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Diskutiere im Thema Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #41
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 2.680

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    l1nch3n schreibt:
    Ich hab nen Roten Faden, ich weiß was ich will. Aber ich zweifel einfach an jedem einzelnen Satz. Und das ist der Grund warum ich dann doch 1000 andere Dinge mache und nicht weiter schreibe.

    Hat da vielleicht jemand einen Tipp?
    Zum Zweifel an jedem Satz:
    Verschieb mal abwechslungshalber etwas sinnvoll, und überarbeite das später.
    Wenn Du glaubst du schreibst grad Müll: so stehenlassen, weiterschreiben.

    Wenn Du Angst hast, dein Problem mit der Stelle zu vergessen, und es deshalb nicht kannst:
    Word hat eine Kommentarfunktion, damit kannst Du neben den Satz einen Kurzkommentar machen
    (wirklich kurz: ändern / überarbeiten / Aussage klar genug? / Ausführlicher / zu ausführlich )
    Mach eine Sitzung zum Schreiben wirklich zu einer Sitzung zum schreiben.
    Egal, ob davon ein drittel müll ist. Selbst wenn zwei drittel Müll sind: Du schaffst trotzdem mehr so.

    Da Du grad viele Arbeiten schreiben musst, kannst Du Dir den Luxus leisten, zwischen Schreiben und überarbeiten richtig was anderes zu machen - also eine andere Arbeit schreiben.
    Dann ist die erste besser aus dem Kopf raus, und beim überarbeiten kannst Du sie unvoreingenommener lesen.
    Überarbeiten kannst Du im übrigen auch mit jemandem zusammen, oder kannst jemanden um Probelesen bitten.

  2. #42
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    Ich musste während meines Studiums sicherlich zirka 50 Arbeiten schreiben. Ich sehe dieses "Arbeiten schreiben" immer kritischer.

    Professoren leben vielfach in ihrer kleinen Theoriewelt in der es heisst "publish or perish" mit der Privatwirtschaft hat dies leider nicht mehr viel zu tun.

    - Wer mehr schreibt und wessen Text komplizierter anmutet, hat vielfach die besseren Noten. In der Privatwirtschaft ist es genau umgekehrt, wem es gelingt das Wesentlich möglich kurz, prägnant und einfach verständlich darzulegen hat die besten Karten. Zeit ist Geld.

    - die Bewertungen sind vielfach ziemlich subjektiv... hängen stark davon ab, wer bewertet.

    - apropos Plagiat. In den Geisteswissenschaften (teils auch in den Naturw.) muss praktisch jeder Satz mit einer Quellenangabe hinterlegt sein. Wörtliche Zitate nur in Ausnahmefällen, kleine Anpassungen werden als Plagiat gewertet und trotzdem muss der Sinn der angegeben Quelle bewahrt werden. Ergibt eine ziemliche Gratwanderung.

    - praktisch jede Uni hat sich so eine Philosophie mit Regelwerk zugelegt wie Arbeiten zu schreiben sind. Wird meist auch peinlich genau darauf geachtet. Meines Erachtens einfach nur peinlich.

    - man sollte nur über das schreiben was der Professor die Uni gerade hören will, sonst hat man eh schon verloren. Hatte schon einige Male erlebt das die Resultate einer Forschung, einer Arbeit bereits im Voraus festgelegt wurden.

    u.v.m.

  3. #43
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    Ich mache gerade meine Abschlussarbeit, bin allerdings noch beim praktischen Teil.
    Bei meinen bisherigen Arbeiten hatte schon der praktische Teil stark unter dem Chaos gelitten, so dass es beim Schreiben um so schwerer war die Schlampereien noch einigermaßen zu umgehen.
    Bei meiner jetzigen Arbeit ist die Planung einfacher bzw. der Aufbau durch die Aufgabenstellung besser festgelegt als bei meinen vorherigen Arbeiten. Außerdem haben ich mit den vorangegangenen Arbeiten schon Erfahrungen gesammelt.
    Bisher habe ich neben den Berechnungen und Ergebnissen nur grobe Notizen und beim Schreiben wird es dann schwierig, weil ich dann wirklich alles verstehen, nachweisen und begründen muss.
    Bei einigen Teilen finde ich es sehr schwierig, eine Gliederung oder inhaltiche Reihenfolge zu entwickeln. Ich würde am liebsten alles miteinander verbinden wollen, was aber im Text nicht funktioniert - dann kommt das Problem mit den Wiederholungen.

