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Diskutiere im Thema Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
  1. #31
    Zelda Zonk

    Gast

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    Fliegenpilz schreibt:
    Die Akte auf den Stapel "erledigt" legen und eine Person aus der Arbeitslosenstatistik rausnehmen. Ziel erreicht.
    Sorry, das ist Sarkasmus und entspricht hoffentlich nicht der Realität.
    Das ist leider schon oft die Realität!



    Ich habe auch diese "Missverständnisse" erlebt, die mich bis zur
    totalen Panik trieben! Diese sogenannten Missverständnisse
    (verschwundene Briefe zum Beispiel, obwohl ich sie persönlich abgegeben habe
    samt Stempel und pipapo) sind manchmal wirklich
    nur Arbeitüberlastung und Schlamperei seitens der Sachbearbeiter.

    Manchmal tippe ich aber auf gezielte Schikane.
    Wie weiter unten (oder oben) schon gesagt,
    ich habe der ARGE auch damit gedroht, an die Öffentlichkeit zu gehen.

    Ich bin jetzt öfter bei Arbeitslosentreffen, um mich auszutauschen und die
    Geschichten, die ich da höre, sind einfach total unfassbar.


    Lieber Marcus,

    ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft und lass' Dir nichts
    gefallen. Auch wenn das für uns dünnhäutige Nerverl
    eine echte Aufgabe ist!

    LG Andrea

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    Ich könnte da auch noch ein Lied von singen...Bewerbungsvorschläge sind bei mir angekommen, zwei Einladungen nicht und eine erst nach dem Termin morgens um 8 Uhr...Ergebnis: Sanktion (was ich ja noch einigermaßen verstehen könnte) und Einstellung der Leistungen...Das Ganze wurde mir telefonisch mitgeteilt, bevor ich die Bescheide in den Händen hatte. Ich also direkt am 03.12. dahin und hab gedacht, es ist alles erledigt, ich war ja da und hab mich gemeldet...Das ich dann keinen neuen Bescheid bekommen habe, habe ich auf die übliche Überlastung geschoben. Als dann am 28. kein Geld da war, habe ich dann doch noch mal ganz schnell fristgemäß Widerspruch eingelegt...
    Im Moment habe ich einen Euro in der Tasche...aber GsD nen vollen Kühlschrank...aber Hauptsache, die Statistik stimmt!

    Allerdings bin ich in der Lage, das Ganze ruhig auszusitzen. Es ist nervig, aber das war es dann auch!

  3. #33
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    Wenn du nicht voll erwerbsfähig bist musst Du mit dem schreiben zum Sozialamt Deiner Stdt/Gemeinde gehen. Von den kriegst Du das Geld! Und ganz ohne Auflagen! :o)

  4. #34
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    @ Julia: danke für den Hinweis, grundsätzlich hast du Recht. Hier liegt das Problem aber etwas anders: ohne AlG I bekommt Fliegerlein die Zeiten für die Erwerbsminderungsrente nicht zusammen. Das fehlende Geld ist zwar ärgerlich, aber eher nebensächlich, weil es hier um die zukünftige Existenz geht.

    Leistungen nach dem SGB XII fallen eher weg, weil Fliegerleins Frau erwerbsfähig ist, da wäre dann AlG II(Hartz IV) zu prüfen, was nur geht, wenn Fliegerleins Frau nicht genug verdient...aber zum Glück ist die Sache ja erstmal gut ausgegangen.

    LG Trine

  5. #35
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    Kleines Update:

    Wie nicht anders erwartet, geht die Arge nun in die nächste Runde.
    Man hat mir eine "Einladung" geschickt, in der steht, dass ein Sachbearbeiter mit mir meine "berufliche Situation besprechen" will.

