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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 596

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    loekoe schreibt:
    Thema Telefonieren:Bietet deine Firma evlt. Telefontrainings an? Dann kann ich dir nur empfehlen, dass zu nutzen. Dort wirst Du auch viele Tipps bekommen, wie es für dich einfacher wird.
    leider nicht...sind eine kleine firma. zettel und stift habe ich immer parat.

    danke für die tipps

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 5

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    Die erste Idee die mir einfällt wäre schon beim ersten mal wenn Du den Namen nicht verstanden hast wenn möglich immer buchstabieren lassen und sofort mitschreiben.

    zB.: Bitte seien Sie so lieb und buchstabieren mir ihren Namen, (und Tel. Nr. ?) damit ich es ordnungsgemäß weiterleiten kann.

    Wenn du Dir das auf einen Zettel schreibst brauchst es nur ablesen. Mancher wird sich vielleicht wundern, aber wenn du es so praktizierst werden dir geschätzte 90% den Namen buchstabieren ohne sich zu wundern.

    Sollte doch jemand fragen warum er Buchstabieren soll, kannst du immer noch sagen: ich habe im Moment etwas Schwierigkeiten mit meinem Gehör (z.B.)

    Immer nach dem selben Schema verfahren könnte dir Sicherheit bringen, man wundert sich oft hinterher wie einfach es doch sein kann.

    Die ersten paar mal kostet es ganz bestimmt Überwindung so zu verfahren.

    Vielleicht probierst du es einfach mal aus.

    Bin gespannt.

    Gruß sisniezuspät

  3. #13
    Simönchen

    Gast

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    Erstmal hallo ihr Lieben

    Bin seit zwei Wochen diagnostiziert und mittlerweile mit Ritalin 1 - 1/2 - 0 versorgt, und ich muss sagen, es hilft mir enorm.

    Meine berufliche Ausgangssituation ist anders: ich bin in einem therapeutischen Beruf tätig und daher direkt am oder mit dem Patienten beschäftigt. Verdammt, war das sch... vor der endgültigen ADHS-Diagnose!!!

    Bei mir war das Hauptproblem, dass ich nach spätestens dem zweiten Satz des Patienten mit den Gedanken schon wieder komplett woanders war. Was einfach unmöglich ist, da eine ausführliche Anamnese zu meinem Job gehört - das hab' ich nur in den seltensten Fällen geschafft, muss ich zu meiner Schande gestehen. Ich habe wohl die Töne aus dem Mund meines Gegenübers gehört und auch gesehen, dass er denselben bewegt, gleichzeitig hab ich aber ans Mittagessen gedacht, dass ich noch einkaufen gehen muss, ob mein Kater wohl schon wieder gekotzt hat usw. usf.

    Im Laufe der Zeit, wenn die Patienten länger von mir betreut wurden, war es jedesmal extrem peinlich, mich an wirklich wichtige Dinge aus der Anamnese nicht mehr erinnern zu können - obwohl ich sie mir sogar notiert hatte. Ich habe nicht selten sehr verdutzte und skeptische Blicke geerntet, und die Aussage "Sie sind aber vergesslich..." kam auch einige Male.

    Gut, ich konnte mich meist auf mein hohes Patientenaufkommen berufen und dass ich mir diesbezüglich nicht jeden Pups merken kann (klingt jetzt gemein, ist aber so), von daher ging's... war aber eine Qual.

    Bevor ich meine Diagnose hatte und auf Ritalin eingestellt wurde, habe ich versucht, mir durch ein persönlich, nur für mich erstelltes Anamneseblatt mit genauen Fragen in immer derselben Reihenfolge zu helfen - ich habe alles sofort notiert und versucht, nicht abzuschweifen. Dazu musste ich mich oft regelrecht zwingen, was psychisch unglaublich anstrengend war und mich manchmal richtiggehend aggressiv machte. Aber es half mir, wenn auch nur bedingt.

