Lebenshilfe aufzubauen, auf selbständiger Basis. Auch ich kann mir nicht mehr vorstellen, in einem Haifischbecken etc zu arbeiten. Und auch ich benötige den Freiraum, den l1nch3n so schön beschrieben hat.....dass man seine Stärken und Schwächen so zum Einsatz bringen kann, wie es einem selbst gut tut.

    lg Heike

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