    Das kann nur bedeuten, dass sie wieder versuchen werden, mich in die Ewerbsunfähigkeit zu drängen, denn ansonsten gibt es nichts zu besprechen.
    Ich bin nach wie vor in eiem ungekündigten Arbeitsverhältnis und mein Arbeitgeber möchte mich auch gerne wiederhaben und ich bin nach wie vor arbeitsunfähig ... arbeits-, nicht erwerbsunfähig.
    Zumindest noch nicht und solange der Funke Chance und Hoffnung besteht, dass ich wieder ins Berufsleben und zu meinem Arbeitgeber zurückkehren kann, haben die da nichts dran zu zerren, nur um Kosten in Form von Leistungszahlungen sparen zu können.
    Ich weiß sowieso nicht, was die wollen ... im Juli läuft mein ALG I sowieso aus und durch den Verdienst meiner Frau steht mir ohnehin kein ALG II zu, also sind sie mich doch in drei Monaten sowieso los ... wir reden hier nicht mal 800 Euro, die ich bekomme, die versuchen also nicht mal 2500 Euro zu sparen....
    Und setzen mich damit wieder unter Druck und schon merke ich, dass z.B. für gestern von etwa der Hälfte des Tages nicht weiß, was ich gemacht habe ... was darauf schließen lässt, dass ich wieder ziemlich in der Disso stecke...

    In meinen Augen ist das reine Schikane, denn die wissen, dass sie in der Leistungspflicht sind, und solange ich noch ein bestehendes Arbeitsverhältnis habe, und eine erwerbsunfähigkeit abgewendet werden kann, haben die das zu unterstützen und ihren Teil dazu beizutragen, ob es ihnen schmeckt oder nicht.
    Klar, ich hätte das auch gerne anders .. aber es ist nun mal so, dass ich kein Krankengeld mehr bekomme, aber, auch nach Einschätzng der DRV, als arbeitsunfähig eingestuft bin und somit ist die Arge in der Pflicht zur Leistung, auch wenn sie keinen weiteren Zugriff auf mich haben.
    Ich kann verstehen, dass denen das stinkt, aber so ist es nunmal und ich glaube nicht, dass es im Sinne deren Aufgabenstellung ist, durch ihre Maßnahmen zum einen meine Genesung zu gefährden, bzw. wieder zurückzuwerfen und zum anderen mein bestehendes Arbeitsverhältnis in Gefahr zu bringen, indem sie mich in die Erwerbsminderung drücken.

    Wie auch immer ... es war zu erwarten, dass die nicht aufgeben und auch wenn ich es hasse, ich hatte mal wieder recht.

    Diesmal werde ich aber von vornherein einen Beistand mitnehmen.
    Den Vorgang habe ich schon an den VdK gegeben und ich hoffe, dass die mir auch dabei zur Seite stehen können.

    Viele Grüße
    Marcus

  6. #36
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    Hallo Marcus,

    sorry, habe nicht alles gelesen und beziehe mich jetzt mal nur auf "das Aktuelle"

    MARCUS schreibt:
    In meinen Augen ist das reine Schikane, denn die wissen, dass sie in der Leistungspflicht sind, und solange ich noch ein bestehendes Arbeitsverhältnis habe, und eine erwerbsunfähigkeit abgewendet werden kann, haben die das zu unterstützen und ihren Teil dazu beizutragen, ob es ihnen schmeckt oder nicht.
    Klar, ich hätte das auch gerne anders .. aber es ist nun mal so, dass ich kein Krankengeld mehr bekomme, aber, auch nach Einschätzng der DRV, als arbeitsunfähig eingestuft bin und somit ist die Arge in der Pflicht zur Leistung, auch wenn sie keinen weiteren Zugriff auf mich haben.
    Ich kann verstehen, dass denen das stinkt, aber so ist es nunmal und ich glaube nicht, dass es im Sinne deren Aufgabenstellung ist, durch ihre Maßnahmen zum einen meine Genesung zu gefährden, bzw. wieder zurückzuwerfen und zum anderen mein bestehendes Arbeitsverhältnis in Gefahr zu bringen, indem sie mich in die Erwerbsminderung drücken.