  4. #44
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    Ich möchte nur noch einen kurzen Tipp geben, nachdem hier einige in einigen Beiträgen und Strängen diskutiert haben (vorallem über das "Aufraffen" in dem anderen Diskussionsstrang)
    Selbstkontrolle und Selbstüberlistung ist schwer und mit ADS noch so mehr. Das wissen wir wohl alle.

    Selbstüberprüfung geht ganz gut mit:
    ManicTime - Download - CHIP Online
    Maniac time zeichnet genau auf, wann man welche Webseite besucht hat (z.B. wie lange man sich hat hier ablenken lassen) und welche Programme man wie lange genutzt hat.
    Man weiß am Ende des Tages am Rechner im Büro genau auf, dass nur am Schreibtisch sitzenbleiben, so wie ich es oben formuliert habe, eben auch nicht ausreichend ist.
    Am Schreibttisch sitzen ist zwar für manche hier schon schwer genug - aber man muss auch etwas a r b e i t e n.

    Ich habe nur den Link vom Computermagazin CHIP reingestellt, damit Ihr wisst, dass ich niemanden hier auf eine illegale Seite oder was umlenke.
    Das Programm ist natürlich kostenlos. Wer gnadenlose Selbstkontrolle will - braucht das.
    Sonst kenne ich nichts, was einen selbst so gut diszipliniert. Man ist halt nie so objekt wie ein Programm es ist
    Geändert von sylvie ( 1.03.2013 um 12:28 Uhr)

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    huckleberry schreibt:
    Ich musste während meines Studiums sicherlich zirka 50 Arbeiten schreiben. [...]

    - praktisch jede Uni hat sich so eine Philosophie mit Regelwerk zugelegt wie Arbeiten zu schreiben sind. Wird meist auch peinlich genau darauf geachtet. Meines Erachtens einfach nur peinlich.
    Ich erlaube mir einen harten Widerspruch. - Nein, es ist nicht peinlich sondern bereitet auf die akademische Karriere vor. Die deutsche Uni ist eben traditionell immernoch der Ort der Forschung und an dem die "Jungen Leute" auf die Forschung vorbereitet werden. Wenn man pragmatisch, praktisch & kurz eine Ausbildung für eine Berufstätigkeit sucht, sollte man an die FH gehen. Dort wird PRAGMATISMUS groß geshrieben. Nur in dieser Traditionslinie verstehst Du, dass sich moderne Ansprüche zur Berufausbildung und zur Forschung eben quer laufen und warum Vergleiche mit der Wirtschaft nicht haltbar sind. Die Wirtschaft ist auf einiges des universitären Grundlagenforschung angewiesen um daraus pragmatisch dann Produkte entwickeln zu können. Kein Wirtschaftsunternehmen könnte diese Dinge leisten, da es sich nicht "rechnen" würde. Nur mal so als Anstoß für Dich.

    Zum "peinlichen Regelwerk":
    Stell' Dir vor, jedes Journal, in dem ich publiziere hat andere Anforderungen an die Formatierung oder ans Layout.
    Kurz, da ist es besser, wenn man als Student schon lernt, wie man sich den wechselnden Ansprüchen der Fachzeitschriften anpasst.
    Nur deswegen wird darauf an der Uni so peinlich genau geachtet. Das magst Du lächerlich finden, es ist aber die beste Vorbereitung - auch für die Abschlussarbeit. Zugegeben, manchmal wird vergessen, den Studis zu sagen, warum diese "Kleinigkeiten" so wichtig sind. Dann kommen solche Fragen/Vorwürfe raus, wie Du sie hier in den Raum wirfst.
    Kurz, als schlauer Studi hat man dafür Computerprogramme und kann auch Word bedienen. Dann sind solche Dinge ein Klacks.