    Nun, mit Ritalin:

    eine UNGLAUBLICHE Verbesserung. Ich bin bei der Sache, merke mir, auch ohne jedes Detail zu notieren so gut wie alles Ich muss nicht mehr bevor ich zum Patienten gehe, alles vom Blatt ablesen, kurz überfliegen reicht, und die Erinnerung ist wieder da. Den größten Unterschied bemerkte ich auf einer einwöchigen Fortbildung letzte Woche:

    normalerweise bin ich diejenige, die nicht folgen kann, aus dem Fenster guckt und zum Schluss die Zusammenfassung und die wichtigsten Dinge von den Kollegen abschreibt. Dieses Mal war ich voll dabei und konnte auch zum Ende eines zweistündigen Vortrags eine eigene Conclusio schreiben - diesmal hat man von mir abgeschrieben und sowas ist wirklich noch NIE passiert

    Ich bin sehr dankbar, beim richtigen Arzt gelandet zu sein - und ich bin trotz vorheriger Skepsis auch dankbar für die Ritalin-Verschreibung.

    Euch allen alles Liebe!

    Simönchen

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    Also ich für meinen Teil habe immer ein Notizbuch (Kladde) auf meinem Schreibtisch und schreibe hier gleich ein paar Stichwörter mit bei jedem Telefonat. Die Kladde nutze ich auch, wenn mein Chef was will. Ohne wäre ich total verloren, denn ich hätte die Hälfte von dem Gesagten 30 Sek. später wahrscheinlich schon wieder vergessen.
    Also eine Kladde ist die Nummer eins bei meinen Hilfsmitteln.

    Ansonsten lege ich mir Dinge/Vorgänge, die ich nicht vergessen darf so auf den Schreibtisch, dass sie mich stören (bei mir muss eigentlich alles immer an den Tischkanten ausgerichtet liegen, kann ein wildes Durcheinander hier gar nicht vertragen).

    Weiterhin nutze ich gerne die Erinnerungsfunktion bei Outlook, oder aber ich markiere Mails, die noch nicht erledigt sind, wieder als ungelesen.

    LG
    DR

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    Hallo,
    ich habe festgestellt, dass mir klare und feste Strukturen bei der Arbeit helfen. So sortiere ich jeden Morgen die Arbeit auf die selbe Art und Weise und lege entsprechende Stapel an. Diese werden auch jeden Tag in der selben Reihenfolge abgearbeitet, dadurch kann ich nichts vergessen. Dann habe ich durch Selbstbeobachtung festgestellt, dass ich am Nachmittag keine schwierigen Fälle bearbeiten kann, also wird dieser Stapel am Vormittag bearbeitet.

    Auch liegen bei mir die Akten und die Stapel immer an der selben Stelle. (Ist nur eine Katastrophe wenn man mal Urlaub hat und die Vertretung meinte ein anderes System einzuführen

    Meiner Kollegin mit der ich im Büro zusammenarbeite habe ich gesagt, dass sie mich direkt Ansprechen soll und mir dabei in die Augen sehen, wenn etwas wichtig ist. Ich habe dummerweise die Eigenart perfektioniert (schon seit meiner Jugend) zwar geistig nicht anwesend zu sein aber trotzdem zu antworten.

    Termine und wichtige Sachen gehen bei mir nur mit Outlook und Erinnerungsfunktion, Zettel gehen bei mir unter bzw. ich vergesse drauf zu schauen Outlook ist da sehr penetrant dass kann man nicht so übergehen.

  6. #16
    katyes

    Gast

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    Hi,

    also mir wird/wurde auf Arbeit oder bei Praktika häufig vorgeworfen immer Perfekt sein zu wollen, zu ehrgeizig zu sein, und zu viel zu wollen. Leider dadurch manchmal auch Arroganz.

    Was ich auch gelernt habe ist immer alles zu notieren. Leider passieren mir auch oft Schusselfehler-> ist dann leider schon so angekommen das ich eben viel mache und fleißig bin aber dadurch oft Flüchtigkeitsfehler mache.

    Auch sagt man mir häufiger ich wäre zu empfindlich, gerade am Anfang bei neues Dingen bzw. wenn ich Menschen noch nicht kenne höre ich das.

    Würde die Dinge auch gerne Ändern, aber es tut auch gut zu lesen das es anderen Adlern auch so geht.

  7. #17
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.422

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    Hallo alle,

    Was bei mich hilft: zuerst ein job suchen ohne grosse zeitdruck und mehr ruhe, sonst werde ich rasch überfordert. Im hektisch werde ich sehr reizbar und vermeide es einfach lieber... Oder wenn es kommen kann, frage wie wir es planen können und wer was macht, da es mich hilft. So lange dass sich alle an plan halten...

    Ich notiere auch alles, aber da ich schon mühe jemand zu folgen der schnell redet, geht dann so notizen nicht. Also, entweder frage ich ob schon etwas schriftlich gibt oder ob der andere für mich notizen nehmen kann.