    Wie auch immer ... es war zu erwarten, dass die nicht aufgeben und auch wenn ich es hasse, ich hatte mal wieder recht.

    Diesmal werde ich aber von vornherein einen Beistand mitnehmen.


    Die Einladung zum Gespräch ist keine Schikane, gemäß den gesetzlichen Vorgaben müssen die alle Leistungsempfänger in einem regelmäßigen Turnus einladen, um mit ihnen über die aktuelle berufliche Situation zu sprechen.

    Die Mitarbeiter sind angehalten, alle möglichen vorrangigen Kostenträger auszuschließen, bei einer kompletten Erwerbsunfähigkeit wäre der Rententräger in der Zahlungspflicht.
    Ich hatte das auch, als ich im Krankengeldbezug war, damals war ich die Alleinverdienerin in der Familie...

    Da wir nicht wußten, wie hoch das Krankengeld sein würde, haben wir prophylaktisch einen Antrag auf ALG II gestellt, da ja erst ab dem Zeitpunkt der Antragstellung bezahlt wird, sonst hätten wir dumm dagestanden, wenn das KG unter ALG II ausfällt.

    Da habe ich auch eine Einladung zu so einem Gespräch bekommen (Ich war in einer ungekündigten Vollzeitstelle, nur eben krank geschrieben), ich habe mich genau wie Du darüber aufgeregt... ich habe mich dann mit denen geeinigt, dass das erstmal liegen bleibt, bis wir einen Bescheid von der KK haben, aber dann hat mein Mann einen Job gefunden und die ganze Sache hatte sich erübrigt.

    Was ich nicht so ganz verstehe, ist das mit dem ALG I, solange Du das bekommst, hast Du normalerweise nix mit der ARGE zu tun, sondern mit der Agentur für Arbeit...

    andersrum bekommt man meines Wissens nach kein ALG I, wenn man krank geschrieben ist, (das ruht dann, die Ansprüche bleiben bestehen)
    sondern Krankengeld und danach Sozialgeld (ähnlich wie ALG II, mit dem Unterschied, dass man eben dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen kann/muss),
    was dann wiederum über die ARGE läuft.
    Aber soweit ich weiß, wird das Sozialgeld auch in Abhängigkeit zum Einkommen der Bedarfsgemeinschaft gezahlt....
    Deine Ausführungen verwirren mich.... (das sind doch Bundesgesetze, das müsste doch eigentlich einheitlich sein..)

    Bringst Du mir Licht ins Dunkel?

    Liebe Grüße von Tanja
    Geändert von Chaostanja ( 9.03.2013 um 15:45 Uhr) Grund: Ergänzung

  7. #37
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    Chaostanja schreibt:

    Bringst Du mir Licht ins Dunkel?
    Ich versuche es und antworte daher nicht in der Reihenfolge der Fragen:

    Ich wurde krank und bekam nach 6 Wochen Krankengeld von der gesetzlichen Krankenversicherung.
    Das Krankengeld wird über einen Zeitraum von 18 Monaten gewährt.
    Ist dieser Zeitraum abgelaufen, wird man ausgesteuert, bekommt also kein Krankengeld mehr und ist auch nicht mehr kranken- und sozialversichert.
    Kommt man also an diesem Punkt an, wird aber (noch) nicht als erwerbsunfähig eingestuft, dann kann man ALG, also Arbeitslosengeld beantragen.
    Man bekommt dann also, obwohl man in einem ungekündigkten Arbeitsverhältnis ist, von der Arbeitsagentur Geld, während die keinen Zugriff auf den "Kunden" haben, denn zum einen ist der arbeitsunfähig geschrieben und zum anderen hat er eh' einen Arbeitsplatz.
    Trotzdem sind die solchen fällen zuständig.