    Nebenbei, wahrscheinlich zählst Du zu Deinen 50 Arbeiten auch jedes Handout eines Vortrags und jede Schreibübungsaufgabe als "Arbeit". Kaum ein Forscher hat nach 10 jähriger Karriere 50 Arbeiten geschrieben - Du nach Deinem Studium hingegen schon. Das lässt mich etwas stutzen.
    Geändert von sylvie ( 1.03.2013 um 12:42 Uhr)

  6. #46
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    huckelbarry schrieb:
    Ich musste während meines Studiums sicherlich zirka 50 Arbeiten schreiben. Ich sehe dieses "Arbeiten schreiben" immer kritischer.
    sylvie schreibt:
    Nebenbei, wahrscheinlich zählst Du zu Deinen 50 Arbeiten auch jedes Handout eines Vortrags und jede Schreibübungsaufgabe als "Arbeit". Kaum ein Forscher hat nach 10 jähriger Karriere 50 Arbeiten geschrieben - Du nach Deinem Studium hingegen schon. Das lässt mich etwas stutzen.
    Sylvie, diese Art der Formulierung finde ich diskreditierend und absolut unkonstruktiv!

    Ich finde es recht plausibel, innerhalb eines kompletten Studiums so einen Batzen zusammen zu bekommen - Hausarbeiten, Prüfungen, Ausarbeitungen, Zusatzprojekte oder ordentliche Publikationen, wenn du als Hifi einen Job in einem Forschungsprojekt ergattern kannst ... oder lass es ein Studium im Ausland sein, wo ggf mehrere ausgewachsene Ausarbeitungen pro Seminar gefordert werden - da kannst du prima auf so viele Arbeiten kommen ... "Arbeiten" im Sinne von hart erarbeitete, mehrseitige Prüfungsleistungen ...

    Und was die Anzahl an Publikationen in einem 10-Jahreszeitraum nach Studienabschluss betrifft, schau doch mal Bspw. in Fachrichtungen wie Linguistik/Computerlinguistik, KOI, Texttechnologie - die Leutchen dort sind fleißig und bis zur Diss mit Mitte 30 rund 50 Veröffentlichungen zusammen zu bekommen gar nicht so selten ...

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    habitbreaker schreibt:
    Sylvie, diese Art der Formulierung finde ich diskreditierend und absolut unkonstruktiv!
    Und schon wieder erhalte ich eine Mail des Forum, schade - ich dachte, es hätte sich der Poster aus der Wirtschaft gemeldet.
    Glücklicherweise kann sich jeder selbst eine eigene Meinung bilden und in der Regel kann auch jeder für sich selbst sprechen, denke vielleicht beim nächsten Mal daran, wenn du über einen Dritten & Abwesenden sprichst. Nun ist es Dein gutes Recht, Dir eine Meinung zu bilden. Vielleicht solltest Du hingegen meinen Beitrag noch einmal lesen. - Ich habe sehr dezidiert meine Verwunderung über die Anzahl von 50 Arbeiten ausgedrückt und dem ist auch nichts hinzuzufügen. Den Vorwurf liest Du ganz allein' in Deiner Empfindsamkeit.

    Was ich hingegen empfunden habe - wenn ich auch von meinen Gefühlen sprechen darf - das war eine masslose Arroganz dem Wissenschaftsbetrieb gegenüber mit der Behauptung, Zitiervorschriften seien "peinlich". Aus einer derartigen Behauptung spricht auch eine Menge Unkenntnis, die verwundert, wenn jemand 50 Arbeiten geschrieben haben möchte. Nach 50 Arbeiten dürfte derartiges kein Problem mehr und auch nicht mehr erwähnenswert sein. - Nur deswegen macht ein reflektierter Denker werder "die Wirtschaft" noch "die Uni" schlecht, denn wahrscheinlich ist die Wirklichkeit viel komlizierter als eine derartige Verallgemeinerung vermuten lassen würde.

    Aber weisst Du, wahrscheinlich kann der Poster auch für sich selbst sprechen. - Denn das wird nun ziemlich off topic.

  8. #48
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    Hi zusammen, habe nicht gedacht, dass mein Beitrag für soviel Aufregung sorgt. Also zuerst einmal alle tief Luft holen .

    Apropos: 50 Arbeiten, ich habe zwei Studien abgeschlossen und beim Erststudium hat ein Kollege von mir am Schluss behauptet, er hätte die Arbeiten gezählt und sei auf 50 gekommen. Für mich nachvollziehbar, wenn man Gruppenarbeiten und alles einschliesst. Dann waren's vielleicht 30, 40? So what?