    Ich kann mich auch schwer etwas merken wenn ich der endergebnis mich nicht vorstellen kann und frage danach... Mich sagen "Du wirst es sehen" hilft nicht... Naja, mit die anweisungen ist es eine knacknuss bei mich... Viele menschen erklären sachen nicht ADS-gerecht... Was man mich zeigt verstehe ich besser und ziehe es vor, aber möglich ist es nicht immer

    Ich suche mich auch ruhe.

    Ich neige auch immer wieder alles anders zu merken was da abläuft, aber lasse ich bewusst zu, verstecke es auch nicht und sch... drauf was andere denken. Nach diese ablenkung gehe ich dann ehe wieder zu meine sache zurück.

    Was mich geholfen hatte ist zu lernen zu merken wenn ich wieder bei der arbeit an etwas anders denke oder mal zu müde war um mich zu konzentrieren und genug kurze pausen einlegen... Manchmal plane ich auch die aufgaben nach meine mediswirkung: besonders schwierige, wenn der spiegel hoch ist... Oder auch dass ich keine sehr lange zeiten habe mit sachen wo ich mich lange drauf konzentrieren muss und mit etwas anders abwechsle.

    Prioritäten setzten kann ich schwer, aber hatte nie problem gehabt wenn ich jemand danach frage. Auch wenn ich nicht einschätzen kann ob ich genug zeit habe für eine aufgabe, tue ich lieber fragen und leute reagieren gut darauf.

    lg

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    Galaktus schreibt:
    Wer hat Kompensationsstrategien für einen geordneten Schreibtisch? Da werde ich doch sicher nicht der Einzige sein?
    Ich habe neulich mal meinen Schreibtisch aufgeräumt und mir viele verschiedene Ablagekästen übereinander gestapelt... insgesamt 7! und genauestens beschriftet. DAs hilft sehr gut.

    außerdem habe ich zwei Dosen für STifte und eine kleine Karteibox wo die ganzen "Zettelchen" reinkommen, für die ich kein "zuhause" finde, die ich aber auch nicht wegschmeißen möchte, weil ich die darauf befindliche Info noch brauche.

    Und: einen Nachmittag, bei mir ist das meist Freitag, wenn es im Gebäude ruhig ist und ich fast alleine hier bin, Schreibtisch aufräumen! Alles abheften, wegräumen aussortieren. Ist mir zu einer lieben Gewohnheit geworden. So sieht mein Schreibtisch ordentlicher aus.

    (Schubladen... wer hat was von SCHUBLADEN aufräumen gesagt, pssst, nicht
    verraten... da gibt es eine Kramschublade, ahem, RUHE jetzt aber!)


  9. #19
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 53

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    Und ich arbeite mit einer selbstgebauten To-Do Liste, die ich so strukturiert habe, wie ich sie brauche. Die nehme ich auch zu Meetings mit, damit ich Dinge, die mir unweigerlich genau dann einfallen, wenn ich zuhören sollte, SOFORT aufschreibe und somit erstmal parke. Dann abarbeiten, meistens nicht der Reihe nach, sondern auch oft kreuz und quer... und dann durchstreichen, wenn es getan ist. Hilft zu sehen, dass ich was geschafft habe. Manchmal schreibe ich auch noch Sachen drauf, die ich schon getan habe and dem Tag und streiche sie durch... denn dann weiß ich, was ich geschafft habe...

    Dinge, die besonders wichtig sind markiere ich mit einem roten Pfeil, denn Prioritätenlisten funktionieren ja doch nicht bei mir... zumal immer noch was neues dazukommt und ich darauf reagieren muss.

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Überlebenshilfen im Berufsalltag

    Meine einzige Überlebenstaktik ist auch Aufschreiben. Hab mir inzwischen sogar ein Büchlein gekauft in dem ich alles notiere...

    Nur leider wird es in meiner Arbeit nicht gerne gesehen. Wir sind ein chaotischer schnell-schnell Haufen. Hab schon oft Anpfiffe bekommen, ob ich mir diese Kleinigkeit jetzt auch noch aufschreiben muss oder ob es denn sooo schwer ist sich mal was zu merken.

    Heute weiß ich, die Antwort drauf lautet: JA UND JA!

    Mein Büchlein hab ich durchgesetzt, meine Cheffen merken ja auch dass ich dadurch strukturierter bin. Aber anfangs war es echt ein Kampf.

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