    Das schmeckt denen natürlich nicht, also versuchen sie entweder eine medizinsche Rehabilitation zu beantragen, was der Fall war oder versucht, wenn das abgelehnt wird, den "Kunden" in di Erwerbsunfähigkeit zu bekommen.
    Nun wurde mein Antrag auf Reha zwar abgelehnt, aber mit dem Hinweis, dass ich nach wie vor arbeitsunfähig sei, aber einer medizinische Rehabilitation nicht zugestimmt werden kann, da nicht in Aussicht steht, dass danach meine Arbeitsfähigkeit wieder hergestellt ist.
    Dazu kommt, dass die zeitlichen Voraussetzungen dafür nicht erfüllt waren, da ich kurz davor bereits in einer Reha war und später danach noch mla für 8 Wochen in einer anderen Klinik, diesmal auf Kosten der Krankenasse.
    Also wurde die Reha abgelehnt, eine Erwerbsunfähigkeit aber ebenfalls nicht festgestellt, was auch in jeder Hinsicht in meinem sinne ist, sondern eine amublante Weiterbehandlung empfohlen, welche ich auch durchführe.

    Soviel also zur Vorgeschichte.
    Im Juli läuft mein Anspruch auf ALG I aus, da dieses "nur" für ein Jahr gezahlt wird.
    ALG II, also Hartz IV bekomme ich nicht, ebenfalls keine Grundsicherung, da meine Frau als Verdiener hier über dem Satz liegt.


    Die Einladung zum Gespräch ist keine Schikane, gemäß den gesetzlichen Vorgaben müssen die alle Leistungsempfänger in einem regelmäßigen Turnus einladen, um mit ihnen über die aktuelle berufliche Situation zu sprechen.
    Die wissen aber um meinen Zustand...

    Die Mitarbeiter sind angehalten, alle möglichen vorrangigen Kostenträger auszuschließen, bei einer kompletten Erwerbsunfähigkeit wäre der Rententräger in der Zahlungspflicht.
    Ja, das ist klar, allerdengs hier ein wenig komplizierter.
    Denn zum Einen würde eine volle Erwerbsunfähigkeit für mich einen Arbeitsplatzverlust bedeuten und solange ich das abwenden kann, werde ich versuchen mir den zu erhalten.
    Und zum Anderen würde ich derzeit gar keine Erwerbsminderungsrente bekommen, da ich aufgrund einer früheren Selbstständigkeit die Voraussetzungen aktuell nicht erfülle... denen ist es nämlich schnurzegal, ob man schon 30 Jahre eingezahlt hat, was zählt ist, dass man in den letzten 5 Jahren mindestens 3 Jahre Beiträge eingezahlt hat, sonst gibt's nix und da zählt auch nicht, dass man sich selbstständig gemacht hat, weil der alte Arbeitgeber den Laden dicht gemacht hat und man nicht arbeitslos sein und der Sozialgemeinschaft auf der Tasche liegen wollte ... welch eine Ironie ...

    Was ich nicht so ganz verstehe, ist das mit dem ALG I, solange Du das bekommst, hast Du normalerweise nix mit der ARGE zu tun, sondern mit der Agentur für Arbeit...
    Jetzt bin ich verwirrt und zwar völlig, da ich immer dachte, dass "ARGE" nur eine Abkürzung für "Argentur für Arbeit" ist ....


    andersrum bekommt man meines Wissens nach kein ALG I, wenn man krank geschrieben ist, (das ruht dann, die Ansprüche bleiben bestehen)
    sondern Krankengeld und danach Sozialgeld (ähnlich wie ALG II, mit dem Unterschied, dass man eben dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen kann/muss),
    was dann wiederum über die ARGE läuft.
    Wie gesagt, s.o.
    Krankengeld ist ausgelaufen, ich wurde ausgesteuert und da keine weiteren Alternativen bestehen, hatte/ habe ich Anspruch auf ALG I.