    Du wirfst vor, dass dein Beitrag nicht genau gelesen wurde und ausserdem, dass ich Zitiervorschriften als peinlich erachte. Ich habe geschrieben:
    praktisch jede Uni hat sich so eine Philosophie mit Regelwerk zugelegt wie Arbeiten zu schreiben sind. Wird meist auch peinlich genau darauf geachtet. Meines Erachtens einfach nur peinlich.
    Vielleicht habe ich nicht klar geschrieben, was ich damit gemeint habe. Ich habe damit eher die Grundhaltung einer Uni gemeint (Philosophie) anstatt die Zitierweise.
    Zum Beispiel in der Schweiz an der HSG ist: Einführung in die Managementlehre von Rolf Dubs die Bibel.
    In den volkswirtschaftlichen Fakultäten: wird der Keynesianismus vertreten.
    An der ETH, BWL: System Engineering von u.a. Habernerfeller...
    Vielfach hat auch jede Uni ein Regelwerk, wie eine Arbeit zu schreiben ist. Dabei geht's nicht mal so sehr ob man nun nach APA, MLA, deutscher oder amerikanischer Weise zitiert (obwohl ich auch nicht verstehe, wenn kritisiert wird, wenn eine andere Zitierweise verwendet wird, als die von der Uni vorgegebene.) Es geht vielmehr darum, dass vielfach schon der Aufbau festgelegt wird.
    Zum Beispiel kann es einen Abzug geben, wenn eine Arbeit keine Systemabgrenzung enthält, wenn dies von einer Uni vorgesehen wird.

    Ich möchte nicht wissen, wie viele Arbeit einmal schnell überflogen irgendwo in Archiven verstauben.

    Einmal wollte ich mit einem Professor mich darüber beschweren, dass meine Arbeit in Recht nur gerade mit genügend bewertet wurde. Was er denn daran nicht so gut fand? "Ich hätte den Aufbau anders gestaltet." "Wie denn?" "Nun gut das ist jetzt subjektiv." Aha, ich habe den Aufbau mit drei Anwälten im Anwaltsbüro meines Onkels besprochen. "Und wo sehen Sie sonst noch Verbesserungspotential?" "Diesen Teil hätte ich ausführlicher gestaltet." Damit war eigentlich das Gespräch schon beendet. Hat sich so eins zu eins zugetragen.

  9. #49
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    sylvie schreibt:
    Und schon wieder erhalte ich eine Mail des Forum,.
    ??? Wen meinst du mit "des Forums"?
    Glücklicherweise kann sich jeder selbst eine eigene Meinung bilden
    Jupp - genau das habe ich gemacht ...
    und in der Regel kann auch jeder für sich selbst sprechen,
    Ich habe in keinster Weise für huckleberry gesprochen -
    der ist wohl groß genug und meine Muttergene haben
    sich schon vor längerer Zeit genügend austoben können ...
    denke vielleicht beim nächsten Mal daran, wenn du über einen Dritten & Abwesenden sprichst.
    Das Medium Web-Forum basiert auf asynchroner Kommunikation -
    das Konzept "in Abwesenheit Dritter über Dritte sprechen" ist für
    mich in diesem Sinne überhaupt nicht gegeben ...
    Nun ist es Dein gutes Recht, Dir eine Meinung zu bilden. .
    Jupp die zweite ...
    Vielleicht solltest Du hingegen meinen Beitrag noch einmal lesen. - Ich habe sehr dezidiert meine Verwunderung über die Anzahl von 50 Arbeiten ausgedrückt und dem ist auch nichts hinzuzufügen.
    Definiere "sehr dezidiert" ...
    Den Vorwurf liest Du ganz allein' in Deiner Empfindsamkeit
    Du akzeptierst meine Meinung nicht - vielmehr wertest du meine
    Meinung ab durch die Phrase "ganz allein' in Deiner Empfindsamkeit" ...
    rhetorisch/psycholinguistisch hat eine solche Formulierung den Zweck,
    den Angesprochenen zu verunsichern,
    in dem er in das Abseits auf eine alleinige, einsame Position gestellt wird -
    durch den Hinweis auf die "Empfindsamkeit" wird die Aussage entwertet
    und nicht ernst genommen ...

    und genau diese Art der Diskursführung kritisiere ich als unkonstruktiv -
    ich ganz alleine, mit der von mir höchstselbst gebildeten Meinung ...