    Deine Ausführungen verwirren mich.... (das sind doch Bundesgesetze, das müsste doch eigentlich einheitlich sein..)
    Tja ... selbst wenn es Bundesgesetze sind ... die werden immer versuchen Lücken und Löcher zu finden, über die sie Kosten abwehren können.
    Wenn alles so einheitlich wäre, dann wären weder die Sozialverbände, noch die Sozialgerichte so dermaßen überlaufen...

    Wie war das so schön, wir haben ein gutes Netz von Gesetzen, aber Netze haben Löcher .

    Und glaub mir, ... die biegen sich das so hin, wie sie es wollen, selbst wenn sie wissen, dass sie damit an sich nicht durchkommen, weil es einem Widerspruch oder einer Prüfung nicht standhält.
    Die rechnen einfach damit, dass ein teil der Betroffenen das schluckt und dem anderen Teil kann man es dann immer noch gewähren.

    Da habe ich schon einiges an Erfahrungen gemacht.
    Mit der Krankenkasse z.B., die mir mal einen Paragraphen vorgebetet haben, damit sie etwas nicht zahlen mussten.
    Dieser Pragraph enthielt Begründungen, warum die Leistungen für diesen bestimmten Zeitraum ruhen, aber in genau demselben Paragraphen steht im letzen Absatz, dass sie sehr wohl in der Pflicht waren, ... aber den Absatz hat man wohl vergessen mit dazu zu schreiben ...

    Die versuchen nicht zu helfen ... die versuchen einen loszuwerden.
    Die stehen nicht an unserer Seite wie sie es sollten, die stehen hinter uns, damit der tritt in den Hintern besser sitzt und wirkt ...

    Sorry, aber das sind meine Erfahrungen.
    Wenns drauf ankommt, wird man von denen allein gelassen, ... im Gegenteil, in Zeiten, in denen man sowieso schon geschwächt ist und Hilfe annehmen muss, nutzen die das aus und fordern solche Kämpfe heraus.

    Ich kann so etwas einfach nicht verstehen.

    Liebe Grüße
    Marcus

  8. #38
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    Ich kenne das auch so, dass ARGE die Abkürzung für Agentur für Arbeit ist. Und die sind für das ALG I zuständig. Für das ALG II sind die Jobcenter zuständig.
    Also so war das damals bei mir. Da musste ich zuerst zur Agentur für Arbeit und dort den ALG I Antrag stellen. ALG I stand mir damals direkt nach dem Studium gar nicht zu, aber ich brauchte den Ablehnungsbescheid um ALG II beantragen zu können. Und um ALG II zu beantragen musste ich dann ins Jobcenter fahren.

  9. #39
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    Fliegenpilz schreibt:
    Ich kenne das auch so, dass ARGE die Abkürzung für Agentur für Arbeit ist. Und die sind für das ALG I zuständig. Für das ALG II sind die Jobcenter zuständig.
    Also so war das damals bei mir. Da musste ich zuerst zur Agentur für Arbeit und dort den ALG I Antrag stellen. ALG I stand mir damals direkt nach dem Studium gar nicht zu, aber ich brauchte den Ablehnungsbescheid um ALG II beantragen zu können. Und um ALG II zu beantragen musste ich dann ins Jobcenter fahren.
    Widerspruch Fliegenpilz!

    ARGE steht für Arbeitsgemeinschaft und bezieht sich auf die heutigen Jobcenter!

    Diese Arge war ein juristisches oder auch rechtliches Konstrukt um so schnell wie möglich die Arbeitslosenhilfe abzuschaffen! Tatsächlich erlauben unsere Gesetze solche Arbeitsgemeinschaften, was im Falle der Hartz-Gesetze dazu führte, dass in den Jobcentern die unterschiedlichsten Sachbearbeiter tätig waren.

    Soviel ich weiß wurde dieses Konstrukt irgendwann aufgegeben, wie sich die Sache dann weiter gestaltete weiß ich nicht wirklich. Allerdings gab es ein entsprechendes Urteil eines zuständigen Bundesgerichts.

    Tatsächlich kenne ich es aus eigener Berufstätigkeit noch, dass Festangestellte von der Arbeitsagentur dort arbeiteten, dann kamen noch jede Menge Mitarbeiter aus den Sozialämtern dazu und das Chaos nahm seinen Lauf. Übrigens, die Jobcenter schreckten auch nie davor zurück Leihmitarbeiter zu beschäftigen, die haben sogar Sklavenhändler direkt mit bestimmten Projekten beauftragt und ihnen nen Platz im Haus gegeben!

    Bezüglich ALG II sind die Anweisungen sowas von brutal, dass einem der Hut hochgehen kann. In den Jobcentern wird genau geprüft, ob die Antragsteller noch andere Ansprüche an Sozialversicherungsträger haben und die müssen notfalls eingeklagt werden. Macht natürlich keiner im Jobcenter, das müssen die geplagten Bittsteller schon selbst machen! Die stehen dann oft wie die Kuh vor dem verschlossenen Tor und verstehen die Welt nicht mehr. Mitunter haben sie ja schon einen Ablehnungsbescheid! Soviel dazu! Du hast Glück gehabt, nach dem Studium ist die Sachlage meist klar - ich hab skurrile Verwirrungen mit Jugendlichen erlebt.

    Mit ALG I und die Leistungen beschneiden, das ist ne ziemlich blöde Sache. Eigentlich ist es eine Versicherungsleistung, die muss bezahlt werden. Aber der Gesetzgeber hat natürlich vorgesorgt und reichlich Hintertürchen offen gelassen - ein Grund, weshalb ich mich bei AlG I -Bezug niemals krank schreiben lasse. Dann sind die sofort auf der Matte und ziehen alle Register, um einen aus dem Leistungsbezug raus zu kriegen!

    Die Kürzung der Leistungen geht so schnell, so schnell kann man unter Umständen nicht mal ne Entschuldigung hinschicken! Ist mir so passiert, habe am Sonntag die Entschuldigung abgeschickt, da meine Mutter am Termin beerdigt wurde. Als ich von der Trauerfeier zurück kam lag schon der Bescheid über die Leistungskürzung im Kasten. Am nächsten Tag kam der Brief mit dem Alternativtermin, weil ich mich ja ordnungsgemäß entschuldigt hatte!

    Die Maschinen sind alle so eingestellt, dass sofort die Leistungskürzung rausgeht - das hat viele Vorteile und wenn es nur die verzögerte Zahlung ist!

    Übrigens: Alle, die damit zu tun haben, wissen, dass dieses System nur Mist ist. Die ständigen Umstrukturierungen bringen es mit sich, dass nichts funktioniert. Da wird nichts dran geändert - die Institutionen sind rechtlich meist auf der sicheren Seite und das wissen die auch!

    Die eingehende Post wird solange in einer gesonderten Tasche in der Akte gelagert bis Fristen ablaufen - die wichtigste Frist liegt bei einem Jahr. Dann geht das große Stöbern los und so manch einer hat schon gestaunt, wenn sie plötzlich Geld zurück haben wollten, weil der Ehepartner nicht die günstigste Steuerklasse gewählt hatte - kein Witz, hab ich alles erlebt! Hab selbst Akten gesehen, da war das Postfach doppelt so dick wie die eigentliche Akte!

    Marcus hat gut auf den Punkt gebracht - die haben nur einen Auftrag: Werdet die Leute los! Nur dann stimmen die Statistiken! Der eine Sozialversicherungsträger ist der Fein des anderen, auch wenn deren ganzes Geld aus unseren Beiträgen zusammengesetzt ist.

    Wir haben mittlerweile soviele Gesetze und Regelungen, dass wir längst in einem völlig rechtlosen Zustand sind.

    LG
    Waldsteinie

  10. #40
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Netter Brief von der Arge zum Jahreswechsel

    Ah, OK, danke Waldsteinie. Die ARGE gibt es dann eigentlich ja gar nicht mehr?

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