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 64

    AW: Erstellung einer wissenschaftlichen Arbeit

    Hi,

    Ich habe auch gesagt, dass es zu viel Aufregung war.
    So lange man für sich selbst spricht - das hat mich wirklich gestört. Ausserdem gibt's kein Richtig/Falsch - nur Perspektiven und Positionen. Gerade der Philosph kann zwischen seiner eigenen Postition und der Position eines anderen unterscheiden, dessen Position man eben nur darlegt - aberdie man selbst privat nicht teilen muss.
    Ich habe in der Tat nicht verstanden, in welche Richtung Deine Kritik zielte. Ich wollte in meinem ersten Beitrag nur erläutern, *warum* jeder Prof darauf besteht, dass Zitierregeln eingehalten werden. Kurz, es bereitet auf die Praxis als Forscher vor.
    Zum Studi & Arbeitsaufbau: Wie oft ist es mir passiert, dass ich selbst als Studi ein Modell entwickelt hatte und dann der Korrektor gesagt hat: habe ich keine Ahnung, kann ich nicht korrigieren. - Drei Monate Arbeit umsonst. - Das hat mir gezeigt, dass ich halt eine gute Studi war und Lust gegeben, selbst zu forschen. Besagte Arbeiten habe ich später als Artikel genutzt, es war also nicht umsonst - hat aber mit Autorität zu tun. Man kann nicht, egal aus welcher Position heraus, das gleiche sagen. Die Uni ist einfach ein hierarchischer Ort - wie ein Krankenhaus und Sprechregeln sind streng durchnormiert.

    Wie Du schon sagst, als intelligenter Studi spricht man einfach alles mit seinem Betreuer ab. Und in der Philosphie, ja mei' .. da gibt es auch Eitelkeiten zu befriedigen beim Prof, das muss man auch berücksichtigen. Deswegen ist es immer sinnvoll, im Gespräch mit dem Prof herauszukitzeln, was seine Position ist.

    huckleberry schreibt:
    ...
    Zum Beispiel kann es einen Abzug geben, wenn eine Arbeit keine Systemabgrenzung enthält, wenn dies von einer Uni vorgesehen wird.
    Die Uni ist zunächst auch immer ein bürokratischer Ort.
    Und Du weißt selbst, Thesen sind immer nur innerhalb einer Theorie & einem System vetretbar. Und wenn man keinen theoretischen Rahmen absteckt.. ist man schnell durch.

    huckleberry schreibt:
    Ich möchte nicht wissen, wie viele Arbeit einmal schnell überflogen irgendwo in Archiven verstauben.
    Ich kenne auch Profs, die zu Hause eine elendig lange Wand mit Arbeiten von ihren Studis haben, fein geordnet und stolz auf ihre Studis.
    Das erzählen sie nur nie laut, man lobt ja leider nicht offen.
    Viel entscheidender finde ich die Anzahl der Ideen, die aus Studienarbeiten geklaut werden. Ich habe selbst eine Dozentin mal dabei erwischt - und sie zur Rede gestellt. Es war zu spät und sie längst nicht mehr meine Dozentin. Aber wir grüßen uns nun immer extra freundlich

    huckleberry schreibt:
    Einmal wollte ich mit einem Professor mich darüber beschweren, dass meine Arbeit in Recht nur gerade mit genügend bewertet wurde. Was er denn daran nicht so gut fand? "Ich hätte den Aufbau anders gestaltet." "Wie denn?" "Nun gut das ist jetzt subjektiv." Aha, ich habe den Aufbau mit drei Anwälten im Anwaltsbüro meines Onkels besprochen. "Und wo sehen Sie sonst noch Verbesserungspotential?" "Diesen Teil hätte ich ausführlicher gestaltet." Damit war eigentlich das Gespräch schon beendet. Hat sich so eins zu eins zugetragen.
    Ja, den Ärger kann ich verstehen bei der Willkür. Aber das Leben da draußen ausserhalb der Uni ist auch willkürlich. Mich wundert eigentlich, dass Du das überraschend findest. Es gibt halt keine Gerechtigkeit, das weißt Du doch aus der praktischen Ethik. Ich erwarte es deswegen auch nicht mehr.
    Philologische Grüße

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